Tannhäuser mit gemischten Gefühlen

Staatsoper Unter den Linden. Berlin                                                                                                                               15. April 2014

 

Richard Wagners Tannhäuser, eine ziemlich lange Oper. Und eine Choreografin, die sich erstmals an eine Regie wagt. Kann das gutgehen? Zum Teil ja. Man zeigt die Oper gegenwärtig zu den FESTTAGEN der Staatsoper Unter den Linden. Es ist ein diffiziles Werk. Die Termine sind bereits ausverkauft.

Die erstmalig als Regisseurin tätige Choreografin Sasha Waltz hat die Handlung in die 50er Jahre verlegt. Bühnenbildnerin Pia Maier Schriever schuf ein eindrucksvolles Bühnenbild. Der Kostümbildner Bernd Skodzig präsentiert elegante Garderobe.

Die Solisten legen einen selbstbewussten Auftritt an den Tag. Allen voran der sehr respektable Peter Seiffert in der Titelrolle. Er ist der Ruhepol und gleichzeitig der große Genießer in der Produktion. Seine Rückkehr auf die Wartburg ist lange hingezogen.Ann Petersen sorgt mit warmem, fast lyrischem Sopran, als Elisabeth für Verzückung.  Auch René Pape überzeugt als sittenstrenger Landgraf.

Für die Regie gab es nichts destotrotz ein paar Buh-Rufe.

Dirigent Daniel Barenboim motiviert das Orchester zu einer sehr guten Leistung, allerdings agiert es stellenweise schleppend.

 

-Martina Klinger-