KK sieht fern: Eröffnung der Bregenzer Festspiele 2014

Eröffnung der 69. Bregenzer Festspiele                                                23. Juli 2014
 ORF 2
 Die 69. Bregenzer Festspiele wurden heute, Mittwoch, eröffnet.
Zu sehen gibt es heuer unter dem Motto „Wien zartbitter“ unter anderem die relativ neue HK Gruber – Oper „Geschichten aus dem Wiener Wald“ nach dem Stück von Ödon von Horvath. Auch ein hübscher Hintergrundfilm wurde gezeigt, das Motiv, natürlich Wien. Vom Westen Österreichs reist man also gedanklich bei den Bregenzer Festspielen bis fast ganz in den Osten.
 
Ein weiteres Highlight ist die Mozart´sche „Zauberflöte“, in der letzten Saison David Pountneys als Intendant wieder nach 2013 als Märchenspiel auf dem großen See zu sehen. Ein wahrer Boom findet also in Österreich wieder einmal statt. Denn alle großen Bühnen des Landes haben schon oder werden in diesen Jahren Intendanz-Wechsel verzeichnen.
Die Bregenzer Festspiele profitieren von Gästen aus drei Ländern, auch internationale Gäste sind sehr interessiert am Kulturangebot am Bodensee.  1% der Gäste kommt aus Liechtenstein.
 
Konzerte, Matineen und Kinderprogramm ergänzen das vielfältige, auch modern geprägte Kulturangebot.
Auch was die Besetzung betrifft, kann Bregenz heuer mit arrivierten Sängern und Sängerinnen aufwarten: Angelika Kirchschlager, Jörg Schneider und Daniela Fally treten auf.
 Die Eröffnung wurde live aus dem Festspielhaus übertragen. Es spielten die Wiener Symphoniker unter der Leitung verschiedener Dirigenten. Eine abgespeckte Version des Strauss- Walzers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ (op. 325) war zu hören. Dazu sehr unterhaltsame, auch nachdenklich stimmende Wien-Impressionen (Strauss-Denkmal, Gürtel und Rotlichtviertel, Riesenrad, Kartenverkäufer in Mozart-Perücken vor der Oper, das Haas-Haus, die Konditorei Demel, Handyshops, Bettler, Restaurants).

Hans Peter Metzler, Präsident der Bregenzer Festspiele, sprach in seiner Rede von Erwartung und Inspiration, die Leute sollen über den Tellerrand hinausschauen, sich der Kultur öffnen. Das hatte auch schon David Pountney in früheren Jahren seiner Intendanz bemerkt.

Das überwältigende Musiktheater in imposanter Natur – so werden die Festspiele genannt.

Nun zu einigen Darbietungen der Eröffnung nach Themen:

Geschichten aus dem Wiener Wald:

Natürlich zählt hier auch der vorhin erwähnte „abgespeckte“ (das heißt um einige Schlusstakte gekürzte) Walzer dazu.

Alexander Kaimbacher (Hierlinger Ferdinand) und Ilse Eerens (Marianne) traten mit dem Lied aus der Wachau auf. „Verlassenes Winzerhaus, die Donau fließ so blau, in der Wachau!“ Der Hierlinger fordert da Marianne auf, zu singen. „Lauter, lauter!“ ruft Kaimbacher ins Mikrofon. Dies soll einen Vorgeschmack auf die Premiere der „Geschichten aus dem Wiener Wald“ bieten. Die Figuren sind dieselben wie im Originalstück Ödon von Horvaths. Als Mariannes Mutter ist kurz Anke Vondung zu hören und zu sehen. Die Valerie (Trafikantin) singt Angelika Kirchschlager. Premiere ist am 23. Juli im Festspielhaus.

Die Oper wurde vom Wiener HK Gruber komponiert.

Denise Beck als „Eintröterin“ betätigte sich künstlerisch mit einer Art „Vuvuzela“. Später brachte sie gemeinsam einer Streetband „L´ hirondelle du Faubourg“ auf die Bühne. Französisches Chanson liegt der Auftretenden.

Christopher Hinterhuber am Klavier brachte die Gäste in Stimmung. Eine Prelude der Oper „Gloria von Jaxtberg“ am begeisterte.

Ein Interview mit Angelika Kirchschlager fiel launisch und informativ aus:

Sie sagte, am Premierentag würde sie eine große Portion Spaghetti essen, dann ausschlafen, sich einsingen, in die Maske gehen und schließlich ihren Auftritt haben.

-Martina Klinger-

 

Die wichtigsten Premieren der Bregenzer Festspiele im Überblick:

Geschichten aus dem Wiener Wald (Oper von HK Gruber) – Premiere am 23. Juli, 19.30 Uhr im Festspielhaus. Auf Deutsch und Wienerisch! mit deutschen Übertiteln. Dauer 2:20, eine Pause. Reprisen: 27.07. um 11 Uhr, 03.08. um 11 Uhr. Mit Ilse Eerens (Marianne), Alexander Kaimbacher (Hierlinger), Angelika Kirchschlager (Valerie). Die Premiere ist ausverkauft.

Die Zauberflöte (Oper von Mozart) – Premiere am 24. Juli, 21:15 auf der Seebühne. Auf Deutsch. Dauer: 2:20, ohne Pause. Reprisen: 25.07., 26.07., 27.07., 29.07. jeweils 21:15 Uhr. Mit Nikolai Schukoff, Anja-Nina Bahrmann, Bernarda Bobro, Daniela Fally, Alexander Kaimbacher. Die Premiere und die folgenden Reprisen sind ausverkauft. Karten gibt es noch für folgende Termine: 19.08., 20.08., 21.08., 23.08. ( –>hier 1. Kategorie Restkarten) jeweils um 21:15h.

Gloria von Jaxtberg (Oper von HK Gruber) – Premiere am 31. Juli, 19:30 auf dem Kornmarkt. Auf Englisch mit deutschen Erklärungen. Dauer 1:15, ohne Pause.