Goldener Schikaneder

Der österreichische Musiktheaterpreis 2019 aus dem Tiroler Landestheater Innsbruck

Der Präsident des österreichischen Musiktheaterpreises, Karl-Michael Ebner, versammelte diesmal sein Team zur feierlichen Vergabe der Preise für die vergangene Spielsaison im Westen Österreichs, in Innsbruck. Auch heuer glänzte man mit einigen Neuerungen bei den „Oscars des Musiktheaters“.

An die Stelle des „Porzellan-Schikaneders“ der Manufaktur Augarten in Wien trat 2019 eine moderne 3-D-Pagagenoskulptur in Glas mit dem deutlichen Schriftzug „Österreichischer Musiktheaterpreis“ in Großbuchstaben.

Die Jury bestand aus namhaften Kulturjournalisten, nicht wie die letzten Jahre aus KünstlerInnen. Erstere sollten „eine breite Sichtweise auf die vielfältigen Facetten des österreichischen Musiktheaters“ gewährleisten. Peter Jarolin (Kurier) oder Dr. Robert Quitta (Die Bühne) waren unter den Jurymitgliedern.

Im Vorfeld der Veranstaltung präsentierte Staatsopern-Startenor Herbert Lippert die Vernissage „Maximilian und die Kunst“. Lippert wurde auch mit dem Medienpreis für seine Verdienste und sein multimediales Operettenkonzert „OMIA – Operette made in Austria“ ausgezeichnet.

Die PreisträgerInnen des Österreichischen Musiktheaterpreises 2019 im Überblick:

Lebenswerk – KS René Kollo

Medienpreis – Herbert Lippert

Bestes Orchester – Bühnenorchester der Wiener Staatsoper

Beste Nachwuchskünstlerin – Sonja Saric (Leonora in „Il Trovatore“; Oper Graz)

Bester Nachwuchskünstler – Unnstein Àarnason (Mr. Kofner in „Der Konsul“; Tiroler Landestheater)

Beste Gesamtproduktion Ballett – Romeo et Juliette (Volksoper Wien)

Beste Nebenrolle weiblich – Sophia Theodorides (Olympia in „Hoffmanns Erzählungen“; Tiroler Landestheater)

Bester Nebenrolle männlich – Stefan Cerny (Doktor in „Wozzeck“; Theater a.d.Wien

Beste musikalische Leitung – Lorenzo Viotti für „Werther“; Stadttheater Klagenfurt

Offtheaterpreis – Entführung aus dem Serail – Oper rund um

Beste Gesamtproduktion Musical – Ragtime (Oper Graz)

Beste Regie – Karl Markovics für „Das Jagdgewehr“; Bregenzer Festspiele

Beste Gesamtproduktion Operette – Der Vetter aus Dingsda (Tiroler Landestheater)

Beste weibliche Hauptrolle – Asmik Gregorian (Salome in „Salome“; Salzburger Festspiele)

Beste männliche Hauptrolle –  Pavel Petrov (Lenski in „Eugen Onegin“; Oper Graz)

Beste Gesamtproduktion Oper – Frau ohne Schatten; Landestheater Linz

Beste Ausstattung – Stefanie Seitz für „Cardillac“; Salzburger Landestheater

Dem Österreichischen Musiktheaterpreis ist ein rasantes Wachstum zu attestieren. Prominente Gäste wie Eva Lind, Markus Hinterhäuser, Peter Edelmann, Felix Mitterer oder Tobias Moretti wollten sich die Gala nicht entgehen lassen.

Der nächste Österreichische Musiktheaterpreis 2020 wird nach Salzburg weiterwandern – und zwar ans Landestheater. Man darf gespannt bleiben.

Hitze, Wasser & stolze Preisträger! Der österreichische Musiktheaterpreis 2017 in der Wiener Volksoper.

 

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Bei nahezu glühendem Sonnenschein wurden am Sonntagvormittag die Statuetten zum Österreichischen Musiktheaterpreis zum fünften Mal vergeben. Die künstlerische Promidichte war hoch, die Hitze war groß.

Unter den wachsamen Augen von Präsident Karl-Michael Ebner und Vorstand Daniel Serafin spazierten die Gäste über den eigens vor der Wiener Volksoper eingerichteten Red Carpet. Erstmals fand die Veranstaltung als Matinee statt. Es gab auch Musiktheaterpreis-Limousinen, die Preisträger und Gäste chauffierten. Die Nominierten konnten es kaum erwarten, zu erfahren, wer gewonnen hatte. So mancher Gast hatte indes mit Hitze oder Wasser zu kämpfen. Grande Dame Guggi Löwinger wusste ihr Getränk nicht so recht loszuwerden, was für einen heiteren Moment sorgte. Schließlich standen die Preisträger nach der launigen Moderation von bewährter Hand – Christoph Wagner-Trenkwitz – fest und durften sich freuen:

 

Beste weibliche Hauptrolle: Hailey Clark in der Partie der Alma in „Brokeback Mountain“ am Salzburger Landestheater

Beste männliche Hauptrolle: Robert Meyer in der Partie des Don Quixote in „Der Mann von La Mancha“ an der Volksoper Wien

Beste weibliche Nebenrolle: Elsa Benoit als Micaëla in „Carmen“ am Stadttheater Klagenfurt

Beste männliche Nebenrolle: Wilfried Zelinka als Grigoris in „Die griechische Passion“ an der Oper Graz

Beste Gesamtproduktion: „Die griechische Passion“ an der Oper Graz

Beste musikalische Leitung: Alfred Eschwé für „Fürst Igor“ an der Volksoper Wien

Beste Regie: Lorenzo Fioroni für „Die griechische Passion“ an der Oper Graz

Beste Ausstattung: „Die Sache Markopulos“ am Tiroler Landestheater: Heinz Hauser (Bühne) und Gera Graf (Kostüme)

Beste Ballettproduktion: Mei Hong Lin für „Schwanensee“ am Landestheater Linz

Beste Nachwuchskünstlerin: Anna Brull als Rosina in „Der Barbier von Sevilla“ an der Oper Graz

Bester Nachwuchskünstler: Michael Hauenstein als Timur in „Turandot“ am Tiroler Landestheater

Die Gewinner der Sonderpreise

Lebenswerk: Grace Bumbry

ORF III Medienpreis: René Pape

Bester Chor: Chor der Volksoper Wien

Bestes Festival: Tiroler Festspiele Erl

Off-Musiktheaterpreis (neu): Sirene Operntheater für  „Chodorowski“

Musicalpreis der Kronenzeitung: Drew Sarich

 

Die Preisträger und Preisträgerinnen freuten sich sehr, auch die künstlerischen Darbietungen überzeugten. Etwa René Pape mit einer Interpretation der „Hallenarie“ aus Mozarts Zauberflöte, das Werk selbst spannt den Bogen zum Musiktheaterpreis, dem Goldenen Schikaneder.

Wieder ein erfolgreiches Jahr für den Österreichischen Musiktheaterpreis in 2017!

Cinque anni Österreichischer Musiktheaterpreis – viele Neuerungen im Jahr 2017!

 

Der Präsident, der Vorstand und der Moderator des Österreichischen Musiktheaterpreises luden zur Pressekonferenz, im Rahmen derer viele Neuerungen im Jahr 2017 für die Veranstaltung vorgestellt wurden. Und so nahmen Karl-Michael Ebner, Daniel Serafin und Christoph Wagner-Trenkwitz im Mozarthaus Wien Platz und erzählten über ihre Pläne.

Eine erste Neuerung der seit fünf Jahren die österreichische Kulturlandschaft bereichernden Veranstaltung: Sie wird als Matinée gestaltet statt als Abendveranstaltung. Austragungsort der „Oscars der Musiktheaterwelt“ wird diesmal am 25. Juni 2017 um 11:00 Uhr die Wiener Volksoper sein.

„Wir sind glücklich, den Österreichischen Musiktheaterpreis erstmalig an die Volksoper Wien zu holen, wo vor fünf Jahren die Idee entstand, herausragende künstlerische Leistungen mit einem eigenen Award zu würdigen und kulturelle Exzellenz einer ganzen Spielsaison vor den Vorhang zu bitten“, so Karl-Michael Ebner.

Es wird auch erstmals einen Off-Musiktheaterpreis in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt geben: Das geschieht aus diesem Grund, um die Leistungen der engagierten Spielbetriebe abseits der großen Öffentlichkeit zu prämieren.

„Insbesondere die kleinen unabhängigen Bühnen leisten einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Vielfalt im Musikland Österreich, um Menschen abseits der großen Häuser innovatives zeitgenössisches Musiktheater zugänglich zu machen“, betonte Kulturminister Thomas Drozda im Vorfeld.

Ein besonderes Rahmenprogramm zum fünften Jubiläum erwartet die Gäste: Ein Auftritt der Wiener Sängerknaben, des Chors und Orchesters der Wiener Volksoper und internationaler und nationaler Stars der Musiktheater-Szene. Es verspricht ein Fest zu werden: „Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, den Österreichischen Musiktheaterpreis für ein breiteres Publikum zu öffnen. Unsere Gäste erwartet bei der Matinée eine Leistungsschau der heimischen Szene aus allen Genres“, verspricht Vorstand Daniel Serafin.

Für das Lebenswerk wird Grace Bumbry ausgezeichnet werden. Christoph Wagner-Trenkwitz scherzte: „Barack Obama ist uns zuvorgekommen, er hat Bumbry bereits mit diesem Preis in Amerika ausgezeichnet. Er wird leider nicht am Österreichischen Musiktheaterpreis teilnehmen können.“

Der „Black Diamond Bass“ René Pape wird den Medienpreis entgegennehmen dürfen. Pape adelt den Musiktheaterpreis mit seiner Anwesenheit, der international höchst gefragte Sänger wird auch die „Hallenarie“ aus Mozarts „Zauberflöte“ interpretieren, was wiederum den Bogen von der Veranstaltung zum Preis selbst spannt.

Eigentlich hätte der Preis bekanntlich ursprünglich „Goldener Papageno“ heißen sollen, dieser Name war allerdings bereits vergeben. So entschied man sich für den „Goldenen Schikaneder“, über welchen sich schon sehr namhafte Künstler und Künstlerinnen freuen durften. Die Statue wird auch wie im vergangenen Jahr wieder gestellt von der Porzellanmanufaktur Augarten und ist eine ästhetisch sehr ansprechende, sorgsam hergestellte, sitzende Figur, die den Papageno aus der Mozartoper darstellen soll. Nicht nur schlicht weiß, sondern auch golden und grünlich glänzt das Meisterstück, auf welches Thomas König, CEO der Wiener Porzellanmanufaktur, besonders stolz ist: „Für uns als österreichische Manufaktur, die wir an der Schnittstelle von Handwerk und Kunst stehen, hat Kunst- und Kulturförderung in Österreich eine hohe Bedeutsamkeit.“ Die in den Anfangsjahren des Österreichischen Musiktheaterpreises gestaltete Figur von Sabine Kappitz und Wilhelm Willisch ist somit Geschichte.

Die Kategorien „Bester Chor“ und „Bestes Orchester“ werden sich jährlich abwechseln. Beim Musiktheaterpreis wird heuer die Kategorie „Bester Chor“ als Sonderpreis an den Chor der Volksoper Wien vergeben.

„Die Vielseitigkeit des Programmes der Volksoper Wien stellt eine Herausforderung an den Chor dar, die dieser mit Bravour und Souveränität meistert. Von Oper bis Musical sitzt jeder Ton der Sängerinnen und Sänger, die mit Begeisterung bei der Sache sind, die sich auch auf das Publikum überträgt.“, meinen Ebner und Serafin einhellig.

Da die Operette im Programm der Wiener Volksoper große Prominenz genießt, ließ es sich Christoph Wagner-Trenkwitz nicht nehmen, die 100. Premiere des Hausherren Robert Meyer anzukündigen: „Der Opernball“, ein Werk von Richard Heuberger, wird in einer Neufassung (die in Wien anstatt in Paris spielt) ab 17. Februar 2018 am Haus zu hören sein. Beim Österreichischen Musiktheaterpreis werden wir bereits einen musikalischen Vorgeschmack darauf bekommen, und zwar „Gehen wir ins Chambre Separée“. Lustigerweise stimmte Trenkwitz vor offiziellem Beginn der Konferenz dieses Lied kurz an.

Der Preis wird 2017 in folgenden 16 Kategorien vergeben:

  • Beste weibliche Hauptrolle
  • Beste männliche Hauptrolle
  • Beste weibliche Nebenrolle
  • Beste männliche Nebenrolle
  • Beste Gesamtproduktion
  • Beste musikalische Leitung
  • Beste Regie
  • Beste Ausstattung
  • Beste Ballettproduktion
  • Beste Nachwuchskünstlerin
  • Bester Nachwuchskünstler

(JURY)

  •   Krone Musicalpreis
  •   Bester Chor
  •   Medienpreis
  •   Lebenswerk
  •   Off-Musiktheaterpreis

(SONDERPREISE)

Auch 2017 ist die Jury wieder hochkarätig besetzt mit namhaften Intendanten, Choreografen, Sängern und Dirigenten.

Den Preis für das beste Festival erhalten die Tiroler Festspiele Erl.

Für die beste weibliche Hauptrolle sind nominiert:

  • Sophia Brommer (LUISA, „LUISA MILLER“/OPER GRAZ)
  • Golda Schultz (FIORDILIGI, „COSI FAN TUTTE“/STADTTHEATER KLAGENFURT)
  • Melba Ramos (JAROSLAWNA, „FÜRST IGOR“/VOLKSOPER WIEN)
  • Hailey Clark (ALMA, „BROKEBACK MOUNTAIN/SALZBURGER LANDESTHEATER)

Für die beste männliche Hauptrolle gibt es folgende Kandidaten:

  • Michael Wagner (MARCUS SCHOULER, „MC TEAGUE“/LANDESTHEATER LINZ)
  • Rolf Romei (MANOLIOS, „DIE GRIECHISCHE PASSION“/OPER GRAZ)
  • Robert Meyer (DON QUIXOTE, „DER MANN VON LA MANCHA“/VOLKSOPER WIEN)

Um den Preis für die beste weibliche Nebenrolle rittern folgende Damen:

  • Elsa Benoit (MICAELA, „CARMEN“/STADTTHEATER KLAGENFURT)
  • Susanne Langbein (MARZELLINE, „FIDELIO“/TIROLER LANDESTHEATER)
  • Cathrin Lange (BLONDE, „DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL“/OPER GRAZ)

Nominiert in der Kategorie beste männliche Nebenrolle:

  • Matthäus Schmidlechner (HEXE, „HÄNSEL UND GRETEL“/LANDESTHEATER LINZ)
  • Stefan Cerny (WESIR, „KISMET“/VOLKSOPER WIEN)
  • Wilfried Zelinka (GRIGORIS, „DIE GRIECHISCHE PASSION“/OPER GRAZ)
  • Franz Gürtelschmied (GUSTL, „DAS LAND DES LÄCHELNS“/BÜHNE BADEN)

Bei der besten Gesamtproduktion gibt es diese Auswahlmöglichkeiten:

  • „DIE GRIECHISCHE PASSION“/OPER GRAZ  – (MARTINU, nach KAZANTZAKIS)
  • „LA TRAVIATA“/LANDESTHEATER LINZ – (PIAVE, nach DUMAS)
  • „DER MANN VON LA MANCHA“/VOLKSOPER WIEN
  • „BROKEBACK MOUNTAIN“/SALZBURGER LANDESTHEATER

Für die beste musikalische Leitung sind folgende Personen nominiert:

  • Dirk Kaftan (DER FERNE KLANG/OPER GRAZ)
  • Alfred Eschwé (FÜRST IGOR/VOLKSOPER WIEN)
  • Francisco Angelico (DIE SACHE MAKROPOULOS/TIROLER LANDESTHEATER)

Nominierte in der Kategorie beste Regie:

  • Immo Karaman (A MIDSUMMER NIGHT´S DREAM/STADTTHEATER KLAGENFURT)
  • Lorenzo Fioroni (DIE GRIECHISCHE PASSION/OPER GRAZ)
  • Carlus Padrissa (TERRA NOVA/LANDESTHEATER LINZ)

Die beste Ausstattung lieferte eine dieser Personen:

  • Martina Segna (Bühnenbild), Anna Sofie Tuma (Kostümentwurf) & Adriana Westerbarkey (Kostümrealisierung) für DER FERNE KLANG/OPER GRAZ
  • Mathias Fischer-Dieskau für MC TEAGUE/LANDESTHEATER LINZ
  • Heinz Hauser (Bühne) und Gera Graf (Kostüme) für DIE SACHE MAKROPOULOS/TIROLER LANDESTHEATER

Die beste Ballettproduktion ist eine der Folgenden:

  • DIE SCHNEEKÖNIGIN/VOLKSOPER WIEN
  • Enrique Gasa Valga für „PEER GYNT“/TIROLER LANDESTHEATER
  • Mei Hong Lin für „SCHWANENSEE“/LANDESTHEATER LINZ

 

Die beste Nachwuchskünstlerin ist eine der folgenden Damen:

  • Fenja Lukas (EURIDICE, „ORFEO ED EURIDICE“/LANDESTHEATER LINZ)
  • Anna Brull (ROSINA, „DER BARBIER VON SEVILLA“/OPER GRAZ
  • Elsa Benoit (TITANIA, „A MIDSUMMER NIGHT´S DREAM/STADTTHEATER KLAGENFURT)

 

Den besten Nachwuchskünstler erwählt man aus folgenden Kandidaten:

  • Maximilian Krummen (ECCLITICO, „IL MONDO DELLA LUNA“/SALZBURGER LANDESTHEATER)
  • Michael Hauenstein (TIMUR, „TURANDOT“/TIROLER LANDESTHEATER)
  • Peter Kellner (BASILIO, „DER BARBIER VON SEVILLA“/OPER GRAZ)

 

Für das Publikumsvoting beim Krone Musicalpreis sind folgende Künstler und Künstlerinnen aufgestellt:

  • Ana Milva Gomes (BARONIN WALDSTÄTTEN, „MOZART“/RAIMUNDTHEATER WIEN)
  • Pia Douwes (DIANA GOODMAN, „NEXT TO NORMAL“/MUSEUMSQUARTIER WIEN Halle E)
  • Andreas Bieber (AXEL SWIFT, „AXEL AN DER HIMMELSTÜR“/VOLKSOPER WIEN)
  • Drew Sarich (CHE, „EVITA“/RONACHER WIEN)

 

 

 

 

Auch wieder 2016: Der österreichische Musiktheaterpreis

Der Preis – genau genommen ist er den Academy Awards für das Musiktheater in Österreich ähnlich- wird jährlich vergeben. Österreichische Stadt-, Landes- und Bundestheater dürfen mitmachen und Künstler und Künstlerinnen aufstellen. Bisherige Preisträger und Preisträgerinnen durften sich bereits in den Vorjahren über die exklusiv designte Statue, den „Goldenen Schikaneder“, freuen. Dieser wird übrigens aus 200 Einzelteilen zusammengesetzt.

Preise durften bereits die junge Sieglinde Feldhofer (Oper Graz), Florian Boesch, Tatjana Larina, Andre Schuen, Bo Skovhus, Piotr Beczala entgegennehmen.

Über den Preis für das Lebenswerk durften sich schon Peter Minich, Edita Gruberova und Neil Shicoff freuen.

Wie der Kulturpavillon erfuhr, wird der Österreichische Musiktheaterpreis im heurigen Jahr am 27. Juni über die Bühne gehen.

 

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(c) Art Projekt

 

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Die Organisatoren Kons. Karl-Michael Ebner (links) und Daniel Serafin (rechts) mit Preisträger 2015 KS Neil Shicoff (Mitte) (c) Barbara Palffy

Ankündigung: Österreichischer Musiktheaterpreis 2015

Der relativ junge, innovative Österreichische Musiktheaterpreis wird heuer wieder vergeben. Es gibt zusätzlich zu den 12 regulären Kategorien heuer zwei Sonderpreise sowie einen Preis für das Lebenswerk.

Bereits bekannt ist, dass Kammersänger Neil Shicoff den Preis für sein Lebenswerk entgegennehmen darf. Es werden zwei Sonderpreise vergeben: Der ORF III-Preis sowie der KRONE Musical-Preis. Für letzteren kann man online abstimmen: Wer soll KRONE Musicalstar 2015 werden?

Der Österreichische Musiktheaterpreis wird am 08. Juni 2015 im Wiener Ronacher über die Bühne gehen.

Die exklusiv designte Figur, der „Goldene Schikaneder“, besteht aus 200 Einzelteilen und wird von Sabine Kappitz und Wilhelm Willisch angefertigt.

 

-Martina Klinger-

Link:

http://www.musiktheaterpreis.at

Goldener Schikaneder - Verkleidung

Goldener Schikaneder – Verkleidung

 

 

„Goldener Schikaneder“ 2014 – Musiktheaterpreis 2014-humoriger Moderator

Theater an der Wien. Wien                                                                   17. Juni 2014

-KK exklusiv-

ÖSTERREICHISCHER MUSIKTHEATERPREIS 2014 im Theater an der Wien

Der Musiktheaterpreis „Goldener Schikaneder“ mit seiner jungen Geschichte- es ist ein frischer, innovativer Preis. Er kommt ohne Subventionen, aber „mit Herz“, wie Co-Erfinderin und Sopranistin Elisabeth Flechl von der Volksoper Wien betonte. Als Schirmherr dieses Preises fungiert Karl Michael Ebner von der Volksoper Wien, auch Chef des Musikfestivals Steyr (OÖ).

Großes Gedränge vor dem Eingang zum Theater an der Wien. Viele prominente Gäste waren gekommen, um ihren Favoriten für den Preis die Daumen zu drücken, eine Laudatio zu halten und die Verleihung zu verfolgen. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die Kartenausgabe wirklich außergewöhnlich rasch und gut organisiert war. Da sah man etwa KS Josef Luftensteiner etwas angespannt vorbeieilen, oder die beiden lebensgroßen Goldenen Schikaneder, die auch wirklich weiß im Gesicht bemalt waren.

Auf der Bühne erschienen erst Elisabeth Flechl und Karl-Michael Ebner, dann der Moderator des Abends, der den Abend auch wirklich fabelhaft gestaltete: Christoph Wagner-Trenkwitz. Er lud das Publikum auch bei kurzen Passagen zu heftigem Applaus ein: „Sie dürfen auch mir applaudieren!“ Das Publikum leistete dieser Aufforderung umgehend Folge, mit Gelächter. Die Dauer-Bestrahlung des Publikums mit Scheinwerfern während der Veranstaltung war nicht wirklich störend, wurde dies doch für eine Fernsehaufzeichnung berücksichtigt. Der Goldene Schikaneder sähe „aus wie letztes Jahr“, die Statue hätte nur eine grundlegende Änderung erfahren. Die Haare derselben wären nun „goldgelb“, so Trenkwitz. Zwei als Schikaneder- „Preis“ in Lebensgröße verkleidete Darsteller fanden sich auf der Bühne, und assistierten auch jeweils bei der Vergabe der Preise.

In der Kategorie Lebenswerk wurde KS Edita Gruberova geehrt. In ihrer Dankesrede meinte sie, ihr Manager habe sie angerufen und gesagt, sie bekomme einen Preis für ihr Lebenswerk. Sie habe entgegnet: „Jetzt schon?“. Gelächter im Publikum. Aber es war keinesfalls so gemeint, dass sie nicht mehr singen solle. Im Gegenteil. Gruberova betrat die Bühne mit dem Elan eines jungen Mädchens. In Videoeinspielungen früherer Aufführungen sah man sie etwa als „Gilda“ in Rigoletto an der Seite von Pavarotti oder als „Adele“ in der Fledermaus an der Seite von Eberhard Waechter. Bei der Verleihung an KS Edita Gruberova war von der Galerie ein Plakat mit der Aufschrift „Edita – l´unica“ wahrnehmbar. Sie nahm ihren Preis also mit Humor und Freude entgegen.

In insgesamt 12 Kategorien wurden die Schikaneder-Preise vergeben.

Die Gewinner und Gewinnerinnen:

Kategorie Beste Männliche Hauptrolle:  Lars Woldt | Volksoper Wien | Der Wildschütz | Baculus

Kategorie Beste Weibliche Hauptrolle:   Tatjana Larina | Vorarlberger Landestheater | La Traviata | Violetta

Kategorie Weibliche Nebenrolle: ex aequo  Johanna Arrouas | Bühne Baden | Im Weißen Rössl | Klärchen
Anna Prohaska | Theater an der Wien | Fidelio | Marzelline

Kategorie Männliche Nebenrolle: Florian Boesch | Theater an der Wien | Radamisto | Tiridate

Kategorie Ballettproduktion des Jahres: Stephan Thoss | Volksoper Wien | Blaubarts Geheimnis

Kategorie Musikalische Leitung: Bertrand de Billy | Theater an der Wien | Mathis der Maler

Kategorie Ausstattung: Hans Schavernoch (Bühne)/Yan Tax (Kostüme | Raimund Theater/Ronacher | Elisabeth

Kategorie ORF III Publikumspreis: André Schuen

Kategorie Gesamtproduktion: Mathis der Maler | Theater an der Wien

Kategorie Regie: David Pountney | Landestheater Linz | Spuren der Verirrten

Kategorie Lebenswerk: Edita Gruberova

Kategorie Nachwuchskünstler: Nadezhda Karyazina | Salzburger Landestheater

Die Namen der Gewinner und Gewinnerinnen wurden von Jurymitgliedern aus der hochkarätigen Jury aus dem Bereich Kunst und Kultur verkündet: Unter anderem von KS Neil Shicoff, KS Harald Serafin, Regisseur Robert Dornhelm, Dirigent Rudolf Bibl, Theaterschauspielerin und Grande Dame Lotte Tobisch, KS Kurt Rydl, Moderatorin Ani Gülgün-Mayr (ORF III).

Kurt Rydl merkte an, dass ein „Bass halte, was ein Tenor verspreche.“ Auch über kleine Pannen ließ Trenkwitz charmant hinwegsehen, mit seiner lockeren und gewinnenden Moderation. Diesen Mann sollte man für viel mehr Moderationsjobs andenken. Das Publikum unterhielt sich unter seiner Anleitung köstlich. Gewinnbringend, aber unaufdringlich gestaltete er diesen angesichts möglicher Leerläufe doch extrem unterhaltsamen Abend.

Gesangseinlagen wurden von Sieglinde Feldhofer von der Oper Graz („Kommt ein schlanker Bursch gegangen“ aus C.M.Webers Freischütz), Anita Götz von der Volksoper Wien („Arie der Norina“ aus Donizettis Don Pasquale) und der Newcomerin Nazanin Ezazi von der Oper Graz („Arie der Pamina – Ach ich fühl´s“ aus Mozarts Zauberflöte) beigesteuert.

-Martina Klinger-