Wien

Lesung mit KS Prof. Harald Serafin

Der erfahrene Sänger und Kult-Theaterstar gastiert mit einer seiner in letzter Zeit rar gewordenen Lesungen aus seinem Buch „Nicht immer war es wunderbar“ (Amalthea Verlag) in Wien.

Die Senioren Residenz Josefstadt im Hamerling bietet eine edle Kulisse für die künstlerischen und humoristischen Anekdoten.

Info: Lesung mit KS Prof. Harald Serafin in der Senioren Residenz Wien Josefstadt, am 17.10. um 18:30 h. Der Eintritt kostet 12 Euro.

Die Spielzeit 2019/20 am Theater in der Josefstadt

Was bringen die Bretter, werden sie nicht bespielt? Akteure, kommt und unterhaltet uns. Auch die nächste Spielzeit will absolviert werden. Das weiß Herbert Föttinger als Theaterdirektor des Theaters in der Josefstadt nur zu gut. Er sprach über neue Stücke und Entwicklungen.

Theater in der Josefstadt – Im September (05.) feiert Heimito von Doderers „Die Strudelhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre“ Premiere: Autor und Schauspieler Nicolaus Hagg bearbeitete den Stoff auch schon für die Festspiele Reichenau an der Rax. Hier stellt man sich die Frage, wo die Welt hingeht, wenn sie untergeht. Regie führt Janusz Kica. Die berühmte Wiener Stiege spielt natürlich auch eine Rolle. Spielen werden: Swintha Gersthofer, Alma Hasun, Pauline Knof, Silvia Meisterle, Alexander Absenger, Michael König (interessant nicht erst seit „Anatol“), Dominic Oley, Ulrich Reinthaller (wieder vom TV auf die Bühne), Roman Schmelzer, Matthias Franz Stein und Martin Vischer. Es ist eine Uraufführung.

Kammerspiele der Josefstadt – Ab 07. September werden „Die Migrantigen“ (Armin T. Riahi) ihre Meinungen vorbringen. Hier kann man verfolgen, wem es mit „Komparsenrollen in der vierten Reihe“ reicht. In der Regie von Sarantos Zervoulakos. Es spielen: Gioia Osthoff, Doris Schretzmayer, Martina Spitzer, Susanna Wiegand (zur Zeit noch als resolute Raumpflegerin in Schon Wieder Sonntag von Bob Larbey), Özaydin Akbaba, Jakob Elsenwenger, Tamim Fattal, Lupo Grujcic, Wilhelm Iben, Martin Niedermair und Luka Vlatkovic. Noch eine Uraufführung.

„Wir sind ein Ort der vielen Worte. Manchmal verschlägt es uns die Sprache.“ Das Spielzeitheft wird untermalt von kernigen und zum Nachdenken anregenden Statements.

Kammerspiele der Josefstadt – Ab 03. Oktober streitet man sich, liebt und erwartet ein Kind in „Der Vorname“ (M. Delaponte und A. de la Patelliere). Unter der Regie des Kammerspiele-erprobten Folke Braband spielen Michaela Klamminger (neuer Vertrag!), Susa Meyer, Michael Dangl, Marcus Bluhm und Oliver Rosskopf (eine ähnliche Personenzusammenstellung wie in Der Gott des Gemetzels von Yasmina Reza).

Theater in der Josefstadt – Am 10. Oktober feiert „Einen Jux will er sich machen“ (J.Nestroy) Premiere. Die Grenze zwischen Herrschaft und Knechtschaft wird ausgelotet. Der Stoff ist 177 Jahre alt. Vielleicht – oder sicher sogar – noch aktuell!? Nestroy- oder auch Raimund-Klassiker (wie aktuell noch „Der Bauer als Millionär“) karg, verstaubt und ohne viele Worte? Das kann man an der Josefstadt nicht sagen. Für eine moderne Überraschung wird auch hier gesorgt sein. Diese Posse mit Gesang wird Stephan Müller inszenieren, die Gesangstexte stammen hierbei von Thomas Arzt. Es spielen: Alexandra Krismer, Anna Laimanee, Therese Lohner, Elfriede Schlüsseleder, Martina Stilp, Robert Joseph Bartl, Oliver Huether, Paul Matic, Alexander Pschill, Julian Valerio Rehrl (neuer Vertrag!), Tobias Reinthaller, Alexander Strömer und Martin Zauner.

Theater in der Josefstadt – Der 07. November gehört einer Uraufführung mit dem Hausherrn Föttinger: In „Rosmersholm“ (U. Stengl nach Henrik Ibsen) feiert ER Premiere als Johannes Rosmer, der zwischen einem Grundkonflikt um Unvereinbarkeit von Überzeugungen seinen Weg geht. Die Regie übernimmt Elmar Goerden. Mit Herbert Föttinger u.a.

Kammerspiele der Josefstadt – Am 21. November gibt es eine deutschsprachige Erstaufführung einer legendären Aufführung: „Mord im Orientexpress“ (A. Christie / K. Ludwig – Bühnenbearbeitung) wo „Meisterdetektiv“ Poirot langsam die Verdächtigen ausgehen. Kann perfekt in die Spielstätte passen. Werner Sobotka führt Regie, die deutsche Übersetzung stammt von Michael Raab. Mitwirkende: Michaela Klamminger, Alexandra Krismer, Therese Lohner, Ulli Maier, Marianne Nentwich, Marcus Kofler, Paul Matic, Martin Niedermair, Johannes Seilern und Siegfried Walther.

Theater in der Josefstadt – Der 05. Dezember steht im Zeichen von Anton Tschechow. Eine aktuelle Zwangsversteigerung oder blühende Erinnerungen der Vergangenheit? „Der Kirschgarten“ gibt so manches Rätsel auf. An der Lösung werden in der Regie von Amelie Niermeyer Alma Hasun, Sona MacDonald, Silvia Meisterle, Gioia Osthoff, Alexander Absenger, Raphael von Bargen, Nikolaus Barton, Ian Fisher, Igor Karbus, Otto Schenk (Bemerkenswert: mit 88 Jahren!), Peter Scholz, Götz Schulte und Claudius von Stolzmann arbeiten.

Theater in der Josefstadt – 2020 – Der 30. Jänner gehört dem Ensemble von Arthur Schnitzlers „Zwischenspiel“. Die Erlaubnis zur ehelichen Untreue kann zu gesteigertem Selbstbewusstsein führen – eine gewagte These. An die Überprüfung dieser wagen sich im Rahmen des Stückes die folgenden mutigen Damen und Herren: Maria Köstlinger, Pauline Knof, Martina Stilp, Joseph Lorenz, Roman Schmelzer und Bernhard Schir. Regie führt Peter Wittenberg.

Kammerspiele der Josefstadt – 2020 – Am 06. Februar feiert „Engel der Dämmerung. Marlene Dietrich“ von T. Fischer und H. Schäfer Premiere. Mit Sona MacDonald u.a., in der Regie von Torsten Fischer.

Kammerspiele der Josefstadt – 2020 – Der 27. Februar steht im Zeichen von „Der Sohn“ von Florian Zeller. Was Jugendliche wollen und müssen, von Identitätsfindung und Umwelt bis zu Familienkonstellationen – alles dabei. Es handelt sich um eine österreichische Erstaufführung. Auch dabei sind die Mitwirkenden: Swintha Gersthofer, Susa Meyer, Marcus Bluhm, Martin Niedermair, Julian Valerio Rehrl. Die Regie übernimmt Stephanie Mohr.

Übrigens: „Wer sein Format verengt, sieht weniger.“

Theater in der Josefstadt – 2020 – Am 12. März findet das „Geheimnis einer Unbekannten“ (Christopher Hampton nach Stefan Zweig) – Uraufführung – den passenden Aufführungsort. Ein aufrüttelnder Brief, ein Manuskript gar, macht den Manne sehr nervös. Es spielen: Martina Ebm, Michael Dangl und Michael Schönborn. Regie führt Christopher Hampton selbst, Daniel Kehlmann sorgte für die deutsche Übersetzung.

Ach ja: „Man kann auch in schlechte Gesellschaft geraten, wenn man sich zu lange in der guten aufhält.“

Theater in der Josefstadt – 2020 – Musikalisch und geheimnisvoll wird es am 02. April mit „Das Konzert“ von Hermann Bahr. Wenn der Pianist sagt: „Ich habe ein Konzert“, dann weiß man wohl, was gemeint ist… Es geben sich darein: Herbert Föttinger, Sandra Cervik, Alma Hasun, Gioia Osthoff, Susanna Wiegand, Martin Vischer und Siegfried Walther. In der Regie von Janusz Kica.

Kammerspiele der Josefstadt – 2020 – Der 23. April widmet sich mit der Uraufführung von Peter Turrinis „Gemeinsam ist Alzheimer schöner“ einem ernsten Thema: Können sich zwei Menschen, die sich bereits unspezifische Dinge vorwerfen, weil sie sich an nichts mehr erinnern können, noch mal von vorne anfangen? Alexander Kubelka versucht sich sensibel an dieses Thema heranzuwagen.

Theater in der Josefstadt – 2020 – Am 28. Mai feiert die letzte Aufführung in dieser Spielzeit Premiere. Es ist Thomas Bernhards „Ein Fest für Boris“. Ein sprachloser Mann ohne Beine, der von einer egozentrischen Dame gerettet wurde. Sie ist Witwe, ebenso verlor sie ihre Beine. Sie heiratet noch einmal. Mit den Gefühlen ihrer Pflegerin für diesen Mann hat sie aber nicht gerechnet… Regie führt Claus Peymann.

Die Spielzeit 2019/20 ist geprägt von Stücken mit zeitüberdauernden Aussagen, was Beständigkeit, Toleranz und Liebe betrifft. Auch der Umgang mit lebensverändernden Krankheiten und Beeinträchtigungen wird thematisiert.

Weitere Informationen und Kartenbestellungen:

http://www.josefstadt.org

Telefon: +43 1 42 700 300

Mehr als nur „Callboy Timo“ – Schauspieler Peter Marton

Vielen ist dieser Schauspieler erstmals in der ORF-Serie „Vorstadtweiber“ (im österreichischen und auch im deutschen Fernsehen zu sehen) aufgefallen. Er kann aber nicht nur TV, sondern präsentiert sich als durchaus vielschichtiger Theatermann und verspricht Agilität und Freude am Spiel.

Peter Marton wurde in Wien geboren und hat afro-amerikanische Wurzeln. Bevor es ihn zur Schauspielerei gezogen hat, waren seine Wunsch-Studien Philosophie und Theologie. Dann ging es aber doch ans Konservatorium für Schauspiel der Stadt Wien.

Er hat schon kleinere Bühnen wie das Waldviertler Hoftheater oder größere Bühnen wie die des Salzburger Landestheaters bespielt. Die Rollenauswahl ist dabei umsichtig und klug, wie auch reizvoll und abwechslungsreich: So reicht sie vom August in „Alpenkönig und Menschenfeind“ (F. Raimund) über Lysander in „Ein Sommernachtstraum“ (W. Shakespeare) bis zum Graf Wronski in „Anna Karenina“ (Tolstoi).

In München spielte er in „Ziemlich beste Freunde“ (nach Nakache/Toledano) an der Seite des ewigen „Dr. Stefan Frank“ Sigmar Solbach einen Kleinkriminellen namens Driss und überraschte mit seiner extremen Wandlungsfähigkeit. Die Rolle nahm er auch mit nach Frankfurt am Main und Bonn.

In der ORF-Serie „Vorstadtweiber“ (Regie: Sabine Derflinger, Harald Sicheritz, Buch: Uli Bree) gibt Peter Marton den Callboy Timo, der Frauen für eine gewisse Zeit glücklich macht und auch der frustrierten Ehefrau Maria Schneider (Gerti Drassl) ihre innere und äußere Schönheit aufzeigt. Dabei lässt er nicht nur seinen Charme gekonnt spielen, sondern zeigt auch seine darstellerische Fitness.

Peter Marton ist auch als Radio-Sprecher im Einsatz, er ist zweisprachig aufgewachsen. Am Theater in der Josefstadt war er 2016 in „Monsieur Claude und seine Töchter“ (de Chauveron/Laurent) zu sehen.

Wobei er zukünftig hoffentlich öfter in Erscheinung treten wird, auf den Bühnen dieser Welt!

„Das Land des Lächelns“ (F. Lehár) bei den Seefestspielen Mörbisch – Peter Edelmann stellt vor!

Kulturinteressierte und besonders Fans der chinesischen Kultur sollten im Juli das Burgenland besuchen. Der künstlerische Direktor der Seefestspiele Mörbisch, Bariton Peter Edelmann, präsentierte die Operette „Das Land des Lächelns“ von Franz Lehár bei der offiziellen Pressekonferenz im Wiener Prater.

Die romantische Verklärung einer fremden Kultur und die Verbindung mit der eigenen Kultur – davon träumt bekanntlich Lisa, Tochter aus gutem Wiener Haus, die sich unsterblich (zuletzt 2001 auf der Seebühne Mörbisch unter der Intendanz von Harald Serafin, der auch selbst den Grafen Ferdinand Lichtenfels sang) in den chinesischen Prinzen Sou-Chong verliebt. Für ihn begibt sie sich auf die nicht ungefährliche Reise in das ferne Land, muss dort aber für sie nicht Hinnehmbares feststellen…Ihr Vater tätigt die bedeutungsschweren Worte: „Vergiss nicht Dein Wien und mich!“ Die damalige Produktion (mit Sang Ho Choi und Ingrid Habermann in den Hauptpartien, in der Regie von Winfried Bauernfeind) hat wohl so manchen im Publikum verliebt gemacht.

18 Jahre später versprechen nun Peter Edelmann und sein Team eine exotische Inszenierung, sie orientiert sich stark an der versuchten Verbindung der beiden Kulturen. Engagiert für die Umsetzung sind Leute, die von ihrem Fach etwas verstehen: etwa Regisseur Leonard Prinsloo, ein gebürtiger Südafrikaner, der Klavier und Ballett studierte und auch für die Choreografie verantwortlich zeichnet.

Für die musikalische Umrahmung sorgten alle Solistenpaare der diesjährigen Produktion unter der Klavierbegleitung von Mörbisch-Veteran und Dirigent Günter Fruhmann: Sophia Brommer als Lisa und Maximilian Mayer als 2. Gustav von Pottenstein sangen „Es ist nicht das erste Mal…Freunderl, mach Dir nix draus“.

Da-Yung Cho als Mi gab sehr stimmungsvoll und mit vollem Körpereinsatz „Im Salon zur blauen Pagode“ zum Besten. Sie und Martin Friedrich Lechleitner als 1. Gustav von Pottenstein philosophierten über ihre Liebe – denn „Meine Liebe, Deine Liebe, die sind beide gleich….“ und die Unterschiede zwischen dem Liebeswerben des Deutschen, des kühlen Englishman und dem „Herrn Franzosen“. Doch in Wien, so heißt es, wird man „intimer erst beim Wein“. Elissa Huber (Wiener Volksoper) als Lisa rief in bitterlichem Schmerz „Alles vorbei – Ich möcht´ einmal wieder die Heimat sehn!“ In der Originalvorlage, der „Gelben Jacke“ von 1923, will Lisa – so Peter Edelmann – unbedingt wieder „den Prater“ sehen. Und die Location war auch wirklich perfekt, um eine traditionelle Verbindung herzustellen. Der 1. Akt wird sich genau um diese Örtlichkeit drehen. Won Wi Choi als Sou-Chong gab die Hauptarie, die wohl bekannteste Opernarie (sic!) zum Besten, und das in einer stimmlichen Dramatik, die ihresgleichen sucht: „Dein ist mein ganzes Herz!“

Thomas Rösner fungiert als musikalischer Leiter und strich die Feinheiten von Lehárs nahezu schon opernhafter und sehnsüchtiger Musik heraus. Er kam gerade aus Asien und schwärmte von leisen und sanften Tönen, aber auch von donnernder Dramatik, welche deutlich macht, dass Lisa und Sou-Chong nicht zusammengehören und alles eine Illusion ist.

Walter Vogelweider nimmt sich des Bühnenbildes an und präsentierte verschiedene Arten chinesischer Drachen, sie sind in der Kultur nicht wie bei uns als Dämonen ersichtlich. Drachen stehen für Glück, und mit einem Augenzwinkern erwähnte der Bühnenbildner, dass „sein“ Drache hoffentlich für Wetterglück und gute Kritik sorgen würde.

Die fortschrittlichen, aber teils doch der Wiener Tradition verpflichteten Kostüme gestaltet Cristof Cremer. Das Kostüm der Mi erinnert an Apfelblüten beziehungsweise einen Apfelbaum, und ein typisches Wiener Adjutantenkostüm war ebenso ersichtlich. Edelmann freut sich besonders auf die wunderbaren Kostüme und ebenso auch auf ein groß angekündigtes Comeback: Nach 20 Jahren Intendanz und erstmals seit seinem letzten Auftritt als Frank in der „Fledermaus“ 2012 wird KS Harald Serafin (bewundernswert in diesem Alter) wieder auf den Mörbischer Bühnenbrettern stehen. Und zwar als Ober-Eunuch samt eigenem Lied. Die Definition eines Eunuchen sieht neben anderen Attributen auch eine hohe Stimme vor.

Benno Schollum als Graf Ferdinand von Lichtenfels (Lisas Vater) hat noch eine Aufgabe innerhalb der Internationalen Sommerakademie (ISA Operetta). Diese findet heuer das erste Mal in Mörbisch statt und der erfahrene Sänger wird junge Talente coachen. Sie sollen Ausdruck, Gesang und Dialoge verbessern, also das Grund-Rüstzeug für Operetten-Stars.

Auch an die Kleinen ist gedacht: Nach dem Erfolg der „Kinder-Mariza“ im letzten Jahr wird es auch dieses Jahr wieder ein „Land des Lächelns“ für Kinder geben. Das Buch hierzu verfasste der in der großen Operette als „Sekretär Fu Li“ engagierte Darsteller Gernot Kranner, der mit Kinderprojekten (zum Beispiel Pinocchio) viel Erfahrung hat und weiß, wie man kleine Gäste für klassische Musik begeistert.

Der Landeshauptmann des Burgenlandes, Hans Peter Doskozil, ließ sich die Präsentation nicht entgehen und möchte die Seefestspiele Mörbisch innerhalb der KBB – Kulturbetriebe in „sicherem Fahrwasser“ wissen, er freut sich auf die Premiere am 11. Juli.

Wie sagte Peter Edelmann noch so berührend: „Wenn die Sonne untergeht, geht das Herz auf!“.

Info:

Die Seefestspiele Mörbisch mit „Das Land des Lächelns“ (F. Lehár)

Künstlerischer Direktor: Peter Edelmann

Romantische Operette in 3 Akten

Premiere: 11. Juli 2019 Derniere: 24. August 2019

http://www.seefestspiele.at

Monty Python – „Chefkomiker“ nächstes Jahr im Anflug auf Wien!

 

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Foto: (c) F. Sower/ Big Think

 

Kommendes Jahr darf sich Österreich auf Großbritanniens populärsten Komiker freuen. Tiefschläge des Humors sind garantiert, denn John Cleese kommt in die Wiener Stadthalle! Der Brite ist bekannt für seine Auftritte mit „Monty Python“, der legendären Komikergruppe, „Fawlty Towers“ oder auch in „Ein Fisch namens Wanda“. 

Der Komiker unterhält nicht nur seit Dekaden Menschen in aller Welt. Auch als Schauspieler (z.B. in James Bond) und Drehbuchautor, kurz auch „Unikum“, hat er sich einen Namen gemacht. John Cleese und seinen trockenen Humor hat sicherlich jeder schon einmal genossen. Seine Kollegen aus Monty Python kommen leider nicht mit, aber er wird mit seinem offenbar letzten Bühnenprogramm die Gäste der Wiener Stadthalle unterhalten. Last Time to See Me Before I Die – frei übersetzt: Die letzte Chance, mich zu sehen, bevor ich sterbe, wird sein neuestes Programm genannt. Dieses enthält nicht nur feine, trockene Klassiker, auch ein Mix mit neuen Elementen ist enthalten.

Die Auftritts-Serie von John Cleese führt auch durch eine Montage der populärsten Clips und macht unter anderem Station in den USA, Dänemark und Deutschland. Er erzählt auch, wie er seine Ängste und Neurosen als Motor für seine Ideen nützen würde, und schont sein Publikum nicht.

Seine Autobiographie erschien bereits 2015: „Wo war ich nochmal?“ heißt sie. Er scheut auch nicht vor allzu persönlichen Fragen zurück. Ein Dinner mit David Bowie seines Kollegen Idle beeindruckte ihn wenig. „Ich hasse Rockmusik“, meinte er trocken dazu.

 

Info:

John Cleese mit seinem „letzten“ Bühnenprogramm

„Last Time To See Me Before I Die“

13. Juni 2018

Wiener Stadthalle Halle F

Karten: http://www.oeticket.at, Karten bereits erhältlich

John Cleese auf Twitter: @JohnCleese

HAPPY BIRTHDAY, Daniel Serafin!

 

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Daniel Serafin (c) Christian Houdek

 

Schließt sich eine Tür, öffnet sich bekanntlich eine andere: Der Kulturmanager Daniel Serafin verabschiedete sich jüngst von einem echten Herzensprojekt, dem Österreichischen Musiktheaterpreis. Nun zieht es ihn in eine Herzensstadt: In New York City (wo er auch, wenn er nicht in Wien weilt, lebt) wird der „Viennese Opera Ball“ – A Celebration of the cultural and economic relationships between Austria and America –  im Februar über die Bühne gehen, welcher mit Serafin als Artistic Director in eine hoffnungsfrohe Zukunft blicken kann. Auch im Charity-Sektor engagiert sich Daniel Serafin immer wieder.

Seine Bariton-Stimme hat er darob auch nicht ad acta gelegt: Als Konzertsänger erfreut er nach wie vor sein Publikum. Man darf gespannt sein und bleiben.

Der Kulturpavillon wünscht Alles Gute zum Geburtstag!

William! William! SHAKESPEARE IN LOVE am Theater in der Josefstadt/Kammerspiele

 

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Dominic Oley (W. Shakespeare) und Swintha Gersthofer (Viola) (c) Astrid Knie/Theater in der Josefstadt

 

Englands No 1. in der Dichtung. Das ist unser William Shakespeare. Bekannt durch seinen klugen Einsatz von Poesie und Fabelwesen, Wahrheit und Trugschluss in allen seinen Werken. Ausnahmsweise ist dies nun kein Werk von ihm, sondern ein Werk über einen inspirierten Schauspieler, welches am Theater in der Josefstadt (Kammerspiele) zur Aufführung gelangt. „Shakespeare in Love“ (die Uraufführung fand am Londoner WestEnd statt) erzählt die Geschichte des jungen aufstrebenden Schriftstellers Will Shakespeare, der in der Krise steckt…

Wer exakt die Idee hatte, dieses Stück an die Josefstadt zu bringen, dem ist wirklich zu danken! Es handelt sich hier um eine höchst gelungene Auflockerung, mit vielen Zitaten von Shakespeare, dem selbsternannten Titelhelden. Nach dem Drehbuch von Marc Norman und Tom Stoppard, in einer Bühnenfassung von Lee Hall ist Shakespeare in Love ein Werk von hoher Präzision. Hier in den Kammerspielen der Josefstadt findet die Deutschsprachige Erstaufführung also statt.

Szenen werden ineinander verhakt, was relativ gut angestellt ist. Das gesamte Schauspiel „spielt“ sich auf zwei verschiedenen Etagen ab. In der Regie von Fabian Alder können sich alle Charaktere entwickeln, es kommt aber auch viel Schwung in die Sache. Als mit Verve und tollem Mut agierendes Liebespaar Will Shakespeare und Viola de Lesseps sind die jungen Stars Dominic Oley und Swintha Gersthofer ein tolles Gespann.

Insgesamt beteiligen sich an dieser modernen und packenden Produktion 22 enthusiastische Darsteller und Darstellerinnen, darunter Susanna Wiegand, Oliver Huether, Olivia Pflegerl, Lupo Grujcic und viele mehr.

 

HAPPY BIRTHDAY, Renate Holm!

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Die Kammersängerin, Professorin und deutsch-österreichische Opernsängerin und Schauspielerin Renate Holm (geboren in Berlin) studierte in Deutschland und Österreich Gesang. Unter anderem bei Maria Ivogün und Maria Hittorf.

Recht bald konnte sie auf Empfehlung des Hubert Marischka (Debüt 1957 an der Volksoper Wien) ihre Bühnenkarriere in andere Bahnen lenken. Sie trat in allen wichtigen Opern- und Operettenrollen bei Mozart, Rossini, Verdi, Puccini, Strauss (Richard und Johann), Lehár, Ziehrer und Kalman auf.

1960 folgte ihr Debüt als Gretchen im Wildschütz an der Wiener Staatsoper. Bald sang sie dort als fixes Ensemblemitglied auch unter Herbert von Karajan.

Durch ihre Mitwirkung an Film- und Fernsehproduktionen und musikalischen Unterhaltungssendungen wurde sie einem sehr breiten Publikum bekannt.

2012 wurde sie mit dem Carl-Michael Ziehrer-Preis ausgezeichnet.

 

Der Kulturpavillon gratuliert zum Geburtstag!

Claus Peymann verlässt das Berliner Ensemble

 

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Claus Peymann (c) Berliner Ensemble

 

 

An die Erziehung der Menschen durch die Kunst hat er immer geglaubt. Der Theatermann Claus Peymann, nicht nur Intendant, verabschiedet sich mit Juli 2017 vom Berliner Ensemble.

Die heutige Kulturlandschaft Berlins will er nicht mehr mittragen, er wird das Berliner Ensemble vermissen. Auch das Wiener Burgtheater (1986-1999) hat er mit Enthusiasmus geleitet. Mit 80 Jahren wird es Zeit, der Zukunft ins Auge zu sehen, und so spielt er auch mit dem Gedanken, wieder nach Wien zurückzukommen.

Peymann hat polarisiert, ob in Wien oder Berlin. In Wien, so sagte er in einem Interview, werde er geliebt, wie der Papst Wojtyla, wenn er nach Warschau kommt.

2016 inszenierte er schon sogar wieder am Wiener Burgtheater Peter Handkes „Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße“.

 

 

Not dead: Das Südbahnhotel am Semmering sperrt wieder auf – für´s Theater!

 

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Südbahnhotel Semmering (c) sbh

 

 

Das Südbahnhotel am Semmering, wer kennt es nicht? Zahlreiche Besucher hat das Haus gesehen. Seit 1882 besteht das ehemalige Grand Hotel, das den Blick auf die Österreichische Südbahn freigibt. Vom Jahr 2000 bis zum Jahre 2010 wurde das Hotel von den Festspielen Reichenau an der Rax bespielt. Seit 2006, wo das Hotel an eine Investorengruppe aus Liechtenstein verkauft werden sollte, tat sich nichts mehr.

Doch jetzt gastiert ein neuer Kulturtreibender im ehrwürdigen Haus: Der Kultur.Sommer.Semmering hat angeklopft, und es soll wieder losgehen. Erst kurz vor Beginn des Festivals hat sich diese Gelegenheit ergeben. Für das Festival 2017 waren eigentlich auswärtige Veranstaltungen im Grandhotel Panhans vorgesehen. Doch aufgrund der dortigen Renovierungsarbeiten kann nicht gespielt werden. Statt des Panhans wird nun das Südbahnhotel bespielt. Intensive Reinigungsarbeiten wurden bereits vollzogen. Bald geht es auch schon an die erste Veranstaltung, dabei handelt es sich um einen Abend anlässlich des 90. Geburtstages von Waltraut Haas.

 

Information:

Waltraut Haas 90. Geburtstag

Südbahnhotel Semmering

„Wiener G´schichten“

02. Juli, 15:30

Karten unter: http://www.kultursommer-semmering.at