Salzburger Festspiele

Sommerbühne #6: Salzburger Jedermann von H. von Hofmannsthal

Kaum ein traditionsreicheres Schauspiel gibt es als dieses: Das Sterben des reichen Mannes. Wer Jedermann denkt, denkt Salzburg. Wer Jedermann denkt, denkt an den gedeckten Tisch. Das Stück präsentiert sich reichlich variabel, allen zum Trotz. Eine Entwicklung hat es zweifelsfrei durchgemacht.

Schell, Jürgens, Berger, Hörbiger (Attila, Christiane), Lohner, Simonischek, Ferres, Reinsperger, Obonya, Moretti, Hochmair, Hobmeier, Minichmeyer, das sind klingende Namen sowie neue Impulse in den Ohren der Theaterfans. Sie alle verbindet, dass sie im Spiel vom Sterben des reichen Mannes mitgewirkt haben.

Im Jahr 2019 füllen Tobias Moretti als Jedermann und die „Neue“ Valery Tscheplanowa, gebürtige Russin, als Buhlschaft die Rollen aus. Sie spricht von der Rolle als Auftritt und bringt frischen Wind mit. Das ist auch nötig, wenn das Stück bereits im Jahre 1911 im Berliner Zirkus Schumann uraufgeführt wurde, damals in der Regie von niemand Geringerem als Max Reinhardt. An das Seminar desselben Namensgebers drängen angehende SchauspielerInnen und RegisseurInnen. Die Aufnahmeprüfung ist hart, die Selektion durch die Ausführenden auch. Darüber müssen die DarstellerInnen des Jedermann nicht mehr diskutieren.

Michael Sturminger, renommierter Regisseur und an Oper und Theater gefragt, inszeniert den „Jedermann“ im 3. Jahr. Progressiver, aggressiver geht es zu. Die Kostüme von Renate Martin verleihen ein stellenweise braves Bild, geschniegelt im Anzug der Jedermann Moretti und sein Gesell (auch sein Bruder: Gregor Bloeb), der auch als Teufel im Einsatz ist. Hier weniger brav und eher im Musical-Stil.

Moretti agiert scharf, zieht und packt zu, reagiert impulsiv. Lebensfroh, erfüllt und sterbenselend liegen in seiner Interpretation nah beieinander. Tscheplanowa im Hosenanzug in heller Farbe (moderner: Jumpsuit) ist eine starke Partnerin, mimisch ausdrucksstark. Auch eine Gesangseinlage für die Buhlschaft ist neu. Schmusen auf der Bühne? Darf für die beiden kein Problem sein. Aggressiv wirkt das.

Peter Lohmeyer als Tod, Mavie Hörbiger als Werke, der sehr gute Falk Rockstroh als neuer Glaube, Edith Clever als Jedermanns Mutter, Martina Stilp und Michael Masula als Schuldknecht-Paar sind mit von der Partie. Dicke und dünne Vetter gibt es in Form von Björn Meyer und Tino Hillebrand. Als Mammon fungiert Christoph Franken. Helmut Mooshammer hat sich schon an die Stelle von Johannes Silberschneider als armer Nachbar gesetzt, und Markus Kofler ist der Koch.

Die musikalische Leitung der Streicher liegt bei Jaime Wolfson. Der Jedermann: „Ein singulärer Vorgang im deutschen Theater“, so heißt es vonseiten der Salzburger Festspiele. Die sich um dessen Auslastung wohl keine Sorgen machen müssen. Die 14 Vorstellungen auf dem Salzburger Domplatz sind allesamt ausverkauft.

Info:

JEDERMANN – H. von Hofmannsthal – Salzburger Festspiele 2019

Regie: Michael Sturminger

Aufführungen: von 20. Juli bis 28. August auf dem Salzburger Domplatz, bei Schlechtwetter im Großen Festspielhaus.

http://www.salzburgerfestspiele.at

Sommerstück (9): Domplatz in neuem „Gewand“. Farbenlehre und der Zugang zum Sterben – der neue JEDERMANN in Salzburg

 

Vielleicht das meist-erwartete Stück dieses Sommers in Salzburg: Der neue JEDERMANN. Alles neu, alles innovativ. Nicht jeder und jede konnte von diesem erstmaligen Konzept allerdings überzeugt werden. Hofmannsthal 2017 sieht naturgemäß etwas anders aus als jene Interpretation des Gründungsjahres. Sicher liegt das nicht nur an der neuen Düsterkeit. Bühne anders, Darsteller anders, alles anders?

Der Film- und Fernsehstar und Theaterdarsteller Tobias Moretti (wer in Österreich hat noch nichts von ihm gehört…Die Kommissar-Rex-Zeiten sind aber definitiv vorbei) ist der antizipierte, mit Spannung erwartete neue Jedermann im Jahr eins nach Obonya. Dieser Mann weiß definitiv, worauf er sich eingelassen hat. Ein wenig Unsicherheit und Nervosität, wenn auch gut versteckt, gehört zu jeder neuen Rolle. Aber bei Moretti macht man sich keine Sorgen. Man ahnt, dass er diesem Jedermann gewachsen ist, ihn mit Bild- und Stimmgewalt ausfüllen wird. Mal mit zusammengebissenen Zähnen, erwartungsvoll, niedergeschlagen. Alles, was man vom Jedermann erwartet, kurzum. Sich wehrend und ereifernd, genussvoll und leidend.

Ganz in Schwarz steckt Moretti in der Inszenierung von Michael Sturminger. Man kann das Schwarz, wie auch Farben in dieser Interpretation überhaupt eine starke Bedeutung haben, folgendermaßen interpretieren: Es regt nichts auf, nichts lenkt ab vom Leben und Sterben des reichen Mannes. Es ist ein Mann, ein einfacher Mann, vielleicht komplex in seinen Gedanken, aber immer einer von uns, aus dem Volk. Es „färbt“ nichts ab, bis sich eine markante Farbe in sein Leben mischt.

Diese markante Farbe ist rosa, genauer lachs-rosa. Eben nicht dieses Pink, dieses stechend-grelle Pink, sondern eine sanftere Nuance, eine Andeutung. Jugendlichkeit, Umtriebigkeit und Frische, Verlockung, Lähmung und Bejahung eines ausschweifenden Lebens. Diese Farbe soll den Jedermann ergreifen. Sie kommt in Gestalt der neuen Buhlschaft, und das ist Stefanie Reinsperger, Schauspielerin vom Volkstheater in Wien. Diese Rolle, wer spielte sie nicht gerne? In der Tradition von Johanna Terwin, Christiane Hörbiger oder Veronica Ferres steht diese Buhlschaft nicht mehr. Sie macht daraus „ihr eigenes Ding“. Viel lacht sie, intensiv spielt sie.

Der bereits eingespielte, immer kunstvoll bemalte und ausdrucksstark agierende Peter Lohmeyer ist als Tod der „krasse“ Gegenentwurf zu einer lebensbejahenden Einstellung. Düster, kraftvoll und wenig humanistisch, so zeigt Sturminger diese Figur im Jahr 2017.

Eine weitere Premiere stellt Edith Clever dar, sie gibt Jedermanns Mutter. Johannes Silberschneider, sehr gefragt und immer im Einsatz, geht vom „Nachbarn“ zum „Glauben“ über.

Renate Martin und Andreas Donhauser entwerfen für das Jahr 2017 Bühne und Kostüme.

Der Jedermann 2017 präsentiert sich als gewollter Totentanz, eine Neuinterpretation wenn man so will. Man sollte sich das Spiel vom Sterben des reichen Mannes jedenfalls nicht entgehen lassen.

 

Sommeroper (8): Ein LEAR ohne König bei den Salzburger Festspielen

 

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Gerald Finley als Lear/Salzburger Festspiele (c) SN/APA/Barbara Gindl

 

 

Moderne Musik, moderne Oper? Das hört man eher selten. Ein Werk, bei dem der Komponist die Aufführung putzmunter erleben kann? Auch eher eine Rarität. Die letzte Premiere der Salzburger Festspiele bot einen solchen Anblick. Aribert Reimann darf zurecht stolz auf die Aufführung seines Werkes sein.

Es handelt sich hier um eine Oper etwas freier nach Shakespeare gefasst. Sie lebt primär von einem geschnürten Paket aus kraftvoller, intensiver Musik „verrührt“ mit realistischen und verdichteten Dialogen. Die Salzburger Festspiele unter ihrem neuen Intendanten Markus Hinterhäuser sind mutiger geworden, das lässt sich auf jeden Fall schon einmal konstatieren.

Gerald Finley besetzt die Titelrolle des Lear (ohne König, wohlgemerkt). Er trumpft auf durch seine Bühnenpräsenz, strahlende Töne von baritonaler Färbung. Die „Ohnmacht der Lage“ kann er trotz flehenden Bitten kaum erkennen, erst gegen Ende. Diese Rolle kann zu einer Ausdrucksstärke seinerseits viel beitragen. Unter der neuartigen sowie profunden Regie von Simon Stone aus der Schweiz spielen und singen sich die Protagonisten durch die schon mal mit Mickey-Mouse-Figuren durchspickte Oper. Die Töchter Goneril und Regan singen ihren Vater an (Evelyn Herlitzius und Gun-Brit Barkmin) und wirken dabei wie Diven oder dramatische Heldinnen.

Die junge Anna Prohaska gibt ihr Rollendebüt als Cordelia und wirkt gelöst und entspannt. Michael Maertens, seines Zeichens Burgtheater-Veteran, ist in der Sprechrolle des Narren zu sehen. Eine eindrucksvolle Idee ist, wie die Statisten als Spielball der Gesellschaft agieren. Sie werden „ermordet“, indem sie in Theaterblut getaucht werden, oder aber von der Bühne gejagt.

Franz Welser-Möst ist mit der musikalischen Leitung betraut, welche er nicht nur bloß „erledigt“, wie manch anderer. Sentiment hat auch keinen Platz beim Dirigat, schnelles Durch“peitschen“ aber ebenso wenig. Er findet einen tollen Mittelweg.

Sommeroper (7): Anna Netrebkos Debüt als AIDA bei den Salzburger Festspielen

 

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Anna Netrebko als Aida (c) APA/Barbara Gindl

 

 

Es ist die wohl am meisten erwartete Oper des Sommers, mit einer berühmten Rollen-Debütantin: Die Salzburger Produktion der „AIDA“ (Giuseppe Verdi). Das alte Ägypten sollte Einzug halten, aber viel minimalistischer als erwartet. Es ist kein Spektakel mit Pomp und Trompeten geworden.

Man erkennt Anna Netrebko, die „westöstliche Diva“, wie sie in einer Fernsehsendung genannt wurde, anfangs fast nicht. Stark geschminkt mit Katzenaugen lässt sie ihre Stimme zu den höchsten Tönen ansetzen. Sie klingt stark, gefestigt und mächtig, geht in ihrer Rolle auf. Monatelang haben alle auf dieses Debüt gewartet, die Premiere war ausverkauft. Kleine Schilder mit „Suche Karte“ außerhalb der Festspielstätte keine Seltenheit.

Statisch und traditionell – so wird die Produktion angekündigt. Traditionell ist sie, statisch kann man sie auch sehen. Sie ist eben anders. Salzburg, oder besser die iranisch-amerikanische Regisseurin (auch Filmregisseurin) Shirin Neshat hat einen ganz besonderen, eigenen Stil eingebracht. Von fast erdrückendem Purismus. Nichts stört, nichts ist voller Emotionen. Nur die Sänger und Sängerinnen bringen diese Emotionen in die kalten, doch reduziert-ausdrucksvollen Wände. Riccardo Muti dirigiert diese Produktion, und man merkt: Hier ist ein Profi am Werk!

Man mag sich über szenischen Stillstand echauffieren. Diese Produktion ist modern, frisch und jugendlich.

Anna Netrebkos Partner auf der Bühne ist als Feldherr Radames Francesco Meli, der die Partie tadellos beherrscht. Ihre Gegenspielerin Ekaterina Semenchuk schreibt als Amneris ein Stück weiterer Festspielgeschichte. Luca Salsi und Roberto Tagliavini als Könige, die sich profund stimmlich und darstellerisch bekriegen.

Salzburg hat definitiv keine solche Aida gehabt!

Sommertalk (6): Konstruktives Gespräch – Ioan Holender mit Kulturexpertinnen

Auf Schloss Leopoldskron, wo früher der Schauspielchef der Salzburger Festspiele Max Reinhardt residierte, fanden die Salzburger Festspielgespräche statt. Unter der charmanten und fordernden Moderation von Ioan Holender trafen sich Dr. Hedwig Kainberger, Ressortleiterin für Kultur bei den Salzburger Nachrichten und mehrfach ausgezeichnete Kulturjournalistin, und Bettina Hering, die Schauspielchefin der Salzburger Festspiele anno 2017. Diese gestaltet in enger Abstimmung mit Festspielintendant Markus Hinterhäuser das Programm.

Die Festspiele warten unter anderem mit „Lulu“ (Alban Berg), „Wozzeck“ (ebenso Berg) oder dem naturalistischen Drama Rose Bernd (Gerhart Hauptmann) auf. Der Jedermann, wie betont wird, ist natürlich singulär. Holender betont aber auch, dass dieser „nie ein wirklich erfolgreiches Stück“ gewesen sei, außer natürlich bei den Salzburger Festspielen. Bettina Hering spricht über Kooperationen mit Institutionen wie dem Wiener Burgtheater oder der Wiener Staatsoper in der Vergangenheit. Unter anderem habe man „Die tote Stadt“ nach Salzburg gebracht.

Holender meint, dass dabei immer Salzburg im Genre „Oper“ das berühmte Recht der ersten Nacht hätte. Er fragt sehr hartnäckig und dabei feinsinnig nach, ob es denn „selten oder nie“ vorkäme, dass Produktionen bei den Festspielen wiederaufgenommen werden. Doch, bekommt er Antwort, das wäre natürlich schon eine Option. Zum Beispiel wurden Werke von Andrea Breth schon wiederaufgenommen.

Dr. Kainberger fragt der charmante Ex-Staatsoperndirektor, ob sie wiederum den „Jedermann“ als ein gutes Stück bezeichnen würde. Sie antwortet: „Der Jedermann ist eigenwillig, er hat eine faszinierende Sprache. Die Sprache ist überhaupt das Element. Der Jedermann stellt eine wichtige Frage in unser aller Leben: Wie sterben wir gut?“. Die Kulturkritikerin hält die Neuinszenierung mit Tobias Moretti und Stefanie Reinsperger unter der Regie von Michael Sturminger für gut. Die Texteinstellungen wären sehr mutig.

Mit eine zentrale Fragestellung in diesem Salzburger Festspielsommer: Wieso will die Menschheit immer wissen, wer Jedermann und wer Buhlschaft darstellt? Ist das so wichtig? Es gibt immerhin eine eigene Pressekonferenz, um die beiden Hauptdarsteller vorzustellen. Dr. Kainberger antwortet: „Für „uns“ als Kulturkritiker ist es nicht so zentral wichtig. Aber: Der Jedermann steht für uns alle, und es ist ein Lehrstück, die Tischgesellschaft, das sind doch wir alle, die wir im Leben stehen.“

Der Jedermann habe die Aufgabe, mitzuteilen, dass man nie alleine sei. Auch wenn niemand bei einem ist. Und, Ioan Holender möchte noch etwas Wichtiges wissen: Was passiert denn nun, wenn der Hauptdarsteller des Jedermann, (in diesem Fall Tobias Moretti) krank wird? Ja, dann, meint Bettina Hering, dann „fällt die Vorstellung aus“. Warum? Könnte man denn nicht in Ausnahmefällen Cornelius Obonya wieder holen? Nein, es gibt nur einen Jedermann-Darsteller im Jahr, und der steht wie schon gemeint für die Allgemeinheit. Deshalb geht ein Ersatz nicht durch.

Wäre es nicht auch eine Option, einmal fremdsprachige Stücke bei den Salzburger Festspielen aufzuführen? Ja, natürlich, aber die Damen sind sich unter dem wachsamen Blick von Holender sicher: Wenn das Konzept stringent ist, dann kann das sein.

Ein stringentes Konzept, damit sind alle zufrieden.

Die Salzburger Festspiele 2017 – Mit dem Festspielpartner Audi erleben Sie die Salzburger Festspiele auf besondere Art.

 

 

Termine:

JEDERMANN

mit Tobias Moretti, Stefanie Reinsperger

21. Juli (Premiere), 23., 28., und 29. Juli, 03., 07., 14., 18., 20., 24., 26. und 28. August 2017

 

AIDA

Giuseppe Verdi

Die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti,

mit Anna Netrebko und Francesco Meli

09. August 2017

mit Victoria Yeo und Yusif Eyvazov

22. August, 25. August 2017

 

I DUE FOSCARI – Konzertante Aufführung

Giuseppe Verdi

mit Plácido Domingo, Joseph Calleja

11. August, 14. August 2017

 

LA CLEMENZA DI TITO

Wolfgang Amadeus Mozart

mit Russell Thomas, Golda Schultz

13. August 2017

 

LADY MACBETH VON MZENSK

Dimitri Schostakowitsch

Die Wiener Philharmoniker, Ferruccio Furlanetto, Maxim Paster

15. August 2017

 

ARIODANTE

Georg F. Händel

mit Cecilia Bartoli, Rolando Villazón

16. August (Premiere), 22. und 28. August

 

LUCRETIA BORGIA

Gaetano Donizetti

mit Juan Diego Floréz, Krassimira Stoyanova

27. August 2017

 

 

Audi bietet Ihnen hierzu VIP-Arrangements.

Preise „Audi VIP Arrangements“

Oper

(La Clemenza di Tito, Lady Macbeth von Mzensk, Ariodante) € 1.125 p.P. im Doppelzimmer

Aida € 1.145 p.P. im Doppelzimmer

 

Konzertante Aufführung

(I due Foscari, Lucretia Borgia) € 1.050 p.P. im Doppelzimmer

 

Schauspiel

Jedermann € 830 p.P. im Doppelzimmer

Einzelzimmer sowie Verlängerungsnächte buchbar auf Anfrage!

 

Hotels

Romantikhotel Gmachl  (**** Superior)

Der älteste Familienbetrieb Österreichs, in Elixhausen, am grünen Stadtrand, 8 km vom Stadtzentrum Salzburg, moderner Entspannungs- und Wellnessbereich, liebevoll eingerichtete Zimmer

oder

Hotel Crowne Plaza Salzburg – The Pitter

2014 renoviertes Traditionshotel, direkt gegenüber vom Mirabellgarten und 10 Gehminuten von der Altstadt. Traumhafter Ausblick und kulinarische Erlebnisse vom „IMLAUER – Sky – Bar und Restaurant“ im neu gebauten Dachgeschoss.

 

Die Audi VIP Arrangements

–> 1 Übernachtung im Romantikhotel oder im Crowne Plaza

–> Get together mit Drinks und Canapés

–> Festspielkarte Oper, Oper konzertant oder Schauspiel 1. Kategorie

–> Audi VIP Shuttle zur Aufführung und vom Restaurant zurück zum Hotel

–> 1 Programmheft der Salzburger Festspiele 2017

–> Pausenempfang (nicht bei „Jedermann“)

–> Dinner plus Tischgetränke

–> Gruppentrinkgelder

–> Reisebetreuung durch die festival service gmbh

 

Reservierung und Informationen

festival service GmbH, Maxglaner Hauptstraße 12, 5020 Salzburg

Telefon: +43 662 855107, Email: info@festivalservice.com

 

 

 

 

 

Tobias Moretti und Stefanie Reinsperger sind die neuen „people to be“ in Salzburg!

 

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(c) APA/Herbert Neubauer

 

Lange wurde gewartet, hin und her ging das Spiel, fast so wie das wirkliche Spiel um das Leben und Sterben des reichen Mannes, das jedes Jahr am Salzburger Domplatz (so denn gutes Wetter herrscht) gegeben wird. Cornelius Obonya (Mitglied der traditionsreichen Hörbiger-Familie) legte sein Amt als „Jedermann“ bekanntlich zurück. Auch verabschiedete sich nach nur einer Saison die Buhlschaft, Miriam Fussenegger wieder. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, so ein Spruch. Nun fand die Pressekonferenz statt, wo die Namen der neuen Besetzung der beiden Hauptrollen schließlich genannt wurde.

Es sind der erfahrene TV-und Filmschauspieler und Theater- und Opernmacher Tobias Moretti und die Newcomerin Stefanie Reinsperger aus dem neuen Ensemble des Wiener Volkstheaters.

Ab 2017 werden die beiden also auf den Domplatz marschieren und uns das immerwährende Faszinosum „Jedermann“ auf ganz neue Weise näherbringen.

 

 

 

HAPPY BIRTHDAY, KRUTZI! Christoph Krutzler feiert Geburtstag.

 

Der österreichische Schauspieler Christoph Krutzler wurde 1978 in Wien-Ottakring geboren. Er wuchs im Südburgenland auf und nach zahlreichen Engagements an österreichischen Theatern wurde er 2005 an das Volkstheater Wien engagiert, wo er in vielen Rollen und Produktionen zu sehen war. („Cabaret“, „Sonny Boys“…) Er war auch als Schauspieler bei den Salzburger Festspielen ( „Die letzten Tage der Menschheit“) und im Wiener Burgtheater aktiv.

Auch im Fernsehen fühlt sich der „Ottakringer Südburgenländer“ wie zu Hause: Er wirkte schon in zahlreichen ORF-Produktionen mit, unter anderem „Copstories“, „Wir sind Kaiser“, „Der Winzerkönig“ und auch Krimis zählen zu seinem Repertoire.

ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG!

 

 

Der Kultursommer 2016 – eine kurze Vorschau

Was erwartet uns im Jahr 2016 im Sommer auf den österreichischen Bühnen? Ein kurzer, stichpunktartiger Überblick:

– Vorarlberg: Seebühne Bregenz, Intendantin: Elisabeth Sobotka.

„Turandot“ von Puccini – 21. Juli bis 21. August (Besetzung: Riccardo Massi, Mlada Khudoley)

– Tirol: Tiroler Festspiele Erl, Intendant: Gustav Kuhn.

„Die Walküre“, „Das Rheingold“ von Wagner ab 08. Juli (Besetzung: Ferdinand von Bothmer, Hermine Haselböck)

– Salzburg: Salzburger Festspiele 2016, Künstlerische Gesamtleitung 2016: Sven-Eric Bechtolf.

“ Don Giovanni“, „Le Nozze di Figaro“ von Mozart, „Manon Lescaut“ von Massenet, 22. Juli bis 31. August  (Besetzung: N.N.)

– Steiermark: Styriarte „Beethoven Zyklus“ 24. Juni – 24. Juli

– Kärnten: Carinthischer Sommer – Programm wird am 3. Feb. präsentiert

– Oberösterreich: Musikfestival Steyr 2016, Intendant: Kons. Karl-Michael Ebner.

„Wiener Blut“ von J. Strauss – 28. Juli bis 13. August (Besetzung: N.N.)

– Niederösterreich: Theaterfest NÖ 2016, verschiedenste Bühnen von Juni – September

– Wien: Lustspielhaus Wien 2016, Intendant: Adi Hirschal.

Stück wird zeitnah präsentiert, ab 14. Juli  (Besetzung: N.N.)

– Burgenland:
> Opernfestspiele St. Margarethen 2016, Intendantin: Maren Hofmeister.
  „Der Liebestrank – L´elisir d´amore“ von Donizetti, Premiere am 6. Juli.
    (Besetzung: Elena Sancho, Mathias Hausmann)
 > Seefestspiele Mörbisch 2016, Intendantin: KS Dagmar Schellenberger.
 „Viktoria und ihr Husar“ von Abraham, Premiere am 7. Juli.
    (Besetzung: Michael Heim ?, Andreas Steppan ?)

 

 

 

 

 

Ein Blick auf Wolfgang Rihms Oper „Die Eroberung von Mexico“ – neu bei den Salzburger Festspielen

Wolfgang Rihm hat die moderne Oper „Die Eroberung von Mexico“ erschaffen. Nun verhält es sich so, dass die meisten populären Opern von Komponisten wie Puccini oder Verdi geschrieben worden sind. Diese haben aber um 1820, 1850 herum gelebt. Rihm ist 1952 geboren, und hat demzufolge einen ganz anderen, interessanten Zugang zu den großen Werken des Musiktheaters. Werfen wir einen Blick auf die Neuinszenierung der Salzburger Festspiele im Jahr 2015. Am 26. Juli wird sie erstmals aufgeführt, und zwar in der Felsenreitschule, die das ideale Ambiente für dieses Werk bietet.

1991 hat Rihm dieses Werk vollendet. Dieser Titel! Was mag mit dieser „Eroberung“ gemeint sein? Ein großer Feldzug, Soldaten, die einmarschieren in Mexico, ein kriegerisches Erringen? Nein, das nicht. Es dreht sich vielmehr um ein aktuelles Thema: Aufeinandertreffen mit dem Fremden. Als Hauptquelle von Rihm für diese Oper ist das 1932 aufgeführte La Conquete de Mexique von Antonin Artaud bekannt. Das Wort und die Sprache, die sind Rihm in dieser Aufführung nicht wichtig. Eine Art Anarchie, wie sie schon Artaud in sein Stück eingebaut hat, herrscht auch hier vor. Wolfgang Rihm hat die Gliederung seines Werkes in vier Teile von Artaud übernommen. Auch ein zweites Werk von Artaud, Le théatre de Seraphin, fand Einzug ins „Mexico“. Dazu gesellen sich noch weitere Gedichte und – man staune – aztekische Gesangseinlagen.

Die Musik solle die Handlung formen, und nicht nur bloß dazu spielen oder gar dahinplätschern. Die beiden Hauptpersonen sind Montezuma und Cortez, die ganz und gar nicht einer Meinung sind.

Gehen wir weiter zum Komponisten der Oper, Wolfgang Rihm.

Wer ist der Mann? Opernkomponisten sind (leider) selten geworden. Nun, er hat die Vorstellung eines großen Musikblocks, der „in ihm“ sei. Trivial klingt das nicht. Philosophisch betrachtet er diesen: Jedes seiner Werke sei ein Teil dieses Blockes. Rihm wuchs in Karlsruhe auf, und studierte Komposition in seiner Heimatstadt. Er instrumentalisierte einige von Arnold Schönbergs Klavierwerken. Er übernahm später den Lehrstuhl für Komposition in Karlsruhe.

In Donaueschingen fand sein erstes komponiertes Musikwerk Aufführung. Mit dem klingenden Namen Morphonie: Sektor IV.

Seine Schaffensperiode lässt sich in Stilistisch lassen sich grob drei Perioden im Schaffen von Rihm unterscheiden: Seine frühen Stücke sind geprägt von Instrumentalwerken Beethovens, Weberns und Schönbergs. Dem folgt ein knapper Stil, die Klänge werden von Rihm als Zeichen  gedeutet. Er möchte zeigen, wie man Musik anders sehen kann. Ab den 1990er Jahren sind diese beiden gegensätzlich. Rihm sucht bis heute nach einer Synthese.

Die Erstaufführung in der Neuinszenierung der „Eroberung von Mexico“ bei den Salzburger Festspielen wird mit Spannung erwartet.

-Martina Klinger-