„Pfeifenwind und Saitenklang“ – ein Konzert der besonderen Art!

Maximilian Schöner (links) und Georg Stockreiter (rechts)

Eine Rückschau auf ein Konzert (unter anderem) bei den Bregenzer Festspiele 2016, im Herbst war es auch in Wien zu hören.

Da sich der Kulturpavillon auch immer außergewöhnlichen Ereignissen im Kulturbereich widmet, wird hier ein Konzert in vielen Kirchen Österreichs, welches nun auch im Herbst in Wien eine Reprise erlebte, in einer Nachschau behandelt. Es ist die Rede vom Konzertereignis „Pfeifenwind und Saitenklang“.

Das Konzert „Pfeifenwind und Saitenklang“ wurde bestritten vom Herrenduo Maximilian Schöner an der Violine und Georg Stockreiter an der Orgel. Die Orgel ist ja heutzutage ein eher selten bespieltes Instrument, und meist wird sie eben mit der Liturgie und mit der Kirchenmusik in Verbindung gebracht. Orgelklänge „locken“ immer die Kirche und bringen uns vielleicht ein Stückchen etwas Größerem näher, welchem Glauben wir auch immer Glauben schenken. Der „Pfeifenwind“ – ein wunderbar umschriebener Begriff für die Töne der Orgel(-pfeifen), sollte das Publikum einmal mehr sehr berühren. Doch erst in der Kombination mit dem „Saitenklang“ entstand so etwas ganz Besonderes. Das macht Mut, doch einmal auch etwas zu wagen und auch Instrumente miteinander zu kombinieren, die so noch nicht gehört wurden. In diesem Falle war es eine geglückte Kombination und blendende Idee.

Auch bei den vielgerühmten Bregenzer Festspielen war dieses Konzert beliebt. Als klassisches „Kirchenkonzert“ „tourte“ es durch Kirchen von St. Leonhard über Maria Schutz bis Egg.

Diesen Oktober machte das beliebte Konzert Station auch in Wien , und zwar in der Kirche St. Elisabeth (mit Hradetzky-Orgel), im 4. Bezirk. Das Konzert wird (wurde) veranstaltet von Maximilian Schöner.

Das Programm des Konzertes spannte einen breiten Bogen: Werke vom Liechtensteiner Josef Gabriel Rheinberger, John Williams, Max Reger (war auch Organist), dem bekannten Opernkomponisten Jules Massenet, Kirchenmusiker Andreas Willscher sowie Percy E. Fletcher wurden aufgeführt.

Zum besonders klangvollen Ereignis geriet Massenets „Meditation“ aus Thais. Dieses wohlbekannte hymnische Stück war wohl zum ersten Mal in einer solchen Variante zu hören. John Williams steuerte ein Thema aus „Schindlers Liste“ bei. Von Rheinberger hörte man die „Elegie“. Zweierlei „Ave Maria“ wurden ebenso zum Besten gegeben: Einmal von Caccini und einmal von Mascagni. Von Hindemith wurde auch die „Leicht bewegte Vierte“ aus einer Sonate für Violine solo (Maximilian Schöner) beigesteuert.

 

 

Näheres zu diesem außergewöhnlichen und massiven Instrument und die Familie Hradetzky

Die Orgel in der Kirche St. Elisabeth verfügt über 38 Register auf drei Manualen und Pedal. Diese Orgel wurde, wie viele andere auch, vom Orgelbaumeister Gerhard Hradetzky in mühsamer Arbeit gefertigt. Seit 102 Jahren besteht die Firma Hradetzky nun schon und Gerhards Vater,  Gregor Hradetzky, noch heute immer ein, wenn nicht DER Name im Bereich Orgelbau, weihte den jungen Gerhard früh in die Geheimnisse des recht komplizierten Orgelbaus ein. 1962 schloss Gerhard Hradetzky die erste Ausbildung erfolgreich ab. Nach Praktika und weiteren Ausbildungen in Deutschland (Stuttgart und Hamburg) erhielt er im Jahre 1972 sein Meisterdiplom und legte in Wien ein Jahr später die Meisterprüfung ab. Seine eigene Firma gründete er in Niederösterreich, in Oberbergern bei Krems.

Gerhard Hradetzky widmet sich heute vor allem der Klangpflege seiner Instrumente, und ist die erste Adresse bei Fragen oder Wünschen rund um Orgel und Orgelbau. Entsprechende Fachberatung bekommen Orgelfreunde bei ihm unter http://www.hradetzky-orgel.at.