ORF

Vom Wiener Volkstheater auf das ORF-Tanzparkett: Michael Schottenberg versucht sich als Tänzer

Michael Schottenberg als ehemaliger Direktor des Wiener Volkstheaters brachte viele Erfolgsstücke auf die Bühne. Selbst spielen, das wollte er eher selten. Als er seinen Beruf aufgab, zog er los in die weite Welt und berichtete von seinen Reiseerlebnissen. Nun ist „Schotti“ zurück und will sich einem neuen Aufgabengebiet widmen.

Der 1952 in Wien geborene Schauspieler, Intendant und Autor prägte lange Jahre das Wiener Kulturleben. Manchen gefiel das, manche echauffierten sich auch über einige seiner Entscheidungen.

Er entschied sich aber, auch was anderes in seinem Leben auszuprobieren. Gerne wollte er die Welt entdecken und fing an, seine Leidenschaft auch in Reisetagebüchern zu dokumentieren. Er nannte ein Werk „Von der Bühne in die Welt: Unterwegs in Vietnam“ (Amalthea Verlag) und ein anderes „Von neuen Welten und Abenteuern: Unterwegs in Burma“ (ebenso Amalthea). Kleidung, ein Rucksack und ein Notizbuch waren ihm dabei genug.

Michael Schottenberg ist vielseitig interessiert. Vielleicht konnte er in seiner Rolle als Theaterdirektor nur eine Seite seiner Interessen oder seines Könnens zeigen?

Nun ist es an der Zeit, in den „berühmten“ ORF-Ballroom zu steigen, sich ein Tänzer-Outfit überzuwerfen und sich mit der Tanzpartnerin auf die erste Show vorzubereiten, denn: Michael Schottenberg ist aktuell Teilnehmer der Tanzshow „Dancing Stars“ 2019 im österreichischen Fernsehen.

Info:

Reisetagebuch von M.Schottenberg: http://www.schottisreisetagebuch.at

Bücher: http://www.amalthea.at

„Dancing Stars“ – Staffel 2019: Ab 15. März, jeweils FR, ORF I, 20:15

„Kaiser“ Robert Heinrich Palfrader als Moderator im Fernsehen ? In der Dramedy – Serie „Walking on Sunshine“ im ORF.

Die Vielschichtigkeit mancher Künstler wird immer wieder aufs Neue bewiesen. Robert Palfrader, ursprünglich Autor und Gestalter von Sendungen, auch Caféhaus-Betreiber, steht ganz aktuell im Mittelpunkt einer neuen Serie im österreichischen Rundfunk.

Einem breiten Publikum wurde Palfrader bekannt als Comedy-Man, der sich kein Blatt vor den Mund nahm. Auf einem US-amerikanischen Filmfestival („Indie Fest“) wurde er für seine Rolle des Bürgermeisters der (fiktiven) verschuldeten Gemeinde „Braunschlag“ (gleichnamige Fernsehserie) mit dem Preis als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Letztes Jahr, 2018, präsentierte er sein erstes Soloprogramm „Allein“ im Wiener Rabenhof Theater.

Zwei Rollen am Wiener Volkstheater gehören ebenso zu Palfraders Repertoire: Die Titelrolle in Liliom (Franz Molnar) und der Oskar in Geschichten aus dem Wiener Wald (Ödön von Horvath).

Ebenso sehr bekannt ist die Sendung „Wir sind Kaiser“, in welcher Robert Palfrader in die Rolle des „Kaisers von Österreich“, Robert Heinrich I., schlüpft. Seine nasale Sprache wurde zum Kult, seit 2007 läuft diese Sendung, für die Palfrader mit zwei Goldenen Romys (österreichischer Film- und Fernsehpreis) ausgezeichnet wurde. Insgesamt kann er vier „Romys“ vorweisen.

Ganz aktuell mimt er nun den durch Alkoholprobleme aus dem Sender ausgeschiedenen ehemaligen Nachrichtenmoderator Otto Czerny-Hohenburg. Diesen holt man zurück, teilt ihm aber zu seiner Unzufriedenheit erst die Moderation der Lottozahlen (was er strikt ablehnt) zu, dann soll er in die Wetterredaktion.

Was Robert Palfrader im Folgenden in dieser Serie abliefert: Man nimmt ihm einen Moderator ab. Diesen würzt er mit einer Prise Hochmut, Ironie und man sieht öfters sein typisches spitzbübisches Grinsen. Absolut überzeugt ist er in der Serie davon, dass ihn „die Leute lieben“.

Der Serienstart erfolgte am Montag, 7. Januar mit 789.000 Zuschauern.

Info: Die Serie „Walking on Sunshine“, ORF 1, jeden Montag, 20:15h

DarstellerInnen: Robert Palfrader, Proschat Madani, Aaron Karl, Miriam Fussenegger, Stefanie Dvorak, Selina Graf, Natalie Alison, Martin Zauner, Joseph Lorenz…. Regie: Andreas Kopriva, Drehbuch: Mischa Zickler

NEUES von…Michael Dangl

Gerade ist der gebürtige Salzburger und Josefstadt-Schauspieler in der ORF-Serie „Vorstadtweiber“ als Journalist Dieter West den Serientod gestorben. Im wahren Leben ist er aber gottlob sehr lebendig und steht die nächsten Monate als Professor Higgins, welcher Eliza Doolittle korrektes Sprechen beibringt, auf der Bühne des Münchner Gärtnerplatztheaters. Gut vorstellbar, dass ihm diese Rolle in der Gesellschaft der FAIR LADY liegt.

KSch. Otto Schenk als Stargast bei „heute leben“- ein Erlebnis

ORF, Wien

csm_Schenk_Nia_HP_0cc55f596b

(c) globe.wien

 

Soll man ihn Publikumsliebling nennen? Genie? Kammerschauspieler Otto Schenk hört Komplimente zwar gern, „es kommt aber darauf an, von wem sie kommen“. Diese und andere Sätze fielen heute im Programm des ORF bei „heute leben“, der unterhaltsamen und informativen Nachrichten-Infotainment-Sendung. Der Bühnen-Grandseigneur gab sich die Ehre, bei Moderator Wolfram Pirchner Stargast der Sendung zu sein, und erzählte über sein neues, fruchtbares Bühnenprogramm „Zu blöd, um alt zu sein“.

Gemeinsam mit Kabarettist,Schauspieler und Bühnenvorsteher Michael Niavarani präsentiert Schenk einen launigen Abend im Wiener Globe Theater, nämlich „Zu blöd, um alt zu sein“. Karten für diese Saison? Mangelware, längst vergriffen, keine Chance! Im September geht es aber weiter mit dem Stück. Keine Sorge! Über 8000 Zuhörer, so Schenk, lockte man bereits in die neuen „heiligen Hallen“, von Niavarani, in das Globe Wien. Wolfram Pirchner versucht es dennoch charmant: „Aber für September, da gibt es noch Karten! Kann ich die denn gleich bei Ihnen bestellen?“ Schenk entgegnet cool: „Nein, bei mir nicht, aber bei meiner Frau! Das könnte ein bisschen schwierig werden!“

Eine Geburtstagsvorstellung für den 86 – er (!) gibt es natürlich auch. Es wäre ja nicht Schenk, wenn er an seinem Geburtstag nicht auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stehen würde. Gut möglich, dass die Fans Schlange stehen, um ihrem Idol zu gratulieren. Sehr wahrscheinlich sogar. Er lässt sich ja nichts SCHENK(EN).

Eine echte Männerfreundschaft

Mit Michael Niavarani verbindet Otto Schenk Einiges. Er käme zwar „aus einem ganz anderen Lager, einer ganz anderen Welt“, aber seit die beiden gegenseitig eine Laudatio auf den jeweils Anderen gehalten haben, ist wohl der Funke vollends übergesprungen. Über seinen Lebensmenschen, den leider verstorbenen Helmuth Lohner, sagte Schenk einmal: „Die einzige Ebene, auf der wir uns nicht angenähert haben, war die körperliche. Sonst waren wir eins. Jeder wusste, wann die Pointe des anderen kam.“

Über Niavarani sagt Schenk heute: „Wir sind von derselben Mafia. Ein Wesen.“ Das klingt doch gut. „Nia bringt mich auf Dinge, die ich selbst nicht von mir wusste. Bei ihm muss ich das nicht. Er sprüht von selber.“ Ein gemeinsames, unterhaltsames Bühnenprogramm war also ein logischer Schritt…

Und, wie geht das zu? Schenk: “ Wir sitzen wie die Trotteln und fangen an zu reden. Wir nehmen uns vor, die guten Nummern der vorigen Vorstellung zu sagen, die fallen uns nicht ein, wir erfinden dann neue, aus Angst.“ Beim Zusehen merkt man aber keinesfalls, dass Angst eine Triebfeder der beiden ist. Aber: Angeblich haben sie wirklich kein Skript an diesem Abend. Sie reden drauflos. Vielleicht macht es gerade das so genial.

Am Ende erscheint eine Mitarbeiterin von „heute leben“ mit Blumenstrauß im Studio, um Otto Schenk zum Geburtstag zu gratulieren. Sie gibt ihm links und rechts Wangenküsschen. Pirchner darauf: „Schaun´s, jetzt bekommen Sie sogar ein Busserl!“ Darauf Schenk, ganz Gentleman, schelmisch: „Zwei!“

 

Links:

Die Sendung nachsehen: http://tvthek.orf.at/program/heute-leben/4660213

Globe Wien: http://www.globe.wien