Edelweiß, jeder weiß, the Sound is fine

Salzburger Landestheater.Salzburg                                                                  März 2014

„The Hills are alive with the…SOUND OF MUSIC“. Das weiß man auch in Salzburg, der Stadt, in die das Musical wieder „heimgekehrt“ ist. Dank einem sehr guten Ensemble und einer mitreißenden Inszenierung der beiden Regisseure Andreas Gergen und Christian Struppeck feiert der „Sound“ einen wahren Triumph. 1959 schrieb das amerikanische Autorenteam Richard Rodgers (Musik) und Oscar Hammerstein (Liedtexte) für den New Yorker Broadway ein Stück Musikgeschichte. Mit dem Hit „The Sound of Music“. Die Songs wurden zu Welthits, die überall gesummt werden: „Edelweiß“ oder „Do-re-mi“ sind sehr beliebte Stücke aus dem Meisterwerk.

Die schwierige politische Situation kommt hier in dieser Neuinszenierung nicht zu kurz, muss doch die Protagonistenfamilie 1936 aus Österreich fliehen. Doch es wird auch viel Wert auf die Geschichte im Kern gelegt.

Die Protagonistenrollen sind auch fein besetzt: Uwe Kröger, Musicalroutinier, gibt den charmanten, aber mit der Erziehung seiner Kinder völlig überforderten Baron Georg von Trapp. Es ist einfach toll, wie er diesen Menschen darstellt, und wenn er zu den Kindern sagt: „Ihr werdet eine neue Mutter haben.“, klingt das fast wie eine Prophezeiung. Als Maria Rainer besticht die Sängerin Wietske van Tongeren. Sehr wichtig und sehr oft im Mittelpunkt des Geschehens sind Trapps Kinder, gewissermaßen vom Kleinsten bis zur verliebten Teenagerin liebevoll als Figuren nachgezeichnet. Sehr eindrucksvolles Schauspiel komplettiert den Eindruck.

Getragen wird diese Produktion auch noch von der eingängigen Musik, die an manchen Passagen sehr lyrisch, malerisch und dann wieder flott daherkommt. Mit der nötigen Sensibilität. Aber auch mit der nötigen erzieherischen Härte wird hier im Stück gearbeitet, manchmal auch kokettiert.

Empfehlung!

-Martina Klinger-