Alberts Ausbruch

Volksoper.Wien                                                                                                                  15.02.14

An der Volksoper ist man Oper gewöhnt. In guter Qualität. Direktor Meyer „bespielte“ das Publikum mit Brittens „Albert Herring“. Und dieser schön auf die Bühne gebrachte Albert ist auch darstellerisch völlig in Ordnung. Regie führt – erprobt und erfahren – Brigitte Fassbaender.

In deutscher Sprache brilliert in der Hauptrolle der junge Tenor Sebastian Kohlhepp. Er kann singen und sich bewegen. Gut erzählt ist die Geschichte in der fiktiven Stadt Loxford. Britten benutzt gerne die Fiktion, um dem Publikum den Stoff des Lebens beizubringen. Albert Herring, der am Anfang noch brave Mann, randaliert bereits nach einem kleinen Schluck Rum in seinem Drink. Alles, was er sich aufgebaut hat, samt seiner Reputation in der Stadt, zerstört er. Die übrigen Bewohner, unter anderem dargestellt von Volksopern-Stammsängern wie Martina Mikelić, Birgid Steinberger, Morten Frank Larsen und Jeffrey Treganza fügen sich ins Ensemble ein. Herrings Mutter mimt Elvira Soukop mit Charme, aber auch Mut zum Poltern. Daniel Ochoa und Dorottya Lang sind ein hübsches Paar als Sid und Nancy.

Diesen Abend dirigiert Gerrit Prießnitz, der das Orchester auf sensible Weise durch die Partitur führt, auch auf gesprochenen Text Acht gibt und eine anständige Leistung liefert.

-Martina Klinger-

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