Seltenes Instrument, großer Könner: Stoyan Karaivanov tritt mit dem Bandoneon in Neunkirchen/NÖ auf

Das Bandoneon! Ein etwas exotischer Name für ein Instrument, sollte man denken. Ist aber gar nicht so weit hergeholt, denn benannt ist es nach dem Krefelder Musiklehrer und Instrumentenhändler Heinrich Band. Im sächsischen Erzgebirge wird dieses sehr häufig hergestellt und gilt als wahrlich unverzichtbar für den Tango Argentino. Um das Jahr 1870 gelangte das Bandoneon durch europäische Einwanderer nach Argentinien. Der Tango Argentino wiederum unterscheidet sich vom klassischen Tango durch seine Freiheit, er ist nicht so durchchoreografiert und gleicht mehr einem Volkstanz.

Nun kommt eine, nein, kommen zwei Personen ins Spiel, die sich bemühen, Instrumente und die ihnen typischen Volksweisen zu vermitteln. Beide wurden dafür bereits ausgezeichnet: Zum einen Veranstalter und Akkordeonexperte Dr. Herbert Scheibenreif, der um seine Heimatstadt Neunkirchen sich im musischen Bereich immer wieder verdient macht und auch das nächste Konzert verantworten wird….

….nämlich jenes des Ausnahmekünstlers auf dem besprochenen Instrument: Stoyan Karaivanov, er ist der erste bulgarische Bandoneon-Spieler nach dem „Classical Argentine System“. Er ist Träger eines Ehrendiploms der bulgarischen Akademie der Künste und lernte etwa bei Maestro Daniel Binelli, einem Bandoneon-Spieler in Astor Piazzollas Sextett „Tango Nuevo“. Im Rahmen seiner Österreich-Tournee macht er ebenso Station in der Neunkirchner Sparkassen Lounge und wird nicht nur Ohr, sondern auch Auge mit dem ästhetischen Instrument erfreuen, so viel ist sicher.

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