Dmitri Hvorostovsky ging von der Bühne des Lebens ab – das Antlitz eines großen Sängers und die Stimme bleiben.

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Dmitri Hvorostovsky  (c) Picture Alliance dpa

 

Der russische Bariton Dmitri Hvorostovsky weilt nicht mehr unter uns. Der stets lebensfrohe und eine herzliche Wärme ausstrahlende Sänger erlag seinem Krebsleiden in London. 

Das Besondere an diesem Künstler war, er ließ sich nie von seiner schweren Krankheit beirren. Noch im Juni dieses Jahres glänzte er auf der Festivalbühne von Grafenegg, unter anderem mit dem wunderschönen Lied „Schwarze Augen“. Hvorostovsky war nicht nur als Künstler auf allen Bühnen dieser Welt zu Hause. Er war als Mensch und Vater stets bedacht, andere glücklich zu machen.

In seiner Heimatstadt Krasnojarsk bekam er am staatlichen Opernhaus seine erste größere Partie: Marullo in „Rigoletto“. Den Cardiff Singer of the World-Wettbewerb gewann Dmitri Hvorostovsky 1989.

Dmitri Hvorostovsky hatte zwei Paraderollen: Neben Eugen Onegin war er sehr oft als Marquis Posa in „Don Carlos“ zu hören. Er ist und war ein Welt-Sänger, dessen Stimme man bestimmt nicht vergessen kann.

Sein letzter Auftritt auf der Bühne war eben dieses Konzert in Grafenegg mit Aida Garifullina (Nicht nur Elgar: Die Sommernachtsgala 2017 in Grafenegg). an seiner Seite. Unglaubliche Professionalität und durchschlagender Charme, diese beiden Attribute haben ihn immer gekennzeichnet.

Er hatte aufrechte Verträge für „Othello“ und „Rigoletto“ an der Wiener Staatsoper für das kommende Frühjahr. Gefragt und beliebt, verehrt und geachtet: Nach zweieinhalb Jahren Kampf mit der unsäglichen Krankheit ist Dmitri Hvorostovsky nun an einem anderen Ort, nicht mehr auf der Welt, angekommen. Man wünscht seiner Seele das Beste und vor allem: Kein Leid mehr!