SommerBühne (7): Aida im Römersteinbruch

St. Margarethen.Burgenland                                                                                            Juli 2014

Der Römersteinbruch St. Margarethen , genauer gesagt die Opernfestspiele unter Intendant Wolfgang Werner, zeigen heuer die monumentale Oper „Aida“ von Giuseppe Verdi. Die Geschichte der unglücklich verliebten Sklavin Aida (Premiere 1871 in Kairo!) und des Feldherrn Radames rührte schon in geschlossenen Opern-Häusern die Menschen. Nun machte sich Regisseur Robert Dornhelm daran zu schaffen, der übrigens auch für 2015 seine Arbeit in St. Margarethen zugesagt hat.

Es ist große Oper. Ein monumentales Spektakel. Der Steinbruch ist eine perfekte Kulisse, obwohl nicht im alten Ägypten erbaut. Robert Dornhelm spielt mit Projektionen des Nils im Hintergrund. Blitzblau fließt er hinter der Szenerie, in der Aida liebt und leidet, vorbei. In den Titelrollen Kristin Lewis, eine charmante, durchsetzungsfähige Aida, die kaum Wünsche offen lässt. Martin Muehle als Radames hat da schon ein wenig Mühe, mitzuhalten. Annunziata Vestri und Alexey Dedov als Amneris und Amonasro singen solide. Die Stimmschönheit ist an diesem Abend jedenfalls gegeben. Opulente Ausstattung auch, wohin man schaut, nur an einigen Kostümen entdeckt man Anflüge von Schlichtheit.

Aus den Felsen heraus wird manchmal auch gesungen, sowie auf Plateaus. Dornhelm zeigt durchwegs gute Regieeinfälle, zu Ende wird es dann etwas flacher.

Die Aida gelingt und wirkt hier gut. Wenn auch ohne Elefanten, die sich vielleicht das Publikum schon einmal in früheren Jahren erhofft hätte. Es sind heuer Pferde, die die Gemüter ein wenig erhitzen. Hitze wäre auch dringend nötig, denn..

…den heurigen Festspielen macht vor allem kaltes Wetter, das sich noch auf jeden Fall bessern sollte, zu schaffen.

-MK-