A Story about…

A STORY ABOUT…Maria Großbauer & WIENER OPERNBALL

 

35.774

Foto: (c) Wiener Staatsoper/Ashley Taylor

 

 

Großbauer wurde in Neunkirchen (Niederösterreich) geboren. Sie ist nicht nur Musikerin, sondern auch Werbefachfrau und Autorin. Im Jahr 2017 übernahm sie die Organisation des Wiener Opernballs (ehrenamtlich) von Desiree Treichl-Stürgkh. Ihren ersten Opernball im letzten Jahr stellte sie ganz in das Zeichen verschiedener Opern. So gab es erstmals eine „Wolfsschlucht“, frei nach dem „Freischütz“ (C.M. Weber) am Ball. Der leidenschaftlichen Opernliebhaberin war es besonders wichtig, den Wiener Opernball (wieder) als Ball der Künstlerinnen und Künstler zu positionieren. Für den Posten der Chefin/des Chefs des Wiener Opernballes kann man sich übrigens nicht bewerben, es obliegt die Entscheidung der Staatsoperndirektion. Dominique Meyer habe sie aus „heiterem Himmel“ gefragt, ob sie sich denn dieses Amt vorstellen könne. Es sei wie ein „Heiratsantrag“ gewesen. Großbauer bezeichnet den Opernball als „wunderschön, glamourös und elegant“, aber auch als einen „Knochenjob“.

Medien sehen sie als die „jüngste Opernballlady“ aller Zeiten. Sie leitet auch ihre eigene Crossmedia-Werbeagentur in Wien namens „CASA MARIA“. Für den Opernball 2018 hat sie bereits ihre Ideen präsentiert. Am 5. Februar nach der Vorstellung „L´elisir d´amore“ werden alle Dekorationen von der Bühne der Wiener Staatsoper abtransportiert. Die Sitzreihen im Parkett werden entfernt und die schönste Tanzfläche Österreichs entsteht. Zum 62. Mal wird der Wiener Opernball am 8. Februar 2018 über die Bühne gehen.

A STORY ABOUT…Harald Serafin & OPERETTE

Serafin ist nicht nur ein Kunst-Faktotum (Gesang, Schauspiel, PR), sondern auch der ehemalige Intendant der Seefestspiele Mörbisch. Nachdem die Festspiele kurz vor der Schließung standen, wurde er als professioneller und leidenschaftlicher Theatermensch im Herbst 1992 dorthin engagiert. Es wurde ihm von Christine Vranitzky ans Herz gelegt. Ab 1993 (Einstand mit „Die Lustige Witwe“) gestaltete er in Mörbisch 20 Jahre lang das Operettenprogramm und baute die einstige „Gelsenreitschule“ mit ihren Holzbänken zu einem modernen Operetten-El-Dorado aus. Zu Spitzenzeiten zählte Mörbisch 220.000 Besucher.

Im Herbst 2012 zog er sich nach einer letzten „Fledermaus“ auf der großen Bühne aus diesem Amt zurück. In Interviews sah er sich häufig mit der Frage nach der Pension konfrontiert. Aber davon keine Spur! Er ist nämlich der Ansicht, dass man viel schneller altert, wenn man nichts macht. Und wer nur auf die Pension warte und die Tage zähle, der habe ohnehin den falschen Job.

Harald Serafin ist ein geschäftstüchtiger Mann. Deshalb war es ihm in seiner Amtsperiode immer wichtig, auch das jüngere Publikum für die Kunstgattung Operette zu begeistern. Ein Grundproblem ist das Interesse: Warum interessieren sich junge Menschen nicht für die Operette? Gilt sie als verstaubt, nicht heutig genug, zu kitschig? Er erklärt es so, dass die „kleine Schwester der Oper“ eine hormonelle Sache sei. Ab circa 40 Jahren, wenn man im Leben schon einiges hinter sich hätte, in Sachen Liebe, Beruf, Lebenserfahrung im Allgemeinen, erst dann würde man sich mit einem Danilo, einer Giuditta identifizieren können.

Des Kammersängers und Professors wichtigste Gesangsrolle: Der Danilo. Viele Direktoren meinten, sie hätten in ihm die ideale Verkörperung des leichtlebigen Bonvivants gefunden. Aber eine wichtige Unterscheidung gibt es doch: Während der Danilo „um Eins im Büro und gleichdrauf anderswo ist“, ist Serafin ein Workaholic, der nicht eher zufrieden ist, ehe alles passt.

Natürlich singt er die Rolle heute, mit 83 Jahren, nicht mehr. Er widmet sich dem Sprechtheater, wie aktuell als Aylott in „Schon wieder Sonntag“ (B. Larbey) im Theater in der Josefstadt/Kammerspiele. Dieses Jahr war er gemeinsam mit seinem Sohn beim Musikfestival Steyr als rescher, alter Kaiser auf der Bühne zu sehen. Mit solchen Rollen hat er es leicht, er muss einfach nur „alt“ sein, wie er sagte. Obwohl er es innerlich natürlich nicht ist. Auch sein Buch „Nicht immer war es wunderbar“ promotet er gerne immer noch, obwohl es inzwischen doch sechs Jahre „auf dem Buckel“ hat.

Einen Hang zur Komödiantik und zum Unterhalten der Leute hatte er immer schon. „Such Dir ein Ziel und verfolge es!“ Er sieht das Glas immer halb voll und nie halb leer. Und das W-Wort? Er hat es gerne, aber net zu inflationär.

 

 

 

 

 

A STORY ABOUT…Daniel Serafin & MANHATTAN

Der Sänger und Kulturmanager, geboren am 17. Oktober 1981, hat sowohl in Wien, Paris, Salzburg als auch in New York City (an der renommierten Juilliard School, dem Musikkonservatorium) studiert. Bereits in jungen Jahren sammelte er sowohl als Schauspieler als auch Sänger Bühnenerfahrung. Unter anderem war er am Theater in der Josefstadt 2004 in Nestroys „Kampl“ in der Rolle des Pichtl zu sehen.

Bei den Seefestspielen Mörbisch war er in Operetten-und Musicalrollen zu sehen, wie im Jahr 2005 als Vicomte Cascada in der „Lustigen Witwe“ (Lehár), 2007 als Josef in „Wiener Blut“ (J.Strauss) in der Regie von Maximilian Schell, 2009 als der Freddy Eynsford in „My fair Lady“ (Loewe), 2011 als Homonay in „Der Zigeunerbaron“(J.Strauss) und 2012 sang er den Dr. Falke in der „Fledermaus“ (ebenfalls J.Strauss). Bei den Operettenfestspielen in Kufstein wirkte er 2008 zudem in der „Csárdásfürstin“(Kálmán) mit.

Auch in der Oper fühlt er sich wohl: Er gab mit dem Mozart´schen Figaro-Grafen sein Debüt an der Vero Beach Opera 2011 in Florida.

Weitere Opernrollen von ihm sind der Composer in „Viva la Mamma“(Donizetti), Papageno in der „Zauberflöte“ (Mozart), oder Marcello in „La bohéme“ (Puccini). In der modernen Oper „Baal“ von Friedrich Cerha sang er in der Neuen Oper Wien.

Beim Musikfestival Steyr unter der Leitung von Karl-Michael Ebner trat er als liebender Magaldi in „Evita“(Webber), imposanter Eisenstein in der „Fledermaus“ und lustiger Dr. Siedler im „Weißen Rössl“ auf.

Als Liedsänger ist er ein profunder Interpret von Werken geschrieben von Tosti, Richard Strauss, Duparc, Wolff, Zeisel, oder Korngold.

Nun aber der Sprung über den großen Teich: Mit dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten verbindet Serafin nicht nur seine Studienzeit, sondern eine immer größer gewordene Leidenschaft für die dortige Kultur, Lebensart und den Rhythmus der Metropole New York City.

Wer von New York City spricht, der meint fast immer Manhattan. Doch eigentlich hat die Stadt fünf „Boroughs“ (Bezirke). Doch Manhattan ist das Herz des Big Apple, es gibt hier die meisten Sehenswürdigkeiten. Highlights sind der Broadway und Times Square sowie der „immergrüne“ Bryant Park (zwischen der 5th und 6th Avenue, benannt nach William Cullen Bryant).

Es ist Manhattan, dessen Zentrum wiederum Midtown ist. Namhafte Unternehmen sind hier ansässig. Mehrere Wahrzeichen der Stadt: Das Gebäude der United Nations, die New York Public Library und der Madison Square Garden. In genanntem Midtown, also da, wo 24 Stunden 7 Tage die Woche etwas los ist, bewohnt Daniel Serafin ein Apartment. Fünf Minuten sind es nur bis zum Central Park, der „grünen Lunge“ von New York. Mehrere Monate ist der Bariton für gewöhnlich dort, absolviert zahlreiche Auftritte (oftmals in der Neuen Galerie New York), probt, ist wohltätig unterwegs oder genießt ein gutes Glas Weißwein, denn „red wine does not thrill him at all“.

Programme wie „From Vienna to Hollywood“, „The American Songbook“ oder „Sex, Drugs & Serafin“ performte er schon hier. Es folgt ein weiterer Auftritt in der Neuen Galerie New York: Am 29. Oktober singt Daniel Serafin Lieder zum Thema „Film Noir meets Cabaret“, es wird eine cineastische Reise durch Filmmusik und Lieder in verschiedenen Sprachen wie Deutsch, Französisch und Italienisch.

Kostenlos ist nicht umsonst…

Da Klingers Kulturpavillon im Sinne einer Kulturvermittlung für jedermann den geschätzten Lesern und Leserinnen seine Beiträge gerne weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen möchte, aber steigende Kosten für Recherche und Anfahrten entstehen, ersuche ich jeden und jede, der oder die meine Kulturarbeit schätzt und dem/der sie etwas wert ist, um eine kleine finanzielle Unterstützung. Klingers Kulturpavillon ist werbefrei und finanziert sich auch nicht durch Anzeigen.

Ich bedanke mich herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung!

Bankverbindung Raiffeisen

IBAN: AT64 3286 5000 0101 1360

BIC: RLNWATWWNSM

A STORY ABOUT…Heinz Marecek & IBIZA

marecek böhm

Der junge Heinz Marecek (links) an der Seite von Maxi Böhm in „Hurra, ein Junge“ (c) orf

Marecek wurde am 17. September 1945 geboren. Der beliebte österreichische Schauspieler (Film & Theater), Regisseur und Kabarettist studierte am Max-Reinhardt-Seminar. Erste Stationen seiner langen Karriere waren das Wiener Ateliertheater, das Theater in der Josefstadt und die Wiener Volksoper, also schon bekannte große Häuser.

Besondere Bekannt- und Beliebtheit errang Heinz Marecek mit Fernsehrollen. Wie er selbst sagte, störe es ihn manchmal, ein Stück völlig entfremdet vom eigentlichen Standort zu spielen. Man müsse sich fragen, was das denn solle, wenn man in einem U-Boot statt auf einer bäuerlichen Hochzeit spiele. Er wandte sich mit der Zeit mehr dem Fernsehen zu.

hannes kofler marecek

Marecek als Haubenkoch Hannes Kofler in „SOKO Kitzbühel“ (c) Film

Im Kultfilm „Der Bockerer“ spielte Marecek den Dr. Rosenblatt („Ihr Blatt, Herr Dr. Rosenblatt“).  In „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ mimte er einen Einjährigfreiwilligen. Europaweit ausgestrahlt wird die Krimiserie „SOKO Kitzbühel“, wo er seit Jahren die Rolle des Haubenkochs Hannes Kofler innehat.

Der Schauspieler macht seinen Beruf gerne. Er hat früher mit dem leider an Krebs verstorbenen Karlheinz Hackl Kabarettprogramme im Stil von Farkas/Waldbrunn gestaltet. Marecek könne „sich nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die mit 50 anfangen, die Tage bis zur Pension zu zählen“. An der Volksoper inszenierte er vor einiger Zeit „Guys and Dolls“, das Erfolgsmusical.

Den Winter verbringt der vielseitige Schauspieler gerne bei der Familie seiner Frau auf Ibiza/Spanien. Dort erholt und entspannt er sich am liebsten beim Golfspielen. Schon beim ersten Abschlag schwinden Gedanken an Texte oder wie er auf der Bühne eine Szene anlegen sollte.

Heinz%20Marecek_0

Heinz und Christine Marecek auf Ibiza (c) Freizeit Revue

Auf der Insel hat es ihm so gut gefallen, dass er mittlerweile nur noch für Stippvisiten oder neue Kabarettprogramme nach Wien kommt. Den Wohnsitz haben er und seine Frau Christine ganz nach Ibiza verlegt.

Die Baleareninsel ist für viele Deutsche und Österreicher eine beliebte Ferieninsel. Anfang der 80er Jahre überlegten sich die beiden für die kalte Jahreszeit Alternativen. 90 km östlich des spanischen Festlandes lässt es sich gut leben. Die meisten Waren für die Insel müssen aber von dort importiert werden, um sich zu versorgen.

Marecek isst in Wien gerne auch mal einen deftigen Schweinsbraten, auf Ibiza bevorzugt er die typische Küche mit viel Gemüse. Selbst steht er nicht am Herd, denn „Kochen ist nicht seines“. Obwohl seine bekannteste Fernsehrolle bekanntlich ein Haubenkoch ist…

dostalluckas

Marecek ist ein Genießer (c) Lukas Dostal

Kostenlos ist nicht umsonst…

Da Klingers Kulturpavillon im Sinne einer Kulturvermittlung für jedermann den geschätzten Lesern und Leserinnen seine Beiträge gerne weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen möchte, aber steigende Kosten für Recherche und Anfahrten entstehen, ersuche ich jeden und jede, der oder die meine Kulturarbeit schätzt und dem/der sie etwas wert ist, um eine kleine finanzielle Unterstützung. Klingers Kulturpavillon ist werbefrei und finanziert sich auch nicht durch Anzeigen.

Ich bedanke mich herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung!

Bankverbindung Raiffeisen

IBAN: AT64 3286 5000 0101 1360

BIC: RLNWATWWNSM

A STORY ABOUT… Kammersänger Juan Diego Flórez & PERU

christmas in vienna

(c) jdflorez

Der weltbekannte Tenor und seine Geburtsstadt Lima sind bis heute eng verwoben. Niemals hat der Sänger „seine“ Stadt und sein Land vergessen. Flórez ist heute auf allen wichtigen Bühnen der Welt quasi „zuhause“. Ob in der Metropolitan Opera New York/ USA, in London/Großbritannien, Paris/Frankreich, Berlin/Deutschland, Wien/Österreich. Überall ließ er schon seinen wohltönenden, leichten Tenor erklingen. Selten erreicht jemand so mühelos die schwindelerregendsten musikalischen Höhen. Man denke nur an die „Regimentstochter“ und „Ah, mes amis!“ mit 9 hohen C´s. Wie hat er das geschafft? Nun ja, wenn Sie ihn fragen: Ganz einfach! Simplemente: Nur ein bisschen Luft holen. Leicht ist das zu sagen, für so einen trainierten und talentierten Sänger.

Eben erst begeisterte er das Salzburger Publikum mit einer hochwertigen sängerischen „Comedy“. Wow, kann man da nur sagen, viele Talente, eine Stimme! Und noch dazu ist diese unverwechselbar.

tonio florez roh uk

Flórez als Tonio in der Regimentstochter (Donizetti) (c) ROH London/UK

Geboren also 1973 in Peru, absolvierte er seine gesangliche Ausbildung sowohl in seiner Heimatstadt als auch am Curtis Institute in Philadelphia/USA. Sein Debüt war beim Rossini-Festival in Pesaro/Italien. Er ist heute auch gern gesehener Gast an der Wiener Staatsoper und singt auch mit Liebe in Österreich. Zu seinen Rollen hier zählen neben dem Tonio („Die Regimentstochter“) auch der Nemorino („Der Liebestrank“) oder der Graf von Almaviva („Barbier von Sevilla“). Außerdem ist er Österreichischer Kammersänger!

Lima (Peru) (c) limacity

©%20Sinfonía%20por%20el%20Perú%20_%20Municipalidad%20de%20La%20Victoria%202

Die „Sinfonía por el Peru“ mit ihrem Schirmherrn (c) Sinfonía por el Peru

 

 

 

 

 

 

 

Flórez ist auch der Gründer von „Sinfonía por el Peru“, die ca. 3000 Kindern aus den ärmsten Verhältnissen in Peru anbietet, ein Instrument zu erlernen. Aber nicht primär, um die Kinder zu hervorragenden Musikern zu erziehen (was natürlich toll ist), sondern sie sollen ausgeglichene Menschen sein und die Musik soll ihr Leben bereichern.

Floréz bezeichnet den Gesang als sein „Grundnahrungsmittel“. Eine so elementar in den Raum gestellte, nein, verankerte Feststellung mag niemand anzweifeln.

 

A STORY ABOUT…Dagmar Schellenberger & MÖRBISCH

small_24890296

KS Dagmar Schellenberger (c) lichtstark.com

Die deutsche Sopranistin ist eine hierzulande mittlerweile bekannte Sängerin und Darstellerin. Ist sie doch im September 2012 zur neuen Intendantin der Seefestspiele Mörbisch im östlichsten Bundesland Österreichs, dem Burgenland, bestellt worden.

das-feuerwerk-feierte-premiere-in-baden iduna schellen

Schellenberger als Iduna mit Fernsehclown Enrico in Baden (c) Erich Wellendorfer

Sie sang bereits in den Jahren 2004 und 2005 auf dieser Bühne zwei große weibliche Operettenpartien: Einmal die Gräfin Mariza und einmal die Hanna Glawari. Ihre darstellerische Disziplin und Präzision sowie eine deutliche Artikulation hat sie sich auch in der Intendanz bewahrt. Im ersten Jahr ihrer „Amtsperiode“ stand sie zwar im „Bettelstudenten“ noch nicht selbst auf der Bühne. Doch schon bei „Anatevka“ im Jahr 2014 war sie als strenge, aber auch gutherzige „Golde“ zu sehen und zu hören. Ein hinreißender Erfolg ging im selben Jahr im kleinen Badener Theater auf ihr Konto: Die Iduna im „Feuerwerk“ von Paul Burkhard.

Dagmar Schellenberger trägt den Titel Kammersängerin und genoss ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik   „Carl Maria von Weber“ in Dresden/Deutschland. Etwas mehr als in der Operette (sie singt seit 20 Jahren überall auf der Welt etwa die Rosalinde aus der „Fledermaus“) ist sie aber in der Oper beheimatet.

Intendantin Dagmar Schellenberger „zwischen den Stühlen“ auf dem Gelände der Seefestspiele Mörbisch/Burgenland (c) Standard

dagmar schellenberger

Dagmar Schellenberger in der Titelrolle der „Gräfin Mariza“ bei den Seefestspielen 2004 (c) lichtstark.com

An der komischen Oper Berlin interpretierte sie das ganze Mozart-Spektrum von Figaro-Gräfin, Pamina, Fiordiligi.  Sie wurde als Top-Sängerin des Jahres 1998 gefeiert. Sie arbeitete schon sehr früh mit namhaften Dirigenten wie Franz Welser-Möst und Fabio Luisi zusammen. Sie sang in Amerika, Japan, Jerusalem.

Also kennt sie sich in der Welt der Musik bestens aus und möchte auf „ihrer“ Bühne nicht nur Klassiker der Operette wie aktuell 2015 „Eine Nacht in Venedig“ bringen, sondern auch Abstecher in das Musical („Anatevka“ 2014) machen oder auch wie für die Zukunft geplant, weniger bekannte Operetten wie im nächsten Jahr 2016 „Viktoria und ihr Husar“ von Paul Abraham dem nicht nur burgenländischen, sondern auch seit Dekaden internationalen Publikum näherbringen.

 

A STORY ABOUT…Peter Weck & CATS

Peter Weck im Café (c) Standard

Der österreichische Film- und Theaterschauspieler, Regisseur und Intendant gilt als DER Verfechter des Musicals in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Peter Weck hat schon früh begonnen, zu schauspielern und konnte sein Publikum mit seinem jungenhaften Charme in den Bann ziehen. Auch seine exakte, präzise Weise die Sätze zu sprechen, hat ihn weit gebracht. Er besitzt sowohl die österreichische als auch die schweizerische Staatsbürgerschaft. Seine zahlreichen Filme und Serien haben ihn auch zu einem beliebten Fernseh-Gesicht gemacht.

peter weck sissi

Peter Weck im Fernsehfilm „Sissi“ (c) Herzog-Filmverleih

In „Ich heirate eine Familie“ gab er jahrelang den Familienvater und erlangte dadurch TV-Berühmtheit. Auch die „Sissi“-Filme verhalfen ihm zu Ruhm. Er wurde mit dem „Bambi“ und der „Goldenen Kamera“ ausgezeichnet und ist auch Kammerschauspieler. Die „Goldene Romy“ gab es im Jahr 1990 als Beliebtester Serienstar.

Doch zurück zum Musiktheater: Wie kam es eigentlich, dass ausgerechnet Cats so erfolgreich wurde? Und was hat das Musical mit dem Intendanten Peter Weck zu tun?

Der Text des Musicals basiert auf der in England sehr beliebten Gedichtsammlung für Kinder „Old Possum´s Book for Practical Cats“ von T.S. Eliot. Dessen Witwe brachte Andrew Lloyd Webber zu einer Aufführung beim Sydmonton-Festival aus dem Zyklus die Geschichte von Grizabella, der verarmten einstigen Glamour-Katze, mit. Diese inspirierte ihn weiter und er schrieb Songs mit einer stringenten Handlung, in der Grizabella die Hauptrolle übernehmen sollte. Als er fertig war, war ein Klassiker des Musicals geboren. Gewissermaßen sind es ja von Menschen übernommene Rollen, denn die vierbeinigen Freunde können zwar sehr viel, aber dürften diese Musik doch nicht ganz so genießen wie wir.

wintergarden cats gemälde

Gemälde von CATS-Uraufführung im Wintergarden Theatre New York/ USA (c) New York History

Die Broadway- Premiere des überaus erfolgreichen Musicals fand 1982 im Wintergarden Theatre statt. Die Bühne in New York wurde eigens vollständig adaptiert, um für die „Katzen“ maximale Bewegungsfreiheit gewährleisten zu können.

In London war das Musical ebenso sehr erfolgreich und lief über Jahre hinweg auf der Bühne.

Premiere von CATS in München/Deutschland – Peter Weck herzt eine „seiner“ Katzen (c) Juliane Kleiber

Peter Weck brachte dieses Musical nicht nur nach Deutschland, sondern nach Diskussionen auch nach Moskau, wo schon nach den ersten Takten des berühmtesten Liedes, „Memory“, die Leute aufsprangen und jubelten. Bei den weltweiten Aufführungen, wurden die ursprünglich sehr vielen Katzen allmählich weniger. 1983, am 24. September, wurde dem Musical die Stadt Wien zur Bühne.

Peter Weck leitete hier die österreichische Uraufführung mit Angelika Milster und Ute Lemper. Bis 1990 war Cats dann im Wiener Ronacher zu sehen. 1995 gab es eine kurzzeitige Wiederaufnahme mit Pia Douwes als alte, räudige Katze Grizabella, die sehnsuchtsvoll von früher singt.

In Köln, München, Frankfurt, Hamburg, Koblenz und Budapest fanden weitere Aufführungsserien statt.

Das Stück, das Peter Weck nach Europa gebracht hatte, kehrte im Jahr 2012 wieder nach Wien zurück. Und zwar in das eigens erbaute Theaterzelt Neu Marx. Hier wurde dem Publikum die Londoner Fassung präsentiert. Selbst haben sich seine Gefühle gegenüber dem Stück nicht verändert: Es seien „schöne Erinnerungen“ die er damit verbinde. Natürlich sei das Lied „Memory“ weit über das eigentliche Musical bekannt geworden. Zum Beispiel sangen es Barbra Streisand oder auch die Darstellerin Angelika Milster solo.

Aufführung von CATS in Koblenz/Deutschland (c) Matthias Baus

Dieses Musical von Webber darf also auch getrost als Peter Wecks „Baby“ bezeichnet werden.

 

September 1989 --- Lights shine on a billboard advertising the Broadway show "Cats" over the Winter Garden theater in New York City. | Location: 1634 Broadway, New York, New York, USA. --- Image by © Michael S. Yamashita/Corbis

September 1989 — Lights shine on a billboard advertising the Broadway show „Cats“ over the Winter Garden theater in New York City. | Location: 1634 Broadway, New York, New York, USA. — Image by © Michael S. Yamashita/Corbis

Und er freute sich 2012 auch sehr, die „Katzen“ wieder in seiner Heimatstadt Wien begrüßen zu dürfen – und zwar als Patron.

cats3 weck

Peter Weck flankiert von zwei Katzen-Darstellerinnen (CATS Pressekonferenz in Wien/Österreich im Theaterzelt Neu Marx) (c) APA

 

 

A STORY ABOUT…Otto Schenk & DER IRRSEE

(c) salzkammergut.at

Oberhofen am Irrsee (c) salzkammergut.at

Der große Theatermann, Komödiant Otto Schenk (wer hat von seiner Vielseitigkeit als Schauspieler, Regisseur, „Dirigent“ und Menschenunterhalter noch nicht gehört), arbeitet viel. Er liebt seinen stets vollen Terminkalender, den er zusammen mit Gattin Renee koordiniert. Andere in diesem Alter (er feierte jüngst seinen 85. Geburtstag) sind längst in Pension gegangen, aber für einen Vollblutkünstler wie ihn ist der Ruhestand kein Thema. Es würde ihm fürchterlich „fad“ werden. Ein Unruhestand aber auch nicht. Und darum hat er sich für kleinere Auszeiten von seiner fordernden Berufung, den Brettern, die die Welt bedeuten, einen feinen Rückzugsort ausgesucht.

„Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein.“ Diesen berühmten Satz aus dem Benatzky-Singspiel „Im Weißen Rössl“ hat offenbar auch Schenk beherzigt. Denn der Träger des Titels Kammerschauspieler weiß: Man braucht auch einen Ort, an dem man ein wenig abseits des Berufes, des Trubels, der Bekanntheit einfach nur „sein“ kann.

Otto Schenk im Theater in der Josefstadt (c) Theater in der Josefstadt

 

Dass für Schenk dieser Ort im Salzkammergut liegt, ist beileibe kein Zufall. Denn: In den 1970 er Jahren hatte der Schauspieler Bedarf, eine Unterkunft nahe der Salzburger Festspiele, also der Festspielstadt, zu haben. Und direkt in der Stadt zu wohnen, war ihm offenbar ein bisschen zu nah an der Wirkstätte, wo er etwa „Was ihr wollt“ inszenierte oder auch „Baal“ (Cerha). Er spielte hier auch Rollen wie Plutzerkern im Talisman, Teufel im Jedermann oder Gluthammer im Zerrissenen. Alles Rollen, die einem viel abverlangen.

Also fand er nach Recherche den schönen Irrsee, den wärmsten See im Salzkammergut. Und baute dort sein Sommerrefugium. Es war ein ehemaliger Campingplatz, auf dem er sein kleines Paradies gemeinsam mit seiner Gattin baute.

Der Irrsee (c) Salzkammergut.at

 

Zum Glücklichsein hier braucht Schenk nicht viel, nach eigenen Angaben, nur sein Plätzchen zum Baden und seinen Lieblingswirt, den Seewirt am Irrsee.

Seewirt am Irrsee (c) seewirt.com

Ein schöner Ort zur Erholung für ein seit vielen Jahren glückliches Theaterpaar.

(c) privat

Otto und Renee Schenk bei ihrer Hochzeit (c) privat

 

 

A STORY ABOUT…Rolando Villazón & MEXICO

Rolando Villazón, der Ausnahmetenor mit der unverwechselbaren Stimme, wurde in Mexico-Stadt geboren. Er besuchte die dortige Deutsche Schule und spricht demnach gut Deutsch. Auch hat er österreichische Vorfahren. Sein erster Gesangslehrer war der Bariton Arturo Nieto, er setzte dann sein Studium am Musikkonservatorium fort.

Colegio Aleman Alexander von Humboldt Mexico City

Colegio Aleman Alexander von Humboldt (c) Colegio Aleman

 

Rolando gewann zwei mexikanische Musikwettbewerbe. Im Jahr 1998 entschied er sich dazu, am Merola Opera Programm der San Francisco Opera teilzunehmen. Er besuchte unter anderem Meisterklassen mit Joan Sutherland. Im Jahr darauf wurde er Zweiter bei Placido Domingos Operalia Gesangswettbewerb und bekam auch zusätzlich den Preis für Zarzuelas (spanische Operetten) und den Operalia-Publikumspreis überreicht.

Rolando Villazón war anfangs ein eher unbekannter junger Sänger, doch mit dem Auftreten an berühmten Opernhäusern wie Paris (Bastille), Berlin (Unter den Linden), Hamburg, Wien, New York und Los Angeles steigerte sich stets seine Beliebtheit.

rodol bohem

Als Rodolfo in La Bohéme (c) ROH Opera House

Seine beiden Hauptpartien waren damals der Rodolfo aus „La bohéme“ und der Alfredo Germont aus „La traviata“, also italienisches Fach.

Sein Durchbruch als Sänger gelang ihm als ebendieser Alfredo Germont in der Salzburger La traviata, an der Seite der blutjungen Anna Netrebko als Violetta Valery, im Jahr 2005. Regie führte Willy Decker.

Zuvor sang er schon an der Wiener Staatsoper den „Liebestrank“ von Donizetti, ebenfalls an der Seite von Netrebko.

Ein Riesenerfolg wurde auch der TV-Film La Bohéme, auch wieder gemeinsam mit Anna Netrebko, unter der Regie von Robert Dornhelm. Auch eine DVD wurde produziert. In diesem Film spielen und singen neben Villazón und Netrebko, die ein hinreißendes Paar als Rodolfo und Mimi abgeben, auch Sänger wie Nicole Cabell als Musette oder der ehemalige Wiener Staatsopern-Direktor Ioan Holender als Alcindoro und Staatsopernbariton Adrian Eröd als Schaunard.

betacinema

Rolando und Anna Netrebko als Rodolfo und Mimi im filmischen Schneegestöber (c) Warner Pictures

Villazón ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Und was ist mit Mexico? Der Stadt, in der er geboren wurde, mit der er all seine Kindheitserinnerungen verbindet?

Seit dem Jahr 2010 ist Rolando Kulturbotschafter für Mexico. Mexico-Stadt hat über 8 Millionen Einwohner. Die UNESCO hat das historische Zentrum von Mexico zum Weltkulturerbe erklärt. Es gibt 16 Stadtbezirke (delegaciones).

Auf das Jahr 1325 wird die Gründung der Stadt unter dem Namen Tenochtitlan unter Atztekenherrschaft datiert.

tenochnitlan centre mexicomagico

Zentrum

Immer wieder besucht Rolando heute gerne Mexico-Stadt, um sich den Sängernachwuchs in den Schulen anzusehen. Er ist stolz auf seine Geburtsstadt und seine Herkunft. Seine Tradition beweist er auch, in dem er in der Landessprache singt: Er brachte eine CD mit traditionell mexikanischen Gesängen heraus, gemeinsam mit den Bolivar Solisten.

517-rolando-villazon-mexican-dream

Rolando in Mexico (c) TV

rolando classicfm

Rolando singt (c) Classicfm

English Version:

Rolando Villazón, the spectacular tenor with this distinctive voice,was born in Mexico City. He attended the German School there. Not a surprise that his German is very good. He also has Austrian forefathers. His first singing teacher was baritone Arturo Nieto, later he attended the conservatorium of Music. Rolando won two competitions in Mexico. In 1998 he decided to take part in Merola Opera Program by the opera in San Francisco. He was a visitor of Joan Sutherland´s Master Classes. One year later, he nearly won Placido Domingo´s Operalia competition. Rolando also won the trophy of Zarzuela (spanish operetta) and the Public Price.

Villazón was not a very familiar singer, young and talented, but after his engagements at the Met, at Staatsoper Hamburg, Wien, Berlin (Unter den Linden), Paris (Bastille) and Los Angeles he gained sympathy. The main characters he sung were Rodolfo in „La bohéme“ and Alfredo Germont in „La traviata“, therefore mostly italian operas.

A Grand appearance he had in 2005 at the Salzburger Festspiele in La traviata, produced by Willy Decker, together with Anna Netrebko as Violetta. At the Wiener Staatsoper he made an appearance in Donizetti´s „L elisir d´amore“, also with Netrebko.

Villazón is married to his wife Lucia and has two sons.

Now to Mexico..What about the City he was born in and all the memories he has?

Since 2010 Rolando is cultural ambassador for Mexico. Mexico City has more than 8 million inhabitants. UNESCO has considered the ancient centre of Mexico as world cultural heritage. There are 16 districts (delegaciones). In 1325, Mexico was founded as City of Tenochtitlan. The very first inhabitants were Atzteken.

Rolando visits his hometown with great joy, he seeks for new talents in schools and enjoys the tradition. A CD featuring new classical mexican songs has been released.

A Story about…LUCA PISARONI & LENNY and TRISTAN

Tristan singt, Lenny hört zu (c) Photo Allegory of Sarolta Bán

Tristan singt, Lenny hört zu (c) Photo Allegory of Sarolta Bán

Der italienische Bassbariton Luca Pisaroni, derzeit gefragtester „Figaro“ der Welt, und seine beiden Hunde. Sie sind zusammengewachsen, und verbunden. Sie teilen mit ihm auch die Musikbegeisterung und die Engagements. Nach dem Auftritt warten sie auf ihn in der Garderobe, sehnsüchtig und natürlich stolz auf die Gesangsleistungen ihres Herrchens. Es sind die mittlerweile als die „Opern-Hunde“ bekannten Vierbeiner. Lenny, der Größere, ist ein Golden Retriever, und Tristan, ist ein Dachshund.

Lenny, Golden Retriever, und Tristan, Dachshund (c) Luca Pisaroni

Lenny, Golden Retriever, und Tristan, Dachshund
(c) Luca Pisaroni

Natürlich sind sie fleißige Opernbesucher und unterstützen ihr Herrchen bei Premieren, Repertoireauftritten, Liederabenden. Und wenn sie dann müde in ihr Hotel-Bettchen fallen, ist es eine Idylle.

Lenny und Tristan schlafen im Hotel (c) Luca Pisaroni

Lenny und Tristan schlafen im Hotel
(c) Luca Pisaroni

Was ist nun so besonders an den beiden Tieren? Nun, der Sänger geht ohne sie nicht auf Reisen zu Engagements. Sie sind seine Freunde, Reisebegleiter, Motivatoren, Tröster, mitunter sogar „Korrepetitoren“, und natürlich aufmerksame Kritiker. Man sagt, ein Tier spüre vielleicht eher als ein Mensch, wie jemand anders gerade fühlt, ob es ihm gut geht.

Lenny und Tristan im

Lenny und Tristan im „Gleichklang“ auf Reisen (c) Luca Pisaroni

Die beiden lieben es auch sichtlich, zu reisen. Von nahezu allen großen, bedeutenden Opern-Städten melden sie sich regelmäßig auf den Social-Media-Plattformen und machen so ihre Fans glücklich, und davon haben sie nicht wenige!

Immer, wenn es für eine Opernproduktion ans Packen geht, sind die beiden ganz vorne mit dabei und dürfen schon einmal im Koffer „probeliegen“.

Tristan im Koffer, Lenny ist zufrieden (c) Luca Pisaroni

Tristan im Koffer, Lenny ist zufrieden (c) Luca Pisaroni

Gemeinsam mit seiner ganzen Familie, seiner Frau Catherine und seinem Schwiegervater Thomas Hampson kümmert sich der stolze Hunde-Papa Pisaroni aufopfernd um seine beiden tierischen Gefährten.

Luca und Catherine Pisaroni mit Lenny und Tristan beim Shooting

Luca und Catherine Pisaroni mit Lenny und Tristan beim Shooting

Sie dürfen zum Hunde-Schwimmen, an den Strand und sogar auch ans Notenpult, um für ein Foto eine Arie auszuprobieren.

Pisaroni selbst hatte die Idee, seine Hunde doch einmal in den „Figaro“ zu integrieren, sie sollten Jagdhunde spielen und waren laut Angaben bei der Probe „sehr brav und entzückend“. Man kann mit Sicherheit sagen, dass diese beiden Hunde von Oper und Musik mehr verstehen als die meisten anderen Tiere.

(c) Luca Pisaroni

Hund und Herrchen (c) Pisaroni

-Martina Klinger-