Rolando Villazón

A STORY ABOUT…Rolando Villazón & MEXICO

Rolando Villazón, der Ausnahmetenor mit der unverwechselbaren Stimme, wurde in Mexico-Stadt geboren. Er besuchte die dortige Deutsche Schule und spricht demnach gut Deutsch. Auch hat er österreichische Vorfahren. Sein erster Gesangslehrer war der Bariton Arturo Nieto, er setzte dann sein Studium am Musikkonservatorium fort.

Colegio Aleman Alexander von Humboldt Mexico City

Colegio Aleman Alexander von Humboldt (c) Colegio Aleman

 

Rolando gewann zwei mexikanische Musikwettbewerbe. Im Jahr 1998 entschied er sich dazu, am Merola Opera Programm der San Francisco Opera teilzunehmen. Er besuchte unter anderem Meisterklassen mit Joan Sutherland. Im Jahr darauf wurde er Zweiter bei Placido Domingos Operalia Gesangswettbewerb und bekam auch zusätzlich den Preis für Zarzuelas (spanische Operetten) und den Operalia-Publikumspreis überreicht.

Rolando Villazón war anfangs ein eher unbekannter junger Sänger, doch mit dem Auftreten an berühmten Opernhäusern wie Paris (Bastille), Berlin (Unter den Linden), Hamburg, Wien, New York und Los Angeles steigerte sich stets seine Beliebtheit.

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Als Rodolfo in La Bohéme (c) ROH Opera House

Seine beiden Hauptpartien waren damals der Rodolfo aus „La bohéme“ und der Alfredo Germont aus „La traviata“, also italienisches Fach.

Sein Durchbruch als Sänger gelang ihm als ebendieser Alfredo Germont in der Salzburger La traviata, an der Seite der blutjungen Anna Netrebko als Violetta Valery, im Jahr 2005. Regie führte Willy Decker.

Zuvor sang er schon an der Wiener Staatsoper den „Liebestrank“ von Donizetti, ebenfalls an der Seite von Netrebko.

Ein Riesenerfolg wurde auch der TV-Film La Bohéme, auch wieder gemeinsam mit Anna Netrebko, unter der Regie von Robert Dornhelm. Auch eine DVD wurde produziert. In diesem Film spielen und singen neben Villazón und Netrebko, die ein hinreißendes Paar als Rodolfo und Mimi abgeben, auch Sänger wie Nicole Cabell als Musette oder der ehemalige Wiener Staatsopern-Direktor Ioan Holender als Alcindoro und Staatsopernbariton Adrian Eröd als Schaunard.

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Rolando und Anna Netrebko als Rodolfo und Mimi im filmischen Schneegestöber (c) Warner Pictures

Villazón ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Und was ist mit Mexico? Der Stadt, in der er geboren wurde, mit der er all seine Kindheitserinnerungen verbindet?

Seit dem Jahr 2010 ist Rolando Kulturbotschafter für Mexico. Mexico-Stadt hat über 8 Millionen Einwohner. Die UNESCO hat das historische Zentrum von Mexico zum Weltkulturerbe erklärt. Es gibt 16 Stadtbezirke (delegaciones).

Auf das Jahr 1325 wird die Gründung der Stadt unter dem Namen Tenochtitlan unter Atztekenherrschaft datiert.

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Zentrum

Immer wieder besucht Rolando heute gerne Mexico-Stadt, um sich den Sängernachwuchs in den Schulen anzusehen. Er ist stolz auf seine Geburtsstadt und seine Herkunft. Seine Tradition beweist er auch, in dem er in der Landessprache singt: Er brachte eine CD mit traditionell mexikanischen Gesängen heraus, gemeinsam mit den Bolivar Solisten.

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Rolando in Mexico (c) TV

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Rolando singt (c) Classicfm

English Version:

Rolando Villazón, the spectacular tenor with this distinctive voice,was born in Mexico City. He attended the German School there. Not a surprise that his German is very good. He also has Austrian forefathers. His first singing teacher was baritone Arturo Nieto, later he attended the conservatorium of Music. Rolando won two competitions in Mexico. In 1998 he decided to take part in Merola Opera Program by the opera in San Francisco. He was a visitor of Joan Sutherland´s Master Classes. One year later, he nearly won Placido Domingo´s Operalia competition. Rolando also won the trophy of Zarzuela (spanish operetta) and the Public Price.

Villazón was not a very familiar singer, young and talented, but after his engagements at the Met, at Staatsoper Hamburg, Wien, Berlin (Unter den Linden), Paris (Bastille) and Los Angeles he gained sympathy. The main characters he sung were Rodolfo in „La bohéme“ and Alfredo Germont in „La traviata“, therefore mostly italian operas.

A Grand appearance he had in 2005 at the Salzburger Festspiele in La traviata, produced by Willy Decker, together with Anna Netrebko as Violetta. At the Wiener Staatsoper he made an appearance in Donizetti´s „L elisir d´amore“, also with Netrebko.

Villazón is married to his wife Lucia and has two sons.

Now to Mexico..What about the City he was born in and all the memories he has?

Since 2010 Rolando is cultural ambassador for Mexico. Mexico City has more than 8 million inhabitants. UNESCO has considered the ancient centre of Mexico as world cultural heritage. There are 16 districts (delegaciones). In 1325, Mexico was founded as City of Tenochtitlan. The very first inhabitants were Atzteken.

Rolando visits his hometown with great joy, he seeks for new talents in schools and enjoys the tradition. A CD featuring new classical mexican songs has been released.

Wieder da: La traviata in Bayern

Bayerische Staatsoper. München

  

 

Giuseppe Verdis Meisterwerk findet seine Wiederaufnahme an der Bayerischen Staatsoper. Die Schwindsüchtige kehrt zurück.

Allen voran sind Sonya Yoncheva (Violetta Valéry) und Rolando Villazón (Alfredo Germont) gleich nach „Donna Anna“ das fast perfekte Opernpaar. Leidend, liebend, schmachtend. Das Übrige tut Kammersänger Leo Nucci als Alfredos Vater Giorgio.

Kurtisanen liebt man nicht! Das findet Alfredos Vater, nachdem sein Sohn mit der schwindsüchtigen Violetta Valéry zusammengezogen ist. Aus Liebe zu Alfredo sieht Violetta das sogar ein. Sie verlässt ihn, stirbt arm, krank – nur noch vom Glück wahrer Liebe träumend. Eine der beliebtesten Opern Verdis hält der Gesellschaft immer noch einen Spiegel ihrer verlogenen Moral vor. Eine exemplarische Produktion! (c) Bayerische Staatsoper

Besetzung
Musikalische Leitung Pietro Rizzo
Inszenierung Günter Krämer
Bühne Andreas Reinhardt
Kostüme Carlo Diappi
Licht Wolfgang Göbbel
Chor Sören Eckhoff
Violetta Valéry Sonya Yoncheva
Flora Bervoix Heike Grötzinger
Alfredo Germont Rolando Villazón
Annina Rachael Wilson
Giorgio Germont Leo Nucci
Gaston Francesco Petrozzi
Baron Douphol Christian Rieger
Marquis d’Obigny Tareq Nazmi
Doktor Grenvil Mattia Denti
Giuseppe Matthew Grills
Ein Diener Floras Leonard Bernad
Ein Gärtner Rafał Pawnuk

Villazón bestens in Form

Haus für Mozart.Salzburg

Der mit Spannung erwartete Abend im Haus für Mozart von Rolando Villazón im Rahmen der Mozartwoche ist ein wenig dürftig ausgefallen. Denn Villazón sang lediglich 3 Arien. Aber stimmlich war dieser Auftritt weit entfernt von dürftig. Denn der mexikanische Tenor zeigte sich flexibel, manchmal auch mit ein wenig baritonalen Timbre. Er verehrt und liebt Mozart, diesen Komponisten. Dieses Wunderkind, das sich Zeitlebens kein Blatt vor den Mund nahm, musikalisch wie im Privatleben, fasziniert ihn. In einem Interview erwähnte er, er lese furchtbar gerne Mozarts Briefe. Na bitte, was liegt da näher, als ihn auch zu singen. So oder ähnlich mag Villazón gedacht haben.

Also: Die erste Arie sollte jene des Ottavio aus „Don Giovanni“ werden. Die weich und feinsinnig  interpretierte Arie „Il mio tesoro“ ließ das Publikum begeistert applaudieren. Wiewohl man nicht erwarten könnte, dass Villazón aus dem Stand heraus ein Mozart-Tenor wird, beeindruckte er mit dem untrüglichen Gefühl für diese Musik. Er möchte sich annähern und anfreunden, das merkt man.

Danach folgte die seltene Konzertarie „Aura, che intorno spiri“ (KV 431), die er ebenfalls mit Gefühl interpretierte. Feine Kunst war hier ebenso gefragt, denn die harten Töne haben bei Mozart eher nichts verloren.

Schließlich ließ Rolando Villazón „nur einen Wunsch, nur ein Verlangen“ offen, bei der Arie des Pylades aus „Iphigenie auf Tauris“ von Gluck. Nämlich die erste Arie noch einmal zu wiederholen. Und das tat er.

-Martina Klinger-

Haus für Mozart in Salzburg  Villazón im Haus für Mozart-Auftritt

This Review is also available in English.

The eagerly awaited evening in the House for Mozart Rolando Villazón as part of the Mozart Week is down a little skimpy. Because Villazón sang only 3 arias. But this performance was vocally far from poor. Because the Mexican tenor proved flexible, sometimes with a little baritone timbre. He worships and loves Mozart, this composer . This miracle child that his life no leaf took over his mouth , musically and in private life , fascinated him. In an interview he mentioned that he really like to read his letters . There you go , what could be better than him to sing. Or so Villazón may have thought .

So : The first aria should be that of Ottavio in “ Don Giovanni “ . The soft and subtle interpreted aria “ Il mio tesoro “ had the audience enthusiastically applauding . Although one might not expect a Mozart tenor Villazón is from a standing start , he impressed with the unerring feeling for this music . He wants to approach and befriend it shows.

This was followed by the rare concert aria “ Aura , che intorno spiri “ (K. 431 ), which he also interpreted with feeling. Fine art was in demand here as well , because the harsh tones rather have lost nothing of Mozart .

Finally, Rolando Villazón was “ just one wish , only one demand“ open in the aria of Pylades from „Iphigenie en Tauride “ by Gluck . Namely, to repeat the first aria again. And he did .

Questa critica è disponibile anche in italiano.

La serata atteso nella Casa per Mozart Rolando Villazón , nell’ambito della Settimana Mozart è giù un po ‚avari . Perché Villazón ha cantato solo 3 arie . Ma questa performance è stata vocalmente tutt’altro che povero . Poiché il tenore messicano ha dimostrato flessibile , a volte con un po ‚di baritono timbro. Lui adora e ama Mozart , compositore . Questo bambino prodigio che la sua vita non foglia ha assunto la sua bocca , musicalmente e nella vita privata , lo affascinava . In un’intervista ha detto che gli piace molto leggere le sue lettere. Ci si va , cosa c’è di meglio di lui a cantare. O almeno così Villazón può aver pensato .

Quindi : La prima aria deve essere quella di Ottavio nel „Don Giovanni“ . Le arie morbide e sottili interpretati „Il mio tesoro “ avevano il pubblico applaude con entusiasmo . Anche se si potrebbe non aspettatevi un tenore di Mozart Villazón è con partenza da fermo , ha impressionato con la sensazione infallibile per questa musica . Vuole avvicinarsi e fare amicizia si vede.

Questa è stata seguita dalla rara aria concerto “ Aura , Che Intorno spiri “ ( K. 431 ) , che ha anche interpretato con sentimento . Arte era richiesto anche qui , perché i toni duri invece hanno perso nulla del Mozart .

Infine , Rolando Villazón è stato “ un solo desiderio , una sola domanda “ aperta l’aria di Pilade da “ Iphigénie en Tauride “ di Gluck . Vale a dire , per ripetere ancora una volta la prima aria . E lo ha fatto .

Cette critique est également disponible en français.

La soirée très attendue à la Chambre pour Mozart Rolando Villazón dans le cadre de la Semaine Mozart est en baisse un peu maigre . Parce que Villazón chante seulement 3 airs . Mais cette performance était vocalement loin de pauvres. Parce que le ténor mexicain s’est avéré souple , parfois avec un peu de timbre de baryton . Il adore et aime Mozart , ce compositeur . Cet enfant de miracle que sa vie ne s’est feuille sur sa bouche , musicalement et dans la vie privée , le fascinait . Dans une interview , il a mentionné qu’il aime vraiment lire ses lettres . Là vous allez, ce qui pourrait être meilleur que lui pour chanter . Ou alors Villazón peut-être pensé .

Donc : Le premier air doit être celle d‘ Ottavio dans «Don Giovanni» . Les aria douces et subtiles interprétées « Il mio tesoro “ avaient le public applaudir avec enthousiasme . Bien que l’on ne pourrait pas s’attendre à un ténor de Mozart Villazón est d’un départ arrêté , il a impressionné avec le sentiment infaillible pour cette musique . Il veut se rapprocher et se lier d’amitié ça se voit.

Elle a été suivie par le concert aria rare “ Aura , che intorno spiri “ ( K. 431 ) , dont il a également interprété avec émotion. Beaux-arts était en demande ici aussi , parce que les tons durs ont plutôt rien de Mozart perdu .

Enfin , Rolando Villazón était „juste un souhait , une seule demande “ ouverte dans l’aria de Pylade de “ Iphigénie en Tauride “ de Gluck . À savoir , à répéter la première aria . Et il l’a fait .

 

 

Bitte vor den Vorhang, Rolando Villazón!

 

Rolando Villazón ist ein mexikanischer Tenor. Er hat auch österreichische Vorfahren. Seine Ausbildung begann er an der Academia de Artes Espacios. Hier studierte er Musik, Schauspiel und Ballett. Beim Bariton Arturo Nieto nahm er Gesangsunterricht. Er nahm früh an den Young Artist-Programmen in Pittsburgh und San Francisco teil. Sein Bühnendebut in Europa feierte er mit dem Des Grieux in „Manon Lescaut“ in Genua.

In Paris sang er den Alfredo in Verdis „La traviata“ und 2005 war er in dieser Partie mit großem Erfolg bei den Salzburger Festspielen zu hören. Weiters gastierte er in Glyndebourne, Baden-Baden, am Royal Opera House Covent Garden, Tokio, Brüssel, Amsterdam und Barcelona.

An der Wiener Staatsoper debütierte er in der Rolle des Nemorino in „Der Liebestrank“(„L´elisir d´amore“). Weitere Rollen folgten, etwa Rodolfo in „La Bohéme“ Alfredo in „La traviata“.

In der aktuellen Saison 2013/14 singt Rolando Villazón hier den Lenski in „Eugen Onegin“.

-Martina Klinger-

Links:

http://www.rolandovillazon.com