Opernfestspiele St. Margarethen

Der Kultursommer 2016 – eine kurze Vorschau

Was erwartet uns im Jahr 2016 im Sommer auf den österreichischen Bühnen? Ein kurzer, stichpunktartiger Überblick:

– Vorarlberg: Seebühne Bregenz, Intendantin: Elisabeth Sobotka.

„Turandot“ von Puccini – 21. Juli bis 21. August (Besetzung: Riccardo Massi, Mlada Khudoley)

– Tirol: Tiroler Festspiele Erl, Intendant: Gustav Kuhn.

„Die Walküre“, „Das Rheingold“ von Wagner ab 08. Juli (Besetzung: Ferdinand von Bothmer, Hermine Haselböck)

– Salzburg: Salzburger Festspiele 2016, Künstlerische Gesamtleitung 2016: Sven-Eric Bechtolf.

“ Don Giovanni“, „Le Nozze di Figaro“ von Mozart, „Manon Lescaut“ von Massenet, 22. Juli bis 31. August  (Besetzung: N.N.)

– Steiermark: Styriarte „Beethoven Zyklus“ 24. Juni – 24. Juli

– Kärnten: Carinthischer Sommer – Programm wird am 3. Feb. präsentiert

– Oberösterreich: Musikfestival Steyr 2016, Intendant: Kons. Karl-Michael Ebner.

„Wiener Blut“ von J. Strauss – 28. Juli bis 13. August (Besetzung: N.N.)

– Niederösterreich: Theaterfest NÖ 2016, verschiedenste Bühnen von Juni – September

– Wien: Lustspielhaus Wien 2016, Intendant: Adi Hirschal.

Stück wird zeitnah präsentiert, ab 14. Juli  (Besetzung: N.N.)

– Burgenland:
> Opernfestspiele St. Margarethen 2016, Intendantin: Maren Hofmeister.
  „Der Liebestrank – L´elisir d´amore“ von Donizetti, Premiere am 6. Juli.
    (Besetzung: Elena Sancho, Mathias Hausmann)
 > Seefestspiele Mörbisch 2016, Intendantin: KS Dagmar Schellenberger.
 „Viktoria und ihr Husar“ von Abraham, Premiere am 7. Juli.
    (Besetzung: Michael Heim ?, Andreas Steppan ?)

 

 

 

 

 

Pressekonferenz zu Oper im Steinbruch – St. Margarethen 2016

Wien

Die Neo-Intendantin der „Oper im Steinbruch“, die Deutsche Maren Hofmeister (2015 mit einer herausragenden „Tosca“ erfolgreich), stellte ihr Leading Team und die Besetzung für die romantische Oper Donizettis „Der Liebestrank“ (L´elisir d´Amore) vor. Im nächsten Sommer soll diese auf der kleineren „Ruffini“-Bühne der Opernfestspiele St. Margarethen stattfinden.

Nächsten Sommer leiden also der junge Bauer Nemorino und die reiche Gutsbesitzerin Adina inmitten einer modernen „Wurlitzer“-Kulisse, die der Bühnenbildner Raimund Bauer ersann. In großen, dicken Lettern steht über der überdimensionalen Maschine „Una furtiva lagrima“ geschrieben, sozusagen der Haupt-„Schlager“ dieser Oper. Für die Regie zeichnet diesmal der Bonner Philipp Himmelmann verantwortlich. Die musikalische Leitung liegt in den Dirigenten-Händen des jungen Karsten Januschke.

Die Hauptrolle der Adina teilen sich die Sängerinnen Elena Sancho-Pereg und Narine Yeghiyan, welche bei der Präsentation einen Ausschnitt bereits zum Besten gab. Der Nemorino ist mit Antonio Poli besetzt, alternierend: Ioan Hotea. Belcore ist Andrei Bondarenko, (Doktor) Dulcamara Uwe Schenker. Die junge Esther Dierkes komplettiert als Gianetta.

Es wird das Symphonieorchester des Slowakischen Rundfunks spielen.

 

PK Pressekonferenz Präsentation Der Liebestrank Oper, Palmenhaus Brasserie, Wien, 15.11.2015, Modell der Bühne (Musicbox) (c) Andreas Tischler

PK Pressekonferenz Präsentation Der Liebestrank Oper,
Palmenhaus Brasserie, Wien, 15.11.2015,
Modell der Bühne (Musicbox)
(c) Andreas Tischler

SommerBühne (7): Aida im Römersteinbruch

St. Margarethen.Burgenland                                                                                            Juli 2014

Der Römersteinbruch St. Margarethen , genauer gesagt die Opernfestspiele unter Intendant Wolfgang Werner, zeigen heuer die monumentale Oper „Aida“ von Giuseppe Verdi. Die Geschichte der unglücklich verliebten Sklavin Aida (Premiere 1871 in Kairo!) und des Feldherrn Radames rührte schon in geschlossenen Opern-Häusern die Menschen. Nun machte sich Regisseur Robert Dornhelm daran zu schaffen, der übrigens auch für 2015 seine Arbeit in St. Margarethen zugesagt hat.

Es ist große Oper. Ein monumentales Spektakel. Der Steinbruch ist eine perfekte Kulisse, obwohl nicht im alten Ägypten erbaut. Robert Dornhelm spielt mit Projektionen des Nils im Hintergrund. Blitzblau fließt er hinter der Szenerie, in der Aida liebt und leidet, vorbei. In den Titelrollen Kristin Lewis, eine charmante, durchsetzungsfähige Aida, die kaum Wünsche offen lässt. Martin Muehle als Radames hat da schon ein wenig Mühe, mitzuhalten. Annunziata Vestri und Alexey Dedov als Amneris und Amonasro singen solide. Die Stimmschönheit ist an diesem Abend jedenfalls gegeben. Opulente Ausstattung auch, wohin man schaut, nur an einigen Kostümen entdeckt man Anflüge von Schlichtheit.

Aus den Felsen heraus wird manchmal auch gesungen, sowie auf Plateaus. Dornhelm zeigt durchwegs gute Regieeinfälle, zu Ende wird es dann etwas flacher.

Die Aida gelingt und wirkt hier gut. Wenn auch ohne Elefanten, die sich vielleicht das Publikum schon einmal in früheren Jahren erhofft hätte. Es sind heuer Pferde, die die Gemüter ein wenig erhitzen. Hitze wäre auch dringend nötig, denn..

…den heurigen Festspielen macht vor allem kaltes Wetter, das sich noch auf jeden Fall bessern sollte, zu schaffen.

-MK-