Fortsetzung: Theatergeschichten zum Lachen von…René Rumpold

….RENÉ RUMPOLD, Sänger, Autor, Regisseur

René Rumpold (c) Christian Husar

Geschichte Nr. 3:

Über sein Debut an der Volksoper Wien (unter Eberhard Wächter) in der Oper „Die Zauberflöte“ von Mozart

Seine Rolle: Monostatos

Die Regie: Jerome Savary

Ich nenne nun keine Namen der anderen Beteiligten, aber ich werde es nie vergessen! Der Beginn dieser Vorstellung war schon schwierig genug! Ich lag etwa fünf Minuten (die sich anfühlten wie fünf Stunden) in einer Suppe von Bühnennebel. Das war noch okay. Dann folgte der Auftritt von Pamina und Monostatos: „Du feines Täubchen, nur herein“. Ich bat meine mit dem Bühnenpersonal flirtende Kollegin, sich zu konzentrieren, da ich sie gleich an der Hand rauszerren musste. Wer die Produktion sah, wird sich an die „schwebenden“ Arkaden. Hinter einer dieser Arkaden stand ich nun, mit meiner Kollegin, und wartete auf mein musikalisches Zeichen! ES KAM! Ich zerrte sie mit und sang „Feines Täubchen, nur herein!“ Meine Pamina musste „Oh welche Marter, welche Pein!“ singen. Als ich sie ansah, hielt sie sich dabei vor Schmerzen die Nase. Ich sah, wie die Arkaden wackelten!

Der Grund dafür lag auf der Hand: Vor lauter Flirten mit dem Bühnenpersonal hatte sie an der wichtigen Stelle die Arkaden übersehen (als ich sie als Monostatos auf die Bühne gezogen hatte!). Der Anblick war unbeschreiblich!

Ich konnte daraufhin „Verloren ist Dein Leben“ nur noch lachend singen. Ansehen konnte ich meine Kollegin in der Szene nicht mehr! Ich alte „Lachwurzen“ hätte sonst vor Lachen geschrien!

Geschichte Nr. 4:

„Othellerl“ an der Wiener Kammeroper unter der Leitung von Prof. Hans Gabor

Meine Erfahrungen an der Wiener Kammeroper unter der Leitung von Professor Hans Gabor: Meine erste Produktion an dem Haus, welchem ich meine Karriere verdanke, war die „Altwiener Singspiel Fassung“ von Otello: „Othellerl, der Mohr von Wien“ unter der Regie von Professor Fritz Muliar. Ich verkörperte den „Jago“ oder wie er in dieser Produktion heißt: „Jaggerl“. Zur Silvestervorstellung brachte mein Kollege, welcher den „Rodrigerl“ sang und spielte, eine selbstgemachte SANGRIA mit. Ich hatte keine Erfahrung mit Alkohol und die vielen Frucht- und Obststücke schmeckten mir ausgezeichnet!

Das Fazit: Bis zu Vorstellungsbeginn war ich – auf gut Wienerisch – „blunzenfett“ (=sehr betrunken). Es kam dann zu einer Szene, wo ich zu sagen hatte: „Wir wollen den Hausmeister auf die Mohren hetzen, wie weiland die afrikanischen Löwen auf die Märtyrer!“ Heraus kam jedoch (gelallt): „Wir wollen den Hausmeister auf die Märtyrer hetzen, wie…wie…wie…die afrikanischen Viecher!“

Das war einer der Gründe, wieso an diesem Abend niemand die Handlung verstanden hat!

PS: Ich trinke immer noch keinen Alkohol, da ich keinen vertrage!

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