Tenor

NEUES von…Andreas Schager(l)

Der Tenor aus Niederösterreich hat eine Premiere vor sich: Für ihn geht es an die Metropolitan Opera New York in der Rolle des Siegfried in Wagners Götterdämmerung. Am 27. April wird er ihn erstmals in Amerika verkörpern, am Pult steht Philippe Jordan. Die Oper dauert respektable 5 Stunden (estimated run time: 5 h 32 mins). Per se bedient sich die Wagner-Oper der deutschen Sprache, es gibt Untertitel in wahlweise Deutsch, Englisch oder Spanisch.

Weitere Aufführungstermine: 4. Mai und 11. Mai 2019

Info:

http://www.metopera.org

NEUES von…Norbert Ernst

Der Tenor singt in Richard Wagners Rheingold an der Metropolitan Opera New York die Rolle des Loge am 14.03., 29.04. und 06.05.2019.

Last-Minute-Muttertag mit Jonas Kaufmann? Der Tenor singt im Wiener Konzerthaus.

Jonas Kaufmann hören in entspannter und eleganter Atmosphäre? Die Samtstimme des Tenors auch zum Muttertag genießen können? Heute, am Muttertag 2018 ist das möglich: In der Stadt der Musik, in Wien.

Kaufmann tritt heute Abend im Wiener Konzerthaus auf. Aus seinem neuen Album „L Opera“ wird er die besten – wenn nicht alle „die besten“ sind – Stücke erklingen lassen. Eine wunderschöne Gelegenheit, ihn zu erleben! Nicht nur für alle Mütter, die sich heute einen ganz besonderen Tag verdient haben (wenn nicht auch 365 Tage im Jahr). Gemeinsam mit Sopran Kate Aldrich steht er heute auf der Bühne.

Jonas Kaufmann brachte sein neues Album mit französischen Opernarien heraus. Siehe auch die Rezension des Kulturpavillon – Jonas Kaufmann und seine französischen Opernträume: Neues Album „L´Opéra“ (Sony Classical). Heute Abend wird Jonas Kaufmann begleitet von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Dirigent Jochen Rieder.

Die gute Nachricht dabei: Es gibt noch Karten.

 

Info:

Jonas Kaufmann in concert „L Opéra“; Dirigent J. Rieder

Ort: Großer Saal, Wiener Konzerthaus

Zeit: 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Karten: noch verfügbar von € 158 – € 245 (Einzelplätze, nicht nebeneinander)

http://www.konzerthaus.at

 

 

Plácido nuestro wird (wieder) Doktor!

Plácido Domingo, gefeiert als einer der bedeutendsten Künstler des 20./21. Jahrhunderts. Seine Interpretationen setzten neue Maßstäbe. Domingo arbeitet immer noch unermüdlich. Energie, Kraft und Körper/Stimme und Geist im Gleichklang, das ist wohl seine Disziplin. Wer beim Wort „Doktor“ jetzt vielleicht an „L´elisir d´amore“ denkt, liegt aber falsch…

Die Besuche in der Stadt Wien bezeichnet er als „Singing and Signing“ – also Singen und Signieren. Kaum hat er den Bühneneingang der Wiener Staatsoper verlassen, warten die Fans auf ein wenig Aufmerksamkeit. Die Verbundenheit zu Österreich wird immer wichtig für ihn sein, denn hier „trifft er jeden Ton“ laut eigener Aussage.

Die Manhattan School of Music wird Plácido Domingo ein Ehrendoktorat in „Musical Arts“ verleihen. Dies wurde eben angekündigt. Die Zeremonie soll am 11. Mai stattfinden. Domingo ist bereits Träger einer Ehrendoktorwürde der Universität Pecs.

 

NEUES von…Riccardo Massi

Riccardo Massi als früherer Stuntman hat auf den Beruf „Tenor“ umgesattelt, und das sehr erfolgreich. Gerade ist er als Mario Cavaradossi in Tosca am Royal Opera House in London zu hören. Kritiker loben seine realistischen und lebensnahen Darstellungen. Mit der Rolle wurde der gebürtige Italiener schon an der Bayerischen Staatsoper in Verbindung gebracht, auch war er ein gefeierter Prinz Calaf bei den Bregenzer Festspielen.

Plácido nuestro feiert Geburtstag! Der Tenorissimo freut sich auf weitere Highlights!

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Plácido Domingo, spanischer Opernstar der Superlative. Vielbeschäftigt, engagiert, war er Teil der „Drei Tenöre“. Aber auch solo hört er sich sehr gut an. Die Wiener Staatsoper bezeichnet ihn als einen der bedeutendsten Künstler des 20./21. Jahrhunderts. Er setzt Maßstäbe in der Interpretation von Rollen. Sein Repertoire umfasst 147 Rollen. Unfassbar, eigentlich….

Bei den Salzburger Festspielen triumphierte Domingo in „I Due Foscari“, er wollte „AIDA“ ganz groß herausbringen – seine World Stadium Tour wurde aber leider nichts – er singt unermüdlich, auf der ganzen Welt. Auch zur Operette, welch Wunder, hat er sich früher bekannt: Sein Album „Romanzas de Zarzuelas“ (Zarzuela = spanische Operette) von 1990 wurde zum Erfolg. Er wuchs in einem Haus dieser Tradition verpflichtet auf.

Domingo mag als einer der letzten gelten, die stimmliche Mittel wirklich noch ausschöpfen. Energie und Kondition sind seine gepachteten Schlagworte. Vor kurzem hat er von den Medien vielbeachtet die Eröffnung des Wiener Philharmonikerballes dirigiert.

In Wien ist Plácido Domingo im Mai 2018 wieder zu erleben: In La Traviata (Verdi).

 

Vorschau auf einen Italien-Sommer: Jonas Kaufmann in der Waldbühne Berlin 2018 mit „Dolce Vita“.

 

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(c) Getty images

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(c) Ajax Media

 

 

Tenor Jonas Kaufmann macht uns allen wieder einmal Lust auf Sommer, und das mitten im Winter. Zwar wird an Weihnachten nicht alles weiß sein, aber Kaufmann lässt alle Herzen mit einem ganz besonderen Ausblick auf das nächste Jahr schmelzen. 

In der berühmten Waldbühne Berlin erklingen romantisch-verklärte Melodien, wenn Jonas Kaufmann seine Stimme von der „Italianita“ träumen lässt. „La Dolce Vita“, mit seinem Konzert will er seine Fans an seiner Liebe zu Italien teilhaben lassen. Das Land, wo die Zitronen blühen, inspiriert auch ihn, den Tenor unserer Zeit.

Sonnenschein, Meeresbrise, duftende Dolci und kleine Flirts – all das charakterisiert Italien. Eine musikalische Widmung für das Sehnsuchts-Urlaubsland Nummer Eins.

„Italien“, so erklärt Kaufmann, „ist Leidenschaft, gelebt auf höchstem Niveau. Das Essen, der Gesang, die Dramen..“ Ein wenig Geduld ist dennoch noch gefragt, bis es so weit ist und DER Tenor mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin und Jochen Rieder die Berliner Waldbühne mit italienischer Lebensart erfüllen wird.

Info:

Jonas Kaufmann in der Waldbühne Berlin – La Dolce Vita

Termin: 13. Juli 2018, 20 Uhr

mit Jochen Rieder, Rundfunksinfonieorchester Berlin

Karten ab 52 Euro, bis 169 Euro

http://www.alegria.de

 

Jonas Kaufmann und seine französischen Opernträume: Neues Album „L´Opéra“ (Sony Classical)

 

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Jonas Kaufmanns neuestes Album (c) Sony Classical

 

 

Der Tenor der Tenöre präsentiert aktuell sein neuestes Werk mit dem simplen wie ausdrucksstarken Titel „L´ Opéra“. Nicht mehr, und auch sicher nicht weniger als Schmelz-Arien, heldische Töne und pure Romantik, die nicht nur seinen Fans äußerst zu Herzen gehen dürfte. Der Sänger konzentriert sich wie auch der Name der Scheibe bereits anklingen lässt, auf französische Opern des 19. Jahrhunderts. 

Kaufmann möchte die pure Essenz von bekannten und eher den Raritäten zuzuordnenden Arien seiner eigenen Spiel- und Singweise zugrunde legen. Das beginnt etwa mit Gounods „Ah! leve-toi, soleil!“ aus Romeo et Juliette, hier auch mit einer Atemtechnik unterlegt, die keine Wünsche offen lässt. Ein kräftiger Spitzenton, gleich gefolgt von zartem Schmelz in der Stimme, so muss es sein.

Das Bayerische Staatsorchester unter Dirigent Bertrand de Billy begleitet die Jahrhundertstimme auf ihrem weiten Weg durch die französische Oper. Wer, wenn nicht de Billy, der hier ganz genau ein Auge auf die Durchführung werfen würde, wäre prädestiniert? Bertrand de Billy als ausführendem Dirigenten kommt hier auch eine ganz besondere Aufgabe zu: Der gebürtige Pariser muss die Expertise in französischer Musik, etwa wie man einen Gounod, Bizet, oder auch andere interpretiert, geradezu mit der sprichwörtlichen Muttermilch aufgesogen haben.

Auch noch ein relativ bekanntes Stück als Beitrag auf dieser CD ist die Arie aus Massenets „Werther“: „Pourquoi me reveiller…?“. Und Jonas Kaufmann lässt sich viel Zeit, um für sich selbst und auch für seine „Getreuen“ individuell und stimmgewaltig herauszufinden, warum ihn „der Frühlingshauch“ weckt. Man fragt sich mit ihm, so mitreißend und edel gestaltet er seine Phrasierung. Kaufmann hat diese eine Gabe, diese (noch so kleine oder größere) Arie erlebbar zu machen. Man hat nicht nur das umfassende und allmächtige Gefühl des Belcanto, des „Schön-Gesanges“. Fragend, seufzend und gestaltend greift der Künstler ein und gibt seine Interpretation preis.

Auch weniger bekannten Dingen bietet Jonas Kaufmann eine Bühne. So lässt er das Werk „Mignon“ von Ambroise Thomas in seiner Schönheit strahlen. Die Arie „Elle ne croyait pas, dans sa candeur naive“ ist kaum öffentlich zu hören. Warum denn eigentlich nicht? Da entgeht dem Publikum etwas. Gesungen wird diese von Wilhelm Meister, einem armen Studenten. Frühling und Herz werden wieder einmal in den Mittelpunkt gestellt, wie so oft.

Auch eine feurige Nummer aus der klassischen französischen Oper darf natürlich auf einer solchen Platte nicht fehlen: Georges Bizet gibt sich ebenso die Ehre und darf sich mit seiner bekanntesten Opern-Frauenfigur vertreten fühlen, beziehungsweise für Kaufmann natürlich der Arie des Don José aus „Carmen“: „La fleur que tu m´ avais jetee“ – Die Blume, die sie ihm zugeworfen hat, trägt er in seinem Gefängnis immer noch mit sich, immer noch hat sie den süßen Duft, obwohl sie schon verwelkt ist. Das ist für einen Tenor natürlich kein Problem. Die Empfindungen werden erfreulich uneitel wiedergegeben. Hier ist nichts  „verkitscht“.

Für einen weiteren Titel holt sich Jonas Kaufmann Unterstützung in Form des französischen Baritons Ludovic Tézier. Bizet darf noch ein weiteres Mal erklingen. Das berührende wie packende Duett aus den „Perlenfischern“ bestreiten die beiden Herren mit großer Einsatzfreude. „Au fond du temple saint“ gerät zum tollen Erfolg, auch durch das Zusammenspiel der beiden verschiedenen Stimmlagen, wie auch nicht anders vorgesehen ist.

Variatio delectat, und so ist wieder ein gänzlich (beinah) unbekannter Titel zu hören: Aus der Oper „Le roi d´ Ys“ von Edouard Lalo singt Kaufmann „Vainement, ma bien-aimée“.

Auch der französischste aller (eigentlichen) Operettenkomponisten ist mit einer Oper, die wohl jeder kennt, vertreten. Man kann sich vielleicht denken, um wen es sich handeln könnte. Es ist Jacques Offenbach mit „Hoffmanns Erzählungen“ und der wunderschönen Charakterstelle: „O Dieu, de quelle ivresse“.

Ein weiterer Komponist wird ebenso geehrt, mit einem Auftritt auf Jonas´ CD. Es handelt sich diesmal um den deutschen Komponisten Giacomo Meyerbeer (geboren als Jakob Meyer Beer). Die Rarität und die meisterhafte Exotik eines Landes wird hier gepriesen: „Pays merveilleux – O paradis!“, und zwar stammt dieses intonierte Lied aus „L´Africaine“.

Ein „klassischer“ und wohlbekannter Opernkomponist, vielfach auf den Spielplänen der Opernhäuser in der Welt vertreten: Jules Massenet, ein Franzose mit seinem Glamourwerk „Manon Lescaut“. Diese Oper dürfte Jonas Kaufmann nur zu gut kennen. Und zwar zum Beispiel aus München oder aber auch aus der Metropolitan Opera New York.  Auch hier braucht er Unterstützung, in weiblicher Form. Denn was wäre „Enfin, Manon, nous voila seuls Ensemble! – …En fermant les yeux..“ ohne eine weibliche Sopranstimme? Diese liefert hier die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva. Auch noch aus derselben Oper bieten die beiden noch ein „Gustostück“ an: „Toi! Vous!“

Jacques Fromental Halevy sucht sich Kaufmann schließlich auch noch mit seinem bekanntesten Werk heraus, um es schonend und naturgetreu zu intonieren: „Rachel, quand du Seigneur“ aus seiner Oper „La Juive“.

Und wenn man schon von französischen Komponisten singt und redet, dachte sich Kaufmann auch, dass Hector Berlioz (last but not least) doch auch vertreten sein sollte. Es finden sich auch „Merci, doux crepuscule!“ aus „La damnation de Faust“ und „Inutiles regrets! Je dois quitter Carthage!“ aus „Les Troyens“. Ein energisches und kriegslastiges Ende.

Es lässt sich konstatieren, dass eine stimmige Auswahl an französischen Opern geglückt ist. Erschienen unter dem Label Sony Classical.

Info:

Jonas Kaufmann „L´Opéra“ (einzelne Arien/Duette mit Ludovic Tezier, Sonya Yoncheva)

Medium/ Tonträger: CD

Preis: 14,99 Euro

oder

Premiumausgabe Deluxe Edition mit umfangreichem Booklet

Preis: 21,99 Euro

erschienen: 15.09.2017

 

 

NEUES von…Christopher Ventris

 

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Foto: (c) h pa

 

 

Christopher Ventris als vielbeschäftigter britischer Opernsänger wurde bekannt durch die Darstellung des Parsifal (R. Wagner). Dies bereits schon 2008 bei den Bayreuther Festspielen. 2017 spielte er denselben auch an der Wiener Staatsoper. Aktuell ist er in Modest Mussorgskis „Chowanschtschina“ in der Rolle des Andrei Chowanski an der Wiener Staatsoper zu sehen.

 

Die Internetpräsenz des Künstlers: http://www.harrisonparrott.com/artist/profile/christopher-ventris (Management)

Plácido Domingos „AIDA Stadium World Tour“ ist geplatzt!

 

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Tenor und Dirigent Plácido Domingo vor seinem Riesen-Projekt „AIDA“ (c) APA picturedesk

 

 

Der große Tenor und Dirigent Domingo hatte sich auf seine neue Aufgabe sehr gefreut. Doch nun ist sein Bestreben geplatzt. Er wollte nämlich die Monumentaloper „Aida“ (G. Verdi) in großen Stadien aufführen lassen. Es sollte ein riesiges Spektakel werden, um neue Freunde für das Genre Oper zu finden. Es wäre ein großer Aufwand geworden: Alleine 90 Trucks für das Equipment sollten zwischen den bespielten Stadien verkehren.

In die großen Sportarenen Europas hätte Domingo als Dirigent und künstlerischer Leiter eingeladen: Paris, Basel, Wien, Amsterdam, Stockholm, Hamburg, München, Frankfurt und Gelsenkirchen. Das wären die Spielorte gewesen. In Wien wurde schon eine Verschiebung vom 18.06. 2017 auf 09.06.2018 angedacht.

Nun ist der Veranstalter insolvent. Beim Amtsgericht Düsseldorf hat die Art & Entertainment LIVE GmbH einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Düsseldorfer Anwaltskanzlei AndresPartner veröffentlichte diesbezüglich eine Mitteilung.

Domingo wäre sehr enttäuscht über die finanzielle Pleite des Veranstalters, wie sein Management in Wien mitteilte.

Ob es einen Ersatz durch andere Veranstalter geben wird, ist noch nicht klar.