Mozart unter der Lupe – Station 1 (ein längeres Projekt)

 

Liebe Leser und Leserinnen, verehrtes Publikum.

Dies hier wird kein Artikel, keine Kritik und kein Opernhumor. Okay, ein bisschen Humor geht sich schon aus in dieser Betrachtung. Ein bisschen viel sogar. Aber: Es wird lang. Nicht langweilig. Es soll dies eine genaue, eingehende Betrachtung von einem Herren aus Salzburg sein, geboren in der Getreidegasse. Nummer neun. Dem aufmerksamen Beobachter wird es nicht entgangen sein. Es handelt sich um Wolfgang Amadeus Mozart.

Kommen Sie auf eine Reise durch abenteuerliche Begebenheiten seines Lebens, Wirkens, Schaffens, Leidens und Glücks. Vielleicht hat es auch ein bisserl was von einem Psychogramm. Wenn Sie mögen, kommen Sie an Bord. Die Postkutsche der Geschichte nimmt gerne Passagiere mit. Zunächst werde ich Mozarts Leben in Stationen einteilen. Eine Episode umfasst fünf Stationen.

Fahren wir los zu Station eins.

 

 STATION 1:

Die Geburt eines Musikgenies oder wie aus einem Bündel Wolferl wurde.

Der kleine zukünftige Komponist der Wiener Klassik: Seine Mutter heißt Anna Maria Mozart, und kommt 1720 auf die Welt. Ihr Geburtsname ist Pertl. Ihr Vater war Wolfgang Nikolaus Pertl, in seiner Jugend war er Bass-Solist in Schuldramen. Mozarts Vater heißt Leopold und ist Komponist. 1747 heiraten die beiden Liebenden im Dom zu Salzburg. Gemeinsam bekommen Anna Maria und Leopold sieben Kinder. Nur zwei werden erwachsen: Wolfgang Amadeus und seine Schwester Maria Anna, genannt Nannerl. Sie wird 1751 geboren, ihr Bruder 1756.

Gehen wir zurück zum 27. Januar des Jahres 1756. Gehen wir in jenes Haus, das heute ein Museum ist und den letzten Einlass heute 30 Minuten vor der Schließung um siebzehn Uhr dreißig anbietet. Der Eintritt in das Geburtshaus kostet zehn Euro für Erwachsene. Zehn Euro, um mehr über dieses musikalische Wunderkind zu erfahren. Siebzehn Euro kostet es, will man auch Mozarts Wohnhaus sehen. Es gibt sogar eine Familienkarte für zwei Erwachsene mit Kindern. Für vier Euro können Jugendliche das Haus sehen.

Mozarts Wohnhaus ist nur fünf Minuten entfernt von seinem Geburtshaus. Eine Gruppenführung durch sein Geburtshaus ist zwei Wochen vorher schriftlich zu buchen.

Der kleine Wolfgang Amadeus erblickt das Licht der Welt um acht Uhr am Abend in einer Drei-Zimmer-Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Getreidegasse 9 in Salzburg, Österreich. Schon am Morgen nach seiner Geburt wird er im Dom von Salzburg auf den Namen Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart getauft. Als Rufnamen erhält er „Wolferl“.