Operette

Vorschau auf den Steyrer Sommer.

Musikfestival Steyr. Oberösterreich

Nachdem man beim Musikfestival Steyr (Intendanz Kons. Karl-Michael Ebner) sehr lange überlegt hat, wurde am Montag bei einer Pressekonferenz in Linz die Besetzung für die heurige Sommer-Operette „Wiener Blut“ in der Regie von Mag. Susanne Sommer endlich bekanntgegeben. Volksopern-Namen und Youngsters sind zu finden, die Kostüme muten bei einer ersten Kostprobe sehr klassisch an.

Die Operette „Wiener Blut“ spielt bekanntermaßen zur Zeit des Wiener Kongresses, auf welchem sehr viel getanzt wurde. Demnach wurde das Europaballett St. Pölten nach Steyr engagiert, und die Kostüme halten sich – zumindest dem ersten Eindruck nach zu urteilen – auch an diese Zeit.

Als „deutschen“ Fürsten Ypsheim-Gindelbach wird man Kammersänger Josef Luftensteiner (bereits oft in Steyr in tragenden Rollen wie in Evita, Fledermaus etc. zu hören) erleben können. Als Gabriele Gräfin Zedlau dessen Bühnen- und Lebenspartnerin (Ehefrau)  Martina Dorak. Den Balduin gibt der ambitionierte, ebenfalls Steyr-erprobte Volksopern-Liebling Vincent Schirrmacher. Josef ist mit Michael C. Havlicek (ebenfalls Volksoper Wien) reizend besetzt. Ob eine Franziska Cagliari in ihr steckt, wird die Volksopern-Adele Beate Ritter zeigen. Als ihr Vater Kagler mit dem „Ringelspüh“ tritt der bühnengeeichte Josef Krenmair auf. Das „Klärchen“ vom „Weißen Rössl“ 2015, Lisa Greslehner, wird sich als Pepi diesmal die Ehre geben. In kleineren Rollen (Bitowski – etwa statt Metternich?!) sind Ewald Reiter und als Anna Rita Nikodim zu sehen.

Premiere ist am 28. Juli um 20:30 im Schlossgraben des Schlosses Lamberg in Steyr. (Open Air). Bei Schlechtwetter weicht man in das Stadttheater aus, hier findet allerdings dann in diesem Fall eine halbszenische Aufführung statt.

Neben der Haupt-Operette bietet das Musikfestival Steyr in Oberösterreich auch ein Kinderstück „Die Kristallkönigin“, sowie eine Kindertheaterwerkstatt unter der Leitung von Pili Celar, Pädagogin, die extra für das Festival das Kinderstück „Wiener Würstchen“ schrieb, um das Interesse für das Theater zu wecken. Dieser Workshop findet von 25-30. Juli statt und kostet 59 Euro. Die Aufführung (des erarbeiteten Stückes) der Kinder findet am 30. Juli um 16:00 im Alten Theater Steyr statt.

 

Weitere Informationen unter:

http://www.musikfestivalsteyr.at

 

 

Meisterlich. Die „Gold´ne Meisterin“ von E. Eysler in Baden bei Wien

Stadttheater Baden bei Wien

Ein ganz selten gespieltes Operettenjuwel hatte kürzlich in der Kurstadt Baden bei Wien glanzvolle Premiere. Die reizende Geschichte der „Gold´nen Meisterin“ war zu sehen und zu hören. Und das noch dazu in einer respektablen Besetzung.

Die mehrfach von der Bildregie für´s Theater bekannte Karina Fibich führte Regie und geleitete „ihre“ Sängerinnen durch die zweieinhalbstündige Aufführung. Sehr hübsch gemacht die eher traditionelle, ältlich (passende!) Bühne von Roswitha Wilding-Meisel.

Unter der musikalischen Leitung von Dirigent Michael Zehetner und einer einfallsreichen Choreografie von Michael Kropf gaben sich zwei nicht nur in Wien (VOP) bekannte Sängerinnen die Ehre: Elisabeth Flechl gab die edle Margarethe, die quirlige Renée Schüttengruber spielte die ulkige Haushälterin Portschunkula und hatte merklich ihren Spaß.

Die nicht minder talentierte Katrin Fuchs war in einer Hosenrolle zu erleben, und zwar der des Lehrbuben Friedel. Sylvia Rieser als tolle Contessa machte die Damenriege komplett.

Bei den Herren taten sich Reinhard Alessandri als Christian („Du liebe Gold´ne Meisterin“), Andreas Sauerzapf als Jaromir von Greifenstein und Beppo Binder mit dickem Bauch als Ritter von Gumpendorf hervor.

 

Vorschau: „Das Land des Lächelns“ am Stadttheater Bühne Baden

Baden bei Wien/NÖ

Sou-Chong & Lisa (c) Bühne Baden

Dass Baden immer schon die Operette hochgehalten hat, ist wohl im Wiener Becken und darüber hinaus bekannt. Nun wagt man sich auf der Bühne nach Fernost: Lehárs Operettenklassiker, meist opulent inszeniert, wird in Baden Station machen.

Uraufgeführt 1923 als Stück „Die gelbe Jacke“, ist das Werk heute beliebt auf Spielplänen in Österreich und Deutschland. Die Uraufführung unter dem Titel „Das Land des Lächelns“ fand allerdings erst 1929 statt. Dass ihre Liebe inkompatibel ist, müssen die Protagonisten Lisa und Sou-Chong leider erfahren. Es läuft also nicht alles nach Plan in dieser Lehár-Komposition. Das Badener Publikum darf sich auf leidenschaftliche Sänger und Sängerinnen wie KS Sebastian Reinthaller (Sou-Chong), Monika Rebholz (Lisa), Franz Gürtelschmied (Gustl v. Pottenstein) freuen.

Premiere ist am 17. Oktober im Stadttheater Bühne Baden!

HIER geht es zur Inhaltsangabe des Werkes von Klingers Kulturpavillon.