Jörg Schneider

Auf Franz Schuberts Spuren-Das Schubertfestival in Steyr (Schubert@Steyr)

Steyr/Oberösterreich

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(c) Schubertfestival Steyr

Das kleine, aber feine Schubertfestival Steyr existiert seit nunmehr 8 Jahren und bringt Jahr für Jahr Licht ins Dunkel, was den feinsinnigen Komponisten angeht. Ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein lockt die Besucher von 24-27. September nach Oberösterreich. Intendant Karl-Michael Ebner hat auch heuer „Köstlichkeiten“ aus Schuberts Leben zusammengestellt. Darunter eine Forelle…

An den Tagen des Festivals können die Interessierten zum Beispiel einen Filmklassiker besuchen. „Mit meinen heißen Tränen“ erwartet sie im Citykino Steyr. Ein Eröffnungskonzert mit dem Mandolinenorchester Steyr folgt. Auf den Spuren von Schubert und seinen Freunden kann man am Stadtplatz wandeln. Speziell für die kleinen Besucher: Die „Forelle“ mundgerecht entgräten wird die Gesangspädagogin Rita Maria Nikodim, Besuchern des Musikfestivals Steyr als „Ottilie“ aus dem Weißen Rössl bekannt. Schließlich singt Tenor Jörg Schneider von der Volksoper Wien die „Winterreise“. Beschlossen wird das Festival mit einem Frühschoppen am Sonntag.

Alle genauen Termine und Preise entnehmen Sie bitte der Homepage: http://www.schubertatsteyr.at/index.php?idcatside=48

Happy Birthday, JÖRG SCHNEIDER!

(c) Volksoper Wien

 

ALLES GUTE, JÖRG SCHNEIDER.

Der Tenor wurde in Wels geboren und studierte bei Prof. Elfriede Obrowsky. Er war auch Mitglied der Wiener Sängerknaben. 1995 wurde er Mitglied am Staatstheater Wiesbaden. Der vielseitige Künstler hat in seiner Karriere spannende Debüts zu verzeichnen. Wie zum Beispiel den Iro in „L´ ritorno di Ulisse in patria“ von Claudio Monteverdi.  Oder den Ramiro in „La Cenerentola“.

Sein Repertoire umfasst Oper, Operette und Konzert. Er singt den Jacquino in „Fidelio“ genauso wie die beiden Mozart-Rollen Tamino und Belmonte, Puccinis Rinuccio in „Gianni Schicchi“ genauso wie Spohrs Franz in „Faust“. Von Johann Strauss beherrscht er Alfred/Eisenstein aus der „Fledermaus“, Graf Zedlau aus „Wiener Blut“ und Caramello aus „Eine Nacht in Venedig“. Richard Strauss´ Werken kann er mit Flamand aus „Cappriccio“, Leukippos aus „Daphne“ oder Herr von Faninal aus dem „Rosenkavalier“ dienen.

Aus dem Konzertfach singt er die Johannespassion, das Weihnachtsoratorium (Bach), Beethovens neunte Sinfonie und Christus am Ölberg, von Mozart das Requiem und die c-Moll-Messe.

Er zählt seit 2007 zu den Ensemblemitgliedern der Wiener Volksoper.

Klingers Kulturpavillon wünscht herzlich alles Gute zum Geburtstag!

 

Jörg Schneider singt Prinz Calafs „Nessun dorma“ aus Puccinis Turandot bei der Veranstaltungsreihe Musical meets Opera im Wiener Raimundtheater, 2012

 

Video: Copyright Opernfreunde Wien

 

 

Wenn die Gondeln Spaß vertragen

Volksoper.Wien                                                        10. Jänner 2014

Hinrich Horstkottes Neuinszenierung der Strauß´schen Operette „Eine Nacht in Venedig“ ist  ganz im Stil der „Commedia dell´ Arte“ gehalten. Alles ist bunt und launig. Unterwasserwelten laden das Auge zum Verweilen ein. Stimmlich ist das Werk gut besetzt, etwas Luft nach oben gibt es jedoch.

Der Regisseur geht hier auf Nummer sicher und verlässt sich voll und ganz auf die Wirkungskraft des frechen, frivolen venezianischen Treibens. An manchen Stellen wirkt der eingebaute Klamauk jedoch überzeichnet. Künstliche Wellen, die sich hin und her bewegen, sowie üppiges Brusthaar machen einen eher unrealistischen Eindruck. Doch an Lustigkeit und heiterem Herumhüpfen wird nicht gespart.

Sowohl auf Makkaroni als auch auf weibliche Reize hat hier die Hauptfigur, der Herzog von Urbino (Vincent Schirrmacher) Appetit. Schirrmacher im futuristisch anmutenden Kostüm mit runden Brillen legt die Rolle locker an, stimmlich ist er gut vorbereitet. Für die Makkaroni des Abends, frisch gekocht, sorgt Pappacoda (Michael C. Havlicek), der gerne Leibkoch des Herzogs werden würde. Fast würde man meinen, Pappacoda koche neuerdings mit Zahnlücke, aber immer noch mit viel amore. Auch Havlicek sorgt stimmtechnisch gesehen für Harmonie, das Kostüm ist mit Querstreifen schon gewöhnungsbedürftig. Bis er seine Ciboletta (Johanna Arrouas), die nicht gerade mit dem Höchstmaß an Intelligenz gesegnet ist, in die Arme schließen kann, vergeht einige Zeit. Diese vertreiben sich inzwischen Caramello, der Leibbarbier des Herzogs (Jörg Schneider) und Annina (Mara Mastalir). An beiden ist in punkto Darstellung und Stimme nichts auszusetzen. Die drei Senatoren Delaqua, Barbaruccio und Testaccio (Wolfgang Hübsch, Franz Suhrada und Gerhard Ernst) möchten ihre Gattinnen vor dem Schlimmsten, nämlich der Schmachterei des Herzogs, bewahren. Das bewerkstelligen sie mit Getöse und komisch anmutenden, weißen Perücken. Und sie kämpfen um eine gute Stelle beim Herzog. Was an sich ja nett ist. Die drei Herren verleihen der soliden Operette ein wenig mehr Biss, doch ganz reicht das nicht.  Es ist eine brave, allzu klamaukhafte Produktion. Solider Gesang und ein motiviertes Orchester, sensibel geführt von Alfred Eschwé, fügen sich ein.

-Martina Klinger-

Links:

http://www.volksoper.at