Davide Damiani

Auguri, HAPPY BIRTHDAY Davide Damiani!

 

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Davide Damiani (c) puntoopera

 

Der italienische Bariton Davide Damiani machte bereits 2015 im Steinbruch von St. Margarethen in Tosca als profunder Scarpia von sich reden. Studiert hat er in Pesaro, Parma, Tel Aviv und Zürich. Gesungen hat er schon an allen wichtigen Institutionen von Wien über die Cote d´ Azur bis Frankfurt. Riccardo Muti und Zubin Mehta sind nur zwei der Dirigenten, mit denen er bereits gearbeitet hat. Aktuell ist der Sänger mit Halskrause bestückt. Warum? Er ist wieder einmal bei der Oper im Steinbruch zu erleben: Als Rigoletto.

Klingers Kulturpavillon sagt Auguri und Happy Birthday!

Caro nome in St. Margarethen: Rigoletto wird konkret!

 

 

 

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(c) Arenaria

 

 

Oper im Steinbruch St. Margarethen/Burgenland

Wie schon einigen Aufmerksamen bekannt ist, wird nächstes Jahr (2017) im Steinbruch die große Verdi-Oper „Rigoletto“ gegeben. Ein Klassiker der Opernliteratur, immer wieder auf den Spielplänen großer Häuser zu finden. Die immer noch rührende Thematik wird in der gigantischen Naturkulisse von St. Margarethen wieder ZuhörerInnen zum Schwärmen bringen.

Auf der Besetzungsliste sind einige sehr Steinbruch-erprobte Namen zu finden. Auch Newcomer werden hoch herausgehoben. So wird etwa Tatjana Larina, Gewinnerin des Österreichischen Musiktheaterpreises, die Gilda geben, alternierend mit Elena Sancho Pereg (bekannt aus dem Margarethener „Der Liebestrank“ als Adina). Die Titelrolle teilen sich Vladislav Sulimsky und der bekannte Scarpia von 2015, Davide Damiani. Der liebestolle Herzog wird alternierend dargestellt von Yosep Kang und Arthur Espiritu, sollten alle Stricke reißen, steht Jesus Leon zur Verfügung. In der Doppelrolle der „Schwester“ Maddalena und Giovanna sind abwechselnd Annely Peebo (Volksoper Wien) und Jordanka Milkova (Schweizerisches Opernstudio) zu erleben. Den Grafen von Monterone wird Staatsopern-Held Clemens Unterreiner (hier schon 2015 als „Angelotti“ engagiert gewesen) verkörpern. Den bösen, zahnlosen Sparafucile singt Luke Stoker. Graf Ceprano sind abwechselnd Karl Huml und Simon Duus. Noch eine Doppelrolle, die vergeben wird, und zwar die der Gräfin Ceprano und des Pagen, teilen sich Eva Bordova und Arina Alexeeva. Borsa geben Kirlianet Cortes und David Jagodic.

Als Chor werden die Sänger und Sängerinnen unterstützt vom Philharmonia Chor Wien. Es spielt das Symphonieorchester des Slowakischen Rundfunks unter Dirigentin Anja Bihlmaier, Philippe Arlaud führt Regie. Walter Zeh ist für die Chorleitung zuständig, und die Kostüme unter anderem für den Buckligen Narren wird Andrea Uhmann gestalten.

 

Vorschau: „Tosca“ von Puccini in Hong Kong

Oper Hong Kong /China

Tosca《托斯卡》

Bald (ab Oktober) heißt es für Puccinis Operndiva Floria Tosca wieder hinabspringen, und diesmal in Fernost. Überall auf der Welt ist die Oper beliebt und von Spielplänen nicht wegzudenken.

Im Grand Theatre, Hong Kong Cultural Centre findet die beliebte Oper eine neue Spielstätte, allerdings nicht für lange. Nur ein paar Tage wird sie hier aufgeführt. Es ist die Produktion des Taormina Opernfestival.

Die Besetzung ist vielversprechend: Die Sopranistin Hui He gibt die Titelpartie der Tosca, alternierend mit Svetla Vassileva. Mario Cavaradossi ist besetzt mit gleich drei mutigen Männern (allesamt Tenöre): Warren Mok, Dai Yuqiang und Wei Song. Scarpia ist der Margarethen-erprobte Italiener Davide Damiani, er singt und spielt die Rolle des Finsterling mit Sebastian Catana.

Es dirigiert Gianluca Martinenghi.

Alle Termine entnehmen Sie bitte der Homepage:

http://www.operahongkong.org

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NEUES von…Davide Damiani

  • (c) Jano Horak

    (c) Jano Horak

    Der italienische Bariton ist diesen Sommer im Juli und August als Polizeichef Scarpia in „Tosca“ in St. Margarethen/Burgenland zu hören.

Im September singt er „Oedipus“ bei den George Enescu-Festspielen in Bukarest.

Und im Oktober erwartet ihn sein nächster „Scarpia“, diesmal in Hong-Kong.

 

– Martina Klinger-

SommerBÜHNE 2: Floria Tosca meets Hollywood – OPER IM STEINBRUCH ST. MARGARETHEN

Oper im Steinbruch St. Margarethen. Burgenland                                                                      08. Juli

Intendantin Maren Hofmeister entschied sich für eine wegweisende neue Inszenierung der ganz klassischen „Tosca“ von Puccini. Für die Umsetzung des epochalen Meisterwerks konnten Hollywood-Regisseur Robert Dornhelm und als Bühnenbildnerin die renommierte Amra Bergman-Buchbinder gewonnen werden. Das Wetter, das herrschte, hat der Premierenabend gewiss nicht verdient. Es regnete in Strömen, eine Stunde Verspätung mussten alle (Darsteller und Publikum) in Kauf nehmen.

Im Steinbruch werden die Besucher von einem riesigen Engel mit Fingerzeig begrüßt. Dieser Engel trägt ein „Federkleid“, von welchem sich Cesare Angelotti abseilt. Langsam neigen sich die Federn zur Seite und geben das Bühnenbild frei, mit Hollywood-Effekten vom Feinsten. Manchmal wähnt man sich in einem Film. Die Effekte sind in dem Sinne gigantisch, als dass sie die Darsteller an manchen Passagen überlebensgroß zeigen. Einen großen Pluspunkt kann St. Margarethen also durch die Technik sammeln. Eine Luxusbesetzung für die Hauptrollen kann der Steinbruch auch vorweisen: Martina Serafin, erprobte Tosca, singt mit Gefühl und Leidenschaft. Man merkt, sie hat bereits ein untrügliches Gespür für die Rolle entwickelt, obgleich sie in einem Interview meinte, die Tosca sei jeden Abend neu und anders. Ihr „Vissi d´ arte“ berührt, sodass man mitweinen möchte mit der verzweifelten Frau, die fragt: Perche? Warum wird mir so etwas angetan? Derzeit die denkbar beste Tosca. Ihr Bühnenpartner Andrea Caré ist nicht minder berührend, seine Stimme hat Leidensfähigkeit, auch einen gewissen Heldenklang, der nicht abstreitbar ist. Die Stimmen der beiden harmonieren traumhaft gut. Bei „Recondita armonia“ sind die ganz großen Emotionen noch nicht so ganz spürbar, doch bei „E lucevan le stelle“ leidet man wieder ganz ergriffen mit. Sehr, sehr achtbar ist Clemens Unterreiner als Cesare Angelotti, sportlich und auch sehr leidenschaftlich in der Rolle versunken. Laufen muss er an diesem Abend viel, flieht er doch vor dem Regiment. Der Scarpia des Abends, Davide Damiani, bleibt ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Gewaltig ist sein Schauspiel, Tosca zu Boden ringend. Das „Te Deum“, an dem nun einmal jeder Scarpia gemessen wird, ist durchschnittlich. Er bleibt hörbar, doch an manchen Stellen übertönt ihn das Orchester unter Michael Güttler, der achtbar dirigiert. Spoletta und Scarrione sind recht differenziert gemeistert von Christian Koch und Tomasz Pietak. Der Hirt, gesungen von Bernhard Sengstschmid, ist harmonisch. Ein nasser, aber sehr erfolgreicher Premierenabend!

-Martina Klinger-

Tosca, Römersteinbruch St. Margarethen

Tosca, Römersteinbruch St. Margarethen: Andrea Caré, Clemens Unterreiner (c) Armin Bardel

Tosca, Römersteinbruch St. Margarethen

Tosca, Römersteinbruch St. Margarethen: Martina Serafin, Davide Damiani (c) Armin Bardel