Rigoletto

Sommeroper (3): Der Hofnarr verzweifelt an der Psyche – RIGOLETTO im Steinbruch St. Margarethen

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Der Wettergott hatte nicht wirklich ein Einsehen mit dem Hofnarren und dessen Tochter. Wie auch schon bei „Tosca“ musste die Premiere verspätet starten. Doch die künstlerischen Leistungen boten eine tolle Show!

In St. Margarethen fand man schon eine perfekte Bühne mit Installationen und einzigartiger Formensprache von Künstler Philippe Arlaud aufgebaut. Dieser „Rigoletto“ sollte eine Innovation werden: Modern und doch widersprüchlich. Ist doch im Original seine Sprache sehr verschlungen, betitelt er doch den Auftragsmörder Sparafucile mit „Pari siamo!“. Was dieser nicht sofort versteht, aber der Hofnarr ist klug: Er stellt einen Vergleich an und stellt fest: Wir beide sind gleich. Doch die Formensprache von Arlaud ist klar, leuchtet auch in vielen verschiedenen Farben. Die fortschrittlichen Operninszenierungen der letzten Jahre sind in St. Margarethen deutlich bemerkbar. Schon bei „Tosca“ (2015) versuchte man sich am „Big Screen“, der in die Oper integriert werden sollte. Auch beim heurigen Rigoletto bedient man sich einiger Lichtinstallationen. So sieht man immer wieder Charaktere riesengroß über das Bild huschen, ein Vorteil auf der riesigen Bühne.

Ursprünglich sollte das Stück „La Maledizione“, also „Der Fluch“ heißen. Die von Victor Hugo entlehnte Figur des Hofnarren kam erst später hinzu.

Die erste Frau, die im Steinbruch dirigiert: Anja Bihlmaier aus Stuttgart, nimmt das Zepter in die Hand. Eine klare Personenführung, Orchestrierung und Ausführung ist klanggewaltig erkennbar. Klar in der Linie der Inszenierung bleibt auch Andrea Uhmann mit den Kostümen. Neben dem art+event Theaterservice Graz zeichnete auch ein italienisches Unternehmen für diese verantwortlich: Casa d´arte Fiore Milano.

Da trägt Rigoletto, übrigens gut gesungen von Vladislav Sulimsky, eine schlichte Halskrause, sieht damit fast eher schick als lachhaft aus. Der Lächerlichkeit wird hier nicht wirklich Raum gegeben. Puristisch und doch fesselnd, so ist das Rezept. Das psychische Gefängnis, das sich gleichsam der Herzog (Yosep Kang als abgründig-lüsterner Held), Rigoletto und seine Tochter Gilda bauen, wird dennoch deutlich. Niemand kann weg von sich. Es versuchen aber alle: Es wird geklettert, gerannt und gehüpft, stolziert und gedroht. Für Damen ist es keine angenehme Umgebung. Das weiß auch Monterones – eindrucksvoll und stimmsicher: Staatsopern-Bariton Clemens Unterreiner – Tochter alias Julia Reiff, die vor dem Herzog und dessen böser Tat flieht. Die Gilda von Elena Sancho Pereg indes, strahlt in der Höhe, beeindruckt nicht nur bei der vielerwarteten Arie Caro nome, sondern auch mit ihrer Präsenz. Beklemmend böse und psychologisch wertvoll: Sparafucile, der atemlose Auftragsmörder von Staatsopern-Bass Sorin Coliban. Dessen gutherzige Schwester Maddalena, eine der tollen Frauenrollen bei Verdi, wird verkörpert von Annely Peebo, die sich in Schale wirft. Simon Duus und Manuela Leonhartsberger verkörpern Graf und Gräfin Ceprano auf ihre Art und Weise. Seine Tochter Gilda wurde ihm entrissen, wie reagiert ein liebender Vater? Seinem übergroßen Schmerz verleiht Rigoletto Ausdruck in der Abrechnungsarie Cortigiani, vil razza dannata. Der Philharmonia Chor Wien unterstützt wo er kann, die Chorleitung liegt bei Walter Zeh.

Die dominierende Farbe des Abends ist Rot. Auch die höfischen Damen werden dem Herzog „zur Auswahl“ in Rot präsentiert. Einen größeren „Schürzenjäger“ gibt es bei Verdi kaum. Unter ihm haben im Laufe der Handlung fast alle zu leiden. Vor allem Gilda, die sich Hals über Kopf als Unberührte in ihn verliebt. Wie leicht beeinflussbar sie ist, zeigt sich an ihrer Zerbrechlichkeit.

Das Publikum muss trotz aller Ernsthaftigkeit, bestehend aus Mord und Totschlag, Eifersucht, Rage, bitteren Abgründen der Seele, nicht auf das Schlussfeuerwerk (bereitgestellt von Mc Pyro) verzichten.

 

 

Caro nome in St. Margarethen: Rigoletto wird konkret!

 

 

 

rigoletto

(c) Arenaria

 

 

Oper im Steinbruch St. Margarethen/Burgenland

Wie schon einigen Aufmerksamen bekannt ist, wird nächstes Jahr (2017) im Steinbruch die große Verdi-Oper „Rigoletto“ gegeben. Ein Klassiker der Opernliteratur, immer wieder auf den Spielplänen großer Häuser zu finden. Die immer noch rührende Thematik wird in der gigantischen Naturkulisse von St. Margarethen wieder ZuhörerInnen zum Schwärmen bringen.

Auf der Besetzungsliste sind einige sehr Steinbruch-erprobte Namen zu finden. Auch Newcomer werden hoch herausgehoben. So wird etwa Tatjana Larina, Gewinnerin des Österreichischen Musiktheaterpreises, die Gilda geben, alternierend mit Elena Sancho Pereg (bekannt aus dem Margarethener „Der Liebestrank“ als Adina). Die Titelrolle teilen sich Vladislav Sulimsky und der bekannte Scarpia von 2015, Davide Damiani. Der liebestolle Herzog wird alternierend dargestellt von Yosep Kang und Arthur Espiritu, sollten alle Stricke reißen, steht Jesus Leon zur Verfügung. In der Doppelrolle der „Schwester“ Maddalena und Giovanna sind abwechselnd Annely Peebo (Volksoper Wien) und Jordanka Milkova (Schweizerisches Opernstudio) zu erleben. Den Grafen von Monterone wird Staatsopern-Held Clemens Unterreiner (hier schon 2015 als „Angelotti“ engagiert gewesen) verkörpern. Den bösen, zahnlosen Sparafucile singt Luke Stoker. Graf Ceprano sind abwechselnd Karl Huml und Simon Duus. Noch eine Doppelrolle, die vergeben wird, und zwar die der Gräfin Ceprano und des Pagen, teilen sich Eva Bordova und Arina Alexeeva. Borsa geben Kirlianet Cortes und David Jagodic.

Als Chor werden die Sänger und Sängerinnen unterstützt vom Philharmonia Chor Wien. Es spielt das Symphonieorchester des Slowakischen Rundfunks unter Dirigentin Anja Bihlmaier, Philippe Arlaud führt Regie. Walter Zeh ist für die Chorleitung zuständig, und die Kostüme unter anderem für den Buckligen Narren wird Andrea Uhmann gestalten.

 

RIGOLETTO- Worum es sich handelt:

 

Oper (Melodramma) in 3 Akten von Giuseppe Verdi. Nach dem Schauspiel Le roi s´ amuse von Victor Hugo. Uraufführung: 11. März 1851 in Venedig, Teatro La Fenice.

Die Protagonisten dieser Oper sind:

Herzog von Mantua (Duca di Mantova)*****Rigoletto*****Gilda*****Graf von Monterone*****Sparafucile*****Marullo*****Maddalena

Die Oper spielt in Mantua im 16. Jahrhundert.

Die Sprache der Oper ist Italienisch.

 

1. Akt

Der Herzog von Mantua feiert in seinem Palast. Er prahlt damit, beliebig viele Frauen zur Verfügung zu haben und verrät seine zynische Einstellung.  Als der Graf von Monterone auf dem Fest erscheint, und den Verführer seiner Tochter sprechen will, verspottet ihn der Hofnarr des Herzogs, Rigoletto, auf garstige Weise. Marullo behauptet, Rigoletto würde immer abends das Haus in Richtung einer Geliebten verlassen. Daraufhin verflucht Monterone den Herzog und Rigoletto. Dieser Schwur lässt Rigoletto nicht kalt. Er will zu seiner Tochter Gilda und trifft spätnachts auf Sparafucile, der ihm anbietet, einen etwaigen Nebenbuhler seiner vermeintlichen Geliebten fortzuschaffen. Rigoletto ahnt, dass er mit Sparafucile einiges gemeinsam hat: Einer mordet mit der Waffe, der andere mit der Zunge. Schließlich macht er sich auf den Weg zur Tochter. Diese lebt in Abgeschiedenheit, weiß nicht, dass ihr Vater Hofnarr ist, und darf das Haus nur verlassen, um in die Kirche zu gehen. Sie hat die ganze Liebe ihres Vaters. Im Haus der Tochter schreckt Rigoletto auf, als er ein Geräusch auf der Straße hört. Diesen Moment nutzt der wartende Herzog von Mantua, um zu Gilda zu gelangen. Als Rigoletto sich von Gilda verabschiedet, gibt sich der Herzog nicht zu erkennen, sondern stellt sich der Tochter als Student Gualtier Maldé vor. Dabei beteuert er ihr seine Liebe. Gilda besingt ihn stürmisch, als sie allein ist. Hofleute kommen, um die vermeintliche Geliebte von Rigoletto zu entführen. Der besorgte Vater kommt zum Haus seiner Tochter zurück. Nichtsahnend, dass er seine eigene Tochter entführt, hilft Rigoletto mit. Die Hofleute beteuern ihm, der Sinne beraubt durch verbundene Augen, sie würden eine andere Frau entführen wollen. Der Fluch Monterones hat sich erfüllt, als demnach Gilda entführt wird.

2. Akt

Der Herzog von Mantua macht sich wirklich Sorgen um Gilda, da er sie in ihrem Haus nicht antrifft. Doch die Hofleute eröffnen ihm, dass sie Gilda in seinen Palast gebracht hätten. Rigoletto, ebenfalls im Palast angekommen, versucht, etwas über das Schicksal seiner Tochter, bei deren eigener Entführung er unwissend mitgeholfen hat, zu erfahren. Dem Getuschel der Hofleute entnimmt Rigoletto, dass seine Tochter im Palast sei. Rasend verwünscht er die Tuschelnden. Betroffen erfahren diese, dass Gilda seine Tochter ist. Sie, die im selben Moment aus des Herzogs Zimmer gerannt kommt, stürzt in die Arme des Vaters. Sie bekennt sich aber zum Herzog. Inzwischen wird der Graf von Monterone verhaftet, und nimmt den Fluch gegen den Herzog zurück. Rigoletto hingegen schwört dem Herzog Rache. Gilda bittet um Gnade für ihren Geliebten.

3. Akt

In einer heruntergekommenen Bar vergnügt sich der Herzog von Mantua mit der Schwester von Auftragsmörder Sparafucile, Maddalena. Rigoletto bringt Gilda ebenfalls in diese Spelunke, um ihr vor Augen zu führen, wie treulos der Herzog ist. Rigoletto verkleidet seine Tochter als Mann und schickt sie nach Verona, um sie außer Gefahr zu bringen. Er käme am folgenden Tag nach. Sparafucile soll den Herzog in der Bar töten. Es bricht ein Gewitter herein, und der Herzog will in einem Gastzimmer der Lokalität die Nacht verbringen. Sparafucile entscheidet, den Herzog dort umzubringen. Gilda jedoch, von Zweifeln getrieben, kehrt heimlich zurück und belauscht die hübsche Maddalena, wie sie ihren Bruder von dem Mord abbringen will. Lieber soll dieser den nächsten Gast, der in die Spelunke kommt, töten und dem Auftraggeber Rigoletto in einem Sack übergeben. Gilda zögert nicht, sich zu opfern. Sie klopft, und Sparafucile sticht sie nieder. Um Mitternacht kommt Rigoletto schließlich, um den Sack mit der vermeintlichen Leiche des Herzogs abzuholen und in einen Fluss zu werfen. Er muss entsetzt die Stimme des Herzogs hören, wie er nach Abzug des Gewitters singend die Kneipe verlässt. Schnell reißt er den Sack auf und entdeckt seine sterbende Tochter, die ihn um Verzeihung bittet. Rigoletto bricht zusammen. Der Fluch Monterones hat ihn nicht verschont.

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Stimmlagen der Figuren:

  • Gilda                       Sopran
  • Rigoletto                Bariton
  • Herzog                    Tenor
  • Maddalena             Alt
  • Sparafucile             Bass

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Berühmte Arien:

Caro nome  (Gualtier Maldé)       deutsch: Teurer (geliebter) Name (Gualtier Maldé)

Gilda (1. Akt)

Questa o quella                             deutsch: Freundlich blicke ich auf diese und jene               

Herzog (1. Akt)

Pari siamo                                        deutsch: Gleich sind wir beide

Rigoletto (1. Akt)

Ella mi fu rapita                             deutsch: Sie wurde mir entrissen                                            

Herzog (2. Akt)

Possente Amor                                  deutsch: Zu ihr ruft mich die Liebe

Herzog (2. Akt)

Cortigianni, vil razza dannata

(la rendete)                                             deutsch: Feile Sklaven (gebt sie zurück)

Rigoletto (2. Akt)

Si, Vendetta                                        deutsch: Ja, bald schlägt sie                                       

Duett Gilda/Rigoletto (2.Akt)

La Donna e mobile                            deutsch: Oh, wie so trügerisch sind Weiberherzen!

Herzog (3. Akt)

Bella figlia del amore                        deutsch: Schöne Tochter der Liebe

Quartett Herzog, Maddalena, Gilda, Rigoletto (3. Akt)

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Die Gilda ist eine anspruchsvolle Sopranpartie. Die Hauptarie Gildas, Caro nome, gilt als schwierig. Sie will mit dieser Arie die entbrennende Liebe zum Herzog, der, wie sie denkt, ein Student ist, ausdrücken. Dieser Mann hat zum ersten Mal ihr Herz berührt, dementsprechend emotional ist Caro nome. Gilda spricht davon, dass sie zum ersten Mal „gezittert hat“. (festi primo palpita)

Hier können Sie Caro nome hören, gesungen von der Sopranistin Angela Gheorghiu:

 

 

Der Herzog ist Frauen zugetan, ist aber der Ansicht, dass sie mehr Spielzeug seien als Menschen mit Emotionen. Es ist ihm mitunter egal, welche Frau er heute anschaut und zum „Tanz“ auffordert. Freundlich blickt er auf diese und jene.

Hören Sie hier Questa o quella (Diese oder jene), gesungen vom polnischen Tenor Piotr Beczala:

 

Doch für Gilda beginnt er wirklich etwas zu empfinden. Die Partie des Herzogs wurde unter anderem schon von Luciano Pavarotti verkörpert.  Hier hören Sie Ella mi fu rapita (Sie wurde mir entrissen), gesungen von Pavarotti:

 

Rigolettos Zorn ist unfassbar, als er erfährt, dass sich seine eigene Tochter im Palast des Herzogs befindet: Verzweifelt fordert er die Herausgabe von Gilda mit der Arie Cortigianni, vil razza dannata (Feile Sklaven), die Sie hier, gesungen von Renato Bruson, hören können:

 

Ein weltberühmter Klassiker ist die Hauptarie des Herzogs, La Donna e mobile (Ach wie so trügerisch sind Weiberherzen), die auch außerhalb der Oper immer wieder zu hören ist. (auch in Werbungen für Lebensmittel 😉 )

Hier in einer Version von Jonas Kaufmann :

 

Das Rigoletto-Quartett, ebenfalls sehr berühmt, wurde immer wieder in sehr guter Besetzung interpretiert: Bella figlia del amore (Schöne Tochter der Liebe)

Hier singen für Sie Ramon Vargas als Herzog, Anna Netrebko als Gilda, Elina Garanca als Maddalena, Ludovic Tezier als Rigoletto:

(Alle Videos, Quelle: Youtube)

Hintergründiges:

Das Libretto von Rigoletto unterlag der Zensur, und so wurde in der Vorlage des französischen Dramas Le roi s´ amuse von V.Hugo (1832) aus Paris schnell Mantua gemacht. Für Verdi lag der Kern des Dramas in der Umkehrung gewohnter Schablonen, die das Schöne mit dem Guten, das Böse mit dem Hässlichen (ähnlich wie in Grimm-Märchen) gleichsetzten. So wird der schöne, starke Herzog als besessen vom weiblichen Geschlecht und der hässliche, bucklige Hofnarr Rigoletto als liebender Vater gezeichnet.

Mit Rigoletto gelang Verdi eine der menschlichsten, aber auch widersprüchlichsten Partien. Einerseits ist er hässlich, andererseits leidenschaftlich und liebend. Der Herzog durchläuft in seiner Charakteristik die Veränderung, dass er für EINE, nämlich Gilda, wahrhaftig tiefere Empfindungen bekommt. Gilda wandelt sich von der träumerischen Arie Caro nome zu einer sehr starken Persönlichkeit, die sagt, was Sache ist.

Komplizierte dramatische und psychologische Entwicklungen werden von Verdi innerhalb kurzer szenischer Blöcke abgehandelt.

RIGOLETTO liegt auf Platz neun der weltweit am öftesten gespielten Opern.

 

 

 

 

 

 

 

Verdis listiger Hofnarr in München

Rigoletto / Bayerische Staatsoper

Rigoletto / Bayerische Staatsoper

 

 

Bayerische Staatsoper. München                                                                                           April 2014

PROBENBERICHT (vor Premiere)

Verdis Melodramma in 3 Akten rund um den Hofnarr Rigoletto, der viel tut, um seine Tochter Gilda zu schützen, sie aber letztlich unabsichtlich tötet, war schon seit jeher eine beliebte Oper. Es ist die erste Oper der „trilogia popolare“. Die bayerische Staatsoper wagt sich wieder einmal daran und tut gut daran, nicht zu outrieren.

Knappe drei Stunden dauert Gildas und Rigolettos Leidensweg in München. Es ist eine sehr zurückgenommene Inszenierung von Regisseur Arpad Schilling. Die Bühne ist dennoch voll von Statisten. Die schlichten, aber wirkungsvollen Kostüme stammen von Márton Agh.

Die Solisten mühen sich und verstellen sich mitunter. Es sind besonders Piero Pretti als Duca di Mantova (Herzog von Mantua) und die junge Erin Morley als Gilda hervorzuheben. Ein ständiges Bemühen umeinander und eben auch ein Durcheinander als Folge von inszenatorischen Verstrickungen stehen im Raum. Dieses versuchen die Darsteller so gut wie möglich in den Griff zu bekommen. Franco Vassallo ist sicher nicht der allerbeste Rigoletto, aber er gibt sich sichtlich Mühe. An die Premierenbesetzung von 1851 (Felice Varesi) ist heute nicht mehr zu denken.

Morleys „Caro nome“ hört sich zwar etwas schrill an, ist aber sehr ausbalanciert. Ein warmer Sopran ist dafür sicher mehr als achtbar.

Das Bayerische Staatsorchester wird von Marco Armiliato gut geführt, ein wenig Tempo würde aber nicht schaden.

-Martina Klinger-