Mozart unter der Lupe – Station 2

STATION 2:

Mozarts Kindheit als Wunderkind

Der kleine Wolfgang Amadeus wächst sehr rasch. Bereits mit vier Jahren fördert sein Vater Leopold aus Augsburg die Begabung des Kleinen, Klavier zu spielen. Er bekommt oft Unterricht zusammen mit seiner Schwester Nannerl. Beide Geschwister gelten als herausragende Musiker, und das schon im zarten Alter, muss man sich vorstellen. Dabei war das für diese Zeit „normaler“ Unterricht. Doch schon bald tritt Mozart als der Begabtere der beiden hervor, was seine Sympathie zur Schwester aber nicht schmälert. Die beiden mögen sich. Wolfgang lernt zusätzlich zum Klavierspiel noch Geige und die Komposition.

Er besitzt ein absolutes Gehör, was ihm erlaubt, jeden Ton einer Komposition herauszuhören. Das ist keine alltägliche Begabung. Auch kann er ein Musikstück nach einmaligem Hören sofort nachspielen. Ein Vorteil, den auch der Vater zu nutzen weiß. Er geht zusammen mit seinen beiden Kindern auf Reisen nach Deutschland und auch Wien. Er lässt sie vor Fürsten und Königen vorspielen, um deren Talent zu zeigen. Wolfgang hat sogar im Schloss Schönbrunn vor der Kaiserin Maria Theresia gespielt und ist ihr zur Begrüßung um den Hals gefallen.

1761 „komponiert“ Wolferl schon ein Andante und ein Allegro, welches der Vater stolz aufzeichnet. Dann folgt ein Menuett G-Dur mit einem Menuett C-Dur als Trio, dieses wird als KV 1 geführt (das erste Werk im Köchel-Verzeichnis).

Mozart reist mit seinen Eltern von Deutschland, Paris, Den Haag sogar nach London.

Eine weitere Konzertreise führt Mozart 1762 nach Passau.

Vier Sonaten für Klavier und Violine (KV 6 bis 9) werden als erste gedruckte Kompositionen geführt.