Grande Dame des Musicals (und Balletts) mit neuem Bildband – Dagmar Kollers neuestes Werk.

 

Die „letzte österreichische Diva“ Dagmar Koller – wer kennt sie nicht? Neben ihren Memoiren „Die Kunst, eine Frau zu sein“ (Amalthea Verlag), hat sie nun einen Bildband mit sehr privaten Aufnahmen, gemeinsam mit ihrem Herzensfreund und Autor Michael Balgavy, herausgegeben.  

Dieser Bildband nennt sich „Goldene Zeiten“ und zeigt sehr viel von Dagmar Kollers Vergangenheit als Bühnenstar, als aufgeweckte junge Frau und als neckische und charmante Dame. Ob das nun Fotos aus ihrer bescheidenen Kindheit im Gailtal (Kärnten), sind oder jene, die ihre Erfolge als Ballettänzerin (sie begann bereits mit fünf Jahren zu tanzen), wo sie sich auf einer Aufnahme selbstkritisch als „zu dick“ bezeichnet. Laut Balgavy ist Dagmar Koller die meistfotografierte Frau Österreichs, und demnach gestaltete es sich sehr schwierig, aus 20.000 Fotos Aufnahmen für dieses Werk auszuwählen.

Andere berühmte Persönlichkeiten wie Udo Jürgens oder Marcel Prawy finden sich ebenso in diesem Werk, es gleicht daher auch einem „Zeitdokument“, welches die „goldenen Zeiten“ dokumentiert. Auch aus ihrer Ehe mit dem früheren Wiener Bürgermeister Helmut Zilk sind Briefe enthalten. „Jeder weint, wenn er diese Liebesbriefe liest“, so sagte Koller.

Koller reüssierte überall: Als Tänzerin, als Operettendiva und als Musicalstar. Große Rollen wie die Aldonza im „Mann von La Mancha“ oder als Kate in „Kiss me Kate“ „schupfte“ sie mit links. Zum großen Bedauern vieler Fans musste sie im Klagenfurter Stadttheater vor ein paar Jahren die sicherlich für sie brilliant passende Rolle der Norma Desmond im Musical „Sunset Boulevard“ (A.L.Webber) auf Grund einer Erkrankung zurücklegen.

Kollers neuestes Werk erinnert nicht nur an vergangene Zeiten, sondern zeigt sie auch aktuell und damit eine Frau, die mit beiden (sehr trainierten) Beinen im Leben steht.