Österreichs Bühnen sperren wieder auf

Zaghafte Schritte mit Datum

Doch kein zu lauter Jubelruf! Auf „wackeligen Beinen“ noch steht das Comeback der Lebensbereiche annähernd so, wie man es gewöhnt war. Ab 19. Mai soll nebst anderer Bereiche wieder das kulturelle Leben erblühen. Bühnenluft wird wieder zum Lebenselixir der Künstlerinnen und Künstler, die Durststrecke soll vorbei sein.

Es dürfte sich zeigen, wie sehr Ausführende und Publikum die Institutionen vermisst haben. Notwendig für den Besuch einer Vorstellung sind jedenfalls im Sinne der Hygienekonzepte personalisierte Karten, eine FFP2-Maske, ein negativer Corona-Test und die bekannten Abstandsregeln. Es ergibt sich eine geminderte Auslastung. Denn klarerweise kann nun nicht eine ganze Sitzreihe gefüllt werden. Das bleibt weiter ein Wunschtraum.

Premieren und Aufführungen

Eine kleine Übersicht über die geplanten Aktivitäten ab 19. Mai 2021 auf Österreichs Bühnen:

Das Landestheater Vorarlberg, welches schon länger, da zur Modellregion gehörig, wieder spielt, zeigt am 22. Mai „Alle meine Söhne“, das kommerziell erfolgreiche Bühnenstück von Arthur Miller, welches das Thema Schuld und Gerechtigkeit anhand eines minderwertigen Flugzeugbauteils behandelt. Um 19:30 Uhr, es spielen u.a. Günter Alt, Vivienne Causemann, Pauline Jung. Regie: Niklas Ritter. Mehr Infos: http://www.landestheater.org

Im Landestheater Tirol spielt man eigentlich am 19. Mai die öffentliche Probe zu „Die Niere“ (Stefan Vögel), doch sie ist laut der aktuellen Information abgesagt. Es findet statt: „María de Buenos Aires“, die einzige Oper des Komponisten Astor Piazzolla. Der Text stammt von Horacio Ferrer. Eine Frau – María – flüchtet in die große Stadt aus ärmlichen Verhältnissen und lernt die Zauberkraft des Tanzes Tango kennen. Das Schwebegefühl des Tango (von lat.: berühren, ich berühre) wird dabei zum Narrativ der Geschichte. Um 19:30 Uhr, im Großen Saal. Es singen: Julieta Frias, Andrea de Majo, Alexander Medem. Mehr Infos: www.landestheater.at

Das Landestheater Salzburg zeigt in einer Kooperation mit dem Hotel Schloss Leopoldskron „Shakespeare im Park: Elves and Errors“, die Wiederaufnahme einer Premiere vom August 2020. Am 19. Mai: Eine Inszenierung von Carl Philipp von Magheldem, in der verliebte Frauen und Männer, Luftgeister, Prospero soll durch Flammen tauchen und auf Wolken reiten. Gespielt wird im Schloss-Park. Dabei sind: Lisa Fertner, Julia Heinrich, Tina Eberhardt, Maximilian Paier, Walter Sachers, Axel Meinhardt u.a. Beginn: 18:00 Uhr. Mehr Infos: www.salzburger-landestheater.at

Im Stadttheater Klagenfurt findet am 20. Mai die Eröffnungspremiere von Gioacchino Rossinis Oper „Il barbiere di Siviglia“ statt. Zwischen allen Wirren um Graf, Senior und Geliebter: Der Barbier. Die Uraufführung soll übrigens wegen zahlreicher Pannen (u.a. einer – nicht erwünschten – Katze auf der Bühne) ein Misserfolg gewesen sein. Das wünscht man dieser Serie natürlich nicht. In der Regie von Laurent Pelly singen in italienischer Sprache – mit deutschen Übertiteln – die folgenden SängerInnen: Patrick Kabongo, Tiziano Bracci, Eléonore Pancrazi, Leonard Bernad, Mario Cassi. Beginn: 19:00 Uhr. Mehr Infos: www.stadttheater-klagenfurt.at

Die Grazer Oper startet neu durch mit einem Tanzabend von Beate Vollack: Am 19. Mai wird um 19:30 Uhr bis 20:45 Uhr die Aufführung „Tan(z) Go!“ gezeigt. Der Tango, interpretiert als eine Aufforderung zum Tanz, weg von der klassischen Komponente, wo die Dame an der Schulter des Herren tanzt und er sie führt. Mit den Akteuren: Michele Tirapelle, Beate Vollack, Rosa Maria Pace, Yannick Neuffer, Marina Schmied u.a. Empfohlen ab 14 Jahren. Mehr Info: www.oper-graz.at

Am Brucknerhaus Linz gastieren am 20. Mai um 19:30 Uhr die Violinistin Elena Denisova und der Pianist Alexei Kornienko mit einem Abend voller „Nachtstücke“, jenes von Paul Hindemith inbegriffen. Zur Uraufführung kommt ein Stück des 1995 geborenen Oscar Jockel: „All the darkness we can hear….“. Zudem u.a. das Notturno für Violine und Klavier von John Cage, Pavel Singer und Michael Colina. Mehr Infos: www.brucknerhaus.at

Das Landestheater Niederösterreich in St. Pölten elektrisiert sein Publikum mit der Uraufführung des mit Fitness-Tracking-Elementen angereicherten Dramas „Monte Rosa“ von Teresa Dopler. Die Gletscher schmelzen, und die Menschen versuchen sich als trainierte Bergsteiger. Selbst der Tod des eigenen Partners durch Steinschlag kann den geübten Steiger nicht erschüttern. Optimismus statt menschlicher Gefühle. Ein mehr oder minder erschreckendes Zukunftsszenario. Daniel Hoevels inszeniert. 19. Mai um 19:30 Uhr in der Theaterwerkstatt. Es spielen Tobias Artner, Tim Breyvogel und Bettina Kerl. Mehr Infos: www.landestheater.net

Das Kulturkongress Zentrum in Eisenstadt sollte am 30. Mai die Bühnenfassung der erfolgreichen Verfilmung „Rain Man“ (Tom Cruise, Dustin Hoffman) auf die selbige bringen. Laut aktueller Information ist die Veranstaltung jedoch abgesagt. Die beiden Rollen spielen in dieser Fassung: Martin Oberhauser und Michael Duregger. Mehr Infos: www.kultur-burgenland.at

In Wien sind die großen Häuser auch wieder „on air“:

  • Die Wiener Staatsoper spielt am 19. Mai „Faust“ von Charles Gounod unter der musikalischen Leitung von Betrand de Billy. Es singen: Juan Diego Flórez, Nicole Car, Adam Palka. Beginn um 18:30 Uhr, es gibt eine Pause. Die Kartenpreise für verfügbare Karten gehen bis 287 Euro. Mehr Infos: www.wiener-staatsoper.at
  • Die Wiener Volksoper gibt sich „teuflisch“. Am 19. Mai hat der langersehnte „Teufel auf Erden“ Premiere. Eine seltene Operette von Franz von Suppé. Der Höllenknecht Ruprecht erhält den Auftrag, den Teufel, welcher aus der Hölle verschwunden ist, auf Erden zu suchen. Den Ruprecht persönlich gibt Hausherr Robert Meyer, es spielen außerdem: Theresa Dax, Christian Graf, Johanna Arrouas, David Sitka, Carsten Süss, Marco Di Sapia, Michael Havlicek und Verena Scheitz. Um 19:00 Uhr, mehr Infos: www.volksoper.at
  • Das Wiener Volkstheater bietet schon am 16. Mai das einzigartige Projekt „BLACK BOX“ (Stefan Kaegi/Rimini Protokoll), ein Phantom-Theater für 1 Person. Die Ausführung garantiert, dass sich keine Besucher begegnen können – beziehungsweise wie im Museum agieren. Die Dramatisierung stammt von Aljoscha Begrich/Christoph Gurk.

„ZIEHEN SIE MIT ETWA 1.000 SCHRITTEN AUF DER TOUR IN DIE VERSCHIEDENEN WINKEL DES THEATERS – VON DER LICHTBRÜCKE GANZ OBEN BIS ZUM SOUFFLEUR*INNENKASTEN GANZ UNTEN – EINE EIGENE ERINNERUNGSSPUR. WEITERE TERMINE SIND IN PLANUNG

DER BESUCH DER INSZENIERUNG IST NICHT BARRIEREFREI. DER AUDIOWALK UND DIE WEGBESCHREIBUNGEN FINDEN IN DEUTSCHER SPRACHE STATT.“ – von www.volkstheater.at

  • Das Theater in der Josefstadt und die Kammerspiele zeigen am 19. Mai um 19 Uhr die Inszenierung von „Der Bockerer“ (Ulrich Becher, Peter Preses) in der Regie von Stephan Müller, es spielen als der Bockerer Johannes Krisch und als seine Frau Ulli Maier, außerdem mit Tobias Reinthaller, Johannes Seilern, Ulrich Reinthaller, Martin Zauner, Alexander Strömer, Susanna Wiegand, Oliver Rosskopf, Oliver Huether, Marcus Bluhm, Marlene Hauser. Es gibt eine Pause. (Theater in der Josefstadt); beziehungsweise „Engel der Dämmerung. Marlene Dietrich“ (Torsten Fischer, Herbert Schäfer); Das Panoptikum aus dem Leben einer Diva. Sona MacDonald ist die Dietrich, Martin Niedermair ist „Er“. Um 19 Uhr mit einer Pause. (Kammerspiele) Für mehr Infos: www.josefstadt.org für beide Spielstätten.
  • Das Burgtheater zeigt am 19. Mai um 20 Uhr die Aufführung von „Fräulein Julie“ von August Strindberg. Hier gibt es keine Pause. Maresi Riegner ist Julie, es spielen außerdem: Itay Tiran und Sarah Viktoria Frick. Für mehr Infos: www.burgtheater.at

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