Bitte vor den Vorhang, Hans Peter Kammerer!

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Der Bariton Hans Peter Kammerer wurde in Südtirol geboren und versteht es, selbst ganz kleinen Partien, bei denen auf der Bühne „fast nichts“ los ist, Leben einzuhauchen und sie liebevoll-charmant zu interpretieren. Seit etwa 20 Jahren zählt er zum Ensemble der Wiener Staatsoper. Immer wieder ist er in einer seiner Leibrollen, dem bunt-gefiederten Papageno aus der wohlbekannten Mozartschen „Zauberflöte“ (für Kinder, immer am Tag nach dem Wiener Opernball) zu hören. Es macht ihm auch sichtlich Spaß, für die Kleinen die Welt der großen Oper offen zu halten.

Mit KS Angelika Kirchschlager hat er übrigens einen gemeinsamen Sohn.

Sein Lehrer KS Walter Berry erklärte ihm: „Es gibt keine kleinen Rollen, nur kleine Sänger“. Kammerer studierte Gesang, eigentlich um „in zwei oder drei Jahren“ aufs Dirigieren umzusatteln. Doch ein „Aufschrei“ der großen Rita Streich bewahrte ihn: „Sind Sie denn wahnsinnig? Endlich einer, der begabt ist zum Singen!“

Immer noch kann er – wenn auch heimlich auf der Bühne – seine Leidenschaft ausleben. Er macht zum Beispiel einige Auftakte in Rollen, Dirigenten wie Karajan imitierend.

Sein offizielles Staatsoperndebüt gab er 1995 in Bizets „Carmen“ als Dancairo. Schon vorher allerdings trat er in einer Oper von A. Zimmermann „Soldaten“ mit seinem Lehrer auf.

Kammerer ist der Meinung, dass man als Künstler das Publikum nicht bedienen dürfe, sondern es „an der eigenen Freude“ teilhaben lassen sollte.