WECKruf: Alles Gute zum Geburtstag, PETER WECK!

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DER SCHAUSPIELER UND REGISSEUR WIRD 85.

Peter Weck wurde am 12. August 1930 als Sohn eines Fabrikanten in Wien geboren. Diese Stadt sollte er später zur Musical-Metropole machen. Schon als kleiner Bub sang er bei den Wiener Sängerknaben als Sopransolist (!). Das Kriegsende erlebte der junge Peter Weck in Pitten in Niederösterreich, wo sein Großvater der Gemeinde vorgestanden war.

Er ging an die Universität für Musik und darstellende Kunst und wollte Dirigent werden. 1951 aber brach er dieses Studium ab. Er versuchte sich auch im Studium für Maschinenbau (auf Wunsch des Vaters), doch auch darin fand er keine Erfüllung. Er ging an das Max-Reinhardt-Seminar und studierte dort zwei Jahre lang, schloss es danach mit Auszeichnung ab. Der Grundstein für eine Schauspielerkarriere war also gelegt.

1953 ging es los am Stadttheater Klagenfurt mit der Rolle des „Truffaldino“ im Stück „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni. 1959 bekam er einen Sondervertrag mit dem Wiener Burgtheater, der ihn für jeweils ein halbes Jahr freistellte, um seinen Filmtätigkeiten nachzugehen.

Er feierte am Theater viele Erfolge, unter anderem mit jugendlich-komischen Rollen, wie dem glücklichen Liebhaber, den unglücklichen, den glühenden, den fanatischen, den drolligen Liebhaber und „alles, was das Komödienfach so vorschreibt“.

1970 zog es Weck von den österreichischen Bühnen weg in die Schweiz. Doch der damalige Wiener Bürgermeister, Helmut Zilk, trug ihm zirka zehn Jahre später, 1981, auf, die Intendanz des Theaters an der Wien zu übernehmen. 1983 kam es zur offiziellen Übernahme, Weck siedelte wieder nach Wien um. Er spielte die „Letzten Tage der Menschheit“, ehe er sich von der Bühne zurückzog.

Weck selbst hatte die beiden heutigen Musicalstars Angelika Milster und Ute Lemper (gleich nach deren Abitur) für das Musical „Cats“ (deutschsprachige Erstaufführung) gewonnen. Er übernahm dann auch noch das Raimund Theater und das Ronacher. Viele Musicalaufführungen hier gehen auf sein Konto, die letzte war 1992 „Elisabeth“. 1988 übrigens gastierte Peter Weck als Erster mit dem Musical in Moskau.

Er führte in vielen leichten Unterhaltungsfilmen Regie.

Selbst spielte er bis zum Jahr 2008 keine Rolle mehr. Dann holte ihn wiederum der damalige Direktor, Michael Schottenberg, an das Wiener Volkstheater, für Neil Simons Tragikomödie „Sonny Boys“.

Weck holte auch Cats wieder zurück nach Österreich, und zwar ins Theaterzelt. (2011)

Als seine Frau 2012 überraschend starb, zog sich Weck zurück und spielte eine Zeitlang nicht, bis ihn seine Kinder überredeten, doch wieder etwas zu machen. Er wollte aber keinen „Klamauk“ wie in früheren Fernsehzeiten mehr machen, nichts „Belangloses“ im Fernsehen sagen. Er kehrte schließlich in „Schnell ermittelt“ und „Tatort: Paradies“ auf den Bildschirm zurück.

Weck bezeichnet sich selbst als eher zurückhaltend, es stimme aber, „er könne ab und zu ein wenig cholerisch sein“, was er sich „aber abgewöhnt“ hätte. Er mag Wein und Skifahren. Das Schönbrunner „Näseln“ musste er sich für Rollen erst angewöhnen, wie er meinte.

Seine Biografie mit dem Titel „War´s das?“ ist bei Amalthea erschienen.

Für die Zukunft wünscht er sich weitere ernste Rollen.

ALLES GUTE!

-Martina Klinger-