KK sieht fern: Serafin on Tour – operklosterneuburg

Serafin on Tour – operklosterneuburg

SERAFIN ON TOUR (Kulturmatinee von und mit Harald Serafin)

REZENSION der Sendung vom 13. Juli 2014

ORF III

In dieser Folge besucht Harald Serafin Klosterneuburg. Hier gibt es heuer ein Jubiläum zu feiern. Seit 900 Jahren existiert das Chorherren-Stift Klosterneuburg, und in dessen Kaiserhof wird jährlich im Sommer Oper gespielt. Nicht die kleine, sondern die große, schwere, wagemutige Oper. Der Intendant ist Michael Garschall. 2014 ist es eine Mozart-Oper, die das Publikum entzücken soll. Harald Serafin wirft einen näheren Blick auf die Produktion und die Darsteller.

Vor dem Stift werden die Zuseher auch schon begrüßt. „Heute möchte ich Sie nach Klosterneuburg entführen!“, so die launige Begrüßung. „Hier wird echte, gute, große Oper produziert!“ Der erste Interviewpartner des wissbegierigen Protagonisten ist auch gleich Herr Garschall, der herbeieilt. Warum er diese Produktion angesetzt hat? „Es ist ein ganz besonderes Geschenk zum Jubiläum, was gibt es Anderes , Prachtvolleres als die Zauberflöte?“, meint Garschall.

Es sind Ausschnitte zu sehen. Tamino, wie er vor der entsetzlichen Schlange (die hier gar nicht einmal so bedrohlich wirkt, sondern eher fast putzig) flieht und von den drei Damen gerettet wird, Papageno, erschöpft am Boden liegend. Alles das wird umrahmt von moderner Jazzmusik.

„Zeig uns dein Ensemble!“, bittet Serafin Garschall. Dieser leistet Folge und holt sogleich seine Königin der Nacht, Antje Bitterlich. An Garschalls Hand wird sie durch die Kulisse geführt. „So schön ist es nur in Klosterneuburg!“, meint Garschall. Darauf Serafin: „Das sagt jeder Intendant.“ Mit einem Lächeln wird der Witz untermalt. „Du weißt doch, Intendanten haben immer Recht, erstes Gesetz am Theater!“ komplettiert Garschall.

Bitterlich gibt „O zittre nicht, mein lieber Sohn!“ zum Besten. Der nächste Interviewpartner wartet aber schon: Es ist der türkische Tenor Ilker Arcayürek. Er gibt den Tamino. Ein zweites Mal sieht man ihn vor der „entsetzlichen Schlange“ fliehen. Wie er es mit dem Tamino hält, will Serafin wissen, „liegt er dir gut auf dem Hals ..?“ „Auf jeden Fall, jeder lyrische Tenor soll einmal den Tamino gesungen haben.“.

„Und, wie verstehst du dich mit deiner Pamina?“, fragt Serafin. Darauf antwortet nicht etwa Arcayürek, sondern die Sopranistin Valda Wilson, die ebendiese Pamina singt. Die beiden Herren begeben sich zu ihr auf die Bühne. Serafin: „Der Garschall hat schon eine gute Nase, dass er schöne Menschen besetzt!“ „Ja, für mich musste er nach Australien suchen gehen.“ sagt Wilson.

Auf einem Fahrrad kommt das „Herzstück der Zauberflöte“ angefahren. Papageno und Papagena alias Katrin Fuchs und Martin Achrainer. Sie tragen „federleichte“ Kostüme, diese sind eben über und über mit rot-weiß-blauen Federn bestückt. Dazu trägt Papagena noch eine türkise Strumpfhose und türkise Pumps. Also ist alles recht bunt.

Dann sieht man Papageno und Pamina im Duett. Als Nächstes interviewt Serafin Isabella Gregor, die fast nicht aufhören will, über die Zauberflöte zu reden. Mit moderner Musik und Einblendungen geht es weiter. (Papageno hüpft auf die Hand eines Darstellers, sehr actionreich).

Serafin verabschiedet sich für diese Episode vom Publikum: „Das war ein Besuch in Klosterneuburg bei der Zauberflöte-Ein wunderbarer Ort um Musik zu genießen….Adieu!“

-MK-

Link:

http://tvthek.orf.at/program/Serafin-on-Tour/6383583/matinee-Serafin-on-Tour/8174365