Sopranistin

Arien, Duette, Operette: Im Mozartschloss Stuppach mit THOMAS WEINHAPPEL und LILLA GALAMBOS am 07. April 2018

Mozarts letztes Schloss in Stuppach (Niederösterreich) bot einen stilvollen Rahmen für ein seriös-heiteres Konzert aus Oper und Operette. Der Bariton Thomas WEINHAPPEL und die Sopranistin Lilla GALAMBOS (hochschwanger) boten ein fein abgestimmtes und unterhaltsames Programm in dem ausverkauften Haus. 

Das Schloss Stuppach wurde von der Familie Zellinger saniert und der „Schlossherr“ Reinhard Zellinger und seine Gattin freuen sich, das Schloss im Rahmen von Klassikkonzerten zugänglich zu machen. Im Schloss Stuppach befand sich lange Zeit das Requiem in d-Moll von Mozart. Es wird als Mozarts letztes Schloss vermarktet.

Zu Gast waren diesmal der Wiener Bariton Thomas Weinhappel und die ungarische Koloratursopranistin Lilla Galambos. Sie boten viele Mozart-Arien (was auch in diesem Schloss nicht verwunderlich ist). Auch Operette war prominent vertreten.

Thomas Weinhappel startete den Abend mit der spöttischen Darbietung „Se vuoi ballare, Signor Contino?“ (Kleiner Graf, willst Du tanzen?) aus Le nozze di Figaro. Eine energetische Vortragsweise gepaart mit Bühneneleganz.

Lilla Galambos sang die Blonde aus der Entführung aus dem Serail mit „Welche Wonne, welches Glück“. 

Die Moderation übernahm Emanuel Schulz (vielleicht eine Namens-Ähnlichkeit mit Schikaneder?!) und erzählte Parallelen von Mozarts Musikstücken: Monostatos´ Arie, die kleine Nachtmusik und das Flötenkonzert in G-Dur…

Ein schmachtender und fröhlicher, „verliebter“ Don Giovanni kam auf die Bühne, und bat um die „Hand seines Lebens“. Jeder weiß nun wohl, was gemeint ist. Das Bühnenpaar ergab sich dem Zauber des Duettes: „La ci darem la mano“, in welchem Don Giovanni die Zerlina umwirbt.

Genauso ging es auch weiter: Thomas Weinhappel lockte an das Fenster mit dem flehetlichen „Deh vieni alla finestra“ des Don Giovanni. Es gibt einen ähnlichen Beginn, bei der Rosenarie der Susanna aus Le nozze di Figaro. „Deh vieni non tardar..“ Das Motiv ist sehr ähnlich: Liebe und Sehnsucht nach dem „kurzen körperlichen Glück“.

Es folgte, wie es alle machen: Lilla Galambos interpretierte die Despina aus Cosi fan tutte. 

Thomas Weinhappel drehte energisch wieder den Don Giovanni in eine andere Richtung: „Fin ch’han dal vino“. Mit Champagnerglas.

Ein gebasteltes Schlussduett aus dem Figaro beschloss den Teil der Mozart-Da Ponte Trilogie („Don Giovanni“, „Le nozze di Figaro“ und „Cosi fan tutte“).

Lilla Galambos mit einer Arie der „Madame Silberklang“, einem recht selten gespielten „Stück“ leitete über zu….

„bei Männern, welche Liebe fühlen“, dem wundervollen Duett der Liebessuchenden, Pagageno und Pamina.

Thomas Weinhappel als Papageno lockt sein „Weibchen“ mit der Panflöte an. Lilla Galambos antwortet auf sein verzweifeltes Werben als Papagena mit den „Pa-Pa-Pa-Lauten“. Dann erleben auch sie „das höchste der Gefühle“.

Alsdann, Mozart, verabschiede er sich und lasse Johann Strauss (jun.) den Vortritt.

Thomas Weinhappel als schneidiger Graf Homonay (leider fehlt ihm für seine Darbietung nur das Fass) singt über das Ungarheer aus dem Zigeunerbaron. 

Die Koloratursopranistin wendet sich einer ihrer liebsten Aufgaben zu: Als Adele aus der Fledermaus rügt sie den imaginären Herrn Marquis Eisenstein mit „Mein Herr Marquis“. Sie setzt dabei, wie es im „Lehrbuch“ steht, den Fokus auf das Wort „Sollt´“ und nicht auf das Wort „besser“, wie auch manchmal in Aufführungen gebräuchlich. Die Textzeile hierzu lautet: „Ein Mann wie Sie, sollt´besser das verstehn´“.

Das bekannteste Duett von Strauss, aus seiner wohl bekanntesten Operette, folgt: Mit den Dialog-Einlagen sehr nett gestaltet, Graf und Gräfin Zedlau huldigen dem „Wiener Blut“, und was für ein kraftvoller Saft es nicht ist.

Als Graf Tassilo aus Emmerich Kálmáns Gräfin Mariza mit „Komm Zigany“, eigentlich für Tenor geschrieben, macht Thomas Weinhappel eine gute Figur.

Die beiden Sänger müssen sich – und dürfen sich in der nächsten Arie tanzwütig zeigen. Die romantische Darbietung: „…wer ist wohl seliger heute, als wir zwei?“ stammt aus der Emmerich Kálmán – Operette Die Csárdásfürstin. „Tanzen möcht´ ich“ verlangt den Darstellern eben Gesangs- und Tanzkünste ab.

Beim folgenden (einem der schönsten Stücke der Operettenliteratur) Vilja-Lied aus Lehárs Lustiger Witwe kommt das Publikum als summender Chor zum Einsatz. Eine hübsche Idee. Dass dabei von der Sopranistin Lilla Galambos in der Aufregung die Strophen verwechselt werden, ist nicht weiter schlimm.

Und jetzt kommt der Womanizer, auf den alle gewartet haben: DANILO. Mit einer witzigen, „betrunkenen“ Note und einem Augenzwinkern. „Da geh´ ich zu Maxim“ ebenso aus der Lustigen Witwe, kann wohl jeder nachvollziehen beziehungsweise mitsingen.

Dass die Lippen von Lilla Galambos „heiß küssen“, beweist sie in der wundervollen, großen Arie der Giuditta (Franz Lehár). „Meine Lippen, sie küssen so heiß“, der Klassiker.

Dass Lippen auch schweigen können und bei heiklen Entscheidungen wie jenen in der Liebe auch manchmal (oft) schweigen müssen, erzählen die beiden Sänger in dem romantischen Duett „Lippen schweigen“.

Als Zugabe nach großem Applaus für die tollen Künstler gibt es noch einmal die Gräfin Mariza, mit dem Duett „Komm mit nach Varasdin“.

Ein toller Konzertabend und ein wunderbares Ausflugsziel.

 

Links:

http://www.mozart-schloss.com

http://www.lillagalambos.com

http://www.thomasweinhappel.com

 

 

 

 

 

 

 

 

NEUES von…Adela Zaharia

 

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Adela Zaharia (Mitte) mit Martha und Placido Domingo Foto (c): rp online

 

 

Die aus Arad in Rumänien stammende Sopranistin studierte in Cluj und wurde später Mitglied des Opernstudios der Komischen Oper Berlin. Im Sommer 2017 gewann sie Placido Domingos Wettbewerb „Operalia“. In der Spielsaison 2017/18 ist Adela Zaharia unter anderem als Gilda (Rigoletto), Lucia (Di Lammermoor) und Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) in der Düsseldorfer Oper am Rhein zu hören.

NEUES von…Evelyn Herlitzius

 

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Evelyn Herlitzius (c) Markus Wächter

 

 

Evelyn Herlitzius, die seit Jahren zu den bedeutendsten hochdramatischen Sopranistinnen international zählt, wurde in Osnabrück geboren. Derzeit ist die Künstlerin an der Semperoper Dresden sowie der Wiener Staatsoper zu sehen und zu hören. Die leidenschaftliche Singschauspielerin achtet dabei nicht nur auf die Noten, sondern auch auf den körperlichen Ausdruck der ihr zugedachten Rollen.

NEUES von…Anja-Nina Bahrmann

 

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Foto: anja-nina-bahrmann.com

 

 

Die Sopranistin Anja-Nina Bahrmann, gebürtige Rheinländerin, feiert besonders in Wien große Erfolge. Sie war vor allem in der „Fledermaus“ (Strauss) als Adele an der Wiener Volksoper zu hören. Auch als Laura im „Bettelstudent“ (Millöcker) begeisterte sie an diesem Haus. Eine weitere Premiere steht für sie bereits im nächsten Monat an: In Verdis I Masnadieri wird sie die Rolle der Amalia (Rollendebüt) verkörpern. Der Spielort ist ebenso die Wiener Volksoper. An der Bayerischen Staatsoper München ist sie immer gern gesehener Gast.

 

Die Internetpräsenz der Künstlerin: http://www.anja-nina-bahrmann.com

NEUES von…Rebecca Babb-Nelsen

(c) sonoartists.com

 

Die junge Sopranistin wird heuer in der Premiere des Musicals „Kismet“ ab 24. Jänner die Rolle der Tochter/Marsinah übernehmen. Erzählt wird die historische Begebenheit rund um Kalif und Wesir übrigens an der Volksoper Wien von Christoph Wagner-Trenkwitz.

 

NEUES von…Juliane Banse

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(c) Konzertgesellschaft München

 

Die Sopranistin Juliane Banse verkörpert aktuell die Titelrolle der Anne Frank in der Oper „Diary of Anne Frank“ am Theater an der Wien. Eine Leonore im „Fidelio“ unter N. Harnoncourt wartet nächstes Jahr auf sie. Dem Theater an der Wien bleibt sie treu.

NEUES von…Evelin Novak

Evelin Novak

– Die Sopranistin hat gerade die Micaela in „Carmen“ am Teatro El Liceu in Barcelona gesungen und wird im Juni in Ariadne auf Naxos in Berlin spielen (Staatsoper Unter den Linden).

– Im September steht das „Ännchen“ im „Freischütz“ an (ebenfalls Staatsoper Unter den Linden Berlin).

 

Martina Klinger

 

Hier ein Ausschnitt aus „Giuditta“ (Meine Lippen, sie küssen so heiß), gesungen von E. Novak:

 

Bitte vor den Vorhang, Natalia Ushakova!

NATALIA USHAKOVA

Natalia Ushakova ist eine russisch-österreichische Sopranistin. Sie studierte zunächst Radioelektronik, bevor sie sich dem Gesang zuwandte. Am Rimski-Korsakov-Konservatorium in St. Petersburg begann ihre Ausbildung. Im Jahr 1996 erhielt sie ein Stipendium des Grazer Opernstudios. Danach ging sie an die Hochschule für Musik und Theater München. Bald darauf besuchte sie die Akademie des Teatro alla Scala, wo sie auch debütierte. Ihre erste Rolle war die Maria in „Mazeppa“ von Tchaikovsky. Sie gewann zwei italienische Gesangswettbewerbe, einen davon in Verdis Geburtsstadt Busseto. 2000 debütierte sie als Violetta Valery in „La traviata“ am Mariinsky Theater St. Petersburg. Ushakova nahm an Tourneen teil, die sie an die Metropolitan Opera, das Teatro Colon, das Bolshoi-Theater und das Festspielhaus Baden-Baden führten.

Im Jahr 2001 gab sie ihr USA-Debüt mit der Rolle der Liu in „Turandot“. Auch verkörperte sie die Mimi in „La bohéme“. An der Washington National Opera sang sie auch neben Placido Domingo die Lisa in „Pique Dame“ von Tchaikovsky. 2003 sang sie die Titelrolle der Giuditta (Lehár) bei den Seefestspielen Mörbisch im Burgenland. 2007 interpretierte sie an der Wiener Staatsoper die Violetta Valery.

2013 war sie als Königin der Nacht in Mozarts „Zauberflöte“ in Wien und Prag zu erleben, nachdem sie unter KS Zadek einen Fachwechsel ins Koloraturfach durchgeführt hatte.

-Martina Klinger-

Links:

http://www.ushakova.com

 

Bitte vor den Vorhang, Margarita De Arellano!

MARGARITA DE ARELLANO

Margarita De Arellano ist eine US-amerikanische Opernsängerin (Sopran). Sie studierte an der renommierten Juilliard School of Music in New York City und gab bald darauf ihr Debüt im Prager Opernhaus als Gilda in Verdis „Rigoletto“. In Seattle sang sie die Musetta in „La Bohéme“ und unternahm zahlreiche Gastspiele, die sie bis Israel führten, hier als Poppea in „L´incoronazione di Poppea“.

Sie sang an mehreren Orten die Partie der Hanna Glawari in Lehárs „Lustige Witwe“. Im Jahr 2005 glänzte sie in dieser Titelrolle bei den Seefestspielen Mörbisch. (in perfektem Deutsch)

2009 gastierte sie in Paris, und sang an der Opera Bastille. Sie gab zahlreiche Konzerte, unter anderem mit dem Radio-Sinfonieorchester Frankfurt, mit dem Israel Philharmonic Orchestra, den Wiener Philharmonikern und den Berliner Philharmonikern.

Sie gewann die Metropolitan Opera Regional Competition in Amerika.

-Martina Klinger-

Links:

http://www.margaritadearellano.com

Bitte vor den Vorhang, Iva Mihanovic!

 

Iva Mihanovic ist eine deutsch-kroatische Sopranistin. Sie singt Opern, Operetten, Musicals und Konzerte. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie an der Musikhochschule Augsburg und der Carl Maria von Weber Musikhochschule Dresden. Sie besuchte Meisterklassen unter anderem bei KS Brigitte Fassbaender und KS Edith Mathis.

Sie war bereits Ensemblemitglied der Oper Leipzig/Musikalische Komödie, des Theaters Ulm und des Gärtnerplatztheaters in München. In Österreich sang sie bei den Seefestspielen Mörbisch in den Jahren 2007 und 2011 die Rollen Pepi in „Wiener Blut“ und Arsena in „Der Zigeunerbaron“, bei den Schlossfestspielen in Langenlois (NÖ) im Jahr 2010 die Ciboletta in „Eine Nacht in Venedig“. Beim Wagner Festival Wels war sie als der junge Hirte in „Tannhäuser“ zu sehen.

2009 war sie Finalistin des Int. Robert-Stolz-Wettbewerbs für Wiener Operette in Hamburg.

Ihr Liedrepertoire ist umfassend, um nur Einige zu nennen: Schubert, Schumann, Brahms, Wolf, Debussy, Dvorák.

2013 gab sie in Bad Ischl ihr Debüt als Minnie Fay in „Hello, Dolly!“.

2014 ist Iva Mihanovic mit der Konzertreihe „Salute to Vienna“ bei Neujahrskonzerten in Florida und Texas zu erleben.

-Martina Klinger-

Links:

http://ivamihanovic.vpweb.de/