Peter Edelmann

„Das Land des Lächelns“ (F. Lehár) bei den Seefestspielen Mörbisch – Peter Edelmann stellt vor!

Kulturinteressierte und besonders Fans der chinesischen Kultur sollten im Juli das Burgenland besuchen. Der künstlerische Direktor der Seefestspiele Mörbisch, Bariton Peter Edelmann, präsentierte die Operette „Das Land des Lächelns“ von Franz Lehár bei der offiziellen Pressekonferenz im Wiener Prater.

Die romantische Verklärung einer fremden Kultur und die Verbindung mit der eigenen Kultur – davon träumt bekanntlich Lisa, Tochter aus gutem Wiener Haus, die sich unsterblich (zuletzt 2001 auf der Seebühne Mörbisch unter der Intendanz von Harald Serafin, der auch selbst den Grafen Ferdinand Lichtenfels sang) in den chinesischen Prinzen Sou-Chong verliebt. Für ihn begibt sie sich auf die nicht ungefährliche Reise in das ferne Land, muss dort aber für sie nicht Hinnehmbares feststellen…Ihr Vater tätigt die bedeutungsschweren Worte: „Vergiss nicht Dein Wien und mich!“ Die damalige Produktion (mit Sang Ho Choi und Ingrid Habermann in den Hauptpartien, in der Regie von Winfried Bauernfeind) hat wohl so manchen im Publikum verliebt gemacht.

18 Jahre später versprechen nun Peter Edelmann und sein Team eine exotische Inszenierung, sie orientiert sich stark an der versuchten Verbindung der beiden Kulturen. Engagiert für die Umsetzung sind Leute, die von ihrem Fach etwas verstehen: etwa Regisseur Leonard Prinsloo, ein gebürtiger Südafrikaner, der Klavier und Ballett studierte und auch für die Choreografie verantwortlich zeichnet.

Für die musikalische Umrahmung sorgten alle Solistenpaare der diesjährigen Produktion unter der Klavierbegleitung von Mörbisch-Veteran und Dirigent Günter Fruhmann: Sophia Brommer als Lisa und Maximilian Mayer als 2. Gustav von Pottenstein sangen „Es ist nicht das erste Mal…Freunderl, mach Dir nix draus“.

Da-Yung Cho als Mi gab sehr stimmungsvoll und mit vollem Körpereinsatz „Im Salon zur blauen Pagode“ zum Besten. Sie und Martin Friedrich Lechleitner als 1. Gustav von Pottenstein philosophierten über ihre Liebe – denn „Meine Liebe, Deine Liebe, die sind beide gleich….“ und die Unterschiede zwischen dem Liebeswerben des Deutschen, des kühlen Englishman und dem „Herrn Franzosen“. Doch in Wien, so heißt es, wird man „intimer erst beim Wein“. Elissa Huber (Wiener Volksoper) als Lisa rief in bitterlichem Schmerz „Alles vorbei – Ich möcht´ einmal wieder die Heimat sehn!“ In der Originalvorlage, der „Gelben Jacke“ von 1923, will Lisa – so Peter Edelmann – unbedingt wieder „den Prater“ sehen. Und die Location war auch wirklich perfekt, um eine traditionelle Verbindung herzustellen. Der 1. Akt wird sich genau um diese Örtlichkeit drehen. Won Wi Choi als Sou-Chong gab die Hauptarie, die wohl bekannteste Opernarie (sic!) zum Besten, und das in einer stimmlichen Dramatik, die ihresgleichen sucht: „Dein ist mein ganzes Herz!“

Thomas Rösner fungiert als musikalischer Leiter und strich die Feinheiten von Lehárs nahezu schon opernhafter und sehnsüchtiger Musik heraus. Er kam gerade aus Asien und schwärmte von leisen und sanften Tönen, aber auch von donnernder Dramatik, welche deutlich macht, dass Lisa und Sou-Chong nicht zusammengehören und alles eine Illusion ist.

Walter Vogelweider nimmt sich des Bühnenbildes an und präsentierte verschiedene Arten chinesischer Drachen, sie sind in der Kultur nicht wie bei uns als Dämonen ersichtlich. Drachen stehen für Glück, und mit einem Augenzwinkern erwähnte der Bühnenbildner, dass „sein“ Drache hoffentlich für Wetterglück und gute Kritik sorgen würde.

Die fortschrittlichen, aber teils doch der Wiener Tradition verpflichteten Kostüme gestaltet Cristof Cremer. Das Kostüm der Mi erinnert an Apfelblüten beziehungsweise einen Apfelbaum, und ein typisches Wiener Adjutantenkostüm war ebenso ersichtlich. Edelmann freut sich besonders auf die wunderbaren Kostüme und ebenso auch auf ein groß angekündigtes Comeback: Nach 20 Jahren Intendanz und erstmals seit seinem letzten Auftritt als Frank in der „Fledermaus“ 2012 wird KS Harald Serafin (bewundernswert in diesem Alter) wieder auf den Mörbischer Bühnenbrettern stehen. Und zwar als Ober-Eunuch samt eigenem Lied. Die Definition eines Eunuchen sieht neben anderen Attributen auch eine hohe Stimme vor.

Benno Schollum als Graf Ferdinand von Lichtenfels (Lisas Vater) hat noch eine Aufgabe innerhalb der Internationalen Sommerakademie (ISA Operetta). Diese findet heuer das erste Mal in Mörbisch statt und der erfahrene Sänger wird junge Talente coachen. Sie sollen Ausdruck, Gesang und Dialoge verbessern, also das Grund-Rüstzeug für Operetten-Stars.

Auch an die Kleinen ist gedacht: Nach dem Erfolg der „Kinder-Mariza“ im letzten Jahr wird es auch dieses Jahr wieder ein „Land des Lächelns“ für Kinder geben. Das Buch hierzu verfasste der in der großen Operette als „Sekretär Fu Li“ engagierte Darsteller Gernot Kranner, der mit Kinderprojekten (zum Beispiel Pinocchio) viel Erfahrung hat und weiß, wie man kleine Gäste für klassische Musik begeistert.

Der Landeshauptmann des Burgenlandes, Hans Peter Doskozil, ließ sich die Präsentation nicht entgehen und möchte die Seefestspiele Mörbisch innerhalb der KBB – Kulturbetriebe in „sicherem Fahrwasser“ wissen, er freut sich auf die Premiere am 11. Juli.

Wie sagte Peter Edelmann noch so berührend: „Wenn die Sonne untergeht, geht das Herz auf!“.

Info:

Die Seefestspiele Mörbisch mit „Das Land des Lächelns“ (F. Lehár)

Künstlerischer Direktor: Peter Edelmann

Romantische Operette in 3 Akten

Premiere: 11. Juli 2019 Derniere: 24. August 2019

http://www.seefestspiele.at

„Das Land des Lächelns“ im Sommer 2019 bei den Seefestspielen Mörbisch – die Besetzung der Operette

Der Künstlerische Direktor der Seefestspiele Mörbisch, Peter Edelmann, will traditionelle Operette erhalten, setzt aber trotzdem auch auf Kinderoperette und junge Talente. Der Mix macht´s.

Die jungen Besucher von heute stellen das Publikum von morgen. Und das will vor allem eines: Unterhalten werden. Peter Edelmanns Konzept der Teamarbeit und der XXL-Dimensionen (man erinnere sich an die „Größte Geige der Welt“ bei Gräfin Mariza) mischt sich mit der sehnsuchtsvoll-dramatischen Musik einer Operettenära.

Im Sommer 2019 stehen ambitionierte, aufstrebende und arrivierte Künstler auf der Bühne, um ins ferne China zu entführen.

Unter der musikalischen Leitung von Thomas Rösner singt Elissa Huber alternierend mit Sophia Brommer die Hauptrolle der Lisa. Wenn sie ihr Reitturnier gewinnt, darf man wohl vielleicht auch mit einem echten Pferd auf der Bühne rechnen? Ihr geliebter Prinz Sou Chong wird verkörpert von Robin Yujoong Kim, alternierend: Won Whi Choi. Die Mi singt Da-Yung Cho, alternierend mit Katerina von Bennigsen. Graf Gustav von Pottenstein ist Martin Friedrich Lechleitner, er teilt sich diese Rolle mit Maximilian Mayer. Graf Ferdinand von Lichtenfels erwacht durch Benno Schollum zum Leben. Den Obereunuchen spielt KS Harald Serafin. Als Sekretär Fu Li betätigt sich Gernot Kranner. Und Onkel Tschang wird Koichi Okugawa Leben einhauchen.

Sie alle vertrauen sich der Regie von Leonard C. Prinsloo (bereits bekannt aus Bad Ischl) an. Um das Bühnenbild wird sich Walter Vogelweider kümmern, Cristof Cremer kleidet die Wiener Gesellschaft und den chinesischen Hof ein.

Info:

Das Land des Lächelns – Operette von Franz Lehár

Seefestspiele Mörbisch 2019

Premiere: 11. Juli 2019, gespielt wird bis 24. August

Karten: http://www.seefestspiele-moerbisch.at

Seefestspiele Mörbisch 2019: „Wird man in diesem Lande lächeln können? Das Zugpferd kommt als Wallach wieder.“

Intendant Peter Edelmann präsentierte seine Pläne für „Das Land des Lächelns“, das große opernhafte Meisterwerk von Lehár. Ganz ohne Reisepass kann man also vom Burgenland aus nächstes Jahr „nach China reisen“. Es wird aber Station im Wiener Prater gemacht….

Wieder einmal gibt es Musik, die jeder mitsummen kann, und die romantische Operette in 3 Akten wird stimmungsvoll den Neusiedler See in Szene setzen. Nicht zuletzt lautet ein neuer Slogan „Wir geben dem See eine Bühne.“ 

Das Leading Team für 2019 besteht aus Thomas Rösner als musikalischer Leiter, Leonard Prinsloo kümmert sich um Regie und Choreographie, das Bühnenbild gestaltet Walter Vogelweider. Cristof Cremer macht die Kostüme. „Von Apfelblüten einen Kranz“, wird ein koreanischer Tenor der umjubelten Volksopern-Sängerin Elissa Huber als Lisa „ans Fenster legen“ wollen. Soviel ist sicher. Nicht nur einen Blickfang, für den man gerne ein Erinnerungsfoto machen wird, verspricht Edelmann. Es soll eine spektakuläre Inszenierung werden. 

Zu einem riesigen Comeback kommt es auch: Da hat sich wohl jemand gedacht: „Wo du nicht bist, kann ich nicht sein.“ Kammersänger und Ex-Intendant Harald Serafin kehrt nach sieben Jahren Mörbischer Bühnenabstinenz wieder an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. Einst im Burgenland auf Grund seiner Forderungen für die Festspiele als „Waunsinniger“ betitelt, belehrte er die Skeptiker eines Besseren. Und jetzt wird es untypisch: „Danilo vom Dienst“ nannte man ihn, stets hat er virile Rollen gespielt, Liebhaber und Fürsten, Barone und Helden der Mythologie. Nächstes Jahr wird er – und nun bitte festhalten – zum Ober-Eunuchen. Umgangssprachlich könnte man meinen: „Ein kleiner Schnitt, ein großer Schritt.“ Gewehrt hat er sich anfangs, doch jetzt wird er selbstbewusst „beispielgebend für alle Eunuchen sein“. Und wer diesen Mann kennt, der weiß: Mit einer Rikschafahrt gibt der einstige Genius loci sich nicht zufrieden…. Diese Rolle (laut Otto Schenk eine der besten!) braucht wahre Größe.

Peter Edelmann selbst hat noch keine Lust, auf der Bühne zu stehen, er will „sehen, wie das Werkel läuft.“ Er sollte Acht geben, damit ihn nicht die Rikscha überfährt.

„Das Land des Lächelns“ feiert seine Premiere am 11. Juli 2019. Gespielt wird bis 24. August. 

Vorschau: Die Seefestspiele Mörbisch und ihre Kinderoperette 2018!

 

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Foto: (c) Seefestspiele Mörbisch

 

 

Lange gab es bereits Pläne für die Durchsetzung einer Operettenproduktion für Kinder auf der Seebühne Mörbisch. Umgesetzt werden sie im heurigen Jahr, durch den neuen Künstlerischen Direktor Peter Edelmann, der auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien tätig ist. Kindern von 8-12 Jahren wird in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien heuer die „Gräfin Mariza“ (Kálmán) in einer Kinderfassung nähergebracht.

„Operette? Das ist etwas für Opas, das Wort ist da doch schon enthalten?“, fragt sich so mancher kleine „Racker“. Spielerisch, mit Witz, Fantasie und natürlich professioneller Umsetzung will man sich in Mörbisch künftig daran machen, dass Kinder das Genre besser kennenlernen und sich ein Bild davon machen, wie „cool“ das sein kann.

Eine liebevoll-kluge Adaptierung der Original-„Mariza“, in der der Kammerdiener Penizek die Geschichte der aufbrausenden, einfallsreichen Gräfin erzählt. Altersgerecht aufbereitet, in der kleinen Spielstätte mit maximal 250 Plätzen. Die Vorlage stammt von Autorin Marie-Therese Arnbom.

Am 25. und 26. Juni 2018 ist es soweit: Die Mariza für kleine Gäste feiert Premiere und lädt jeweils vormittags und einmal nachmittags zum Entdecken und Mitmachen ein. Nach der Vorstellung ist die Action aber längst nicht vorbei. Es geht munter weiter, mit einer Bühnenbesichtigung und einem Sing-Along von „Komm mit nach Varasdin, solange noch die Rosen blühn´“ mit Solisten der Seefestspiele.

Schulklassen können sich ebenso anmelden.

 

Alle wichtigen Informationen findet man unter:

http://www.seefestspiele-moerbisch.at/kindermariza

Mörbisch: Non habemus intendantam, aber dafür einen Künstlerischen Direktor!

 

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Der designierte Künstlerische Direktor der Seefestspiele Mörbisch, Univ. Prof. Peter Edelmann (c) Landespressedienst Burgenland

 

 

Eine Woge ging hoch, als bekannt wurde, dass Schauspieler und Gloria-Theaterleiter Gerald Pichowetz nun doch nicht als Intendant der Seefestspiele Mörbisch seinen Dienst antreten würde. Die Veranstalter und der „Neue“ kamen in Punkto künstlerische Neuausrichtung (Pichowetz plante umfassende Restrukturierungen sowie die Aufführung des Robert Stolz-Werkes „Die Frühjahrsparade“, auf welcher „kaiserliche“ Patina liegt) nicht überein.

Bei einer einberufenen Pressekonferenz in Eisenstadt wurde schließlich der Wiener Bariton und Institutsleiter Peter Edelmann (Institut für Gesang und Musiktheater an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) als neuer Künstlerischer Direktor (die Bezeichnung Intendant/Intendantin soll es ab 2018 nicht mehr geben!) und Teamchef vorgestellt. Er sang in Mörbisch beispielsweise schon in der „Fledermaus“.

Pichowetz bedauerte, dass man nicht überein gekommen sei, und wünschte seinem Nachfolger alles Gute.

Der Vertrag der jetzigen Intendantin, Kammersängerin Dagmar Schellenberger, läuft im Jahr 2017 aus. Sie wird im Sommer Carl Zellers Klassiker „Der Vogelhändler“ zum Abschied aufführen. 60 Jahre Seefestspiele Mörbisch (www.seefestspiele.at) heißt es dann beim berühmten Festival, welches vom Hildesheimer Bass Herbert Alsen 1957 mit dem „Zigeunerbaron“ gegründet wurde.

Peter Edelmann ist überzeugt, „Mörbisch in eine gute Richtung“ lenken zu können. Die „Qualität müsse auf jeden Fall da sein, man könne sich leisten, ab und zu etwas Ausgefalleneres zu machen, aber es dürfe nicht hinter jedem Stück ein Fragezeichen stehen“.

Edelmann steht für eine neue Qualität des Teamplay, er möchte alle Mitwirkenden einbinden, und setzt auf flache Hierarchien. Er zeigt sich als ein offener, freundlicher Typus, ging auf die Journalisten zu und suchte den Dialog.

Für 2018 ist nun die „Gräfin Mariza“ von Imre Kálmán fix geplant. Zuletzt war diese im Jahr 2004 auf der Seebühne Mörbisch zu sehen, in einer wunderbar traditionellen Inszenierung von Winfried Bauernfeind, mit der heutigen Intendantin in der Hauptrolle.