Am 25. Oktober naht ein besonderer Tag für den weltweit gefragten französischen Tenor Benjamin Bernheim, zuletzt ein frenetisch gefeierter „Werther“ bei den Salzburger Festspielen. Zum ersten Mal wird er auf der Bühne die Partie des Mario Cavaradossi in Giacomo Puccinis Meisterwerk Tosca singen und spielen.
Er tritt damit in die Fußstapfen vieler großer Vorgänger….oder, let’s say: Er kreiert lieber seine eigenen, wovon man sich an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin überzeugen wird können. Die berühmte Mario-Arie „Recondita armonia“ aus dem ersten Akt, wo er in der Kirche ein Bildnis der Maria Magdalena malt, gilt als Prüfstein für Tenöre. Dass der Franzose solche nicht fürchtet – und auch nicht muss – bewies er bereits, als er genau diese Arie in seiner Muttersprache eingespielt hat – hier heißt sie: „Ô de beautés égales“.
Weitere Klassiker der Tosca sind für den Tenor die „Vittoria“-Rufe und die Sternenarie des 3. Aktes.
An Bernheims Seite singt Aleksandra Kurzak, polnische Sopranistin und im Übrigen die Gattin von Roberto Alagna, die Titelrolle der eifersüchtigen Diva Floria Tosca mit ihrem berühmten Gebet „Vissi d‘ arte“.