Konzert

Wieder eine geschenkte Stunde: Otto Schenk präsentiert sein neues Buch!

Quod erat demonstrandum: Es gibt sowohl Straussianer als auch „Schenk-isten“. Der 88-jährige, umtriebige Theatermensch, den laut eigener Aussage eine Hassliebe mit selbigem verbindet, hat (wieder einmal) ein Buch geschrieben: Diesmal dreht sich alles um die Musik. Otto Schenk erfüllte sich im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins wieder den Traum vom Dirigieren. Sein Sohn Konstantin ist übrigens wirklich Dirigent. 

Zwei Dirigenten gab es an diesem Abend: Zusammen mit der Ungarischen Kammerphilharmonie (diesmal unter der musikalischen Leitung von Konrad Leitner) gab Otto Schenk ja in der Vergangenheit schon das eine oder andere „launige“ Konzert mit viel Körpereinsatz. So spüre er die Musik einfach besser. „Wer nicht hört, kann nicht selig werden.“, so der Tausendsassa auf der Bühne. Oder: „Musik hören muss man lernen.“. Das dazugehörige Programm hat einen hübschen Namen: Noten und Anekdoten. 

Schenk fühlte sich lange unmusikalisch. Er musste sich die Musikalität erarbeiten. Das kam ihm wiederum bei seinen zahlreichen Operninszenierungen zugute, wie an der New Yorker Metropolitan Opera. In einem früheren Interview mit Klingers Kulturpavillon erwähnte er auch seine Herangehensweise an eine Inszenierung: Klingers Kulturpavillon: M. Klinger im Gespräch mit Ksch. Prof. Otto SCHENK

Was das Dirigieren anlangt, wollte er immer diesen Beruf ergreifen. Aber es kam nie dazu. Was vielleicht eben oben genannten Grund haben mag, dass er sich nie wirklich bereit fühlte.

Nicht nur die eingefleischten Fans erfreuen sich immer wieder seiner Bücher. Aber: Eine Autobiographie weigert er sich zu schreiben. Das wäre nicht angebracht. Lieber widmet er sich den verschiedensten Bereichen: Ein Kochbuch mit Rezepten seiner Nonna hat er schon herausgebracht („Wer kocht, ist selber schuld“). Oder er schreibt über irrwitzige Begebenheiten, die Oper, das Theater, gerade jetzt über die Musik.

Wer´s hört, wird selig – Musikalisches und Unmusikalisches ist der Name seines neuesten Werkes.

Die Zuhörer durften sich unter anderem an der „Pizzicato Polka“ (Johann Strauss Sohn und Josef Strauss, op. 234) oder an dem kleinen Meisterwerk „Unter Donner und Blitz“ (Polka schnell v. Johann Strauss Sohn, op. 324)  erfreuen. Mozart und Rossini liebt er aber auch. So entstand eine fast gnadenlose Vielfalt an „Expressionismus“, die er vorführte. Er hüpfte, beugte sich nach vorne, ließ wieder die Musiker kommen….

Otto Schenk mag zwar kein Musiker sein, ein untrügliches Gespür für die Musik und die Bereitschaft, ja sogar überschäumende Freude, sich dazu zu bewegen, ist ihm in die Wiege gelegt.

Nach dem Konzert und der Lesung hatte Schenk jedenfalls viel zu tun: Sehnsüchtig wurde er bereits zum Signieren seiner Werke erwartet, und das von einer Hundertschaft.

Information:

Otto Schenks neues Buch: „Wer´s hört, wird selig. Musikalisches und Unmusikalisches“, erschienen im Amalthea Verlag.

Preis: € 26

Ein Einblick voller Humor und Informationen in die Welt der Oper, der Musik, ein Muss für alle „Schenk-isten“.

Link zum Buch: http://www.amalthea.at/produkt/wers-hoert-wird-selig/

Last-Minute-Muttertag mit Jonas Kaufmann? Der Tenor singt im Wiener Konzerthaus.

Jonas Kaufmann hören in entspannter und eleganter Atmosphäre? Die Samtstimme des Tenors auch zum Muttertag genießen können? Heute, am Muttertag 2018 ist das möglich: In der Stadt der Musik, in Wien.

Kaufmann tritt heute Abend im Wiener Konzerthaus auf. Aus seinem neuen Album „L Opera“ wird er die besten – wenn nicht alle „die besten“ sind – Stücke erklingen lassen. Eine wunderschöne Gelegenheit, ihn zu erleben! Nicht nur für alle Mütter, die sich heute einen ganz besonderen Tag verdient haben (wenn nicht auch 365 Tage im Jahr). Gemeinsam mit Sopran Kate Aldrich steht er heute auf der Bühne.

Jonas Kaufmann brachte sein neues Album mit französischen Opernarien heraus. Siehe auch die Rezension des Kulturpavillon – Jonas Kaufmann und seine französischen Opernträume: Neues Album „L´Opéra“ (Sony Classical). Heute Abend wird Jonas Kaufmann begleitet von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Dirigent Jochen Rieder.

Die gute Nachricht dabei: Es gibt noch Karten.

 

Info:

Jonas Kaufmann in concert „L Opéra“; Dirigent J. Rieder

Ort: Großer Saal, Wiener Konzerthaus

Zeit: 19:30 bis ca. 21:30 Uhr

Karten: noch verfügbar von € 158 – € 245 (Einzelplätze, nicht nebeneinander)

http://www.konzerthaus.at

 

 

B wie Buntgemischt – Jahresabschlusskonzert des Kreuzberger Musikvereins im Theater Reichenau.

 

 

Jährlich gibt sich der Kreuzberger Musikverein die Ehre und lädt Gäste ins Theater Reichenau ein, um das Jahresabschlusskonzert zu zelebrieren. Im heurigen Jahr wurden auch einige Ehrengäste geehrt, sowie langgediente Musiker.

Das Konzert unter dem langgedienten Kapellmeister Franz Stranz (über 30 Jahre) begann mit dem 1. Teil. Alt-Österreich kam zu Ehren mit dem Marsch „Unter dem Doppeladler“ von Josef Franz Wagner. Der mit der Moderation betraute Dr. Christoph Kainz (stv. Vorsitzender des Kuratoriums des Zukunftsfonds Österreich) verlor immer wieder kundige Worte über das kommende Stück.

Zur Ouvertüre der Oper „Il finto Stanislao“ von Verdi („Un giorno di Regno“) – „König für einen Tag oder Der falsche Stanislaus“ gab es einiges anzumerken: Zufolge einer unzulänglich studierten Erstaufführung, und nicht zwingend der mangelnden Kompositionskunst Verdis, fiel diese Oper beim Publikum durch. Der Chevalier Belfiore soll für eine kurze Zeit in die Rolle des Stanislaus Leszczynski (abgesetzter König von Polen) schlüpfen, damit der echte aus dem Exil nach Polen zurückkehren kann. Dadurch ist er „König für einen Tag“.

Der allseits bekannte Bedric (der Frederic, wie er „eingedeutscht“ hieß) Smetana war ebenso nicht frei von Kritik, als er sein doch sehr populäres Werk „Die verkaufte Braut“ schrieb. Er soll abgeschrieben haben, sogar von Richard Wagner. Bewahrheitet haben sich diese Gerüchte aber nicht. Vom Kreuzberger Musikverein, der sich zu diesem Zwecke auch sehr feinen Klängen widmet, hörte man die „Polka“, das „Finale“ und den „Springtanz“.

Dr. Kainz fachsimpelte inzwischen auch über die böhmische und die österreichische Küche („Ist sie nicht quasi dieselbe?“) Er selbst, fügte er schmunzelnd hinzu, könne „nicht kochen und sei froh darum, denn: Bei ihm würden Kaiserschmarrn und Powidl-Tatschkerl immer nur staubtrocken auf dem Teller landen.“

Um das Land Slowenien zu ehren, wurde die symphonische – und sehr wohlklingende – Ouvertüre „Slovenia“ von Alfred Bösendorfer komponiert. Die Musiker des MV Kreuzberg intonierten auch diese mit einer gewissen Portion Verve und einer großen Ernsthaftigkeit.

Ein deutscher Militärmarsch folgte schließlich noch zum Abschluss des ersten Teiles: „Hoch Heidecksburg“,  von R. Herzer, dessen Melodie sehr eingängig und auch manchen Fernsehzusehern von einem gewissen Herrn Silbereisen geläufig ist…“Hallo, wie geht´s euch?“

Dem scheidenden Bürgermeister des Kurorts Reichenau an der Rax, Nationalrat a. D. Hans Ledolter, wurde mit der Fördernadel in Gold des NÖ Blasmusikverbandes Tribut gezollt.

Im zweiten Teil des gut besuchten Konzerts begaben sich die Mitglieder des MV auf eine Fantasiereise durch das „Wunderland“ mit der lieben Alice. Komponiert von Sammy Fain, ist dieses Stück auch gewissermaßen eine Hommage an die Märchen von früher.

Sehr pariserische und Musical-Klänge werden mit „The Phantom of the Opera“ von A.L.Webber (Medley) laut. Dr. Kainz brachte hier den Originalschauplatz, die Oper Garnier in Paris ins Spiel. Diese verfügt über eine unterirdische Wasseransammlung, auch „geheimer See“ genannt. Gelegentlich muss diese abgepumpt werden.

Modern Times brechen an mit „The Best of Falco“ in einem Arrangement von Stefano Conte. Rock me Amadeus, auch ausgerufen, das haben die Musiker bereits verinnerlicht. Der Sound muss hier angepasst werden, rockiger soll es klingen, Wolfgang Floner entert die Bühne und übernimmt das Dirigat.

Ein ganz liebliches „Stückerl“ Geschichte folgt mit der „Sternen Polka“ von F. Manas.

Am Ende zeigen sich die Mitglieder des MV ganz traditionell, und mit den Marketenderinnen an ihrer Seite singen sie und spielen sie ihren „Kreuzberger-Marsch“, komponiert von Ehrenkapellmeister Leo Perner. Es kamen noch etliche Zugaben dazu, gefordert vom enthusiastischen Publikum.

 

 

 

HAPPY BIRTHDAY, Renate Holm!

ks_renate_holm

 

Die Kammersängerin, Professorin und deutsch-österreichische Opernsängerin und Schauspielerin Renate Holm (geboren in Berlin) studierte in Deutschland und Österreich Gesang. Unter anderem bei Maria Ivogün und Maria Hittorf.

Recht bald konnte sie auf Empfehlung des Hubert Marischka (Debüt 1957 an der Volksoper Wien) ihre Bühnenkarriere in andere Bahnen lenken. Sie trat in allen wichtigen Opern- und Operettenrollen bei Mozart, Rossini, Verdi, Puccini, Strauss (Richard und Johann), Lehár, Ziehrer und Kalman auf.

1960 folgte ihr Debüt als Gretchen im Wildschütz an der Wiener Staatsoper. Bald sang sie dort als fixes Ensemblemitglied auch unter Herbert von Karajan.

Durch ihre Mitwirkung an Film- und Fernsehproduktionen und musikalischen Unterhaltungssendungen wurde sie einem sehr breiten Publikum bekannt.

2012 wurde sie mit dem Carl-Michael Ziehrer-Preis ausgezeichnet.

 

Der Kulturpavillon gratuliert zum Geburtstag!

„Bello come un angelo“. Konzert mit Clemens Unterreiner im Castello Duino.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Principessa Veronique della Torre e Tasso lud auf das Schloss Duino bei Triest. Welche Location für ein wunderbares Sommerkonzert mit Ernsthaftigkeit sowie Heiterkeit. Organisiert von Pro Cultura Lafnitz unter dem Vorstand Rudolf Wilfinger gab sich Clemens Unterreiner, Bariton der Wiener Staatsoper und vielgeliebter Künstler, die Ehre. Man lauschte und genoss.

Der Bariton und Publikumsliebling gestaltete ein abwechslungsreiches Programm von Mozart bis Puccini und wurde musikalisch begleitet vom frischgebackenen Preisträger des Klavierwettbewerbs in Lyon, Pavel Kachnov. Natürlich durfte das italienische Repertoire nicht fehlen.

Im Sala Cavalieri des Schlosses servierte Unterreiner den Gästen zur Begrüßung Giordanos Caro mio ben. Mit einer edlen Haltung und leidenschaftlich gerne intonierend, so kennt man den Sänger. Mit mimischer Glaubwürdigkeit werden alle seine Arien gewürzt, was einen besonderen Zauber verleiht. Senza di te languisce il cor – das war wahrhaftig.

Auch dem Komponisten Giulio Caccini (genau an der Schnittstelle zwischen Spätrenaissance und Frühbarock) wurde mit zwei Stücken Raum gegeben: Das bekannte Amarilli, interpretiert mit Verve sowie auch das Ave Maria am Klavier.

Gerne und oft verwendet: Die diebische Elster mit dem typischen Rossini-Eifer, gelang Pavel Kachnov am Klavier sehr zum Gefallen des Publikums.

Amore per Mozart: So verlief es weiter, berühmte Opernfiguren kamen durch Unterreiner zu Wort. Der wohl bekannteste Frauenverführer Don Giovanni, wie auch der „kluge“ Masetto. Deh, vieni alla finestra fällt bei dieser Kulisse wohl auch leicht, das blaue Meer, das romantische Schloss tun ihr Übriges.

Genauso vergnügt wie Giovanni selbst ist Clemens Unterreiner beim Intonieren der Champagnerarie: Finch´han dal vino, calda la testa.

Nach der Ouvertüre zu Le nozze di Figaro tauchte schließlich der Graf Almaviva auf. Ob dieser Prozess schon gewonnen war? Clemens Unterreiner tat jedenfalls stimmlich alles dazu. Hinzu kam noch köstliches und rollentypisches Schauspiel.

Auch der Komponist Puccini – eigentlich ist sein Gebiet Lucca, aber der Sänger erwähnte, man habe ihn für heute nach Duino geholt – wurde von Unterreiner mit einer fulminant gesungenen Arie des Frank aus Edgar geehrt und Kachnov schloss sich mit Caruso am Klavier an.

Einfach weil es wie geschaffen ist für diesen besonderen Ort, kündigte Clemens Unterreiner noch „Bello come un angelo“ an. Zart und kraftvoll – dieser Wechsel gelang ihm bestens.

Die schönen wie fidelen Canzoni italiane gerieten dann auch zu einer Einlage. Unterreiner erlaubte dem Publikum mitzusingen. Klassiker wie O sole mio, Rondine al nido, Torna a Surriento und Funiculi, Funicula lassen Herzen höher schlagen.

Fulminante Klassik mit Meeresblick, lässt sich konstatieren.

 

 

 

 

 

Sommergesang (5): Clementino a Duino – Konzert in Italien von Clemens Unterreiner.

 

Der beliebte Staatsopernbariton Clemens Unterreiner hat im Sommer viele Male seine Stimme zu erheben: Er tut dies aktuell im Steinbruch von St. Margarethen/Burgenland als Graf von Monterone in Rigoletto. Für ein Konzert auf einem Schloss reist der Bariton ins schöne Land, wo die Zitronen blühn´.

Am 18. Juli findet auf dem Castello di Duino das Konzert „Sotto le Stelle“ statt. Unterreiner singt italienische Arien, in sehr stimmungsvoller Atmosphäre.

Um das Schloss Duino ranken sich viele Geschichten. Der berühmte Weg ist ein zauberhafter Wanderweg benannt nach Rainer Maria Rilke (Duineser Elegien).

Che gioia!

 

Pfeifenwind & Saitenklang im Wallfahrtsort Maria Schutz

 

Zum wiederholten Male gastiert das erfolgreiche Duo „Pfeifenwind und Saitenklang“ mit einem Konzert im Dorf im niederösterreichischen Wallfahrtsort Maria Schutz (zur Gemeinde Schottwien im Bezirk Neunkirchen gehörend).

Maximilian Schöner an der Violine und Georg Stockreiter an der Orgel werden wieder in der Wallfahrtskirche konzertieren. Die beiden konzentrieren sich auf das Repertoire der „weltlichen Musik“. Die Verbindung der Kirche mit ihrem innewohnenden Instrument, der Orgel, interessiert die beiden Musiker sehr. In diesem Rahmen haben sie bereits zahlreiche Orte in Österreich bereist.

Diesmal wird das Konzert zum Zweck einer CD-Produktion mitgeschnitten.

 

Information:

Pfeifenwind & Saitenklang – Maximilian Schöner (Violine) und Georg Stockreiter (Orgel)

Termin: 16. Juli 2017, 15:30

Wallfahrtskirche Maria Schutz, Göstritz 4, 2641 Schottwien

Eintritt: 15 Euro

 

 

 

Gutes tun & Singen – Clemens Unterreiners Benefizkonzert

Wien

Lutherische Stadtkirche

Staatsopern-Bariton Clemens Unterreiner lud wie jedes Jahr (eine schöne Tradition) zum Konzert mit seinen Ehrengästen und Freunden in die Kirche ein. Das Benefiz-Weihnachtskonzert brachte über 15.000 Euro für Unterreiners Verein „Hilfstöne“.

Es wurde nicht nur LIDIA BAICH  an ihrer Spitzenvioline „Guarneri del Gesu“ gelauscht, sondern auch der beliebte Kammersänger WOLFGANG BANKL gab sich die Ehre, ebenso wie CLEMENS UNTERREINER selbst. LIOBA BRAUN & GENIA KÜHMEIER (die eigentlich im Dezember nicht singen wollte, für Unterreiner aber eine Ausnahme machte) verzauberten mit einem Duett. SUNNYI MELLES las und rezitierte. Der junge Chor CANTUS IUVENIS sorgte auch für Stimmung.

unterreiner

Clemens Unterreiner inmitten „seiner“ Sängerinnen & Künstlerinnen mit dem Hilfstöne-Scheck (c) Claudia Prieler