CD-Rezensionen KLASSIK

„My Double Bass“ – neue CD von Ödön Rácz

Ödön Rácz, Solokontrabassist der Wiener Philharmoniker, brachte eine CD mit dem Namen „My Double Bass“ auf den Markt.

Als Herzstück auf dieser Scheibe hört man das „Gran Duo Concertante“ für Violine und Kontrabass von Giovanni Bottesini, dem „Paganini“ des Kontrabasses. Weiters gibt es Schöpfungen von Piazzolla und Rota.

Rácz begibt sich hier auf eine Reise von Italien nach Südamerika. Das Franz Liszt Kammerorchester begleitet ihn auch diesmal, unter der Leitung der Römerin Speranza Scappucci. Noah Bendix-Balgley übernimmt den Part der Violine.

Info:

CD von Ödön Rácz: „MY DOUBLE BASS“

Label: Deutsche Grammophon

Preis: 17,99 Euro

Cecilia Bartoli und Sol Gabetta: Dolce Duello!

Was passiert, wenn sich eine weltberühmte Sängerin und eine weltberühmte Cellistin zusammentun? Im besten Fall ein Fusions-Werk. Die neue CD mit dem vielsagenden Titel „Dolce Duello“ verspricht eine Sensation zu werden. Erschienen bei Decca Classics.

Dolce Duello beinhaltet Werke von Caldara, Albinoni oder Gabrielli. Gewiss, es sind nicht die großen bekannten Namen der Klassikwelt, aber diese kommen ja auch noch: Händel oder Vivaldi sind auch vertreten, keine Sorge. Doch auch nicht mit den „üblichen Verdächtigen“, sondern mit Seltenheiten wie Titus Manlius, dem Römer.

Sehen Sie hier den Trailer:

 

 

Jonas Kaufmann und seine französischen Opernträume: Neues Album „L´Opéra“ (Sony Classical)

 

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Jonas Kaufmanns neuestes Album (c) Sony Classical

 

 

Der Tenor der Tenöre präsentiert aktuell sein neuestes Werk mit dem simplen wie ausdrucksstarken Titel „L´ Opéra“. Nicht mehr, und auch sicher nicht weniger als Schmelz-Arien, heldische Töne und pure Romantik, die nicht nur seinen Fans äußerst zu Herzen gehen dürfte. Der Sänger konzentriert sich wie auch der Name der Scheibe bereits anklingen lässt, auf französische Opern des 19. Jahrhunderts. 

Kaufmann möchte die pure Essenz von bekannten und eher den Raritäten zuzuordnenden Arien seiner eigenen Spiel- und Singweise zugrunde legen. Das beginnt etwa mit Gounods „Ah! leve-toi, soleil!“ aus Romeo et Juliette, hier auch mit einer Atemtechnik unterlegt, die keine Wünsche offen lässt. Ein kräftiger Spitzenton, gleich gefolgt von zartem Schmelz in der Stimme, so muss es sein.

Das Bayerische Staatsorchester unter Dirigent Bertrand de Billy begleitet die Jahrhundertstimme auf ihrem weiten Weg durch die französische Oper. Wer, wenn nicht de Billy, der hier ganz genau ein Auge auf die Durchführung werfen würde, wäre prädestiniert? Bertrand de Billy als ausführendem Dirigenten kommt hier auch eine ganz besondere Aufgabe zu: Der gebürtige Pariser muss die Expertise in französischer Musik, etwa wie man einen Gounod, Bizet, oder auch andere interpretiert, geradezu mit der sprichwörtlichen Muttermilch aufgesogen haben.

Auch noch ein relativ bekanntes Stück als Beitrag auf dieser CD ist die Arie aus Massenets „Werther“: „Pourquoi me reveiller…?“. Und Jonas Kaufmann lässt sich viel Zeit, um für sich selbst und auch für seine „Getreuen“ individuell und stimmgewaltig herauszufinden, warum ihn „der Frühlingshauch“ weckt. Man fragt sich mit ihm, so mitreißend und edel gestaltet er seine Phrasierung. Kaufmann hat diese eine Gabe, diese (noch so kleine oder größere) Arie erlebbar zu machen. Man hat nicht nur das umfassende und allmächtige Gefühl des Belcanto, des „Schön-Gesanges“. Fragend, seufzend und gestaltend greift der Künstler ein und gibt seine Interpretation preis.

Auch weniger bekannten Dingen bietet Jonas Kaufmann eine Bühne. So lässt er das Werk „Mignon“ von Ambroise Thomas in seiner Schönheit strahlen. Die Arie „Elle ne croyait pas, dans sa candeur naive“ ist kaum öffentlich zu hören. Warum denn eigentlich nicht? Da entgeht dem Publikum etwas. Gesungen wird diese von Wilhelm Meister, einem armen Studenten. Frühling und Herz werden wieder einmal in den Mittelpunkt gestellt, wie so oft.

Auch eine feurige Nummer aus der klassischen französischen Oper darf natürlich auf einer solchen Platte nicht fehlen: Georges Bizet gibt sich ebenso die Ehre und darf sich mit seiner bekanntesten Opern-Frauenfigur vertreten fühlen, beziehungsweise für Kaufmann natürlich der Arie des Don José aus „Carmen“: „La fleur que tu m´ avais jetee“ – Die Blume, die sie ihm zugeworfen hat, trägt er in seinem Gefängnis immer noch mit sich, immer noch hat sie den süßen Duft, obwohl sie schon verwelkt ist. Das ist für einen Tenor natürlich kein Problem. Die Empfindungen werden erfreulich uneitel wiedergegeben. Hier ist nichts  „verkitscht“.

Für einen weiteren Titel holt sich Jonas Kaufmann Unterstützung in Form des französischen Baritons Ludovic Tézier. Bizet darf noch ein weiteres Mal erklingen. Das berührende wie packende Duett aus den „Perlenfischern“ bestreiten die beiden Herren mit großer Einsatzfreude. „Au fond du temple saint“ gerät zum tollen Erfolg, auch durch das Zusammenspiel der beiden verschiedenen Stimmlagen, wie auch nicht anders vorgesehen ist.

Variatio delectat, und so ist wieder ein gänzlich (beinah) unbekannter Titel zu hören: Aus der Oper „Le roi d´ Ys“ von Edouard Lalo singt Kaufmann „Vainement, ma bien-aimée“.

Auch der französischste aller (eigentlichen) Operettenkomponisten ist mit einer Oper, die wohl jeder kennt, vertreten. Man kann sich vielleicht denken, um wen es sich handeln könnte. Es ist Jacques Offenbach mit „Hoffmanns Erzählungen“ und der wunderschönen Charakterstelle: „O Dieu, de quelle ivresse“.

Ein weiterer Komponist wird ebenso geehrt, mit einem Auftritt auf Jonas´ CD. Es handelt sich diesmal um den deutschen Komponisten Giacomo Meyerbeer (geboren als Jakob Meyer Beer). Die Rarität und die meisterhafte Exotik eines Landes wird hier gepriesen: „Pays merveilleux – O paradis!“, und zwar stammt dieses intonierte Lied aus „L´Africaine“.

Ein „klassischer“ und wohlbekannter Opernkomponist, vielfach auf den Spielplänen der Opernhäuser in der Welt vertreten: Jules Massenet, ein Franzose mit seinem Glamourwerk „Manon Lescaut“. Diese Oper dürfte Jonas Kaufmann nur zu gut kennen. Und zwar zum Beispiel aus München oder aber auch aus der Metropolitan Opera New York.  Auch hier braucht er Unterstützung, in weiblicher Form. Denn was wäre „Enfin, Manon, nous voila seuls Ensemble! – …En fermant les yeux..“ ohne eine weibliche Sopranstimme? Diese liefert hier die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva. Auch noch aus derselben Oper bieten die beiden noch ein „Gustostück“ an: „Toi! Vous!“

Jacques Fromental Halevy sucht sich Kaufmann schließlich auch noch mit seinem bekanntesten Werk heraus, um es schonend und naturgetreu zu intonieren: „Rachel, quand du Seigneur“ aus seiner Oper „La Juive“.

Und wenn man schon von französischen Komponisten singt und redet, dachte sich Kaufmann auch, dass Hector Berlioz (last but not least) doch auch vertreten sein sollte. Es finden sich auch „Merci, doux crepuscule!“ aus „La damnation de Faust“ und „Inutiles regrets! Je dois quitter Carthage!“ aus „Les Troyens“. Ein energisches und kriegslastiges Ende.

Es lässt sich konstatieren, dass eine stimmige Auswahl an französischen Opern geglückt ist. Erschienen unter dem Label Sony Classical.

Info:

Jonas Kaufmann „L´Opéra“ (einzelne Arien/Duette mit Ludovic Tezier, Sonya Yoncheva)

Medium/ Tonträger: CD

Preis: 14,99 Euro

oder

Premiumausgabe Deluxe Edition mit umfangreichem Booklet

Preis: 21,99 Euro

erschienen: 15.09.2017

 

 

A magical CD by Russell Watson: True Stories

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The famous Tenor Russell Watson is known for being UK´s best selling classical artist. Russell has landed another coup: His CD „True stories“ is not only a distinctive masterpiece of art. It tells stories you will hear occasionally.

Russell´s voice seems elegant, it is just right to see that the Tenor is recording another piece. His vocal agility has not changed a bit. Many supreme and marvellous tracks can be found on this CD, and they have something in common: They all tell their own Story. Watson thought that some opera Songs (e.c. from „Carmen“) would mix with a rhetoric question „Do you hear what I hear?“, that could mean: Do you feel the same like me?

Watson is singing in a very emotional and sensitive, yet certain way. You can hear him interprete cool and smooth Songs, as well as very deep-considered tracks which are about finding yourself.

If I loved you is originally by Audra Mc Donald. Watson does great by transporting several emotions to the audience. In earlier times, Aprile (Tosti) was interpreted by no other than the great Pavarotti, Watson has his own style. To cheer Opera, Russell has recorded La fleur que tu m’avais jetée. Truly a masterpiece of the collection.

Other Songs that Watson is making extraordinarily good (in his own style) are for example: With a song in my heart, Who can I turn to, When it shines or Do you hear What I hear.

 

JONAS singt Gustav Mahler: Trinkt noch nicht, erst sing´ ich euch ein Lied – Das Lied von der Erde!

Unser aller Tenor, Jonas Kaufmann, ist wieder in alter Stimmstärke zurück. Wenn auch manche Kritiker meinen mögen, er hätte eingebüßt: Er zeigt es wieder (uns) allen mit einer Aufnahme von Gustav Mahlers symphonischem Liederzyklus „Das Lied von der Erde“.

Sieben Gedichte aus der Sammlung Die chinesische Flöte von Dichter Hans Bethge wurden von Gustav Mahler vertont und insgesamt sechs Teile erarbeitet:

 

Der Einsame im Herbst

Von der Jugend

Das Trinklied vom Jammer der Erde

Von der Schönheit

Der Trunkene im Frühling

Der Abschied

Nun, man glaubt es Kaufmann in seiner unnachahmlichen Spielart und Singkompetenz, dass er auch „Gefühle beim Erwachen aus einem Rausch an einem Frühlingstag“, glaubhaft vermitteln kann. Berauscht ist aber nicht er selbst, sondern nur das (virtuelle) Publikum, das sich sein Timbre anhört. Alle sechs Partien singt er in dieser Aufnahme, die er gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern unter Jonathan Nott bestreitet.  Auch in die Alt- und Baritonlage schwingt er seine hoch flexible Stimme, und stellt so auch gleichzeitig seinen Ehrgeiz unter Beweis, dies geschieht auf eindrucksvolle Weise. Seine berührenden Interpretationen sind schon immer bekannt gewesen, aber mit der neuesten Aufnahme beweist er wieder einen grandiosen stimmlichen Mut. Der „Guardian“ schreibt beispielsweise kaum nachvollziehbar von einem „real disappointment“, welches Kaufmann abgeliefert haben soll. Dem kann man auf keinen Fall zustimmen.

Jonathan Nott für seinen Fall begleitet die Stimme, er weiß auch genau, welche Passagen wie zu nehmen sind, manchmal ist er etwas schnell, dann wieder rafft er die Feinheiten des Dirigats zusammen.

Sicher mögen die Gedichte und Gesänge aus der Entstehungszeit heraus für unsere Ohren schon etwas fremdartig und antiquiert klingen – Jonas Kaufmann versteht es aber blendend, den Texten auch schon einmal eine erklärbare Aktualität zu geben, und sie auch dahingehend zu interpretieren, dass genau das, worüber er singt und phrasiert, heute passiert sein könnte. Das ist zweifellos eine große Kunst. An dieser Stelle also eine Lobeshymne für den aufgebrachten Mut, die Feinheit, und die Ausdrucksstärke, mit der „unser“ Super-Tenor wieder an die Sache herangeht!

 

Information:

Gustav Mahler, Das Lied von der Erde

Gesang: Jonas Kaufmann

Dirigent: Jonathan Nott

Orchester: Wiener Philharmoniker

Label: Sony Classical

Release: 07. April 2017

Ein gemeinsames Album und bald auch das nächste Neujahrskonzert. Eine wundervolle Verbindung von Gustavo Dudamel und den Wiener Philharmonikern

An einem gemeinsamen „Baby“ basteln derzeit der junge Stardirigent Gustavo Dudamel (geboren in Venezuela und zu einem Aushängeschild der Klassikbegeisterung in seinem Land geworden) und die ehrwürdig-spritzigen Wiener Philharmoniker.

Und dieses „Baby“ soll folgendermaßen heißen: „Pictures at an Exhibition“. Im Rahmen der Salzburger Festspiele wurde bekannt, dass das Release-Datum  bereits der November 2016 sein soll. Ein venezolanisches Orchester (Simon Bolivar Jugendorchester) spielte gemeinsam mit den Protagonisten dieses Album ein, das nur russische Werktitel enthalten soll. Inspiriert von Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ verbindet es Werke eben jenes Komponisten mit etwa dem bekannten Walzer aus „Schwanensee“ von Pjotr I. Tschaikowsky.

Info:

Das Album / the Album: „Pictures at an Exhibition“

Künstler/Artists: Gustavo Dudamel (Dirigent/conductor), Wiener Philharmoniker, Simon Bolivar Youth Orchestra

Erscheinungsdatum/Release Date: 4. November 2016 / November 4, 2016

Label: Deutsche Grammophon

 

 

Concertos for Double Bass – Ödön Rácz und seine neue CD „Kontrabasskonzerte“

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Der gefragte Kontrabassist (auch Solobassist der Wiener Philharmoniker) Ödön Rácz hat seine nächste CD herausgebracht. Der gebürtige Budapester begibt sich auf die Spuren von Giovanni Bottesini (1821-1889), Karl Ditters von Dittersdorf (1739-1799) und Johann Baptist Vanhal (1739-1813).

Ödön Rácz trat bereits 2004 in das Orchester der Wiener Philharmoniker ein und lernte Kontrabass an der staatlichen Grundschule in Budapest.

Er spielt einen Kontrabass von Michael Ignatius Stadlmann. (Wien, 1781)

An seiner ersten CD „Double Bass Fantasy“ (erschienen bei Gramola) wurden unter anderem seine hohe Musikalität und seine technische Präzision, mit der er „die Ungelenkigkeit des Riesen“ vergessen machte, gepriesen.

Bei „Concertos for Double Bass“ zieht sich seine grundsolide, aber dennoch sehr sensible Gestaltungskunst durch. Technische sowie geistige Aspekte der Tonbildung sind für ihn eine Selbstverständlichkeit durchzusetzen.

Auf der vorliegenden CD „Concertos for Double Bass“ beschäftigt sich der Künstler im Track 1 mit dem Teil „Allegro moderato“ aus dem „Concerto in D Major for Double Bass and Orchestra“ (Konzert in D-Dur für Kontrabass und Orchester) von Johann Baptist Vanhal. Zusammen mit dem Franz-Liszt-Kammerorchester zeigt er eine hohe Versatilität. Die Intonation, die sich gemeinsam mit anderen Faktoren zu einem komplexen Gebilde zusammenfügt, ist für Racz ein einfaches Thema, er versteht es, das komplexe Gebilde zu durchdringen.

Track 2 ist das „Adagio“. Dieses erinnert an eine Hochzeitsszene (fast schon an Mozart), und der Kontrabass ist eigentlich hier nicht so das dominante Instrument. Er kommt später hinzu und verleiht eine gewisse Würze und greift das wunderschöne Thema auf.

Track 3, das „Allegro“ ist auch anspruchsvoll und schwungvoll zugleich. Schnelle, typische Wendungen, aber auch ein zart-romantisches Timbre lassen den Hörer erahnen, welch Arbeit dahinter stecken muss. Der Komponist Vanhal (übrigens ein böhmischer Komponist, geboren in Nechanice/Tschechien) schrieb das Konzert mit einer besonderen Vorliebe für den Kontrabass und seine Bedürfnisse.

Kommt man zum nächsten Komponisten, Carl Ditters Dittersdorf und zum Konzert für Kontrabass in E-Dur, (for Double Bass in E-Major),so fällt auf, dass sich auch er ein wenig mit Mozart´schen Klängen identifizieren lässt. Der Track 4, das „Allegro“, mutet fast ein wenig zu barock an, intoniert wird es von Rácz und dem Franz-Liszt-Orchester auf leichte, schwungvolle Weise.

Ditters Dittersdorf (respektive Rácz) sorgt auch mit dem „Adagio“(Track 5) für Begeisterung. Dieses ist deutlich schwermütiger, und sehr präzise, so dass man die Emotion mitfühlen kann.

Track 6 („Allegro“) schwingt sich wieder zu besonderer Heiterkeit und Ausgeglichenheit auf. Die feinen, differenzierten Klänge, (nun erhebt sich der Kontrabass wieder) in Harmonie gesetzt mit den anderen, zurückhaltenden Streichern und hörbaren Akkorden ähnlich einer Cymbal sind wunderbar anzuhören.

Track 7 widmet sich dem „Allegro moderato“ vom Italiener Giovanni Bottesini und damit dem Kontrabasskonzert in h-Moll. Sehr, sehr geheimnisvoll und verwegen, schwer und massiv für das Ohr, dann wieder auftrabend manövriert sich der Kontrabass hier durch. Es scheint einmal (emotional und melodisch) aufwärts und dann wieder abwärts zu gehen und der Bass scheint auch zu flehen. Sehr eindrucksvoll gestaltet.

Mit Track 8 („Andante“) ist das sehnsüchtige Ohr – mit einer kleinen Pause – erwartungsvoll eingestimmt auf einen ruhigen, melancholischen Klang, den Rácz mit seinem wundersam großen Instrument herbeizuführen vermag. Bottesini komponierte hier ganz anders als seine „Vorgänger-Kollegen“ Vanhal und Dittersdorf. Es kommt viel fließender herüber.

Track 9 („Allegro“) schließlich bietet dieser Serie ein fulminantes Finale mit entschlossenen Klängen. Der Bass scheint zu tanzen und über die Saiten fliegt der Bogen mit leichter Technik.

Eine sehr empfehlenswerte Aufnahme für Freunde der Kontrabass-Klänge, aber nicht nur: Ein ausgezeichnetes Zusammenspiel von Ödön Rácz, einem wahrhaft einfühlsamen und warmherzig intonierenden Musiker und dem Franz-Liszt-Kammerorchester garantieren einen lang andauernden Hörgenuss.

 

 

 

Information:

Erschienen ist die CD „Kontrabasskonzerte“ bei der Deutschen Gramophon.

Links:

http://www.odonracz.com