Karl Michael Ebner

„La veuve joyeuse“. DIE LUSTIGE WITWE (F.Lehár) mit Hampson, Gens, Nafornita, Ebner in Paris.

 

danilo

KS Thomas Hampson – sein Danilo als Elfenbein-Charmeur (c) th

 

Tombe amoureux souvent, fiance‑toi rarement, ne te marie jamais !
– Danilo , Acte II, scène 11

Man muss nicht unbedingt Französisch können, um das zu verstehen. Es schadet aber niemals.

Eine der bekanntesten Operetten ist aktuell gerade an der großen Oper in Paris – an der Opéra Bastille (in der Rue de Lyon) zu sehen. Paris ist neben Wien wohl die „Operettenstadt“, dort wo Lolo, Dodo und so weiter immer flanieren. Auf, und ab, auf, und ab, irgendwann fallen sie dem lüsternen Danilo in die Hände. Dass dieses Werk auch 112 Jahre nach der Uraufführung lustig, aktuell und heutig ist und sehr gut ankommt, beweist wieder einmal die Top-Besetzung in Paris.

Der Star am Besetzungszettel ist wohl Welt-Bariton Thomas Hampson, Kammersänger und etwas blass geschminkt (gewollt) in dieser Rolle des Frauenverstehers Graf Danilo Danilowitsch zu sehen. Viel Schmelz und darstellerische Sicherheit packt er aus. Mit der über 300.000 mal aufgeführten Operette hat er absolut keine Schwierigkeiten, eher viel Laune.

Als Titelheldin Madame Glawari hört man die französische Opernsängerin Veronique Gens aus Orléans. Sie bringt die richtige Attitüde mit, hat an manchen Momenten aber doch einige Mühe.

Die wunderschöne und stimmgewaltige Valentina Nafornita von der Wiener Staatsoper unterstützt die Aufführung mit ihrem facettenreichen Sopran. Als junge und wissbegierige und nach anderen Amouren als ihrem „faden“ Mann Baron Zeta Ausschau haltende Valencienne ist sie federleicht, überrascht mit Feinheit.

Mit kernigem Bass veredelt Zeta alias Franck Leguerinel seine delikaten Momente, etwa zum Geburtstag des Fürsten. Pontevedro kann sich mit diesen Menschen wohl sehr glücklich schätzen. Auch in den kleineren Nebenrollen können kompetente Sänger punkten: Der Tenor Karl-Michael Ebner (Volksoper Wien) als Raoul de St. Brioche oder Alexandre Duhamel (französischer Bariton) als Vicomte Cascada sowie Metropolitan-Opera-Sänger Stephen Costello als Valenciennes heißer Liebhaber Camille de Rosillon („Wie eine Rosenknospe im Maienlicht erblüht…“) fügen sich mehr als achtbar ein.

Unter dem Dirigat des deutschen Dirigenten Marius Stieghorst steigt diese Witwe einen steilen Weg hinauf zu ihrer großen Liebe, auch wenn es sehr lange dauert, bis sie zueinander finden. Ob die Ehe wirklich nur ein „Standpunkt“ ist, den man „längst überwunden“ hat? Am Ende.. oder aber über jenes hinaus – wird er sie oder sie ihn wohl heiraten müssen.. Bis dahin gilt es viele Hinternisse – auch diplomatischer Art zu nehmen, und wie einmal als Ausspruch in einer Aufführung der Wiener Volksoper verwendet wurde: „Und ärgert das den Danilo, es is´ halt so!“

Die Aufführung in Paris ist unterhaltsam, fast opernhaft, doch sehr kurzweilig (Regie: Jorge Lavelli).

 

Info und Karten: https://www.operadeparis.fr/saison-17-18/opera/la-veuve-joyeuse

 

 

Hitze, Wasser & stolze Preisträger! Der österreichische Musiktheaterpreis 2017 in der Wiener Volksoper.

 

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Bei nahezu glühendem Sonnenschein wurden am Sonntagvormittag die Statuetten zum Österreichischen Musiktheaterpreis zum fünften Mal vergeben. Die künstlerische Promidichte war hoch, die Hitze war groß.

Unter den wachsamen Augen von Präsident Karl-Michael Ebner und Vorstand Daniel Serafin spazierten die Gäste über den eigens vor der Wiener Volksoper eingerichteten Red Carpet. Erstmals fand die Veranstaltung als Matinee statt. Es gab auch Musiktheaterpreis-Limousinen, die Preisträger und Gäste chauffierten. Die Nominierten konnten es kaum erwarten, zu erfahren, wer gewonnen hatte. So mancher Gast hatte indes mit Hitze oder Wasser zu kämpfen. Grande Dame Guggi Löwinger wusste ihr Getränk nicht so recht loszuwerden, was für einen heiteren Moment sorgte. Schließlich standen die Preisträger nach der launigen Moderation von bewährter Hand – Christoph Wagner-Trenkwitz – fest und durften sich freuen:

 

Beste weibliche Hauptrolle: Hailey Clark in der Partie der Alma in „Brokeback Mountain“ am Salzburger Landestheater

Beste männliche Hauptrolle: Robert Meyer in der Partie des Don Quixote in „Der Mann von La Mancha“ an der Volksoper Wien

Beste weibliche Nebenrolle: Elsa Benoit als Micaëla in „Carmen“ am Stadttheater Klagenfurt

Beste männliche Nebenrolle: Wilfried Zelinka als Grigoris in „Die griechische Passion“ an der Oper Graz

Beste Gesamtproduktion: „Die griechische Passion“ an der Oper Graz

Beste musikalische Leitung: Alfred Eschwé für „Fürst Igor“ an der Volksoper Wien

Beste Regie: Lorenzo Fioroni für „Die griechische Passion“ an der Oper Graz

Beste Ausstattung: „Die Sache Markopulos“ am Tiroler Landestheater: Heinz Hauser (Bühne) und Gera Graf (Kostüme)

Beste Ballettproduktion: Mei Hong Lin für „Schwanensee“ am Landestheater Linz

Beste Nachwuchskünstlerin: Anna Brull als Rosina in „Der Barbier von Sevilla“ an der Oper Graz

Bester Nachwuchskünstler: Michael Hauenstein als Timur in „Turandot“ am Tiroler Landestheater

Die Gewinner der Sonderpreise

Lebenswerk: Grace Bumbry

ORF III Medienpreis: René Pape

Bester Chor: Chor der Volksoper Wien

Bestes Festival: Tiroler Festspiele Erl

Off-Musiktheaterpreis (neu): Sirene Operntheater für  „Chodorowski“

Musicalpreis der Kronenzeitung: Drew Sarich

 

Die Preisträger und Preisträgerinnen freuten sich sehr, auch die künstlerischen Darbietungen überzeugten. Etwa René Pape mit einer Interpretation der „Hallenarie“ aus Mozarts Zauberflöte, das Werk selbst spannt den Bogen zum Musiktheaterpreis, dem Goldenen Schikaneder.

Wieder ein erfolgreiches Jahr für den Österreichischen Musiktheaterpreis in 2017!

Cinque anni Österreichischer Musiktheaterpreis – viele Neuerungen im Jahr 2017!

 

Der Präsident, der Vorstand und der Moderator des Österreichischen Musiktheaterpreises luden zur Pressekonferenz, im Rahmen derer viele Neuerungen im Jahr 2017 für die Veranstaltung vorgestellt wurden. Und so nahmen Karl-Michael Ebner, Daniel Serafin und Christoph Wagner-Trenkwitz im Mozarthaus Wien Platz und erzählten über ihre Pläne.

Eine erste Neuerung der seit fünf Jahren die österreichische Kulturlandschaft bereichernden Veranstaltung: Sie wird als Matinée gestaltet statt als Abendveranstaltung. Austragungsort der „Oscars der Musiktheaterwelt“ wird diesmal am 25. Juni 2017 um 11:00 Uhr die Wiener Volksoper sein.

„Wir sind glücklich, den Österreichischen Musiktheaterpreis erstmalig an die Volksoper Wien zu holen, wo vor fünf Jahren die Idee entstand, herausragende künstlerische Leistungen mit einem eigenen Award zu würdigen und kulturelle Exzellenz einer ganzen Spielsaison vor den Vorhang zu bitten“, so Karl-Michael Ebner.

Es wird auch erstmals einen Off-Musiktheaterpreis in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt geben: Das geschieht aus diesem Grund, um die Leistungen der engagierten Spielbetriebe abseits der großen Öffentlichkeit zu prämieren.

„Insbesondere die kleinen unabhängigen Bühnen leisten einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Vielfalt im Musikland Österreich, um Menschen abseits der großen Häuser innovatives zeitgenössisches Musiktheater zugänglich zu machen“, betonte Kulturminister Thomas Drozda im Vorfeld.

Ein besonderes Rahmenprogramm zum fünften Jubiläum erwartet die Gäste: Ein Auftritt der Wiener Sängerknaben, des Chors und Orchesters der Wiener Volksoper und internationaler und nationaler Stars der Musiktheater-Szene. Es verspricht ein Fest zu werden: „Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, den Österreichischen Musiktheaterpreis für ein breiteres Publikum zu öffnen. Unsere Gäste erwartet bei der Matinée eine Leistungsschau der heimischen Szene aus allen Genres“, verspricht Vorstand Daniel Serafin.

Für das Lebenswerk wird Grace Bumbry ausgezeichnet werden. Christoph Wagner-Trenkwitz scherzte: „Barack Obama ist uns zuvorgekommen, er hat Bumbry bereits mit diesem Preis in Amerika ausgezeichnet. Er wird leider nicht am Österreichischen Musiktheaterpreis teilnehmen können.“

Der „Black Diamond Bass“ René Pape wird den Medienpreis entgegennehmen dürfen. Pape adelt den Musiktheaterpreis mit seiner Anwesenheit, der international höchst gefragte Sänger wird auch die „Hallenarie“ aus Mozarts „Zauberflöte“ interpretieren, was wiederum den Bogen von der Veranstaltung zum Preis selbst spannt.

Eigentlich hätte der Preis bekanntlich ursprünglich „Goldener Papageno“ heißen sollen, dieser Name war allerdings bereits vergeben. So entschied man sich für den „Goldenen Schikaneder“, über welchen sich schon sehr namhafte Künstler und Künstlerinnen freuen durften. Die Statue wird auch wie im vergangenen Jahr wieder gestellt von der Porzellanmanufaktur Augarten und ist eine ästhetisch sehr ansprechende, sorgsam hergestellte, sitzende Figur, die den Papageno aus der Mozartoper darstellen soll. Nicht nur schlicht weiß, sondern auch golden und grünlich glänzt das Meisterstück, auf welches Thomas König, CEO der Wiener Porzellanmanufaktur, besonders stolz ist: „Für uns als österreichische Manufaktur, die wir an der Schnittstelle von Handwerk und Kunst stehen, hat Kunst- und Kulturförderung in Österreich eine hohe Bedeutsamkeit.“ Die in den Anfangsjahren des Österreichischen Musiktheaterpreises gestaltete Figur von Sabine Kappitz und Wilhelm Willisch ist somit Geschichte.

Die Kategorien „Bester Chor“ und „Bestes Orchester“ werden sich jährlich abwechseln. Beim Musiktheaterpreis wird heuer die Kategorie „Bester Chor“ als Sonderpreis an den Chor der Volksoper Wien vergeben.

„Die Vielseitigkeit des Programmes der Volksoper Wien stellt eine Herausforderung an den Chor dar, die dieser mit Bravour und Souveränität meistert. Von Oper bis Musical sitzt jeder Ton der Sängerinnen und Sänger, die mit Begeisterung bei der Sache sind, die sich auch auf das Publikum überträgt.“, meinen Ebner und Serafin einhellig.

Da die Operette im Programm der Wiener Volksoper große Prominenz genießt, ließ es sich Christoph Wagner-Trenkwitz nicht nehmen, die 100. Premiere des Hausherren Robert Meyer anzukündigen: „Der Opernball“, ein Werk von Richard Heuberger, wird in einer Neufassung (die in Wien anstatt in Paris spielt) ab 17. Februar 2018 am Haus zu hören sein. Beim Österreichischen Musiktheaterpreis werden wir bereits einen musikalischen Vorgeschmack darauf bekommen, und zwar „Gehen wir ins Chambre Separée“. Lustigerweise stimmte Trenkwitz vor offiziellem Beginn der Konferenz dieses Lied kurz an.

Der Preis wird 2017 in folgenden 16 Kategorien vergeben:

  • Beste weibliche Hauptrolle
  • Beste männliche Hauptrolle
  • Beste weibliche Nebenrolle
  • Beste männliche Nebenrolle
  • Beste Gesamtproduktion
  • Beste musikalische Leitung
  • Beste Regie
  • Beste Ausstattung
  • Beste Ballettproduktion
  • Beste Nachwuchskünstlerin
  • Bester Nachwuchskünstler

(JURY)

  •   Krone Musicalpreis
  •   Bester Chor
  •   Medienpreis
  •   Lebenswerk
  •   Off-Musiktheaterpreis

(SONDERPREISE)

Auch 2017 ist die Jury wieder hochkarätig besetzt mit namhaften Intendanten, Choreografen, Sängern und Dirigenten.

Den Preis für das beste Festival erhalten die Tiroler Festspiele Erl.

Für die beste weibliche Hauptrolle sind nominiert:

  • Sophia Brommer (LUISA, „LUISA MILLER“/OPER GRAZ)
  • Golda Schultz (FIORDILIGI, „COSI FAN TUTTE“/STADTTHEATER KLAGENFURT)
  • Melba Ramos (JAROSLAWNA, „FÜRST IGOR“/VOLKSOPER WIEN)
  • Hailey Clark (ALMA, „BROKEBACK MOUNTAIN/SALZBURGER LANDESTHEATER)

Für die beste männliche Hauptrolle gibt es folgende Kandidaten:

  • Michael Wagner (MARCUS SCHOULER, „MC TEAGUE“/LANDESTHEATER LINZ)
  • Rolf Romei (MANOLIOS, „DIE GRIECHISCHE PASSION“/OPER GRAZ)
  • Robert Meyer (DON QUIXOTE, „DER MANN VON LA MANCHA“/VOLKSOPER WIEN)

Um den Preis für die beste weibliche Nebenrolle rittern folgende Damen:

  • Elsa Benoit (MICAELA, „CARMEN“/STADTTHEATER KLAGENFURT)
  • Susanne Langbein (MARZELLINE, „FIDELIO“/TIROLER LANDESTHEATER)
  • Cathrin Lange (BLONDE, „DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL“/OPER GRAZ)

Nominiert in der Kategorie beste männliche Nebenrolle:

  • Matthäus Schmidlechner (HEXE, „HÄNSEL UND GRETEL“/LANDESTHEATER LINZ)
  • Stefan Cerny (WESIR, „KISMET“/VOLKSOPER WIEN)
  • Wilfried Zelinka (GRIGORIS, „DIE GRIECHISCHE PASSION“/OPER GRAZ)
  • Franz Gürtelschmied (GUSTL, „DAS LAND DES LÄCHELNS“/BÜHNE BADEN)

Bei der besten Gesamtproduktion gibt es diese Auswahlmöglichkeiten:

  • „DIE GRIECHISCHE PASSION“/OPER GRAZ  – (MARTINU, nach KAZANTZAKIS)
  • „LA TRAVIATA“/LANDESTHEATER LINZ – (PIAVE, nach DUMAS)
  • „DER MANN VON LA MANCHA“/VOLKSOPER WIEN
  • „BROKEBACK MOUNTAIN“/SALZBURGER LANDESTHEATER

Für die beste musikalische Leitung sind folgende Personen nominiert:

  • Dirk Kaftan (DER FERNE KLANG/OPER GRAZ)
  • Alfred Eschwé (FÜRST IGOR/VOLKSOPER WIEN)
  • Francisco Angelico (DIE SACHE MAKROPOULOS/TIROLER LANDESTHEATER)

Nominierte in der Kategorie beste Regie:

  • Immo Karaman (A MIDSUMMER NIGHT´S DREAM/STADTTHEATER KLAGENFURT)
  • Lorenzo Fioroni (DIE GRIECHISCHE PASSION/OPER GRAZ)
  • Carlus Padrissa (TERRA NOVA/LANDESTHEATER LINZ)

Die beste Ausstattung lieferte eine dieser Personen:

  • Martina Segna (Bühnenbild), Anna Sofie Tuma (Kostümentwurf) & Adriana Westerbarkey (Kostümrealisierung) für DER FERNE KLANG/OPER GRAZ
  • Mathias Fischer-Dieskau für MC TEAGUE/LANDESTHEATER LINZ
  • Heinz Hauser (Bühne) und Gera Graf (Kostüme) für DIE SACHE MAKROPOULOS/TIROLER LANDESTHEATER

Die beste Ballettproduktion ist eine der Folgenden:

  • DIE SCHNEEKÖNIGIN/VOLKSOPER WIEN
  • Enrique Gasa Valga für „PEER GYNT“/TIROLER LANDESTHEATER
  • Mei Hong Lin für „SCHWANENSEE“/LANDESTHEATER LINZ

 

Die beste Nachwuchskünstlerin ist eine der folgenden Damen:

  • Fenja Lukas (EURIDICE, „ORFEO ED EURIDICE“/LANDESTHEATER LINZ)
  • Anna Brull (ROSINA, „DER BARBIER VON SEVILLA“/OPER GRAZ
  • Elsa Benoit (TITANIA, „A MIDSUMMER NIGHT´S DREAM/STADTTHEATER KLAGENFURT)

 

Den besten Nachwuchskünstler erwählt man aus folgenden Kandidaten:

  • Maximilian Krummen (ECCLITICO, „IL MONDO DELLA LUNA“/SALZBURGER LANDESTHEATER)
  • Michael Hauenstein (TIMUR, „TURANDOT“/TIROLER LANDESTHEATER)
  • Peter Kellner (BASILIO, „DER BARBIER VON SEVILLA“/OPER GRAZ)

 

Für das Publikumsvoting beim Krone Musicalpreis sind folgende Künstler und Künstlerinnen aufgestellt:

  • Ana Milva Gomes (BARONIN WALDSTÄTTEN, „MOZART“/RAIMUNDTHEATER WIEN)
  • Pia Douwes (DIANA GOODMAN, „NEXT TO NORMAL“/MUSEUMSQUARTIER WIEN Halle E)
  • Andreas Bieber (AXEL SWIFT, „AXEL AN DER HIMMELSTÜR“/VOLKSOPER WIEN)
  • Drew Sarich (CHE, „EVITA“/RONACHER WIEN)

 

 

 

 

Musikfestival Steyr 2017: Große Gefühle und New York!

 

Das Musikfestival Steyr, es hat sich in der Welt des Musiktheaters bereits einen Namen gemacht. Und einen sehr guten Namen! Im Sommer strömt alles, was kulturbegeistert ist, auch nach Oberösterreich, wo die beiden Flüsse zusammenfließen. Dort liegt auch der Kulturdrehpunkt, wo Kons. Karl-Michael Ebner das Festival erfolgreich führt. Heuer hat man sich nach längerer Zeit wieder für ein Musical entschieden, und zwar wird mit einem bestens eingespielten Team „WEST SIDE STORY“ gespielt.

Auf der Open Air Bühne im Schlossgraben von Schloss Lamberg wird die hinreißende und mitreißende Musik von Leonard Bernstein erklingen. Der Intendant freut sich, seine Gäste persönlich im Sommer begrüßen zu dürfen.

West Side Story entstand nach einer Idee von Jerome Robbins. Das Buch stammt von Arthur Laurents, die Gesangstexte von Stephen Sondheim. Marcel Prawy gestaltete die deutsche Fassung.

Die Regie wird wie in den letzten Jahren Susanne Sommer übernehmen. Für die Choreografie ist Florian Hurler verantwortlich. Die musikalische Leitung liegt bei Siegmund Andraschek.

Das Bühnenbild wird von Georg Lindorfer gestaltet, um die Kostüme kümmert sich Caterina Visconti, und für eingeblendete Visuals wird sich Martin Schiske einsetzen.

Es singen und spielen Juliette Khalil, David Sitka, KS Josef Luftensteiner, Ewald Reiter, Martina Dorak, Jakob Semotan und Bernhard Viktorin.

Die Aufführung erfolgt in Zusammenarbeit mit der MUK (Musik und Kunst Privatuniversität Wien).

Als Orchester fungiert das COOV – Cross Over Orchestra Vienna, und das Ballett ist das Europaballett St. Pölten.

Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgt hierbei in Übereinkunft mit Music Theatre International (Europe) Ltd.; Bühnenvertrieb für Österreich: Josef Weinberger Wien, GmbH.

Gespielt wird im Sommer, vom 27. Juli (Premiere), bis zum 12. August 2017.

 

Vive l´ Operette! KS Thomas Hampson schlüpft in die Rolle des Danilo!

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Die Opéra Bastille Paris wird in der Spielzeit 2017/18 eine Neuinszenierung der wohl französischsten Operette ins Programm aufnehmen: La veuve joyeuse. Dafür braucht man sicherlich keinen Übersetzer, denn „Die lustige Witwe“ ist weltbekannt. Was für einen großen Hit Franz Lehár gelandet hat, sollte sich erst später herausstellen. Bei der Uraufführung mussten Karten sogar verschenkt werden. Das wird im Herbst in Paris wohl nicht der Fall sein. Die „Witwe“ wartet ab September mit einer Luxusbesetzung auf.

Den Grafen Danilo wird Weltstar KS Thomas Hampson spielen und singen. Darauf kann man sich schon einmal freuen! Denn wenn man weiß, mit welcher Spielfreude und Akribie der Vollblutsänger arbeitet, kann man sich die Rollengestaltung schon vor dem geistigen Auge vorstellen. Danilo, der berühmteste Bordellbesucher der Operngeschichte, braucht nicht nur stimmliche Stärke, sondern auch viel Bühnenpräsenz.

Als Hanna Glawari steht im September Veronique Gens auf der Bühne, sie kennt man aus der Barockmusik. Auch mit Mozartrollen kennt sie sich aus! Valencienne ist der Wiener Opern-Shootingstar Valentina Nafornita, für ihren tollen Sopran bekannt. Auch aus der „Met“ kommt Verstärkung: Stephen Costello ist als „ihr“ Camille de Rosillon mit an Bord. Als ebenso um Glawari buhlender Saint-Brioche agiert Karl-Michael Ebner, der international Opernrollen gestaltet und Chef des österreichischen Musikfestivals in Steyr ist.

Man darf sich auf den Herbst freuen!

Kein Preis wie jeder andere – Der österreichische Musiktheaterpreis 2016

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Lange dauert es nicht mehr, dann werden endlich wieder die österreichischen Auszeichnungen für die besten kulturellen Leistungen der Spielzeit 2014/15 vergeben. Heuer wartet man mit einer völlig neu gestalteten Skulptur auf. Die Wiener Augarten Manufaktur zeichnet für den „neuen“ Preis verantwortlich. Ab Herbst 2016 kann man diese außergewöhnliche Skulptur sogar im Sortiment der Porzellanmanufaktur erwerben. Die Nominierten können sich bereits jetzt auf eine schlagkräftige Zeremonie freuen, für die wieder Karl-Michael Ebner (Präsident) und Daniel Serafin (Vorstand) im Einsatz sind. Ebner ist zudem Intendant des bekannten Musikfestivals Steyr, Serafin ist Sänger und Künstlermanager.

In diesen Kategorien werden im heurigen Jahr 2016 Preise vergeben:

  • Beste männliche Hauptrolle
  • Beste weibliche Hauptrolle
  • Beste weibliche Nebenrolle
  • Beste männliche Nebenrolle
  • Beste Gesamtproduktion
  • Beste musikalische Leitung
  • Bestes Orchester
  • Beste Regie
  • Beste Ausstattung
  • Beste Nachwuchskünstlerin
  • Bester Nachwuchskünstler
  • Beste Ballettproduktion
  • Bestes Festival
  • Medien-Sonderpreis (geht an den Bariton Dmitri Hvorostovsky)
  • „Krone“ Musical Preis
  • Lebenswerkpreis (geht an den Dirigenten Zubin Mehta)

Um den „Krone“ Musical Preis (der Kronen Zeitung) werden Josefstadt-Direktor und Schauspieler Herbert Föttinger, Chansonniere und Schauspielerin Nina Proll, Musicalstars Mark Seibert und Ana Milva Gomes und Volksopern-Chef und Schauspieler/Sänger Robert Meyer wetteifern.

Teilnahmebedingungen für die Einreichungen sind:

Teilnahmeberechtigt sind alle darstellenden Künstlerinnen und Künstler an den österreichischen Stadt-, Landes- und Bundestheatern entsprechend der jeweiligen Kategorien, die über und von ihren Theatern eingereicht werden. Jedes Theater ist berechtigt je eine Nominierung pro Kategorie einzureichen.

Für die Kategorien Beste weibliche/männliche Hauptrolle und Beste weibliche/männliche Nebenrolle werden Ausschnitte einer Produktion für die Bewertung herangezogen.

In den Kategorien Beste/r Regisseur/in, Beste/r Nachwuchskünstler/in, Beste Produktion, Beste musikalische Leitung, Beste Ausstattung, Beste Ballettproduktion werden die Leistungen in einer Gesamtproduktion bewertet.

Die Jurybewertungen werden an einen Notar übermittelt und erst am Veranstaltungsabend veröffentlicht.

Detail am Rande:

Die Wiener Staatsoper verzichtet auch diesmal wieder auf eine Einreichung, obwohl sie natürlich berechtigt wäre.

Am 27. Juni ist es soweit. Ort: Wiener Ronacher

 

ENGLISH:

The Austrian Music Theater Awards („Österreichischer Musiktheaterpreis“) will take place on June 27th, at Wiener Ronacher.

 

Information

Österreichischer Musiktheaterpreis 2016

Veranstalter / President and CEO: Karl-Michael Ebner und Daniel Serafin

Ort/Place: Wiener Ronacher, Seilerstätte 9

Beginn/ Start: 19:00 Uhr / 7 pm

Musikalische Acts/ Live Acts: Janoska Ensemble, Nina Proll, Dmitry Korchak, Rebecca Nelsen

 

 

 

Vorschau auf den Steyrer Sommer.

Musikfestival Steyr. Oberösterreich

Nachdem man beim Musikfestival Steyr (Intendanz Kons. Karl-Michael Ebner) sehr lange überlegt hat, wurde am Montag bei einer Pressekonferenz in Linz die Besetzung für die heurige Sommer-Operette „Wiener Blut“ in der Regie von Mag. Susanne Sommer endlich bekanntgegeben. Volksopern-Namen und Youngsters sind zu finden, die Kostüme muten bei einer ersten Kostprobe sehr klassisch an.

Die Operette „Wiener Blut“ spielt bekanntermaßen zur Zeit des Wiener Kongresses, auf welchem sehr viel getanzt wurde. Demnach wurde das Europaballett St. Pölten nach Steyr engagiert, und die Kostüme halten sich – zumindest dem ersten Eindruck nach zu urteilen – auch an diese Zeit.

Als „deutschen“ Fürsten Ypsheim-Gindelbach wird man Kammersänger Josef Luftensteiner (bereits oft in Steyr in tragenden Rollen wie in Evita, Fledermaus etc. zu hören) erleben können. Als Gabriele Gräfin Zedlau dessen Bühnen- und Lebenspartnerin (Ehefrau)  Martina Dorak. Den Balduin gibt der ambitionierte, ebenfalls Steyr-erprobte Volksopern-Liebling Vincent Schirrmacher. Josef ist mit Michael C. Havlicek (ebenfalls Volksoper Wien) reizend besetzt. Ob eine Franziska Cagliari in ihr steckt, wird die Volksopern-Adele Beate Ritter zeigen. Als ihr Vater Kagler mit dem „Ringelspüh“ tritt der bühnengeeichte Josef Krenmair auf. Das „Klärchen“ vom „Weißen Rössl“ 2015, Lisa Greslehner, wird sich als Pepi diesmal die Ehre geben. In kleineren Rollen (Bitowski – etwa statt Metternich?!) sind Ewald Reiter und als Anna Rita Nikodim zu sehen.

Premiere ist am 28. Juli um 20:30 im Schlossgraben des Schlosses Lamberg in Steyr. (Open Air). Bei Schlechtwetter weicht man in das Stadttheater aus, hier findet allerdings dann in diesem Fall eine halbszenische Aufführung statt.

Neben der Haupt-Operette bietet das Musikfestival Steyr in Oberösterreich auch ein Kinderstück „Die Kristallkönigin“, sowie eine Kindertheaterwerkstatt unter der Leitung von Pili Celar, Pädagogin, die extra für das Festival das Kinderstück „Wiener Würstchen“ schrieb, um das Interesse für das Theater zu wecken. Dieser Workshop findet von 25-30. Juli statt und kostet 59 Euro. Die Aufführung (des erarbeiteten Stückes) der Kinder findet am 30. Juli um 16:00 im Alten Theater Steyr statt.

 

Weitere Informationen unter:

http://www.musikfestivalsteyr.at

 

 

Auch wieder 2016: Der österreichische Musiktheaterpreis

Der Preis – genau genommen ist er den Academy Awards für das Musiktheater in Österreich ähnlich- wird jährlich vergeben. Österreichische Stadt-, Landes- und Bundestheater dürfen mitmachen und Künstler und Künstlerinnen aufstellen. Bisherige Preisträger und Preisträgerinnen durften sich bereits in den Vorjahren über die exklusiv designte Statue, den „Goldenen Schikaneder“, freuen. Dieser wird übrigens aus 200 Einzelteilen zusammengesetzt.

Preise durften bereits die junge Sieglinde Feldhofer (Oper Graz), Florian Boesch, Tatjana Larina, Andre Schuen, Bo Skovhus, Piotr Beczala entgegennehmen.

Über den Preis für das Lebenswerk durften sich schon Peter Minich, Edita Gruberova und Neil Shicoff freuen.

Wie der Kulturpavillon erfuhr, wird der Österreichische Musiktheaterpreis im heurigen Jahr am 27. Juni über die Bühne gehen.

 

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(c) Art Projekt

 

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Die Organisatoren Kons. Karl-Michael Ebner (links) und Daniel Serafin (rechts) mit Preisträger 2015 KS Neil Shicoff (Mitte) (c) Barbara Palffy

Auf Franz Schuberts Spuren-Das Schubertfestival in Steyr (Schubert@Steyr)

Steyr/Oberösterreich

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(c) Schubertfestival Steyr

Das kleine, aber feine Schubertfestival Steyr existiert seit nunmehr 8 Jahren und bringt Jahr für Jahr Licht ins Dunkel, was den feinsinnigen Komponisten angeht. Ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein lockt die Besucher von 24-27. September nach Oberösterreich. Intendant Karl-Michael Ebner hat auch heuer „Köstlichkeiten“ aus Schuberts Leben zusammengestellt. Darunter eine Forelle…

An den Tagen des Festivals können die Interessierten zum Beispiel einen Filmklassiker besuchen. „Mit meinen heißen Tränen“ erwartet sie im Citykino Steyr. Ein Eröffnungskonzert mit dem Mandolinenorchester Steyr folgt. Auf den Spuren von Schubert und seinen Freunden kann man am Stadtplatz wandeln. Speziell für die kleinen Besucher: Die „Forelle“ mundgerecht entgräten wird die Gesangspädagogin Rita Maria Nikodim, Besuchern des Musikfestivals Steyr als „Ottilie“ aus dem Weißen Rössl bekannt. Schließlich singt Tenor Jörg Schneider von der Volksoper Wien die „Winterreise“. Beschlossen wird das Festival mit einem Frühschoppen am Sonntag.

Alle genauen Termine und Preise entnehmen Sie bitte der Homepage: http://www.schubertatsteyr.at/index.php?idcatside=48

Bitte vor den Vorhang, Karl-Michael Ebner!

Karl-Michael Ebner

Karl-Michael Ebner

Der Tenor und Intendant des Musikfestivals in Steyr wurde in Oberösterreich geboren. Eine frühe musikalische Ausbildung erhielt er als Solist der Wiener Sängerknaben.

Er studierte Oboe und Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien, dann Gesang bei Kammersängerin Gertrude Grob-Brandl sowie Lied und Oratorium an der Bruckner Universität Linz.
Seit 1995 ist er künstlerischer Leiter des Musikfestivals Steyr, seit 1997 Gesamtleiter des Kurtheaters Bad Hall für Oper und Musical sowie seit 1990 Leiter des Vocalensembles USO.
Im Jahr 2002 erhielt er den Titel „Konsulent“, 2007 die Kulturmedaille der Stadt Steyr.

1995 gab der Tenor sein Debüt am Landestheater Linz im Rahmen des Internationalen Brucknerfestes.

2001 debütierte der Tenor als Monostatos in „Die Zauberflöte“ an der Wiener Staatsoper, wo er seit der Spielzeit 2002/03 u. a. in „Moses und Aron“, als 1. und 3. Jude in „Salome“ (Gastspiel in Braunschweig, Athen und Tokyo), in „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Capriccio“ und „Wozzeck“ zu hören ist. An der Volksoper interpretierte er ebenso zahlreiche Rollen wie zum Beispiel den Pappacoda in „Eine Nacht in Venedig“ 2004.