Heiteres rund um das Tier vom Duo Karawane Salzburg.

„Tierisch“ geht es im aktuellen Programm des Duos Karawane Salzburg, Christa und Agilo Dangl zu. Eine Stunde lang unterhielten die beiden Künstler mit tierischen Geschichten und Anekdoten, es wurde viel gelacht.

„Wir sind auch wieder einmal da!“, so eine launige Begrüßung war von dem aus Salzburg nach Wien und Niederösterreich angereisten Duo zu hören. Von der kleinsten Laus über die Maus, von der Katze über das Schwein bis zum Nilpferd – alle unterhaltsamen Tiere waren vertreten. Mit einer großen Sorgfalt wurden Texte, Gedichte und Geschichten ausgewählt und auf lebhafte Weise dargebracht.

Überlegungen einer Schnecke zum Beispiel lauteten: „Sull i aus mein Haus raus, oder sull i nit raus?“, wohingegen ein Elefant bei der Begegnung mit einem Menschen, der keine Hose trägt, ganz andere Probleme hat. Elefanten essen ja bekanntlich mit dem Rüssel. Er tut sich schwer zuzuordnen, wie der Mensch denn dieses Instrument zum Essen verwenden will. Das ist doch „viel zu klein“.

Vom großen Heinz Erhardt war die „polyglotte Katze“ zu hören. Auch von einer „Kuh“ aus der Feder desselben, war die Rede. Und natürlich die Maus namens Zizibe, die gerne viel Käse isst und danach selber schwer im Magen liegt, diese durfte auch nicht fehlen.

Schön anzuhören war auch eine Geschichte, die sich – anrührend voller Menschlichkeit- um die Rettung von Katzenleben drehte (nämlich von lauter weißen Kätzchen mit schwarzen Schwänzchen).

Es waren Texte, die zwar viel Humor enthielten, wo viel gelacht werden durfte. Aber auch Elemente mit Tiefgang befanden sich darunter.

Zu den Künstlern:

Das Ehepaar Christa und Agilo Dangl aus Salzburg (Eltern von Josefstadt-Schauspieler Michael Dangl) verkörpert das Duo Karawane Salzburg. Ursprünglich als Schauspielgruppe geführt, treten die beiden heute nach langjähriger Theatererfahrung in dieser Formation auf. Beide sind Träger des Ehrenbechers der Stadt Salzburg. Agilo Dangl ist außerdem Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Salzburg und des Salzburger Stadtsiegels in Gold. Das Ehepaar trat 22 Jahre lang bei der Eröffnung des Salzburger Rupertikirtages als Hanswurst und dessen weibliches Pendant auf.

Gemeinsam mit ihrem Sohn Michael schreiben sie auch Theaterstücke. Etwa „Tiramisu“ oder „Winterrose – Denn das Glück ist immer da.“ Mit ihrem aktuellen Programm besuchen sie auch Senioreneinrichtungen und sorgen für Heiterkeit.

 

Nathan Amaral als glücklicher Gewinner des CIMA Wiener Klassik Preises 2018.

Am 12. August fand das Galafinale der diesjährigen CIMA (Central International Music Academy) Meisterklassen im Haydn Saal der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien statt. Der glückliche Gewinner der Competition heißt Nathan Amaral.

Hart war es für die Fachjury (Vorsitz: O. Univ.-Prof. em. DDr. h.c. Michael Frischenschlager) aus den Darbietungen, die durchwegs auf einem sehr hohen Niveau stattfanden, einen Sieger zu wählen. Es wurden vornehmlich Werke von Mozart und Haydn zur Aufführung gebracht. Bei den Instrumenten handelte es sich um Violinen, Celli und Klavier.

Nathan Amaral, ein junger Violinist aus Brasilien, setzte sich am Ende mit Mozarts Violinkonzert in A-Dur (1. Satz) mit der höchsten Punktzahl durch. Er durfte sich über den Wiener Klassik Preis freuen. Auf Platz 2 lag die Moldawierin Alexandra Tirsu mit ihrer Interpretation des Mozart´schen Violinkonzertes. Platz 3 belegte der Kroate Mislav Brajkowic mit Haydns Cellokonzert in D-Dur (1. Satz).

Die Organisatoren Daniel Auner, MA und Mag. Tymur Melnyk freuten sich über ein äußerst gelungenes Galakonzert mit glücklichen Gesichtern. Nathan Amarals Jubelrufe waren kaum zu überhören. Ein vielversprechender, junger Künstler, der mit Leidenschaft interpretiert und glasklare Klänge produziert.

Links:

Nathan Amaral auf Video:

(c) Nextel Brasil

CIMA (Central International Music Academy):

http://www.cima-music.com

 

Salzburg: „Jedermann“ Tobias Moretti fällt aus, Philipp Hochmair übernimmt

Mime Tobias Moretti kann nicht wie geplant auf dem Salzburger Domplatz das Spiel vom Sterben des reichen Mannes mitspielen. Er ist plötzlich erkrankt.

Tobias Moretti, der neue „Jedermann“ der Salzburger Festspiele, sollte kommenden Samstag an der Seite von Stefanie Reinsperger als Buhlschaft wieder auftreten. Aber dazu wird es nicht kommen. Er leidet an einer aggressiven Lungenentzündung, die es unmöglich macht, zu spielen. Wie lange der Mime ausfallen wird, kann auch bei den Salzburger Festspielen niemand beantworten. Denn: Es kommt auf den Krankheitsverlauf an.

Alle gekauften Karten behalten laut der Festspielleitung ihre Gültigkeit. Statt Tobias Moretti wird nun ein „Slightly Jedermann-Erfahrener“ kurzfristig einspringen: Fernseh- und Theaterschauspieler sowie Unikum Philipp Hochmair, der beim Young Directors Project 2013 in Salzburg eine Solo-Version des „Jedermann“ präsentierte.

Gute Besserung an Tobias Moretti und ToiToiToi an Philipp Hochmair für das Debüt.

 

Sehr verschleyerte Märchen für Erwachsene: Brutalität, Erotik, Aktualität im Wiener Lustspielhaus

Im Wiener Lustspielhaus, wo gerade die Spielsaison mit „Der eingebildete Kranke – neu verschrieben“ läuft, geriet ein Gastspiel des Erzählers, Schauspielers und Kinderbuchautors Erich Schleyer, gemeinsam mit der Band SainMus zur Aufführung. „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“ ist ein Märchenpotpourri, welches nicht an brutalen Szenen und erotischen Anspielungen spart.

Deshalb ist auch extra ausgewiesen: Nur für Erwachsene. Aber Märchen, waren ursprünglich eben auch nicht für Kinder gedacht. Sie waren keineswegs harmlos. Sie hielten dem menschlichen Selbst einen Spiegel vor. Denn es läuft – auch laut Erich Schleyer – nicht immer alles im Leben so honigkuchen-mäßig. Die dunkle Seele wurde beleuchtet.

Schleyers erhobene und mächtige Stimme, die er immer wieder Grenzen ausloten lässt, wischt den Regen, der auf das Dach des Lustspielhauses enorm trommelt, einfach weg. Der Satz: „Glauben Sie mir ruhig, es wird heute auch noch bei uns donnern!“, sorgt für Gelächter im Publikum.

Die Blindschleiche und die Nachtigall eröffnen den Märchenreigen:

Ein äitologisches Tiermärchen der Gebrüder Grimm. Spannend in den ersten Zügen, lehrreich im Ausgang. Jedes der Tiere besitzt nur ein Auge. Als die Nachtigall sich schließlich von der Blindschleiche ein Auge leiht, und es nicht retourniert, droht die Schlange, sich zu rächen, an Kindern und Kindeskindern der Nachtigall. Aber diese spottet nur:
„Ich bau mein Nest auf jene Linden,
so hoch, so hoch, so hoch, so hoch,
da magst du’s nimmermehr finden!“

Die Brüder Grimm – Wilhelm und Jakob – wobei der Zuschauer erfährt, dass Wilhelm der Träumer war und Jakob der Exakte, sammelten also recht grausame Märchenstoffe.

Auch Rapunzel zählt zu den grausamen Märchen, weil ein Kind geraubt wird, und von der bösen Zauberfigur mitgenommen wird, nur weil die werdende Mutter unstillbare Gelüste hat. Wenn dann der Prinz zum Turme geritten kommt, tut er das nicht still und heimlich. Nein, der Erzähler unterstützt die Szene mit viel Körpereinsatz, indem er den trabenden Traumprinzen auf dem Pferd mit lüsternen Absichten nachstellt. Erst in der Wüste können die beiden dann miteinander glücklich werden. So manches Märchen folgt eben auch noch der Formel: ….und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!

Es ist nicht zu übersehen, dass Erich Schleyer mit Freude sein – diesmal erwachsenes – Publikum unterhält. Noch mehr freut er sich darüber, dass ihn zwei musikalisch sehr talentierte Herren begleiten: Philipp Erasmus und Clemens Sainitzer, zusammen das Duo SainMus, an der Gitarre und am Cello. Sie verausgaben sich und sind sogar manchmal etwas frech, wenn sie ein paar Märchenstrophen von selbst zu Ende erzählen.

Wenn es nicht eine schlimme Parabel auf eine Freundschaft mit Hintergedanken wäre, so müsste man bei der Begebenheit der Leberwurst und der Blutwurst Tränen lachen. Die Leberwurst besucht also nichtsahnend die Blutwurst. Eine verwurstete, und tragische Geschichte, hat doch die eine Wurst der anderen Wurst nach dem Leben getrachtet. Schleyer gestaltet dies so lebendig, dass man sofort ein konkretes Haus vor Augen hat, wo das abgelaufen sein könnte. Die innere Fantasie anzuregen, ist ein Talent des Künstlers (wohl seit Jahrzehnten kultiviert).

Hänsel und Gretel als Kannibalenmärchen, wo Hänsel erst gemästet werden müsste, um „schön fett zu werden“. Aber am Ende muss doch die böse Alte daran glauben.

Rotkäppchen, von diesem Märchen kam man an diesem Abend kaum los: Zahlreiche Adaptierungen, sogar eine, entstanden während der NS-Gräuelzeit, wurden vorgetragen.

Während der erste Teil des Märchenabends flott und locker, sowie sehr unterhaltsam und in angenehmer Länge abläuft, ist die zweite Hälfte dann eher ein wenig zähflüssig: eine Überlegung wäre es wert, hier ein paar Einsparungen bei sehr langen Passagen vorzunehmen.

Ein Abend, an dem bloße Berieselung stattfindet? Nein, wenn man das sucht, ist man hier falsch. Mitdenken und Reflektieren ist angesagt. Schleyer zeigt, dass Märchen genau genommen aktueller denn je sind.

 

Links:

http://www.erich-schleyer.com

http://www.sainmus.at

 

 

 

 

NEUES von…Miguel Herz-Kestranek

Der beliebte Schauspieler (auch vielen Menschen bekannt als Fernseh-Gesicht) gastiert diesen Sommer wieder einmal bei den Festspielen Reichenau an der Rax. Dort ist er in der kabarettistischen Revue „Schau´n Sie sich das an!“ neben Peter Matic und Nicolaus Hagg zu sehen. Selbst sagt er über dieses Kabarett: „Es soll eine schmissige, niveauvoll unterhaltende Pointenmischung aus Altbekanntem und Unbekanntem werden, wobei auch Nummern aus dem 1988-Programm dabei sein werden“. Kestranek und Hagg haben das Programm zusammengestellt.

Info:

http://www.festspiele-reichenau.com/farkas

Kunst und die Fußball-WM – das Runde muss ins Eckige?

Während der Fußball-WM in Russland ist die Klassik nicht so gefragt? Naja! Es gibt schließlich viele Leute, die den Beruf des Künstlers, der Künstlerin ausüben und sich trotzdem für den Sport des runden Leders begeistern können. Somit wird ihnen auch in dieser Zeit nicht langweilig!

Pro König Fußball ist etwa der berühmte Kammersänger, Tenor Plácido Domingo. Er feuert regelmäßig seine Mannschaft Spanien an. Schon 2008 prophezeite er die Teilnehmer des Finalspiels: „Spanien gegen Deutschland“. Er ist enthusiastischer Fan von Real Madrid. Aber auch eine österreichische Fußball-Ikone, „Goleador“ Hans Krankl (mit eigener Band Monti Beton), darf sich über Zuspruch von Domingo freuen.

Zur Fußball-WM 1990 fanden sich die drei Tenöre Domingo, Pavarotti und Carreras in den römischen Caracalla-Thermen ein, um ein FIFA-Konzert zu geben. Das löste einen Klassik-Trend zu Stadienkonzerten aus.

Im 52. Jahr des Wiener Opernballes sorgte das „Fußballett“ für gute Unterhaltung unter den Tanzenden. Es wurde eine musikalische Auftragsarbeit des deutschen Komponisten Moritz Eggert mit dem Titel „Am Ball“ gespielt. Die künstlerische Zusammenführung von Ballett und Fußball, prophezeite Ex-Staatsoperndirektor Ioan Holender damals.

Der Brite Benedict Mason schrieb eine Fußball-Oper, welche von einem Spieler handelt, der seine Seele verkauft, um ein Weltfußballer zu werden. Sie wurde 2007 bei den Bregenzer Festspielen von David Pountney inszeniert.

Es gibt also durchaus Überschneidungspunkte des beliebten Ballsports und der Bühnenkünste. Der eine Künstler auf dem Rasen, der andere auf der Bühne. Das gilt natürlich genauso für die weiblichen Virtuosinnen.

 

Festival SOHO Ottakring (art+urban) holt Perkussionist Martin Grubinger

Beim Festival Soho Ottakring kommt es am Wochenende zum Grande Finale. Mit dem Perkussionisten Martin Grubinger tritt ein engagierter Künstler bei freiem Eintritt auf.

Auch Mitmachen ist „schwer“ erwünscht. Jugendliche von 10 bis 18 Jahren sind eingeladen, sich bei einer Perkussionsübung im Rahmen eines Workshops an den Trommeln zu versuchen. Als krönender Abschluss treten alle gemeinsam mit Grubinger und dem Percussive Planet Ensemble abends im Kongresspark Ottakring auf.

Der Workshop findet von 12-17:30 h statt, um 18:00h folgt der Abschluss-Auftritt.

Termin:

17.06.2018

Weitere Informationen:

http://www.sohoinottakring.at

NEUES von…Elisabeth Pratscher

Die freischaffende Künstlerin (Sopranistin) Elisabeth Pratscher ist derzeit neben ihrer Unterrichtstätigkeit bei Konzerten engagiert. Am 18.06. gestaltet sie gemeinsam mit dem Schönbrunner Schlossorchester ein Schlosskonzert mit Werken von Mozart und Strauss. Danach geht es für sie weiter nach Bulgarien (Sofia), wo sie Gustav Mahlers 8. Symphonie „Die Symphonie der Tausend“ als 2. Sopran (Solo) intonieren wird. Dies gemeinsam mit der Philharmonie Sofia und dem Bulgarischen National Radio Symphonie Orchester unter dem Dirigenten Emil Tabakov.

Weitere Informationen:

http://www.elisabeth-pratscher.at

NEUES von…Wolfgang Böck

Fernsehschauspieler und langdienender „Trautmann“, aber in erster Linie Intendant einer bedeutenden Sprechbühne im Burgenland: Wolfgang Böck ist Vorsteher der Schlossspiele Kobersdorf. Alljährlich veranstaltet er auch Bike-Ausflüge und Oldtimer-Ausflüge mit dem Ziel: das Stück in Kobersdorf zu sehen.

Dieses Jahr wird dem Publikum mit „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring aufgewartet. Premiere ist am 03. Juli 2018. Am 14. Juli findet das Bike-Event mit Fahrt zur Aufführung statt. Am 22. Juli folgt die Oldtimer-Ausfahrt zu den Schlossspielen.

Weitere Informationen:

http://www.schlossspiele.com

https://www.motorradreporter.com/artikel/mit-wolfgang-bock-auf-biker-tour-0

Die Fahrt zu „Otello darf nicht platzen“ 2016 mit dem Bike auf Video:

 

Das Regieteam für die Oper im Steinbruch 2019 steht!

Die Oper im Steinbruch (St. Margarethen im Burgenland) will 2019 wieder mit einer zauberhaften Energie durchstarten: „Die Zauberflöte“ von W.A. Mozart steht auf dem Programm. Eine Parabel um die Zuneigung, die Liebe, den Mut: Sehr fein für einen neuen Beginn! 

Vertreter des Landes Burgenland und der Esterhazy Betriebe haben bereits im März dieses Jahres bekanntgegeben, dass 2019, nach der Auszeit im heurigen Jahr 2018, wieder Oper im Steinbruch gespielt wird. „Die Zauberflöte“ von Mozart sollte es sein.

Die Premiere der Oper findet am 10. Juli 2019 statt. Bisher waren noch keine Details zu Besetzung oder Regie bekannt.

Aber jetzt ist es soweit: Das Regieteam besteht für diese Oper aus zwei Personen. Und zwar sind es der bekannte Schauspieler Cornelius Obonya und seine Frau, Regisseurin und Kulturwissenschaftlerin Carolin Pienkos.

„Viele fragen uns, wer denn den Papageno spielen wird, aber man möge uns verzeihen, wenn wir das noch nicht verraten wollen. Klar ist, dass es eine Rolle ist, die sowohl für Sänger als auch für singende Schauspieler geeignet wäre.“, so das Regie-Paar, welches auch im echten Leben verheiratet ist.

 

Weitere Informationen unter http://www.operimsteinbruch.at (alle Informationen gelten für das Jahr 2019).