Metropolitan Opera

Die Metropolitan Opera trennt sich von ihrem Musikchef.

 

 

An der Metropolitan Opera New York kommt es in der Spielsaison 2018/19 zu einem „Köpferollen“. Der Musikchef muss gehen.

Das Opernhaus trennt sich von Musikchef James Levine, nachdem Missbrauchsvorwürfe laut geworden sind. Der 42-jährige Dirigent Yannick Nézet-Séguin tritt seine Nachfolge an, und das bereits 2018/19.

Yannick Nézet-Séguin stammt aus Kanada. Er wurde in Montreal geboren und ist aktuell Musikdirektor des Philadelphia Orchestra. Außerdem war er erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra. Nézet-Séguin ist Träger dreier Ehrendoktorate. Besonders wurde er auch für seine „Rachmaninov Variations“ gefeiert. Er soll an der Metropolitan Opera künftig vorerst zwei Opern pro Saison dirigieren. Später dann neben Orchesterkonzerten fünf Opern. In Zusammenarbeit mit Metropolitan Opera-Manager Peter Gelb wird der neue Musikchef dann auch die Spielsaisonen planen.

 

Träumerische Nixe: Rusalka als lyrisches Märchen mit Opolais und Barton/ METROPOLITAN OPERA NEW YORK

 

rusalka

Kristine Opolais als Rusalka (c) Met Opera

 

 

Antonin Dvoráks ein wenig in Vergessenheit geratenes Werk: Gerade eben erfindet es sich neu, nicht mehr „verstaubt“, oder „antik“ soll es sein. Die Nixe Rusalka, die von nichts mehr träumt als vom Leben als Mensch, berührt immer noch, ob in einer alten oder neuen Inszenierung. A fairytale of love and longing – so beschreibt die Met Opera New York ihre Neuproduktion von „Rusalka“. Die Länge der Neuproduktion beläuft sich auf 3 Stunden und 40 Minuten.

Die lettische Sopranistin Kristine Opolais war bereits für einen Grammy nominiert, ihre „Paraderolle“ der Rusalka brachte ihre Karriere so richtig zum Laufen. Im Oktober 2010 sang sie sie an der Bayerischen Staatsoper München und feierte auf diese Weise ein sensationelles Debüt. Mit grünem Haar, das in sanfte Wellen gelegt ist, wird sie nicht nur äußerlich der Figur mehr als gerecht. Ihr schönes Timbre schafft es, nicht nur das „Lied an den Mond“ zu einem wahren Highlight zu machen. Opolais leidet und kämpft in der Rolle, für ein besseres Leben.

Das für das Werk Rusalka sehr wichtige Element der Folklore wird in dieser Produktion voll ausgespielt.

Als Fremde Prinzessin kann Katarina Dalayman reüssieren, sie debütierte an der Met bereits 1999 als Brangäne in Tristan und Isolde. Die schwedische Sängerin kann aus wenig sehr viel machen.

Jezibaba ist Jamie Barton, welche eigentlich mehr im italienischen Repertoire des Hauses zu Hause ist. Barton hat eine mächtige Stimme, welche sie immer zum richtigen Zeitpunkt zu erheben vermag.

Brandon Jovanovic als Prinz und Eric Owens als Watersprite komplettieren das harmonische Ensemble.

Unter der musikalischen Leitung von Mark Elder fühlen sich alle wohl, die Begleitung ist stellenweise etwas schleppend, aber im Großen und Ganzen wunderbar.