Unser Wiener Hollywoodstar wird 60! Christoph WALTZ

 

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Wenn man sich in dieser Zeit fragt, wer wohl einer der erfolgreichsten Film-Bösewichte und Schauspieler ist, gibt es nur eine Antwort: Der Waltz! Zwei Oscars gehen bereits auf das Konto des gebürtigen Wieners, der mit Tarantino-Filmen den Aufstieg in die A-Liga Hollywoods gelang. Auch eine Oper hat er schon inszeniert, und das soll noch längst nicht alles in der Klassik-Welt gewesen sein. Heute, am 4. Oktober, feiert er einen runden Geburtstag. Er wird 60 Jahre alt. Herzliche Geburtstagsgratulation!

Christoph Waltz wurde 1956 als Sohn des Kostümbildner- und Bühnenbildnerehepaares Johannes Waltz und Elisabeth Urbancic in Wien geboren. Wegen der geltenden Gesetzeslage bei seiner Geburt bekam er die deutsche Staatsbürgerschaft (wie sein Vater), nicht jedoch die österreichische. Diese wurde ihm 2010 durch die Stadt Wien für seine Verdienste im Interesse der Republik verliehen. Eigentlich wollte Waltz nach seiner Matura in Wien-Döbling Kameramann werden, da er sich für Technik interessierte. Zum Film sei er nur „mangels anderer Ideen“ gekommen.

Er studierte Schauspiel in Wien am Max-Reinhardt-Seminar und dann in New York am Lee Strasberg Institute. Für kleinere Rollen stand er in seiner Heimatstadt auf der Bühne. Dann ging es für andere Produktionen nach Hamburg, Frankfurt und auch Salzburg. Nach dem Erhalt des O.E. Hasse-Preises wirkte er in Krimiproduktionen wie „Derrick“, „Der Alte“, „Kommissar Rex“ und vielen anderen mit.

Der große Sprung nach Hollywood gelang ihm, als er die Rolle des SS-Standartenführers Hans Landa im Tarantino-Streifen „Inglourious Basterds“ (dem „2. Weltkrieg frei nach Tarantino“) verkörperte. Diese Rolle brachte ihm nicht nur seinen ersten Oscar ein, sondern auch einen Golden Globe, den Screen Actors Guild Award und den British Academy Film Award. Der „Kultsager“ That´s a Bingo geht auch auf den Film zurück.

Den zweiten Oscar brachte wieder ein Tarantino-Film, „Django Unchained“, ein Western, mit der Rolle des Dr. King Schultz, einem als Zahnarzt getarnten Kopfgeldjäger.

Nun aber zum Musiktheater: Waltz versuchte sich erstmals 2013 als Opernregisseur, und zwar mit dem „Rosenkavalier“ von Richard Strauss. An der Vlaamse Opera in Antwerpen wurde seine Fassung mit Erfolg uraufgeführt. 2014 und 2015 folgten Reprisen an anderen belgischen Locations.

Es geht das Gerücht, dass er sich im kommenden Jahr 2017 an Verdis „Falstaff“ versuchen möchte. Der österreichische Oscarpreisträger ist der erste Österreicher seit 48 Jahren, der den Oscar gewann. Zuletzt gewann ihn Maximilian Schell 1962 für „Das Urteil von Nürnberg“.

Der Kulturpavillon gratuliert Christoph Waltz zum Geburtstag!