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Falco-Das Musical kommt in die Wiener Stadthalle!

 

Falco - Wiener Blut

Falco im Video zu „Rock Me Amadeus“ Foto (c) 3sat/Dolezal

 

Jeder Österreicher, jede Österreicherin hat schon von Hans Hölzel alias Falco gehört. Der Musiker war extrem populär, sein Hit „Rock me Amadeus“ schaffte  es als einziges deutschsprachiges Lied an die Spitze der US-Billboard-Charts. 

Nun kommt ein neuer Versuch, ihn wieder aktuell in Erinnerung zu rufen: 2018 jährt sich sein Todestag zum 20. Mal, eine Musicalproduktion ist seit 2017 auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Das neue Musical porträtiert den Künstler, dessen rasantes Leben und sein Genie in einer zweistündigen Live-Show.

Hans Hölzel wird dargestellt von Alexander Kerbst.

 

Der Welthit Rock Me Amadeus:

 

Info: 

Falco-Das Musical

Ort: Wiener Stadthalle, Halle F

Termin: 25. Februar 2018

Karten: http://www.oeticket.at

Webseite: http://www.falcomusical.com

Monty Python – „Chefkomiker“ nächstes Jahr im Anflug auf Wien!

 

John-Cleese

Foto: (c) F. Sower/ Big Think

 

Kommendes Jahr darf sich Österreich auf Großbritanniens populärsten Komiker freuen. Tiefschläge des Humors sind garantiert, denn John Cleese kommt in die Wiener Stadthalle! Der Brite ist bekannt für seine Auftritte mit „Monty Python“, der legendären Komikergruppe, „Fawlty Towers“ oder auch in „Ein Fisch namens Wanda“. 

Der Komiker unterhält nicht nur seit Dekaden Menschen in aller Welt. Auch als Schauspieler (z.B. in James Bond) und Drehbuchautor, kurz auch „Unikum“, hat er sich einen Namen gemacht. John Cleese und seinen trockenen Humor hat sicherlich jeder schon einmal genossen. Seine Kollegen aus Monty Python kommen leider nicht mit, aber er wird mit seinem offenbar letzten Bühnenprogramm die Gäste der Wiener Stadthalle unterhalten. Last Time to See Me Before I Die – frei übersetzt: Die letzte Chance, mich zu sehen, bevor ich sterbe, wird sein neuestes Programm genannt. Dieses enthält nicht nur feine, trockene Klassiker, auch ein Mix mit neuen Elementen ist enthalten.

Die Auftritts-Serie von John Cleese führt auch durch eine Montage der populärsten Clips und macht unter anderem Station in den USA, Dänemark und Deutschland. Er erzählt auch, wie er seine Ängste und Neurosen als Motor für seine Ideen nützen würde, und schont sein Publikum nicht.

Seine Autobiographie erschien bereits 2015: „Wo war ich nochmal?“ heißt sie. Er scheut auch nicht vor allzu persönlichen Fragen zurück. Ein Dinner mit David Bowie seines Kollegen Idle beeindruckte ihn wenig. „Ich hasse Rockmusik“, meinte er trocken dazu.

 

Info:

John Cleese mit seinem „letzten“ Bühnenprogramm

„Last Time To See Me Before I Die“

13. Juni 2018

Wiener Stadthalle Halle F

Karten: http://www.oeticket.at, Karten bereits erhältlich

John Cleese auf Twitter: @JohnCleese

ECHO Klassik für das Lebenswerk für Kammersängerin Brigitte Fassbaender!

 

FassbaenderB_Octavian_Mu82

(c) Isoldes-Liebestod

 

 

Die Kammersängerin und Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender schlüpft außergewöhnlich gerne in Hosenrollen. Der Prinz Orlowsky aus J. Strauss´ „Fledermaus“ ist so eine Leibrolle von ihr, oder aber auch der Octavian im „Rosenkavalier“ (R. Strauss). Sie wurde von ihrem Vater, dem bekannten Kammersänger Willi Domgraf-Fassbaender, unterrichtet. 

Mit unzähligen Rollen hat sie auf sich aufmerksam gemacht. Eigentlich wollte sie ja zum Film oder auch zum Theater, als Schauspielerin. Doch ohne das Wissen ihrer Eltern fing sie zu singen an, bis ihr Vater meinte, er würde sie unterrichten und sie solle keine Zeit mehr verschwenden. Das „Hemmnis“, beim eigenen Vater zu studieren, legte sie schnell ab: „Er war ein wunderbarer Pädagoge, ich musste ihn fast zur Strenge zwingen.“, so sagte sie einmal in einem Interview.

Besonders beeindruckend war die Zeit, wo sie sich durch die „niederen Rollen“ zu den höheren sang. Sie interpretierte Dienstmägde genauso wie auch männliche Diener. Plötzlich hatte sie Weltstars als Kollegen.

Sie wollte auf der Bühne nicht alt werden, deswegen plante sie schon früher ihren Rückzug aus der aktiven Gesangswelt. Sie widmete sich dem Inszenieren. Die frühere Karriere hilft sehr dabei, sich dann in eine Inszenierung hineinzufühlen, denn man weiß ganz genau, was die Sänger und Sängerinnen brauchen.

Brigitte Fassbaender bezeichnet sich selbst als „heillos kreativ“. Sie bekommt den ECHO Klassik für ihr Lebenswerk verliehen. Die Verleihung findet am 29. Oktober im Rahmen einer Gala in der Hamburger Elbphilharmonie statt.

 

Fertig! Die Berliner Staatsoper strahlt wieder. Die Wiedereröffnung ist erfolgt!

 

Nach einer langen Zeit ist die Berliner Staatsoper nun wiedereröffnet worden. Sieben Jahre und verdoppelte Sanierungskosten – aber all das konnte dem prunkvollen Haus nichts anhaben. Intendant Jürgen Flimm konstatierte: „Immer noch günstiger als ein „Eurofighter“!“

Mit der Premiere von Robert Schumanns „Faustszenen“ in der Inszenierung von Flimm, wurde die Staatsoper wiedereröffnet. Aber der Spiel-Betrieb ist noch nicht (ganz) offiziell eröffnet. Dies wird erst im Dezember erfolgen. Ein Eröffnungskonzert unter dem gestrengen und hochkarätigen Taktstock von niemand Geringerem als Daniel Barenboim (dem Generalmusikdirektor) riss die Besucher mit.

Die deutsche Staatsoper Unter den Linden wurde äußerst intensiv renoviert. Goldlettern wurden ausgetauscht, die Decke wurde um 5 Meter angehoben. Berlins ältestes Opernhaus wird somit wieder für einen reibungslosen und musikalischen Start in die Saison sorgen. Der reguläre Spielbetrieb wird wie schon erwähnt ab Dezember erfolgen, und zwar ab 07. Dezember, zum 275. Jubiläum des Berliner Opernhauses.

2018/2019 wird der neue Intendant Matthias Schulz seine Arbeit aufnehmen.

Webseite: http://www.staatsoper-berlin.de

 

 

Otto Schenk und sein 70-jähriges Bühnenjubiläum!

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Kammerschauspieler ist noch das Wenigste. Otto Schenk hätte sich eigentlich den Titel „Tausendsassa, und Universaltalent“ als Berufstitel verdient. Was er nicht alles anpackt! Dieses Jahr gibt es für ihn etwas ganz Besonderes zu feiern: Das 70-jährige Bühnenjubiläum, na, das ist schon etwas!

Im Jahr 2006 hat Otto Schenk seinen Eid gebrochen, nicht mehr inszenieren zu wollen. Für niemand Geringeren als Anna Netrebko setzte er die Donizetti-Oper „Don Pasquale“ in Szene. Gar 2014 folgte das „Schlaue Füchslein“ von Leos Janacek an der Wiener Staatsoper, welches er in einem Märchenwald umherstreifen ließ. Launige Einblicke der Probenarbeit konnte man damals im Fernsehen bewundern. Chen Reiss in der Titelrolle stand unter seiner liebevollen „Fuchtel“. Wer genießt es nicht, mit einem solchen Bühnen-Doyen zusammen Zeit verbringen zu können? Sein unerschöpfliches Theater-Wissen, gepaart mit Wiener Charme machen ihn zu einem Original, welches es heute nicht mehr oft zu finden gibt.

Seinen verstorbenen Freund und Lebensmenschen Helmuth Lohner, Inszenator und ausgestattet mit viel Menschenkenntnis und Feingefühl, vermisst er schmerzlich, wie er kürzlich wissen ließ. Otto Schenk wird nicht müde, immer wieder neue Herausforderungen anzunehmen. Das verlangte er immer schon von sich und anderen.

Den „Humor hat er nie auf die leichte Schulter“ genommen, was sicherlich auch ein Geheimrezept darstellt. Schenk unterhält mit Leichtigkeit, die aber nie bemüht wirkt. Das beweist er zum Beispiel im „ganz normalen Alltagsgespräch“ mit Michael Niavarani im Globe Wien (www.globe.wien) wo es immer wieder heißt: „Zu blöd, um alt zu sein“. Es gibt hier quasi kein „Drehbuch“, die beiden reden, worüber ihnen gerade „der Schnabel gewachsen ist“. Das alles geschah einfach, weil „wir es nie geschafft haben, uns privat auf einen Kaffee zu treffen“. Das Ergebnis: Beinahe jeder Abend ist restlos ausverkauft.

Einige Jahre liegt es zurück, dass Otto Schenk 1960 am Theater in der Josefstadt mit einer Regiearbeit debütierte. „O Wildnis!“ von Eugene O´Neill sollte aber nicht seine letzte Arbeit dort bleiben. Springt man ins Heute, ist Otto Schenk „schon wieder“ in der Rolle des gebrechlichen „Cooper“ in Bob Larbeys „Schon wieder Sonntag“ in den Kammerspielen der Josefstadt zu sehen. Und ganz aktuell tourt er auch wieder durch Wiens Theater mit seinem lustigen Programm: „Perlen des Humors“.

Die Wahrhaftigkeit und das Glaubhafte sind und waren immer wichtige Elemente in seinem (Berufs-)Leben. Das verlautbarte er auch vor einiger Zeit im Gespräch mit dem Kulturpavillon: Klingers Kulturpavillon: M. Klinger im Gespräch mit Ksch. Prof. Otto SCHENK

Alles Gute zum Jubiläum, Otto Schenk!

 

Info:

Nächste Bühnentermine von Otto Schenk

05. Oktober (ausverkauft) + 06. Oktober: „Schon wieder Sonntag“ (Kammerspiele Wien)

12. Oktober: „Perlen des Humors“ (Theater Akzent Wien)

22. Oktober: „Perlen des Humors“ (Orpheum Wien)

 

Die Zukunft der Oper?! 4.0?

Wir stehen vor einem Umbruch in der Klassikwelt. Und damit soll nun nicht gemeint sein, dass Sängerinnen und Sänger nicht mehr so aussehen, wie sie einst aussahen. Dass sie nicht mehr so singen, wie sie vor Jahren und Jahrzehnten sangen. 

Es kursiert die Meinung, dass „heutige“ Opern-Stars eher wie Rockstars oder Top-Models aussehen. Klassik muss eben nicht nur gut klingen, sie muss auch die passende „Verpackung“ dafür liefern. Ein ansprechendes CD-Cover lässt vielleicht auch manche stimmliche Schwäche vergessen. Einmal ganz abzusehen von der Tatsache, dass eine professionell ausgebildete Stimme nicht ewig „hält“.

Aber geht man einen Schritt weg vom Äußerlichen, entdeckt man auch, dass sich die Umstände sehr gewandelt haben. Klassische Musik und Opernbesuche in den Alltag zu integrieren, dafür muss erst einmal ein grundsätzliches Interesse vorhanden sein. Die Elemente sind nicht mehr überall verfügbar, es gibt kaum noch Hausmusik beziehungsweise Schubertiaden. Das wäre ebenso überlegenswert: Die Schubertiade 4.0. Es ist im Grunde genauso wie  bei anderen Musikrichtungen, sei es nun Hardrock oder aber auch Flötenmusik. Man muss das Feuer dafür entzünden.

Das Interesse der Zielgruppe der jüngeren Leute an klassischer Musik schwindet. Was kann man tun? Junge Besucher schon früh mit der Materie vertraut machen? Wer die Kinder-Zauberflöte, in der der Ex-Staatsoperndirektor Ioan Holender früher gerne den „Baum“ gegeben hat, gesehen hat, ist der potentielle Opernkonsument von morgen?

Die Klassik soll freilich nicht aussterben. Das ist ein Credo, das viele verfolgen. Ein Lösungsansatz ist es möglicherweise, die Oper (und damit auch das Opernhaus) vielen zu öffnen, auch Crossover-Veranstaltungen anzubieten. Eine starre Meinung, wonach man „Mimi“ nicht drei Stunden „beim Sterben zusehen“ will und das vielleicht noch „in historischen Kostümen á la Queen Victoria“, wird sich so leicht nicht ändern. Ob da der richtige Weg ist, eine Institution wie Anna Netrebko in ein Punk-Rock-Girl zu verwandeln und inszenatorisch am Würstelstand singen zu lassen…? Ein gesunder Mittelweg kann auch hier hilfreich sein. Vielleicht geht die Oper auch wieder mehr in Richtung Film..  Die Gratwanderung zwischen „Entstauben“ und „Entfremden“ ist bekanntermaßen eine sehr gefährliche Wegstrecke, welche aber so mancher Regisseur gerne und ohne zu zögern zurücklegt. 

Noch ein vorerst letzter Punkt: Die Digitalisierung! Diese ist kaum aufzuhalten und noch weniger zu unterschätzen. Selfies auf Instagram, Facebook, Youtube haben noch ein Riesen-Potential, wodurch Modernität und Mozart Realität werden können. Oper 4.0? Digitale Programmhefte und Untertitel gibt es schon. In dieser Richtung wird sich noch weltweit viel tun.