Bitte vor den Vorhang, Luca Pisaroni!

Luca Pisaroni ist ein italienischer Bassbariton. Geboren wurde er in Ciudad Bolivar, Venezuela. Mit 4 Jahren übersiedelte er mit seiner Familie in die berühmte Verdi-Stadt Busseto in der Emilia Romagna, Italien. Dort beeinflussten ihn schon früh die Oper (er ging oft mit seinem Großvater hierhin). Pisaroni meint, den „Geist Verdis“ hier überall in Busseto zu spüren. Mit 11 Jahren beschloss Pisaroni, Opernsänger zu werden.

Bei Carlo Bergonzis Meisterklassen konnte er allein vom Zuhören sehr viel lernen. In Mailand, beim Studieren, fühlte er sich nicht wohl. Also zog es ihn erst nach Buenos Aires, dann weiter nach New York. Sein Österreich-Debüt gab er am Stadttheater Klagenfurt, in der Rolle des Conte Almaviva. Er erhielt den Förderpreis der Eberhard-Waechter-Medaille.

Im Sommer des Jahres 2002 wurde er bei den Salzburger Festspielen als Masetto im „Don Giovanni“ engagiert (unter N. Harnoncourt).  Diese ließen ihn bis heute nicht mehr los, und so wurde er zum gefragten Interpreten, wenn es etwas im Mozart-Bereich gab (etwa 2003 wieder der Masetto, 2007 und 2009 der Figaro, 2013 der Guglielmo, 2014 der Leporello).

Pisaroni singt auch heute vornehmlich Mozart, sein Repertoire reicht aber auch von der Barockoper bis zu Werken von Rossini und Puccini.

 

Videobeispiel von Luca Pisaroni:

„Madamina, il catalogo e questo“ (Leporello aus „Don Giovanni“)