„Im Rausch“ auf der Josefstädter Probebühne

Schauspieler und Autor Michael Dangl und Schauspielerin Sandra Cervik lesen heute, 18. Mai, um 19:30 h aus Dangls neuem Roman „Im Rausch“ auf der Probebühne des Theaters in der Josefstadt.

Für Kurzentschlossene gibt es noch Karten unter

http://www.josefstadt.org

Telefon: +43 1 42700 300

Die Spielzeit 2019/20 am Theater in der Josefstadt

Was bringen die Bretter, werden sie nicht bespielt? Akteure, kommt und unterhaltet uns. Auch die nächste Spielzeit will absolviert werden. Das weiß Herbert Föttinger als Theaterdirektor des Theaters in der Josefstadt nur zu gut. Er sprach über neue Stücke und Entwicklungen.

Theater in der Josefstadt – Im September (05.) feiert Heimito von Doderers „Die Strudelhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre“ Premiere: Autor und Schauspieler Nicolaus Hagg bearbeitete den Stoff auch schon für die Festspiele Reichenau an der Rax. Hier stellt man sich die Frage, wo die Welt hingeht, wenn sie untergeht. Regie führt Janusz Kica. Die berühmte Wiener Stiege spielt natürlich auch eine Rolle. Spielen werden: Swintha Gersthofer, Alma Hasun, Pauline Knof, Silvia Meisterle, Alexander Absenger, Michael König (interessant nicht erst seit „Anatol“), Dominic Oley, Ulrich Reinthaller (wieder vom TV auf die Bühne), Roman Schmelzer, Matthias Franz Stein und Martin Vischer. Es ist eine Uraufführung.

Kammerspiele der Josefstadt – Ab 07. September werden „Die Migrantigen“ (Armin T. Riahi) ihre Meinungen vorbringen. Hier kann man verfolgen, wem es mit „Komparsenrollen in der vierten Reihe“ reicht. In der Regie von Sarantos Zervoulakos. Es spielen: Gioia Osthoff, Doris Schretzmayer, Martina Spitzer, Susanna Wiegand (zur Zeit noch als resolute Raumpflegerin in Schon Wieder Sonntag von Bob Larbey), Özaydin Akbaba, Jakob Elsenwenger, Tamim Fattal, Lupo Grujcic, Wilhelm Iben, Martin Niedermair und Luka Vlatkovic. Noch eine Uraufführung.

„Wir sind ein Ort der vielen Worte. Manchmal verschlägt es uns die Sprache.“ Das Spielzeitheft wird untermalt von kernigen und zum Nachdenken anregenden Statements.

Kammerspiele der Josefstadt – Ab 03. Oktober streitet man sich, liebt und erwartet ein Kind in „Der Vorname“ (M. Delaponte und A. de la Patelliere). Unter der Regie des Kammerspiele-erprobten Folke Braband spielen Michaela Klamminger (neuer Vertrag!), Susa Meyer, Michael Dangl, Marcus Bluhm und Oliver Rosskopf (eine ähnliche Personenzusammenstellung wie in Der Gott des Gemetzels von Yasmina Reza).

Theater in der Josefstadt – Am 10. Oktober feiert „Einen Jux will er sich machen“ (J.Nestroy) Premiere. Die Grenze zwischen Herrschaft und Knechtschaft wird ausgelotet. Der Stoff ist 177 Jahre alt. Vielleicht – oder sicher sogar – noch aktuell!? Nestroy- oder auch Raimund-Klassiker (wie aktuell noch „Der Bauer als Millionär“) karg, verstaubt und ohne viele Worte? Das kann man an der Josefstadt nicht sagen. Für eine moderne Überraschung wird auch hier gesorgt sein. Diese Posse mit Gesang wird Stephan Müller inszenieren, die Gesangstexte stammen hierbei von Thomas Arzt. Es spielen: Alexandra Krismer, Anna Laimanee, Therese Lohner, Elfriede Schlüsseleder, Martina Stilp, Robert Joseph Bartl, Oliver Huether, Paul Matic, Alexander Pschill, Julian Valerio Rehrl (neuer Vertrag!), Tobias Reinthaller, Alexander Strömer und Martin Zauner.

Theater in der Josefstadt – Der 07. November gehört einer Uraufführung mit dem Hausherrn Föttinger: In „Rosmersholm“ (U. Stengl nach Henrik Ibsen) feiert ER Premiere als Johannes Rosmer, der zwischen einem Grundkonflikt um Unvereinbarkeit von Überzeugungen seinen Weg geht. Die Regie übernimmt Elmar Goerden. Mit Herbert Föttinger u.a.

Kammerspiele der Josefstadt – Am 21. November gibt es eine deutschsprachige Erstaufführung einer legendären Aufführung: „Mord im Orientexpress“ (A. Christie / K. Ludwig – Bühnenbearbeitung) wo „Meisterdetektiv“ Poirot langsam die Verdächtigen ausgehen. Kann perfekt in die Spielstätte passen. Werner Sobotka führt Regie, die deutsche Übersetzung stammt von Michael Raab. Mitwirkende: Michaela Klamminger, Alexandra Krismer, Therese Lohner, Ulli Maier, Marianne Nentwich, Marcus Kofler, Paul Matic, Martin Niedermair, Johannes Seilern und Siegfried Walther.

Theater in der Josefstadt – Der 05. Dezember steht im Zeichen von Anton Tschechow. Eine aktuelle Zwangsversteigerung oder blühende Erinnerungen der Vergangenheit? „Der Kirschgarten“ gibt so manches Rätsel auf. An der Lösung werden in der Regie von Amelie Niermeyer Alma Hasun, Sona MacDonald, Silvia Meisterle, Gioia Osthoff, Alexander Absenger, Raphael von Bargen, Nikolaus Barton, Ian Fisher, Igor Karbus, Otto Schenk (Bemerkenswert: mit 88 Jahren!), Peter Scholz, Götz Schulte und Claudius von Stolzmann arbeiten.

Theater in der Josefstadt – 2020 – Der 30. Jänner gehört dem Ensemble von Arthur Schnitzlers „Zwischenspiel“. Die Erlaubnis zur ehelichen Untreue kann zu gesteigertem Selbstbewusstsein führen – eine gewagte These. An die Überprüfung dieser wagen sich im Rahmen des Stückes die folgenden mutigen Damen und Herren: Maria Köstlinger, Pauline Knof, Martina Stilp, Joseph Lorenz, Roman Schmelzer und Bernhard Schir. Regie führt Peter Wittenberg.

Kammerspiele der Josefstadt – 2020 – Am 06. Februar feiert „Engel der Dämmerung. Marlene Dietrich“ von T. Fischer und H. Schäfer Premiere. Mit Sona MacDonald u.a., in der Regie von Torsten Fischer.

Kammerspiele der Josefstadt – 2020 – Der 27. Februar steht im Zeichen von „Der Sohn“ von Florian Zeller. Was Jugendliche wollen und müssen, von Identitätsfindung und Umwelt bis zu Familienkonstellationen – alles dabei. Es handelt sich um eine österreichische Erstaufführung. Auch dabei sind die Mitwirkenden: Swintha Gersthofer, Susa Meyer, Marcus Bluhm, Martin Niedermair, Julian Valerio Rehrl. Die Regie übernimmt Stephanie Mohr.

Übrigens: „Wer sein Format verengt, sieht weniger.“

Theater in der Josefstadt – 2020 – Am 12. März findet das „Geheimnis einer Unbekannten“ (Christopher Hampton nach Stefan Zweig) – Uraufführung – den passenden Aufführungsort. Ein aufrüttelnder Brief, ein Manuskript gar, macht den Manne sehr nervös. Es spielen: Martina Ebm, Michael Dangl und Michael Schönborn. Regie führt Christopher Hampton selbst, Daniel Kehlmann sorgte für die deutsche Übersetzung.

Ach ja: „Man kann auch in schlechte Gesellschaft geraten, wenn man sich zu lange in der guten aufhält.“

Theater in der Josefstadt – 2020 – Musikalisch und geheimnisvoll wird es am 02. April mit „Das Konzert“ von Hermann Bahr. Wenn der Pianist sagt: „Ich habe ein Konzert“, dann weiß man wohl, was gemeint ist… Es geben sich darein: Herbert Föttinger, Sandra Cervik, Alma Hasun, Gioia Osthoff, Susanna Wiegand, Martin Vischer und Siegfried Walther. In der Regie von Janusz Kica.

Kammerspiele der Josefstadt – 2020 – Der 23. April widmet sich mit der Uraufführung von Peter Turrinis „Gemeinsam ist Alzheimer schöner“ einem ernsten Thema: Können sich zwei Menschen, die sich bereits unspezifische Dinge vorwerfen, weil sie sich an nichts mehr erinnern können, noch mal von vorne anfangen? Alexander Kubelka versucht sich sensibel an dieses Thema heranzuwagen.

Theater in der Josefstadt – 2020 – Am 28. Mai feiert die letzte Aufführung in dieser Spielzeit Premiere. Es ist Thomas Bernhards „Ein Fest für Boris“. Ein sprachloser Mann ohne Beine, der von einer egozentrischen Dame gerettet wurde. Sie ist Witwe, ebenso verlor sie ihre Beine. Sie heiratet noch einmal. Mit den Gefühlen ihrer Pflegerin für diesen Mann hat sie aber nicht gerechnet… Regie führt Claus Peymann.

Die Spielzeit 2019/20 ist geprägt von Stücken mit zeitüberdauernden Aussagen, was Beständigkeit, Toleranz und Liebe betrifft. Auch der Umgang mit lebensverändernden Krankheiten und Beeinträchtigungen wird thematisiert.

Weitere Informationen und Kartenbestellungen:

http://www.josefstadt.org

Telefon: +43 1 42 700 300

Kann man denn „seine“ Musik besitzen? Can you own your own music?

Man kennt das. Ein jeder Mensch hat Lieder, die ihn oder sie vielleicht schon seit Kindheit begleiten. Beigebracht, erlernt? In sie verliebt gemacht, vergessen, verloren, verlegt, erinnert, glückselig wieder gelauscht? Zärtlich oder forsch abgespielt. Klassisch, jazzig, poppig oder rockig. Manch eine(r) braucht sie, manch eine(r) sehnt sich danach, wieder andere mögen es nicht, beiläufig Musik zu hören. Wenn man denn wieder den alten Nietzsche bemühen will: Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. Wer stimmt zu?

Wissenschaftlich gesehen…

Musik hat unbestritten etwas, was den Menschen anzieht. Die Wissenschaftler rund um Herbert Bruhn untersuchten oftmals schon die Rezeption der Musik. Auch Hirnforscher Manfred Spitzer machte sich diese Thematik zu Eigen. Musik ruft Erinnerungen wach, das ist eine Funktion. Schon mal gesehen, schon mal gehört? Wie und auf welche Weise verarbeitet? Aber die Verarbeitung kann selbst gar nicht gesteuert werden. Sie erfolgt großteils unbewusst. Was man bewusst hört, vergisst man nicht. Ist das wahr? Man kann vergessen. Klarerweise ist eine Leistung des menschlichen Gedächtnisses auch das dazugehörige Erinnern.

Das Lieblingslied

Wenn man sich ans Lieblingslied erinnert, kommen von ganz alleine Gefühle in den Körper und die Seele (sofern man sich dem Seelenbegriff zuwendet). Eine andere Frage: Kann man überhaupt ein Lied zu seinem Lieblingslied erklären? Oder muss sich das Lieblingslied in eine Playlist unterordnen, mit anderen Liedern um die Gunst des Zuhörers streiten? Ist es am Anfang oder am Ende eingeordnet, oder auch in der Mitte der Liste. Spielt man es in Endlosschleife oder doch nur ein- oder zweimal? Verliert sich die Qualität des Empfindens durch das oftmalige Hören? Sollte man ein besonderes Lied oft hören oder eher selten, um seine Besonderheit zu erhalten? Nur zu besonderen Anlässen? Fragen über Fragen.

Oder verfügt man kognitiv gar über mehrere Speicherplätze für mehr Lieblingslieder, Sonaten, Walzerstücke, Popsongs? Übervorteilt man eines, und lässt das andere weg oder gibt man ihm eine schlechtere Note? Soll man mehrere Lieder nebeneinander haben? Jedes kann seinen eigenen Reiz, seine Stilistik haben und besondere Stimmungen hervorrufen.

Musik als etwas Privates

Es kann – so wie vieles andere auch – passieren, dass man eifersüchtig auf Musik reagiert, die man öffentlich hört. Frei nach dem Motto: „Dieses Lied gehört nur mir!“ (Und da muss man eigentlich gar nicht das Musical Elisabeth gehört haben). Wenn es dann öffentlich erklingt, fühlt man sich vielleicht sogar „angegriffen“ und verspürt den Wunsch, sich verteidigen – oder das besagte Lied – verteidigen zu müssen. Wenn man es für sich im Alltag hört, beansprucht man es vielleicht. Das ist meine Melodie, das ist mein Gesang, mein Lied. Sogar im Sprachgebrauch macht sich das mitunter bemerkbar. Also kann man sich getrost die durchaus auf Englisch rhythmische Formulierung denken: Can you own your own music? Damit soll nun nicht gemeint sein, dass man Stücke selbst geschrieben hat. Nein. Stücke von anderen Komponisten, Interpreten, sei es Johann Sebastian Bach, sei es Adele (nein, nicht aus der „Fledermaus“ von Strauss, sondern die britische Pop-Ikone) kann man für sich in Anspruch nehmen, sie mit besonderen Ereignissen verbinden. Lieder von Paaren – a lá „Sie spielen unser Lied“, sind auch verankert. Da reagieren Verliebte sicherlich auch „eifersüchtig“. Es ist schließlich ihr Lied, das auch andere Paare hören können. Aber wer vermag zu sagen, dass nicht ein Werk wie „Something Stupid“ oder auch „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ oder „Sweet Home Alabama“ oder Schumanns „Träumerei“ auch DAS Lied von anderen sein kann? Ist doch durchaus möglich. Aber egal ob Bruno Mars oder Vittorio Grigolo. „Wurscht“ ob Ariana Grande oder Anneliese Rothenberger. Jede(r) findet was er/sie braucht.

Musik als Antrieb für berufliche Tätigkeiten

Gar nicht wenige wollen und sollen Musik auch in jenem beschriebenen Sinne nutzen, sich zu stimulieren und auf kommende Aufgaben und Tätigkeiten vorzubereiten. Eine schwierige Verhandlung in der Chefetage? Man nehme seine Mini-Jukebox. Ein zweistündiger, fordernder Theaterabend in Haupt- oder Nebenrolle? Man bediene sich seiner Kopfhörer und schließe sich ein, verlasse sich auf seine Intuition. Was für ein Rezept. Musik gibt dem Menschen Ruhe, Aktivierung, Entspannung, Vertrauen, Rausch, Denken, Fühlen, Konzentration. Was gibt es Besseres? Wenn allerdings Opernsänger vor dem „Recondita Armonia“ noch schnell „Highway to Hell“ hören, wo soll denn das enden? Lustig? Nein, das eine kann das andere bedingen, hervorbringen. Zumindest die Energie ist übertragbar, wenn nicht der Musikstil. Das wäre dann doch zuviel des Guten.

Im Auge behalten sollte man stets: Für manche Menschen ist ein Lied Privatheit, für manche Öffentlichkeit. Ein sensibler Umgang mit den jeweiligen Referenzrahmen und nicht ein: „Was hörst Du denn Grauenhaftes?“ kann auch Wunder bewirken. Respect the Music of People.

Operetten-Masterclass mit bekannter Opernsängerin beim Lehár Festival Bad Ischl

Das Lehár Festival Bad Ischl ist um die Nachwuchsförderung bemüht: Es gibt das Angebot einer neuen Meisterklasse im Sommer für interessierte junge Sängerinnen und Sänger. Es steht unter dem Motto: Publikumslieblinge made in Bad Ischl.

Junge Talente können sich beim Festival bewerben und von 11. – 17. August 2019 im Kongress- und Theaterhaus Bad Ischl neue Erfahrungen sammeln. Stimme, Sprechtechnik, Ausdruck und Bewegungstechnik sowie Bühnenpräsenz und ein Karriere-Coaching stehen auf dem Programm der Meisterklasse.

Voraussetzungen sind fundierte Gesangskenntnisse und sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache. Am Ende der Trainingswoche winkt die Chance, sich vor Agenten und Presse sängerisch beweisen zu können. Dies im Rahmen eines Abschlusskonzertes unter der musikalischen Leitung von Gerald Krammer. Schon in der Mitte der Woche bietet sich ausgewählten TeilnehmerInnen die Möglichkeit, die Gesangssoli der Schubert-Messe Nr. 4 und des Regina Coeli von Mozart (KV 276) in der Pfarrkirche St. Nikolaus mit Chor und Orchester des Lehár Festivals zu singen.

Opernsängerin Linda Plech, sehr erfahren in der Materie, wird die Operetten-Meisterklasse leiten. Hochkarätige Dozenten wie Daniel Prohaska (Vocal Coach), Thomas Enzinger (Regie), Claus-Peter Corzilius (Atemtechnik), Jonas Kägi (Bewegungstechnik), Tamar Kurtskhalia (Repetition) und Erich Seitter (künstlerische Beratung) werden sie dabei unterstützen.

Anmeldungen zur Meisterklasse werden noch bis 31.05.2019 entgegengenommen. Die Kursgebühr für eine aktive Teilnahme beträgt 550 Euro. Eine Bearbeitungsgebühr von 40 Euro ist zu entrichten. Die Auswahl der TeilnehmerInnen erfolgt in zwei Vorsingen, eine Repetitorin steht zur Verfügung.

Informationen (weiterführend) unter:

http://www.leharfestival.at/meisterklasse-des-lehar-Festivals-2019/

Telefonnummer:
+43 (0)6132 23839

NEUES von…Otto Schenk

Umtriebig wie eh und je: Otto Schenk, Theatermensch, Regisseur, Schauspieler und Faktotum, verkörpert am Theater in der Josefstadt derzeit noch den Cooper in Schon Wieder Sonntag (Bob Larbey), seine nächste Rolle an diesem Haus wird ab Dezember 2019 die des Dieners Firs in Anton Tschechows Kirschgarten sein.

Theater in den Bergen auf der Raxalpe 2019

Ein einzigartiges Kulturerlebnis, das die Sinne berührt – so der Flyer, verspricht das neue Projekt von Theater in den Bergen. Es wird psychologisch.

Einen Einakter will man aufführen. Also gut, was darf es sein? Man bedient sich des großen Psychomannes Sigmund. Der Nachname ist bekannt und muss nicht erwähnt werden: Freud.

Um dieses Theatererlebnis genießen zu können, muss man etwas höher hinaus als auf eine Seebühne, oder in eine Grotte, oder in eine aufgelassene Fabrikshalle. Man fährt mit der Raxseilbahn, eine neue, reizvolle Idee. Für die Bergfahrt, so die Ankündigung, muss man mindestens eine Stunde einplanen, das ist das Knappste. Höhenangst sollte also kein Bestandteil einer Seele sein, die sich dorthin begibt. Eine Nächtigung auf der Bergstation ist ebenso möglich, muss aber separat reserviert werden.

„Die Frau auf der Couch“. Also: Freuds Theorie der Weiblichkeit, und wie man sich entscheiden soll, wie man ihn zu sehen hat. Asket, Patriarch, Analytiker, Frauen-Freu(n)d?

Die Regie dieses Stückes hat Norbert Mang inne, die Aufführungen finden jeweils im Raxalm-Berggasthof statt.

Es spielen Sandro Swoboda (Absolvent bei Elfriede Ott) und Sandra Schuller (zuletzt bei „All About Eve“ in den Wiener Kammerspielen zu sehen).

Info:

„Die Frau auf der Couch“ – Sigmund Freud

Einakter von Norbert Mang

Premiere: 17.05.2019, 15:00 Uhr

Kartenbestellung: http://www.raxalpe.com

Es wird bis zum 21.09.2019 gespielt.

Ein Gastspiel des Theaters in der Josefstadt in Kroatien…

Dobrodošli u nas – so oder ähnlich heißt es bald für die reiselustigen Ensemblemitglieder des Theaters in der Josefstadt. Die „Abordnung“ wird das internationale Theaterfestival in Rijeka/Kroatien besuchen und ein Stück zur Aufführung bringen.

Mit einigen Koffern und Kostümen geht es dann auch über die Küstenstraßen: „Die Reise der Verlorenen“ von Daniel Kehlmann (eine Uraufführung) thematisiert eine ernste Angelegenheit. Ein Schiff darf nicht anlegen…. Die Irrfahrt der „St. Louis“, an Bord jüdische Flüchtlinge, wird packend nachgezeichnet.

Josefstadt-Hausherr Herbert Föttinger selbst verkörpert den Kapitän Schröder. In der Regie von Janusz Kica sind zahlreiche weitere „Publikumslieblinge“ und auch Newcomer damit beschäftigt, der Geschichte Ausdruck zu verleihen. Es scheint kein Stück für schwache Nerven zu sein:

Raphael von Bargen als Stuart, Ulrich Reinthaller als Herr Doktor, Sandra Cervik als Arztgattin, Marcus Bluhm als Anwalt, Maria Köstlinger als dessen Frau, Matthias Franz Stein als Mr. Bergmann, Therese Lohner als die Tante, Marika Lichter als jüdische Sängerin, Joseph Lorenz als Konsul und Hapag-Direktor, Paul Matic als dessen Zweigstellenleiter, Oliver Rosskopf als dessen Stellvertreter, Michael Dangl als Präsident von Kuba, Wojo van Brouwer als kubanischer Minister für Einwanderung, Martin Zauner als Außenminister von Kuba, Lupo Grujcic als Hauptmann, Alexander Absenger als Polizeichef von Havanna, Martin Niedermair als amerikanischer Botschafter in Kuba, Claudius von Stolzmann als Mann vom Jewish Distribution Commitee, Patrick Seletzky als amerikanischer Finanzminister, Alexander Strömer als amerikanischer Außenminister, Michael Schönborn als britischer Staatssekretär, Lukas Spisser als amerikanischer Botschafter und Tamim Fattal (jüngster Neuzugang an der Josefstadt)als Polizist in Havanna machen sich auf die Reise.

Unterstützt von zahlreichen StatistInnen gelangt das Stück in Rijeka zur Aufführung.

Info:

Gastspiel: „Die Reise der Verlorenen“ von Daniel Kehlmann

Aufführung im Rahmen des Small Scene Festival Rijeka/Kroatien

4. Mai 2019, 19:30 Uhr

im
Hrvatski kulturni dom na Sušaku, Strossmayerova 1

Aufführung des Theaters in der Josefstadt, Beč, Austrija

NEUES von…Andreas Schager(l)

Der Tenor aus Niederösterreich hat eine Premiere vor sich: Für ihn geht es an die Metropolitan Opera New York in der Rolle des Siegfried in Wagners Götterdämmerung. Am 27. April wird er ihn erstmals in Amerika verkörpern, am Pult steht Philippe Jordan. Die Oper dauert respektable 5 Stunden (estimated run time: 5 h 32 mins). Per se bedient sich die Wagner-Oper der deutschen Sprache, es gibt Untertitel in wahlweise Deutsch, Englisch oder Spanisch.

Weitere Aufführungstermine: 4. Mai und 11. Mai 2019

Info:

http://www.metopera.org

Mehr als nur „Callboy Timo“ – Schauspieler Peter Marton

Vielen ist dieser Schauspieler erstmals in der ORF-Serie „Vorstadtweiber“ (im österreichischen und auch im deutschen Fernsehen zu sehen) aufgefallen. Er kann aber nicht nur TV, sondern präsentiert sich als durchaus vielschichtiger Theatermann und verspricht Agilität und Freude am Spiel.

Peter Marton wurde in Wien geboren und hat afro-amerikanische Wurzeln. Bevor es ihn zur Schauspielerei gezogen hat, waren seine Wunsch-Studien Philosophie und Theologie. Dann ging es aber doch ans Konservatorium für Schauspiel der Stadt Wien.

Er hat schon kleinere Bühnen wie das Waldviertler Hoftheater oder größere Bühnen wie die des Salzburger Landestheaters bespielt. Die Rollenauswahl ist dabei umsichtig und klug, wie auch reizvoll und abwechslungsreich: So reicht sie vom August in „Alpenkönig und Menschenfeind“ (F. Raimund) über Lysander in „Ein Sommernachtstraum“ (W. Shakespeare) bis zum Graf Wronski in „Anna Karenina“ (Tolstoi).

In München spielte er in „Ziemlich beste Freunde“ (nach Nakache/Toledano) an der Seite des ewigen „Dr. Stefan Frank“ Sigmar Solbach einen Kleinkriminellen namens Driss und überraschte mit seiner extremen Wandlungsfähigkeit. Die Rolle nahm er auch mit nach Frankfurt am Main und Bonn.

In der ORF-Serie „Vorstadtweiber“ (Regie: Sabine Derflinger, Harald Sicheritz, Buch: Uli Bree) gibt Peter Marton den Callboy Timo, der Frauen für eine gewisse Zeit glücklich macht und auch der frustrierten Ehefrau Maria Schneider (Gerti Drassl) ihre innere und äußere Schönheit aufzeigt. Dabei lässt er nicht nur seinen Charme gekonnt spielen, sondern zeigt auch seine darstellerische Fitness.

Peter Marton ist auch als Radio-Sprecher im Einsatz, er ist zweisprachig aufgewachsen. Am Theater in der Josefstadt war er 2016 in „Monsieur Claude und seine Töchter“ (de Chauveron/Laurent) zu sehen.

Wobei er zukünftig hoffentlich öfter in Erscheinung treten wird, auf den Bühnen dieser Welt!

Josefstadt-Schauspieler reüssiert auch im Film: Florian Teichtmeister als Krimi-Kommissar in „Die Toten von Salzburg“

Der bekannte Schauspieler Florian Teichtmeister wagt sich wiederholt ins Krimi-Genre. Und das auch noch in einer Rolle mit Handicap. Schon der vierte Film der Reihe „Die Toten von Salzburg“ (Regie: Erhard Riedelsperger) stand auf dem Programm des österreichischen Fernsehens.

Teichtmeister spielt in der Filmreihe den Grazer Major Palfinger, der als Abteilungsleiter nach Salzburg geht. Er ist auf den Rollstuhl angewiesen, nimmt das aber nicht als negative Beeinträchtigung. Zumindest nicht gemeinhin. Nur einmal fragt er den „dort oben“:“Warum?“. Keine Frage, als „Josefstädter“, also Schauspieler an einem der renommiertesten Häuser Wiens, kann Florian Teichtmeister Gefühle expressiv nachstellen.

Man erinnere sich nur an seine „verführerische Attitüde“ als Strizzi Alfred in „Geschichten aus dem Wiener Wald“ 2012 am Theater in der Josefstadt. Selbstbewusst, frech und für die große Bühne gemacht. Auch vor der Filmkamera scheut der Mann nicht zurück.

Die Filmreihe „Die Toten von Salzburg“ umfasst mittlerweile vier Teile: „Die Toten von Salzburg“ (1), „Zeugenmord“ (2), „Königsmord“ (3) und „Mordwasser“ (4). Ein fünfter Teil kommt ebenso.

Teichtmeister wurde für seine Darstellung sehr gelobt. Er übte während der Drehtage das Rollstuhlfahren und bezeichnete es in einem Interview als „körperliche Herausforderung“. Man könne aber „alles machen, sogar einen Backflip mit Rollstuhl, wenn man will.“

Auch wenn die Filmreihe ab und an (unfreiwillig) Klischees bedient, so war es den Ausführenden doch wichtig, keinen Kitsch und keine verklärten Darstellungen aufkommen zu lassen. Die Stadt Salzburg in den Filmen touristisch abzubilden, da „komme man nicht drum herum“.

Bereits seit 2016 kann man den Schauspieler in seiner Kommissar-Filmrolle erleben. Jüngst wurde der 4. Teil im österreichischen Fernsehen ausgestrahlt.

Teichtmeisters nächste Premiere ist übrigens „Radetzkymarsch“ von Joseph Roth am Theater in der Josefstadt, am 16.05. in der Rolle des Carl Joseph von Trotta in der Regie von E. Goerden.

Info:

„Die Toten von Salzburg“ – Fernsehfilmreihe im ORF

mit Florian Teichtmeister als Major Palfinger

in weiteren Rollen: Michael Fitz, Fanny Krausz, Erwin Steinhauer

https://der.orf.at/unternehmen/aktuell/toten_von_salzburg_dreharbeiten100.html

http://www.josefstadt.org