Alltag im Opernhaus – Ein Gedicht von Klingers Kulturpavillon

ALLTAG IM OPERNHAUS

Kaum senkt sich der Abend über die Stadt,

hört man leise Stimmen summen

(glücklich die, die eine Oper hat)

zuweilen auch ein bisschen brummen.

Es singt sich ein das Personal

Der Titelheld, Sopran und Chor

die Arbeit ist gar nicht banal

Ein falscher Ton – auch das kommt vor.

„Seltsam“, denkt sich der Tenor,

wo bleibt denn heut´ der Bass?

Nicht dass er seine Stimm´ verlor,

er wirkte schon so blass.

Es schaut noch hektisch der Sopran

– ein wenig Übung tut halt Not-

verstohlen auf den Probenplan

morgen singt´s dann „Turandot“.

Da fragt ganz rasch der Bass den Mezzo

ob der dritte Akt schon dran ist

Sie sagt darauf: „Glaubst du, ich hetz´ so?

Nein, sie setzt sich keine Frist.

Am Ende erst vom ersten Akt

wo der Countertenor singt

wird die Schminke ausgepackt

und probiert, wie die Stimme klingt.

Der Abend ist alsbald vorbei,

heim geht das Publikum erfreut

Im Kopf schwirr´n Melodien allerlei,

was den Menschen DAS bedeut´.

(c)  by Klingers Kulturpavillon

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