Ein Volksopern-Gedicht: NUR IN DES VOLKES OPER

NUR IN DES VOLKES OPER

 

Der Kunstfreund hat am Wiener Gürtel

wahrhaftig ein ganz trefflich Viertel.

Wo sonst schlürft Robert Meyer

auf der Bühne verdünnten Tokayer?

Wo treten die Grisetten

mit spitzen Stiefeletten

den Herren auf den Zeh?

Nur in der großen Oper,

nur in des Volkes Oper,

da tut es nicht so weh.

 

Wo sonst sitzt man auf rotem Samt

und wird von Tönen fein umrahmt?

Wo hat der liebe Wagner-Trenkwitz

zuweilen seine Geistesblitz´?

In der großen Oper.

In des Volkes Oper.

Denn dort spielt man proper.

 

– (c) Martina Klinger-

 

Die Autorin grüßt sehr herzlich die Wiener Volksoper!

Link:

http://www.volksoper.at