„Unser Oscargewinner“ und (s)ein neuer Film: Tulpenfieber mit CHRISTOPH WALTZ.

 

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Christoph Waltz als Kaufmann Sandvoort in „Tulpenfieber“ (c) ProKino Filmverleih 2017

 

Die Zeit beginnt wieder. Die Leute werden durch die Straßen laufen und verkünden: „Ich hab´ den neuen Waltz-Film schon gesehen, du auch?“ Das Multitalent und der 2-fache Oscargewinner Christoph Waltz macht Filme, inszeniert Oper und fasziniert uns, oder die meisten von uns. Steile Karriere in Hollywood und immer eine gefestigte Meinung, so kennt man ihn.

Der neue Film Tulpenfieber (Tulip Fever): Er bietet Raum für Historie, auch für Spekulationen. Das Werk fußt auf der Tatsache, dass exklusive Tulpenzwiebeln im Amsterdam des 17. Jahrhunderts teuer waren, und ja, by the way, man trug Halskrause. Justin Chadwick als Regisseur macht daraus eine Romanze, mit durchaus tragischem Hintergrund. Ein Tulpenboom um 1630, die Gewächse (oder besser deren Zwiebeln) verkauften sich wie die sprichwörtlichen „warmen Semmeln“.

Der reiche und kunstsinnige Kaufmann (Waltz) will nicht alleine sein und holt sich eine blutjunge Gefährtin. Von ihr möchte er ein Porträt anfertigen lassen. Dummerweise verliebt sich Sophia (A. Vikander) in den armen, bestellten Kunstmaler Jan. Die Geschichte endet tragisch… Kunst und Museen spielen ebenso eine bedeutende Rolle. Gar als Kostümfilm wurde das Werk schon bezeichnet, der Anspruch einer Vermittlung (der Kunst) geht aber tatsächlich weit darüber hinaus.

Kunst muss man einfach lieben? Ist es tatsächlich so einfach, oder hat jeder seinen eigenen Zugang dazu, kann Kunst in schwierigen Zeiten, in turbulenten Gegebenheiten, helfen oder eher nicht? Bildet sie die Realität ab oder gibt sie uns ein Scheinbild mit auf den Weg? Auch hier gibt der Film einen Denkanstoß.

Im Rahmen eines Interviews bestätigte Waltz: >>Ein etwaiger Exklusivitätsanspruch, ein Kunstwerk zu besitzen, ist per se eigenartig. Kunst sollte mit möglichst vielen Menschen geteilt werden.<<