Ein Glückskind der Oper: Kammersänger Heinz Zednik

Unlängst brachte der ORF ein Porträt von Kammersänger Heinz Zednik, der am 21. Februar seinen achtzigsten Geburtstag beging. Dort beschrieb er die Wiener Staatsoper als sein Zuhause. Wenn er nur die Klinke der Bühnentüre in die Hand nahm, fühlte er sich schon daheim. Ein Glück, wenn man so fühlen kann. Ein künstlerisches Zuhause zu haben, als Künstler in einer unsteten Welt, ist doch wunderbar. Zednik galt immer als Charaktertenor, sang die Humperdinck´sche Hexe genauso wie Pedrillo in „Entführung aus dem Serail“. Der Gesang lag ihm quasi immer schon in der Kehle. Auch am Wienerlied delektierte er sich immer wieder, war sich auch für dieses nicht zu schade. Über die Bühne schlendern, kriechen, robben, sich hin und her reißen lassen, triumphieren oder im Bühnenboden (szenisch) versinken – das alles war für ihn kein Problem. Ob Bayreuth, Mörbisch oder Baden bei Wien. Von Kleinstrollen mit Sätzen wie „Die Pferde sind gesattelt“ bis nach New York und Japan. Eine Stimme von Schönklang, ohne zu angestrengt zu wirken. Selbst bedauerte er, keinen Othello oder Tannhäuser gesungen zu haben. An einer Kritik traf ihn das Verhöhnende, das Unmenschliche, wenn es vom Thema abwich und auf die Person ging.

Bescheiden wirkt dieser große Gesangsmensch, wenn er spricht. Das private Glück fand er nach dem Tod seiner Frau an der Seite von Dr. Dagmar Millesi, im Mai 2019 wurde geheiratet. Zednik widmet sich gerne dem Lesen und auch der guten Wiener Küche. Auch Innereien propagiert er immer wieder. Er ist Präsident der Freunde der Wiener Staatsoper und engagiert sich für KünstlerInnen.

Auch ein Buch ist von ihm erschienen: „Mein Opernleben“ (Edition Steinbauer) beschreibt seine Stationen und Leidenschaft. Wolfgang Wagner sagte über ihn: „Heinz Zednik war und ist ein idealer Sängerdarsteller, einer von ganz hohen Graden“.

Am 15. März ehrt man Kammersänger Zednik beim „Fest für KS Heinz Zednik“ im Gustav Mahler Saal der Wiener Staatsoper, und demnächst ist er in seiner nächsten Rolle zu erleben: Als Kaiser Franz Joseph im „Weissen Rössl“ im Stadttheater Baden bei Wien.

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