Otto Schenk

NEUES von…Otto Schenk

Umtriebig wie eh und je: Otto Schenk, Theatermensch, Regisseur, Schauspieler und Faktotum, verkörpert am Theater in der Josefstadt derzeit noch den Cooper in Schon Wieder Sonntag (Bob Larbey), seine nächste Rolle an diesem Haus wird ab Dezember 2019 die des Dieners Firs in Anton Tschechows Kirschgarten sein.

Wieder eine geschenkte Stunde: Otto Schenk präsentiert sein neues Buch!

Quod erat demonstrandum: Es gibt sowohl Straussianer als auch „Schenk-isten“. Der 88-jährige, umtriebige Theatermensch, den laut eigener Aussage eine Hassliebe mit selbigem verbindet, hat (wieder einmal) ein Buch geschrieben: Diesmal dreht sich alles um die Musik. Otto Schenk erfüllte sich im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins wieder den Traum vom Dirigieren. Sein Sohn Konstantin ist übrigens wirklich Dirigent. 

Zwei Dirigenten gab es an diesem Abend: Zusammen mit der Ungarischen Kammerphilharmonie (diesmal unter der musikalischen Leitung von Konrad Leitner) gab Otto Schenk ja in der Vergangenheit schon das eine oder andere „launige“ Konzert mit viel Körpereinsatz. So spüre er die Musik einfach besser. „Wer nicht hört, kann nicht selig werden.“, so der Tausendsassa auf der Bühne. Oder: „Musik hören muss man lernen.“. Das dazugehörige Programm hat einen hübschen Namen: Noten und Anekdoten. 

Schenk fühlte sich lange unmusikalisch. Er musste sich die Musikalität erarbeiten. Das kam ihm wiederum bei seinen zahlreichen Operninszenierungen zugute, wie an der New Yorker Metropolitan Opera. In einem früheren Interview mit Klingers Kulturpavillon erwähnte er auch seine Herangehensweise an eine Inszenierung: Klingers Kulturpavillon: M. Klinger im Gespräch mit Ksch. Prof. Otto SCHENK

Was das Dirigieren anlangt, wollte er immer diesen Beruf ergreifen. Aber es kam nie dazu. Was vielleicht eben oben genannten Grund haben mag, dass er sich nie wirklich bereit fühlte.

Nicht nur die eingefleischten Fans erfreuen sich immer wieder seiner Bücher. Aber: Eine Autobiographie weigert er sich zu schreiben. Das wäre nicht angebracht. Lieber widmet er sich den verschiedensten Bereichen: Ein Kochbuch mit Rezepten seiner Nonna hat er schon herausgebracht („Wer kocht, ist selber schuld“). Oder er schreibt über irrwitzige Begebenheiten, die Oper, das Theater, gerade jetzt über die Musik.

Wer´s hört, wird selig – Musikalisches und Unmusikalisches ist der Name seines neuesten Werkes.

Die Zuhörer durften sich unter anderem an der „Pizzicato Polka“ (Johann Strauss Sohn und Josef Strauss, op. 234) oder an dem kleinen Meisterwerk „Unter Donner und Blitz“ (Polka schnell v. Johann Strauss Sohn, op. 324)  erfreuen. Mozart und Rossini liebt er aber auch. So entstand eine fast gnadenlose Vielfalt an „Expressionismus“, die er vorführte. Er hüpfte, beugte sich nach vorne, ließ wieder die Musiker kommen….

Otto Schenk mag zwar kein Musiker sein, ein untrügliches Gespür für die Musik und die Bereitschaft, ja sogar überschäumende Freude, sich dazu zu bewegen, ist ihm in die Wiege gelegt.

Nach dem Konzert und der Lesung hatte Schenk jedenfalls viel zu tun: Sehnsüchtig wurde er bereits zum Signieren seiner Werke erwartet, und das von einer Hundertschaft.

Information:

Otto Schenks neues Buch: „Wer´s hört, wird selig. Musikalisches und Unmusikalisches“, erschienen im Amalthea Verlag.

Preis: € 26

Ein Einblick voller Humor und Informationen in die Welt der Oper, der Musik, ein Muss für alle „Schenk-isten“.

Link zum Buch: http://www.amalthea.at/produkt/wers-hoert-wird-selig/

Otto Schenk und sein 70-jähriges Bühnenjubiläum!

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Kammerschauspieler ist noch das Wenigste. Otto Schenk hätte sich eigentlich den Titel „Tausendsassa, und Universaltalent“ als Berufstitel verdient. Was er nicht alles anpackt! Dieses Jahr gibt es für ihn etwas ganz Besonderes zu feiern: Das 70-jährige Bühnenjubiläum, na, das ist schon etwas!

Im Jahr 2006 hat Otto Schenk seinen Eid gebrochen, nicht mehr inszenieren zu wollen. Für niemand Geringeren als Anna Netrebko setzte er die Donizetti-Oper „Don Pasquale“ in Szene. Gar 2014 folgte das „Schlaue Füchslein“ von Leos Janacek an der Wiener Staatsoper, welches er in einem Märchenwald umherstreifen ließ. Launige Einblicke der Probenarbeit konnte man damals im Fernsehen bewundern. Chen Reiss in der Titelrolle stand unter seiner liebevollen „Fuchtel“. Wer genießt es nicht, mit einem solchen Bühnen-Doyen zusammen Zeit verbringen zu können? Sein unerschöpfliches Theater-Wissen, gepaart mit Wiener Charme machen ihn zu einem Original, welches es heute nicht mehr oft zu finden gibt.

Seinen verstorbenen Freund und Lebensmenschen Helmuth Lohner, Inszenator und ausgestattet mit viel Menschenkenntnis und Feingefühl, vermisst er schmerzlich, wie er kürzlich wissen ließ. Otto Schenk wird nicht müde, immer wieder neue Herausforderungen anzunehmen. Das verlangte er immer schon von sich und anderen.

Den „Humor hat er nie auf die leichte Schulter“ genommen, was sicherlich auch ein Geheimrezept darstellt. Schenk unterhält mit Leichtigkeit, die aber nie bemüht wirkt. Das beweist er zum Beispiel im „ganz normalen Alltagsgespräch“ mit Michael Niavarani im Globe Wien (www.globe.wien) wo es immer wieder heißt: „Zu blöd, um alt zu sein“. Es gibt hier quasi kein „Drehbuch“, die beiden reden, worüber ihnen gerade „der Schnabel gewachsen ist“. Das alles geschah einfach, weil „wir es nie geschafft haben, uns privat auf einen Kaffee zu treffen“. Das Ergebnis: Beinahe jeder Abend ist restlos ausverkauft.

Einige Jahre liegt es zurück, dass Otto Schenk 1960 am Theater in der Josefstadt mit einer Regiearbeit debütierte. „O Wildnis!“ von Eugene O´Neill sollte aber nicht seine letzte Arbeit dort bleiben. Springt man ins Heute, ist Otto Schenk „schon wieder“ in der Rolle des gebrechlichen „Cooper“ in Bob Larbeys „Schon wieder Sonntag“ in den Kammerspielen der Josefstadt zu sehen. Und ganz aktuell tourt er auch wieder durch Wiens Theater mit seinem lustigen Programm: „Perlen des Humors“.

Die Wahrhaftigkeit und das Glaubhafte sind und waren immer wichtige Elemente in seinem (Berufs-)Leben. Das verlautbarte er auch vor einiger Zeit im Gespräch mit dem Kulturpavillon: Klingers Kulturpavillon: M. Klinger im Gespräch mit Ksch. Prof. Otto SCHENK

Alles Gute zum Jubiläum, Otto Schenk!

 

Info:

Nächste Bühnentermine von Otto Schenk

05. Oktober (ausverkauft) + 06. Oktober: „Schon wieder Sonntag“ (Kammerspiele Wien)

12. Oktober: „Perlen des Humors“ (Theater Akzent Wien)

22. Oktober: „Perlen des Humors“ (Orpheum Wien)

 

Klingers Kulturpavillon: M. Klinger im Gespräch mit Ksch. Prof. Otto SCHENK

Wer schätzt nicht seine Schauspielkunst? Die Rede ist von einem österreichischen Original der Schauspielerei, Regie, Unterhaltung. Kammerschauspieler Professor Otto Schenk, der nicht nur hierzulande mit seinen legendären Inszenierungen (man denke an „Fidelio“, „Der Rosenkavalier“, „Die Fledermaus“) das Opern-Publikum hoch erfreut.

Martina Klinger hat den Doyen des Theaters in der Josefstadt zum Gespräch über Inszenierungen und seine aktuellen Projekte als Schauspieler getroffen.

Hier das Interview – als Video auf YouTube:

MK: Danke, dass Sie sich trotz Ihres stressigen Terminkalenders Zeit genommen haben!

MK: Lassen Sie uns über Inszenierungen sprechen. Wenn Sie etwas inszenieren, wie gehen Sie da (kurz skizziert) an die Sache heran?

OS: Erstens inszeniere ich nicht mehr, ich bin ja schon darüber hinweg, ich fühle mich nicht mehr fähig, meinen immer schwieriger werdenden Geschmack zu befriedigen. Ich bin zu heikel geworden in meinem Alter und misstraue meinem „alten“ Hirn, dass es das zustande bringt, was ich gerne sehen möchte. Da habe ich aufgehört zu inszenieren.

MK: Wie konkret inszenier(t)en Sie?

OS: Ich beginne eine Inszenierung, indem ich mir vorstelle, wo das sein kann, was da stattfindet. Und wie kann man das „Werkel“ schaffen, dass dieses die Illusion vermittelt. Weil: Man muss ja sehr viel von der Wirklichkeit weglassen. Man kann ja zum Beispiel bei Shakespeare überhaupt nicht ausstatten, was er verlangt. Es muss der Fantasie der Spielraum gelassen werden, also muss man ein Podium, eine Spielstätte schaffen, welche einem die Illusion vermitteln kann. Oder: Man muss ein ganz realistisches Bühnenbild bedienen, das einem fast erschreckend die Wirklichkeit „entgegenschmeißt“ auf der Bühne. Das ist eine lange Diskussion oder Verzweiflungs-Vorarbeit mit dem Bühnenbildner. Diesem muss man ununterbrochen die Geschichte erzählen, bis er anspricht, bis er Fantasie entwickelt, etwas zu dieser Geschichte beizutragen.

Dann bin ich meinen Schauspielern ausgeliefert, oder meinen Sängern, ihrer Begabung, ihrer Fantasie, ihrer Persönlichkeit und versuche die mit den Rollen, die sie spielen, in Einklang zu bringen, sodass man glaubt was sie singen, empfinden oder tun. UND: Je mehr man glaubt, desto spannender wird der Abend.

MK: Also, sie ist ein wichtiges Element, die Fantasie und auch der Glaube?

OS: Ja, Fantasie und Glauben machen. Glauben machen, dass das Fantastische tatsächlich ist. Und dieses „fast“ die Wirklichkeit vorgaukeln, oder die Traumwelt vorgaukeln, dass der Zuschauer sich in das versetzt fühlt, was er sieht, ist das Wunder des Theaters. Der Regisseur ist eigentlich nur ein hoffender Zuschauer, ein helfender Schauspieler, ein „Auf-dem-Weg-Verführer“ zur Wahrhaftigkeit.

MK: Eine andere Frage: Sie spielen ja aktuell das Stück „Schon wieder Sonntag“ in den Wiener Kammerspielen. Wie geht es Ihnen dabei? Wie kommen Sie mit der Rolle des Cooper zurecht?

OS: Wunderbar komme ich zurecht, erstaunlich gut, weil es sich grade mit meinem Alter trifft. Ich bin zwar – Gott sei Dank – noch nicht im Altersheim. Aber ich kann mir die vielen Schwierigkeiten des Altwerdens sehr gut vorstellen, bis ins Detail! Ich werde jeden Tag ein bisschen daran gemahnt und ich habe viel verwenden können, in der Rolle, die ich spiele, und zwar bis zum Amüsement der Menschen.

Und ich habe ein junges Mädchen (Anm.: Krankenschwester „Wilson“ alias alternierend Hilde Dalik/ Alma Hasun) als Bühnenpartnerin. Sie ist mir eine wunderbare Hilfe, um meine Sorgen glaubhaft zu machen. Und den Serafin als Kollegen (Anm.: als „Aylott“), der mir ein sehr guter Partner ist.

Dem Publikum die Sorgen des Alters glaubhaft zu machen, und amüsant glaubhaft zu machen, darum geht es.

MK: Und dieses Amüsement versuchen Sie immer wieder zu vermitteln?

OS: Ich versuche nicht das Amüsement zu vermitteln, sondern ich hoffe, dass das, was ich mache, amüsiert. Ich habe nicht die Absicht zu amüsieren. Ich habe die Absicht, glaubhaft zu machen. Und wenn das auf Amüsement stößt, so ist das Sache der Situation, des Stückes oder des Dichters, der Konstellation.

MK: Vielen Dank für das Gespräch!

 

 

 

NEUES von…Ksch. Otto Schenk

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Otto Schenk (c) Nestroy

Der Schauspieler, Regisseur und Komödiant feierte heuer seinen 85. Geburtstag. (Geburtstags-Artikel hier zu lesen.) Seine nächsten Auftritte sind Lesungen. Die nächste findet statt am 10.Oktober „Das Allerbeste von Otto Schenk“ in der Volkshochschule Liesing um 19:30 h, am 18. Oktober im Wiener Orpheum „So ein Theater!“ um 12:30 h. Außerdem spielt er im ständig ausverkauften Stück „Schon wieder Sonntag“ von Bob Larbey im Theater in der Josefstadt (Kammerspiele) den Cooper (nächster Termin: 06. Oktober, 20:00 h).

 

Kostenlos ist nicht umsonst…

Da Klingers Kulturpavillon im Sinne einer Kulturvermittlung für jedermann den geschätzten Lesern und Leserinnen seine Beiträge gerne weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen möchte, aber steigende Kosten für Recherche und Anfahrten entstehen, ersuche ich jeden und jede, der oder die meine Kulturarbeit schätzt und dem/der sie etwas wert ist, um eine kleine finanzielle Unterstützung. Klingers Kulturpavillon ist werbefrei und finanziert sich auch nicht durch Anzeigen.

Ich bedanke mich herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung!

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A STORY ABOUT…Otto Schenk & DER IRRSEE

(c) salzkammergut.at

Oberhofen am Irrsee (c) salzkammergut.at

Der große Theatermann, Komödiant Otto Schenk (wer hat von seiner Vielseitigkeit als Schauspieler, Regisseur, „Dirigent“ und Menschenunterhalter noch nicht gehört), arbeitet viel. Er liebt seinen stets vollen Terminkalender, den er zusammen mit Gattin Renee koordiniert. Andere in diesem Alter (er feierte jüngst seinen 85. Geburtstag) sind längst in Pension gegangen, aber für einen Vollblutkünstler wie ihn ist der Ruhestand kein Thema. Es würde ihm fürchterlich „fad“ werden. Ein Unruhestand aber auch nicht. Und darum hat er sich für kleinere Auszeiten von seiner fordernden Berufung, den Brettern, die die Welt bedeuten, einen feinen Rückzugsort ausgesucht.

„Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein.“ Diesen berühmten Satz aus dem Benatzky-Singspiel „Im Weißen Rössl“ hat offenbar auch Schenk beherzigt. Denn der Träger des Titels Kammerschauspieler weiß: Man braucht auch einen Ort, an dem man ein wenig abseits des Berufes, des Trubels, der Bekanntheit einfach nur „sein“ kann.

Otto Schenk im Theater in der Josefstadt (c) Theater in der Josefstadt

 

Dass für Schenk dieser Ort im Salzkammergut liegt, ist beileibe kein Zufall. Denn: In den 1970 er Jahren hatte der Schauspieler Bedarf, eine Unterkunft nahe der Salzburger Festspiele, also der Festspielstadt, zu haben. Und direkt in der Stadt zu wohnen, war ihm offenbar ein bisschen zu nah an der Wirkstätte, wo er etwa „Was ihr wollt“ inszenierte oder auch „Baal“ (Cerha). Er spielte hier auch Rollen wie Plutzerkern im Talisman, Teufel im Jedermann oder Gluthammer im Zerrissenen. Alles Rollen, die einem viel abverlangen.

Also fand er nach Recherche den schönen Irrsee, den wärmsten See im Salzkammergut. Und baute dort sein Sommerrefugium. Es war ein ehemaliger Campingplatz, auf dem er sein kleines Paradies gemeinsam mit seiner Gattin baute.

Der Irrsee (c) Salzkammergut.at

 

Zum Glücklichsein hier braucht Schenk nicht viel, nach eigenen Angaben, nur sein Plätzchen zum Baden und seinen Lieblingswirt, den Seewirt am Irrsee.

Seewirt am Irrsee (c) seewirt.com

Ein schöner Ort zur Erholung für ein seit vielen Jahren glückliches Theaterpaar.

(c) privat

Otto und Renee Schenk bei ihrer Hochzeit (c) privat

 

 

Irgendwo zwischen Weingummi und Demenz – SCHON WIEDER SONNTAG in den Wiener Kammerspielen der Josefstadt

Wiener Kammerspiele der Josefstadt                                                                         Juni 2015

Die Josefstadt bringt zum 85. Geburtstag von Otto Schenk eine Tragikomödie von Bob Larbey: „Schon wieder Sonntag“. (Vorbericht Kulturpavillon: Reife Herren brauchen Bühne)

In der einfühlsamen, jedoch a bisserl langatmigen Regie von Helmuth Lohner entfalten sich Otto Schenk und Harald Serafin in den Hauptrollen als Cooper und Aylott in Höchstform.

Otto Schenk als Cooper spielt überzeugend. Körperlich ist Cooper nicht mehr so fit, was er durch einen Sturz nahe bei seinem Bett im Zimmer des Altersheimes erfahren muss. Seine Tochter Julia, gespielt von Alexandra Krismer, und ihr Mann Peter, dargestellt von Oliver Huether, müssen ihn aufrappeln. Er macht lieber schmutzige Witzchen mit „seiner“ Lieblingskrankenschwester Wilson. Diese ist wortgewaltig und doch mit einer Zärtlichkeit und Weichheit ausgestattet von Hilde Dalik. Sie kümmert sich um Cooper, motiviert ihn, empfiehlt ihm das Mittagessen (wobei sich Cooper fast immer aus Trotz für die andere Speise entscheidet), und weint sich schon einmal an seinen Knien aus. Dass sie einen Freund hat, passt Cooper gar nicht, der heimlich in Wilson verliebt ist. Die Putzorgien von Mrs. Baker (köstlich auch Susanna Wiegand) sind Cooper ebenfalls ein Dorn im Auge, weshalb sie immer schon zur Sicherheit ruft: „Guten Morgen Mr. Cooper, bin gleich wieder draußen.“ Und doch hat auch sie eine liebevolle Seite, weil sie, während Cooper gegen seine Inkontinenz kämpft, ein Liedchen singt: „Picture me upon your knee“ (Doris Day). Schenk kostet seine Rolle aus, sie ist trotz aller Tragik auch ein wenig komisch angelegt, wenn er zu sarkastischen Späßen mit Wilson aufgelegt ist. Mit ihr darf er auf der Bühne Sandwiches „mampfen“, wenn er es ablehnt, einen Bissen zu nehmen, und Wilson abbeißt, beschwert er sich sofort: „Sie lassen einen alten Mann verhungern“. Coopers Tochter Julia ist anfangs nicht sehr gut auf ihn zu sprechen, was Alexandra Krismer mit der nötigen Coolness spielt. Ihr Mann ist ein bemühter, aber unterdrückter Charakter. Oliver Huether trifft das recht gut.

Die Highlights in Coopers Dasein sind die Besuche seines Freundes Aylott. Harald Serafin zeichnet diesen Charakter stark, als einen Menschen, der sich zwar davor fürchtet, dement zu werden, aber den schleichenden Übergang nicht merkt. Einmal möchte Aylott zum Kiosk gehen, und verläuft sich in ein Industriegelände. Die schleichende Demenz ist etwas Bösartiges, und auf einmal platzt Aylott herein. Mitten in Coopers Besuchszeit, was von diesem mit einem „Jetzt platzt er in die Besuchszeit, der alte Trottel“ quittiert wird. Spät aber doch erkennt Cooper Aylotts Not, tröstet ihn mit seinen geliebten Weingummis, streichelt und stachelt ihn gleichermaßen an: Gib nicht auf, dir etwas zu merken. Die beiden gehören zusammen, auch wenn es Reibereien gibt. Während Schenk als Cooper eher schleißig ist und herumschlurft und zotige Witze macht, schreitet Serafin als Aylott wie ein englischer Sir, perfekt angezogen und parlierend, ins Zimmer.

Bei Schenk ist es die Gestik und das Herumgezeppel und Fuß-in-die-Höhe-Werfen. Der Bühnensturz ist beachtlich, er muss sich dafür ordentlich schwer machen. Anziehen, Sesselrücken und Pantoffel überstreifen sind schwer in diesem Alter, Otto Schenk stellt genau dies sehr glaubhaft dar.

Bei Serafin besticht die bemerkenswerte Mimik, vor allem gegen Ende des Stückes, wo er mit starren und ausdrucksleeren Augen den fortgeschrittenen Demenzkranken darstellt. Kraftlos, blass und hoffnungslos wirkt der Mensch Aylott, der durch Freundschaft wieder ein wenig Kraft schöpft.

Jeder überzeugt auf seine Weise in dem etwas langatmigen Stück. Besonders die Besuchsszenen von Coopers Verwandtschaft, die stark und überzeugend gespielt sind und sehr viel Kraft haben, sind leider zu sehr ausgestaltet und aufhaltend in die Länge gezogen, da hätte man schon den Rotstift ansetzen müssen.

Das Bühnenbild von Amra Bergman-Buchbinder ist karg, aber effektiv gestaltet. Eine nette Idee, dass die Darsteller beim Schlusstableau durch Coopers Wohnung gehen.

Ein starker, langer Abend.

-Martina Klinger-

Link:

http://www.josefstadt.org

Informationen:

Vorstellungen bis 21. Juni (17:00), Wegen des großen Erfolges Fortsetzung ab September.

Alles Gute zum Geburtstag, OTTO! Ein GeSCHENK!

HAPPY BIRTHDAY OTTO SCHENK!

 

Otto Schenk

EIN MEISTER DER KOMÖDIE WIRD 85.

Neuerdings auch Doyen der Josefstadt ist er, der Multi-Talent-Mann. Die Rede ist von „Otti Nationale“, einem wahrhaft herausragenden Komödianten. Nahezu alles rund um das Theater hat er schon versucht und angepackt: Er hat gesungen, gespielt, dirigiert, Regie geführt, gefühlt, gelacht, geweint, geSchenkt. Und heute, an seinem Geburtstag, wird er die Wiener Stadthalle füllen, auf eigenen Wunsch natürlich. Er ist sonst eher kein Freund der großen Geste, wie er einmal betonte. Eher die kleinen Details freuen und befruchten ihn. Er bedauert ein bissl, dass er nicht so gut singt, dafür kann er aber herrlich Opernregie machen. Man denke an viele Regiearbeiten, die dem nicht nur wienerischen Publikum heute noch Freude bereiten und schon sehr lang laufen. Eiskunstlauf war früher sein Hobby, er drehte auf dem Eis seine Pirouetten. Aber heute, wie er sagte, geht das nicht mehr. Na, mein Gott. Macht ja nix. Mit 85 wird man schon mal was nicht mehr machen dürfen. Sonst macht er „eh“ alles. Lesungen, so meinte er, freuen ihn nur, wenn sie voll sind. Wenn junge und ältere Leute kommen, wenn ihm das Publikum zuhört. Aber eigentlich ist das ja auch ein bisserl Flucht vorm Theater. Keine Sorge, Otto, du entkommst der Bühne nicht! Zu elixierhaft, zu magisch, zu fordernd sind für den Sohn eines Juristen die Bretter, die die Welt bedeuten.

Schenk ist ein wahrer Genießer, liebt gutes Essen. Stochert auch schon einmal gerne in den Tellern seiner Sitznachbarn. Sein Sohn ist Wirt und Dirigent und kocht nach Schenks Angaben die „beste Kuttelsuppe“ der Welt. Seine Frau Renée ist seine große Stütze, koordiniert seine Termine, hilft ihm über schleppende Passagen. Wenn es einmal nicht forte, sondern pianissimo ist. Was aber selten der Fall ist.

Ottos beste Rollen (eine Auswahl aus dem GeSCHENKten Schaffen):

> 1963 der Wladimir in „Warten auf Godot“ (Beckett)

> 1966 Thisbe in „Ein Sommernachtstraum“ (Shakespeare)

> 1978 Teufel in „Jedermann“ (Hofmannsthal)

> 1982 Gluthammer in „Der Zerrissene“ (Nestroy)

> 1993 Harpagon in „Der Geizige“ (Moliere)

> 1996 Herr von Rappelkopf in „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ (Raimund)

> 1999 Willie Clark in „Sonny Boys“ (Simon)

>2012 Edek in „Chuzpe“ (Brett)

> 2014 Hans Weiring in „Liebelei“ (Schnitzler)

 

Zu seinen erfolgreichsten Regiearbeiten zählen:

„Der Rosenkavalier“ (R. Strauss), „Das schlaue Füchslein“ (Janacek), „Fidelio“ (Beethoven), „Die Lustige Witwe“ (Lehár), „Die Fledermaus“ (J. Strauss), „Die Zauberflöte“ (Mozart), „Tannhäuser“ (Wagner).

Bücher:

Otto Schenk schreibt – oder diktiert – mit Vorliebe Bücher, liest Gedichte und Texte.

Sein aktuellstes Werk „Ich bleib noch ein bissl“ (Amalthea) ist ein Bestseller.

 

Und nun, weil er´s so gern hat, ein Gedicht für den Komödianten (hält sich an kein Versmaß):

 

Sollt´ man einen Fremden unterrichten

über den Herrn Schenk

jemand, der ihn noch nicht kennt

Alsdann, Fremder, denk!

Denk dran, was ich dir erzähle,

was ich da für Worte wähle:

Ein findiger, drolliger Knabe

mit ganz besonderer Gabe

zum Spielen, Lesen und noch mehr

alles macht er, bittesehr!

Doch nicht nur das

er macht auch Spaß

Zum Komödiant ist er geboren

ohne Bühne er verloren

Zum Leben braucht der Fisch das Wasser

und der Schenk an roten Vorhang

Das Spielen, das hat immer Vorrang,

sonst wird er sehr schnell blasser.

Wer zu ihm sagt: „Ruh´ dich aus!“

Der geht besser schnell nach Haus.

Nach außen ist er ja viel jünger

nach oben schnellt sogleich der Finger

Auf geht´s, nun wird dirigiert

und kräftig-lustig dann outriert

das Orchester liebet ihn

da steckt auch sehr viel Herzblut drin

Und das geht sehr weit,

denn er ist ja g´scheit:

Einst als ernster Josef Bieder

könnt´ man meinen, er trug Mieder.

Hüpfte wie ein Schwan herum

kriegte viel Applaus dann drum.

Parodierte Danilo,

wer fragt warum, es ist halt so.

Doch was seine Stärke ist?

nicht nur die Parodie…

Vielmehr auch aus der Musik

die Melodie und Harmonie.

Beim Kavalier der Rose

musste unter seinem Auge

parieren der Octavian

sonst riss ihm Otto auf die Hose

Denn wenn einer nicht so spielt

wie es ihm beliebt

kann es durchaus schon mal sein

dass er ihn beiseite schiebt

und lieber selber in die Rolle schlüpft.

Auch wenn der Sänger noch so hüpft.

Das ist das erwähnte Herzblut,

wer etwas gern macht, macht es gut.

Auch im Film beweist der Otto,

durchbeißen, das ist sein Motto.

Und er kommt wahrhaft vom Fach

spielt „Zwei unter einem Dach“

hält Widersacher gut in Schach.

Schneidet auf die „Dreizehn Stühle“

Durch das ganze Repertoire

er sich immer wieder wühle.

Die Zuschauer, sie danken es,

und Otto, er verbeugt sich kess.

Heut´zum wiederholten Male

füllt er eine große Halle.

Möge weiter es so gehn´

und sein Stern lange bestehn!

 

Mit diesem Gedicht wünscht Klingers Kulturpavillon Otto Schenk Alles „Beste“ zum Geburtstag!

 

-Martina Klinger-

 

Aktuell ist Otto Schenk in den Wiener Kammerspielen als Cooper in „Schon wieder Sonntag“ zu sehen.

Alle Vorstellungen bis Ende Juni sind ausverkauft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reife Herren brauchen Bühne – „Schon wieder Sonntag“/Wiener Kammerspiele der Josefstadt

Kammerspiele der Josefstadt/Wien

Mögen doch andere in dieser Altersklasse in der Seniorenresidenz auf ihr Mittagmahl warten! Bella gerant alii…Kammerschauspieler Otto Schenk und Kammersänger Harald Serafin haben etwas ganz Anderes vor: Sie proben in den Kammerspielen für ihr Herzensprojekt „Schon wieder Sonntag“, eine Komödie mit reichlich tragischen Elementen von Bob Larbey. Fröhlich-honorig winken sie aus der Garderobe, so als ob sie sagen wollten: „Alles klar, alles im Griff!“

Sobald die Proben beginnen, finden sich die beiden tatsächlich (nur auf der Bühne!) im Heim wieder. Cooper (Schenk) ist geistig fit und körperlich beginnt es zu „tröpfeln“, Aylott (Serafin) hingegen hat mit dem Hirn immer wieder so seine Aussetzer, rennt aber noch wie ein Wiesel. Geflirtet wird mit der flotten Krankenschwester Wilson (Hilde Dalik). Coopers Tochter Julia (Alexandra Krismer) kommt jeden ersten Sonntag im Monat zum „Anstandsbesuch“ mit ihrem Mann (Oliver Huether). Liebevoll und auch grantig wird über das Alter parliert, die Einsamkeit, die durch Kontakte im Heim gemildert wird, die Zärtlichkeit. In der Josefstadt war das Stück erstmals 1995 zu sehen, mit dem heutigen Regisseur Helmuth Lohner in der Rolle des Cooper. Die Ausstattung übernimmt Amra Bergman. Man darf gespannt sein auf eine tiefgründige Alters-Beleuchtung in Wien.

-Martina Klinger-

Link: http://www.josefstadt.org

Probenbilder (Copyright Erich Reismann / Josefstadt)

O du fröhliches X-MAS-Concert / Wiener Musikverein

Musikverein Wien                                                                                                       Dezember 2014

Der WMGV (Wiener Männergesangverein) gab sich die Ehre und lud zum Weihnachtskonzert. Bariton Daniel Serafin und Otto Schenk komplettierten das Ereignis mit Gesang beziehungsweise einer humorigen Lesung.

Das Konzert fand im Goldenen Saal (Großer Musikvereinssaal) statt.

Zunächst intonieren die Herren des Gesangsvereins die Bach-Kantate „Jesus bleibet meine Freude“. Nicht alle Herren aspirieren die „t“´s gleich, es wird sehr leise intoniert und ein allzu hörbares Atmen bleibt nicht aus. Vor allem wenn man in den vorderen Reihen hautnah am Geschehen sitzt. Beim zweiten Mal gelingt es dann schon viel besser (möglicherweise waren die Mitglieder noch nicht ganz „warmgesungen“). Das „Ave Maria“ (Version von Giulio Caccini, eigentlich jedoch Wawilow) klingt fast schwungvoll. Auch die „Heilige Nacht“ von Reinhardt bereitet dem Verein keine Schwierigkeiten.

Auftritt Bühnen-Zampano Otto Schenk. Seine ersten Worte auf der Bühne des Großen Musikvereinssaals: „Ein großer goldener Saal!“ Er setzt sich und fängt an zu lesen: „Advent ist die schönste Zeit im Jahr – jeder hat eine Grippe. Unsere schreibt man mit dem Buchstaben K“. Als er seine erste humoristische Einlage beendet hat -„Man kriegt bis Ostern nix mehr!“- geht sein Blick nach rechts. Er deutet „Ich?“, und möchte wissen, ob er noch einmal lesen soll. Doch nein.

Jetzt ist Gesang dran: Bariton Daniel Serafin tritt ans Klavier und singt das religiöse „Panis angelicus“ (Caesar Franck). Dabei zeigt er eine schöne Höhe, bei den Worten „manducat Dominum“ wird sie kurz schwächer, um dann bei „pauper, servus et humilis“ wieder ganze Kraft zu schöpfen. Der Chor gesellt sich harmonisch dazu.

Schenk schwingt sich wieder auf und liest eine weitere Weihnachtsgeschichte: Diesmal mit ein paar obszönen Ausdrücken, von denen harmlosere noch „Das Christkind mit seinem Klumpert“, „tropfende Rollmöpse“ oder „Urbusserl“ sind.

Nun interpretiert Serafin das „Ave Maria“ von Schubert. Sehr getragen und teilweise mit geschlossenen Augen. Das Klavier von Kyoko Yoshizawa begleitet ihn dabei gefühlvoll.

OTTO tritt wieder vor, um ein Gedicht eines in der Kälte leidenden Baumes vorzutragen. Das erste, das nicht etwa durchgängig fröhlich daherkommt, sondern das Publikum eher nachdenklich stimmt. „Es ist eine Kälte“. Dabei verzieht Schenk dermaßen die Miene, dass man fast wieder schmunzeln muss. Er liest von lauschenden Bratäpfeln, Blechsoldaten und Pfefferkuchen.

Im Volkstheater, so Schenk, musste er immer das „Weihnachtsmärchen“ aufführen. Das hat so eine „unbegabte, protegierte Funse“ geschrieben, und teilweise wird das Lesungsstück wieder nicht so weihnachtlich. Als sich Schenk schließlich erhebt, blickt er um sich, als wolle er wieder weiterlesen.

Der Männergesangverein intoniert „In schöner Winterszeit – Wintertag“. Es ist doch gar nicht winterlich, aber das Lied vermag auch zu rühren. Die Wortdeutlichkeit ist hierbei nicht ganz gegeben, aber als im Kanon „O liebe uns nicht minder“ ertönt, ist es mehr als deutlich.

Man meint, der inzwischen wieder lesende OTTO wird morgen keine Stimme mehr haben, denn er legt sich ganz schön ins Zeug, um das Publikum zu unterhalten. „Ihr nehmt uns mit dem Auto mit? Ja, denn so spät Nachts müsst ihr nicht nach Hause laufen. Nur müsst ihr links einsteigen, denn die Türgriffe rechts sind abgebrochen. Das kommt bei Neuwagen vor…..Wir winkten ihnen also nach. Das Stück hätten wir auch zu Fuß laufen können, und wären längst im Bett. Im Wagen wurde nach Art des Hauses gestritten. Am nächsten Eck hatten sie eine Panne. Das kommt bei Neuwagen vor.“

Serafin ist wieder dran: Der junge Bariton singt mit voller, merklicher Begeisterung das amerikanische Weihnachtslied „Chestnuts roasting on an open fire“. Das gibt es bekanntlich von Nat King Cole. Aber der, kann das „Feeling“ an diesem Tag nicht halb so gut herüberbringen wie Serafin: Locker und mit vollem Elan und der Portion nötigem Schmelz kommt dieser „Christmas Song“ daher.

Einen Kontrast dazu bietet der Wiener Männergesangverein mit einer Darbietung rund um „Eisbrockn und Winta“ im österreichischen Dialekt. „Waun i mei Dirndl noch´n Heirat´n frog“, das wissen nur die Männer selbst. Dann folgt ein guter, aber sehr nervöser Solist mit „Transeamus usque Bethlehem“.

OTTO liest eine weitere Weihnachtsgeschichte von Hugo Wiener: „Ich möchte euch für den reizenden Abend danken, aber ich kann es eigentlich nicht!“ Wenn statt „Stille Nacht“, plötzlich „I can´t give you anything but love“ ertönt.

Daniel Serafin singt einen weiteren Weihnachtssong auf Englisch: „I´ll be home for Christmas“, wieder kommt man dabei nahezu in Swing-Stimmung. Obwohl sich „Please have snow“ heuer wahrscheinlich nicht erfüllen wird. „If even in my dreams“.

OTTO berichtet von der geschenkten „Venus von Milo“. „A bissl nackert war sie scho.“ Dann folgen noch 134 Fensterdekorationen in der nächsten Geschichte. Beleuchten wir zu viel an Weihnachten?

Der Männergesangverein und Serafin läuten das Finale ein mit dem Lied „O du fröhliche“. Alle dürfen mitsingen, wie schön. Nochmals sehr besinnlich wird es mit „Schenk der Welt einen Weihnachtsbaum“ und der „Christrose“.

Dirigent Antal Barnas freut sich mit.

Ein schöner Vormittag.

 

-Martina Klinger-

 

 

Links:

http://www.musikverein.at

http://www.wmgv.at (Wiener Männergesangverein)

http://www.danielserafin.com